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Keine Trübsal kann mich vom Praktizieren von Falun Dafa abhalten

20. September 2016 |   Von einer Falun Dafa-Praktizierenden in der Provinz Guizhou, China

(Minghui.org) Ich bin eine Frau aus einem Dorf der Miao [1]. Früher war ich ungebildet und verstand kein Mandarin [2]. 1993 zog ich in die Stadt, um meine Lebensumstände zu verbessern und lernte allmählich einige Dialekte, die mir halfen, mit den Ortsbewohnern zu kommunizieren.

Nachdem ich 1998 eine Falun Dafa-Praktizierende geworden war, lernte ich Mandarin. Ich brauchte zehn Jahre, um alle Falun Dafa-Bücher mit der Lehre des Meisters zu lesen.

Heute kann ich den Menschen die Fakten und Hintergründe über Falun Dafa sogar auf Mandarin erzählen.

Wie ich eine Praktizierende wurde

Im September 1998 besuchte ich einmal Freunde und fühlte mich von einem Foto des Meisters Li angezogen. Je mehr ich es betrachtete, desto mehr dachte ich, Meister Li sehe aus wie eine Gottheit oder ein Buddha und sagte das auch.

Meine Freunde meinten, dass ich eine Schicksalsverbindung mit Falun Dafa hätte. Dann führten sie mich in diesen Kultivierungsweg ein und brachten mir die fünf Übungen bei.

Ich erwarb an diesem Tag auch ein Exemplar des Zhuan Falun (Li Hongzhi), des Hauptwerkes von Falun Dafa. Von da an machte ich jeden Tag die Übungen.

Kurz nachdem ich in diesen Kultivierungsweg eingetreten war, begann plötzlich mein ganzer Körper zu beben. Es kribbelte und fühlte sich so an, als würde irgendetwas in meinem Inneren krabbeln. Außerdem fühlte sich mein Magen an, als wäre er mit irgendetwas Schwerem gefüllt.

Ich war beunruhigt und eilte ins Krankenhaus, doch dort wurde nichts Abwegiges entdeckt. Ich versuchte es mit pflanzlichen Mitteln; sie wirkten jedoch auch nicht. Dann dachte ich an den Meister.

Ich bat den Meister um Hilfe, mein Zittern zu stoppen, und mich schlafen zu lassen. Wunderbarerweise hörte das Beben sofort auf und schon bald merkte ich, dass meine Krankheiten geheilt waren. Dann erinnerte ich mich an das, was mir Praktizierende erzählt hatten – der Meister hatte meinen Körper gereinigt.

Wie ich Mandarin lesen lernte

Ich wollte das Buch lesen, wusste aber nicht wie. Ich verstand es auch nicht, wenn andere Leute die Lehre des Fa vorlasen. Ich weinte, wenn ich das Foto des Meisters im Zhuan Falun anschaute.

Einmal, als ich das Zhuan Falun in der Hand hielt, sah ich plötzlich, dass jedes Wort im Buch flimmerte. Ich spürte, der Meister wies mich darauf hin, dass ich doch lernen sollte, das Buch zu lesen. Daraufhin war ich fest entschlossen, Mandarin zu lernen.

Zuerst lernte ich bei meinem Sohn die Schriftzeichen, dann bei meinem Mann, bis beide frustriert waren. Ich ging zur Schule und fragte am Eingang die Schüler vor und nach dem Unterricht nach der Bedeutung von Schriftzeichen. Ich lernte auch von Mitpraktizierenden.

Als ich meinen Sohn erneut um Hilfe bat, brachte er mir chinesisches Pinyin bei und deutete an, dass ich dann lernen könne, wie man Mandarin unter Zuhilfenahme eines Wörterbuchs liest.

Pinyin zu lernen war für mich genau so schwierig wie Mandarin zu lernen. Immer wieder weinte ich. Doch ich war fest entschlossen, Mandarin zu lernen, damit ich die Falun Dafa-Bücher lesen konnte.

Hartnäckig weiterkultivieren

Bis 2008 hatte ich alle Falun Dafa-Bücher und die Vorträge des Meisters gelesen, doch bis 2013 verstand ich immer noch nicht ganz, was ich da las. Damals begriff ich jedoch wirklich, was Kultivierung bedeutete. Praktizierende müssen sich kultivieren und aktiv nach innen schauen, nicht auf passive Weise.

Mein Mann unterstützte mich bei meiner Kultivierung – bis im Jahr 1999 die Verfolgung einsetzte. Dann versuchte er, mich vom Praktizieren abzuhalten. Als ich weitermachte, zerriss er nicht nur die Falun Dafa-Bücher, sondern schlug mich auch viele Male brutal. Er verlangte auch wiederholt die Scheidung.

Nach meiner Scheidung im Jahre 2010 war mein Leben schwierig. Ich zog aus und lebte allein. Um überleben zu können, arbeitete ich als Änderungsschneiderin und wurde oft von den Menschen schikaniert.

Wegen meiner eingeschränkten Mandarin-Kenntnisse war es nicht leicht für mich, mit den Menschen über Falun Dafa zu sprechen. Häufig wurde ich von Männern belästigt, wenn sie einmal erfuhren, dass ich allein lebte. Ich hatte Angst und hörte auf, mit den Menschen über Falun Dafa zu sprechen.

Diese harschen Lebensumstände drängten mich dazu, zu versuchen, ob ich meinen Ex-Mann zurückgewinnen konnte, doch das scheiterte. Ich überlegte, einen anderen passenden Mann für eine Heirat zu finden und es kam der Wunsch nach Bequemlichkeit und Lust bei mir auf.

Meine Schwierigkeiten waren ein Signal, dass ich meine Eigensinne loslassen sollte. Um sie loszuwerden, bat ich den Meister um Hilfe. Schließlich wurde ich aus dem Dilemma befreit.

Jeder muss die Fakten über Falun Dafa erfahren

Um meine Mission zur Errettung von Lebewesen zu erfüllen, beschloss ich, den Menschen über Falun Dafa zu erzählen. Anfangs konnte ich die Fakten nicht gut erklären. Daher sprach ich nur mit den Menschen, die ich bereits kannte. Passiv folgte ich anderen Praktizierenden, um Informationsmaterial zu verteilen.

Ich scheute mich, mit Fremden zu sprechen, doch ich verbesserte mich und wurde aktiver.

Einmal wurde ich in meiner Heimatstadt festgenommen, als ich den Menschen die Fakten erzählte und ihnen half, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) auszutreten und auch Falun Dafa-Amulette verteilte. Während ich mich im Polizeifahrzeug befand, sagte ich zu den Polizisten, sie sollten sich merken: „Falun Dafa ist gut“ und: „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht sind gut“.

Als ich ins Untersuchungsgefängnis gebracht wurde, sagte ich zu den Wärtern, dass all das, was sie im Fernsehen gesehen hätten, fabrizierte Nachrichten seien. Ich sagte ihnen auch, dass sie von mir kein Foto machen könnten. Tatsächlich versuchten sie es fünf Tage lang, aber ohne Erfolg. Nach zehn Tagen wurde ich freigelassen.

2012 wurde ich zusammen mit einer anderen Praktizierenden wiederholt festgenommen. Auf dem Polizeidezernat erzählten wir den Beamten anhand unserer eigenen Erfahrungen über die wunderbare Kraft von Falun Dafa. Ein Beamter fragte, ob Falun Dafa wirklich so großartig sei. Ein anderer Beamter unterbrach uns und sagte: „Wie können Sie es wagen, die Wahrheit zu sagen? Noch nicht einmal wir wagen das!“ Dann wurden wir ins Untersuchungsgefängnis gebracht.

Im Untersuchungsgefängnis brachte ich Häftlingen die Übungen bei. Ich brachte ihnen auch bei, „Falun Dafa ist gut“ und „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht sind gut“ zu rezitieren. Als wir angewiesen wurden, die Gefängnisregeln zu lesen, rezitierte ich stattdessen das Lunyu des Meisters.

Einmal, als ich aufrichtige Gedanken aussendete, sah ich etwas Schillerndes herumwirbeln. Ich hatte das Gefühl, der Meister ermutigte mich. In dieser Nacht träumte ich, dass von oben her eine Tür heruntergefallen sei und eine andere Tür aufgestoßen hätte, durch die ich hinausgehen konnte. Am nächsten Tag wurde ich freigelassen.

Einmal stieß ich auf Buddhisten. Ich erzählte ihnen über die Verfolgung von Falun Dafa. Ich konnte sie dazu bewegen, aus der KPCh auszutreten, weil ich zu ihnen sagte, dass sie doch an Buddha glaubten und die KPCh aber den Atheismus lehre.

Lebewesen zu erretten, ist für mich am Allerwichtigsten.


[1] Die Miao, auch Hmong genannt, sind eine ethnische Minderheit in China.

[2] Die chinesische Hochsprache