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Durch solide Kultivierung Selbstlosigkeit erreichen

1. Februar 2017 |   Von einem Falun Gong-Praktizierenden aus China

(Minghui.org) Durch das Beobachten meiner Mitpraktizierenden um mich herum und das Lesen von Erfahrungsberichten bekam ich viele Fälle mit, bei denen Praktizierenden unter Krankheitskarma litten. In manchen Fällen führte es sogar zu ihrem Tod. Es scheint, dass viele der betroffenen Praktizierenden nicht klar genug waren. Wie ich es sehe, geschieht das, weil die solide Kultivierung ignoriert wird.

Ich habe 1997 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Aber erst vor ein paar Jahren fing ich an, über die Frage der wahren Kultivierung nachzudenken.

Als ich mich an die vielen Jahre meiner Kultivierung erinnerte, erkannte ich, dass ich immer versucht hatte, Probleme zu vermeiden und ihnen aus dem Weg zu gehen. Für mich war es am Wichtigsten, die drei Dinge zu erledigen. Als Ergebnis dieser Einstellung häuften sich die Probleme an, so dass ich nicht mehr in der Lage war, einen Weg herauszufinden.

Als ich endlich anfing, über meinen Kultivierungsprozess nachzudenken, bemerkte ich, dass ich beim Fa-Lernen zwar die Theorien gelernt hatte, bei meinen alltäglichen Aktivitäten jedoch nicht darauf achtete, mein Verhalten danach zu richten.

Die Denkweise ändern

In der Vergangenheit wollte ich immer unbedingt Fa-Grundsätze finden und Kenntnisse über diese Grundsätze ansammeln, um mehr als meine Mitpraktizierenden zu wissen. Im Jahr 2012 erkannte ich, dass es besser wäre, wirklich nach dem Fa zu handeln, anstatt mit anderen Praktizierenden zu konkurrieren. Danach versuchte ich immer mein Bestes und begann allmählich zu verstehen, worum es bei der Kultivierung wirklich geht.

In der Vergangenheit hatte ich oft darüber nachgedacht, wie ich mehr Dinge tun könnte, die mit Dafa zu tun haben, wie zum Beispiel nach Peking zu fahren, um dort das Fa zu bestätigen oder sich an Projekten zu beteiligen, die den Menschen Dafa näher bringen. Trotz meiner Bemühungen begegnete ich vielen Problemen – angefangen von körperlichen und finanziellen Problemen bis hin zu Verhaftungen durch die Polizei. Zurückblickend kann ich sagen, dass ich nicht genau wusste, was Kultivierung eigentlich ist.

Nach 2012 wachte ich auf und erkannte den Sinn der wahren Kultivierung. Ich tat die Dinge seitdem mit klarem Kopf und begegnete daraufhin weitaus weniger Schwierigkeiten.

Erhöhung durch wahre Kultivierung

Angenommen wir erhöhen uns durch die Kultivierung und können den Zustand der Selbstlosigkeit bis zu einem gewissen Grad erreichen. Das Kriterium dabei ist, den Egoismus loszulassen. Es geht nicht etwa um die Geschwindigkeit, mit der wir die Dinge erledigen oder den Weg, den wir einschlagen. Demnach muss jeder Praktizierende für jede Ebene seiner Erhöhung einen noch höheren Maßstab erreichen.

Der Meister sagte:

„Deswegen wird das Dafa auf der Welt verbreitet, um alle Wesen zu erretten. Deshalb haben die wahrlich kultivierenden Jünger die Pflicht, alle Wesen zu erretten.“                    (Li Hongzhi, Grußwort an die Fa-Konferenz in Argentinien, 27.11.2016)

Wenn unser Kultivierungszustand also kritisch ist, sollten wir uns nicht nur darauf konzentrieren, die Dinge zu erledigen. Nur wenn wir alle drei Dinge gleichzeitig gut machen, können wir echte Fortschritte machen.

Ich begegnete mehreren Umständen, in denen die Dinge chaotisch waren und ich keinen Ausweg finden konnte. Am Ende beschloss ich, meine eigenen Anschauungen aufzugeben und vollständig in das Fa einzutauchen. Mit diesem Gedanken änderte sich auch die Situation. Mein Verstand wurde klar und ich konnte meine Aufmerksamkeit darauf legen, das Fa wirklich zu lernen. Auch meine körperliche Verfassung verbesserte sich.

Eigensinne und Anschauungen beseitigen

Der Meister sagte:

„Ich möchte euch damit nur sagen, dass ein winziger Gedankenunterschied herrscht, der Unterschied zwischen Menschen und Gottheiten ist nun einmal so ein kleiner Gedanke, wenn man ihn loslassen kann, dann ist man ein Kultivierender, wenn du ihn nicht sein lassen kannst, dann bist du ein Mensch.“ (Li Hongzhi, Fa- Erklärung während der Fa-Konferenz in Houston, 12.10.1996)

In der Vergangenheit war mein Verständnis von „in der Kultivierung fleißig vorankommen“, hart zu arbeiten. Heute weiß ich, dass es bedeutet, Eigensinne und menschliche Anschauungen zu beseitigen.

So frage ich mich oft, ob ich meine Eigensinne wirklich loslasse. Habe ich den Egoismus losgelassen?

Es ist wahr, dass wir uns an Projekten beteiligen und den Menschen über Falun Dafa erzählen sollen. Aber wir müssen sicherstellen, dass wir uns dabei auf die Beseitigung unserer Eigensinne und Anschauungen konzentrieren und nicht vergessen, uns selbst zu kultivieren. Das heißt auch, dass wir unsere Motivation und Haltung dem Fa gegenüber prüfen sollten.

Am Ende kultivieren wir uns nach dem Fa und nicht, um nach Belohnungen zu streben. Vielmehr geht es darum, den Zustand der Selbstlosigkeit zu erreichen. Das bedeutet, dass wir aufrichtige Gedanken bewahren und die Dinge aus dem Blickwinkel des Fa betrachten müssen.