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Mit Konflikten und Egoismus auf der Grundlage des Fa umgehen

20. Februar 2017 |   Von einem Falun Dafa-Praktizierenden in Liaoxi, China

(Minghui.org) Letztes Jahr fing ich in einem neuen Job an. Innerhalb von ein paar Monaten waren meine Leistungen besser als die meines Abteilungsleiters. Jedes Projekt, bei dem die Firma Schwierigkeiten hatte, wurde mir zugewiesen und ich schaffte es jedes Mal, den Auftrag an Land zu ziehen.

Mit der Zeit fing mein Abteilungsleiter an, Klienten von mir abzuwerben. Nach einer Weile konnte ich es nicht mehr hinnehmen und fing einen Streit mit ihm an. Nicht nur, dass er nicht einlenkte, er sagte auch noch, er wolle mich rausschmeißen. Er sagte, dass die Firma ohne mich auskommen könne. Der Firmeninhaber war während unserer Auseinandersetzung zugegen, äußerte sich aber nicht dazu.

Ich war aufgebracht und nahm es dem Firmeninhaber übel, dass er dazu schwieg. Deshalb wollte ich kündigen, dachte dann aber: wie würde ich mich von einem alltäglichen Menschen unterscheiden, wenn ich kündigte? Ich würde ja das Fa nicht bestätigen. Ich musste also dranbleiben. Mir fiel ein Gedicht des Meisters ein:

„KultivierenderBei sich die Fehler suchtViele menschliche Gesinnungen beseitigenGroßer Pass, kleiner Pass, nicht vermeidenRecht hat erUnrecht habe ichWozu streiten“(Li Hongzhi, Wer hat recht, wer hat unrecht, 16.05.201, in: Hong Yin III)

Richtig, aber der Konflikt trat zwischen mir, einem Kultivierenden und einem alltäglichen Menschen auf. Das bedeutete einfach, dass es für mich etwas geben musste, bei dem ich nach innen schauen sollte, um meine Xinxing zu erhöhen.

Ich entschuldigte mich bei meinem Abteilungsleiter. Die Dinge änderten sich auf die richtige Weise. Sogar die Kollegen waren freundlicher zu mir. Der Inhaber lobte mein Verhalten und sagte, dass Hochschulabsolventen wirklich anders seien, als jemand mit niedrigerem Bildungsgrad. Er sagte, dass ich gerade in der schwierigsten Zeit in die Firma eingetreten sei, dass ich Kunden gewinnen könne, die andere nicht bekämen und dass niemand in Sachen Fähigkeiten mit mir mithalten könne. Er sagte auch, er wolle den Abteilungsleiter keine Außengeschäfte mehr machen lassen, sodass ich der einzige Verantwortliche dafür sei.

Ich zögerte, schaute nach innen und entdeckte einige Dinge bei mir. Zum Beispiel versteckten sich hinter meinem harten Arbeiten mein Egoismus und mein Wetteifern. Der Abteilungsleiter ist sehr gut im sozialen Umgang mit Menschen. Er genießt gutes Essen und Trinken und auch andere weltliche Vergnügungen. Er war die meiste Zeit betrunken. Ich merkte, dass ich ihn verachtete und immer versuchte, ihm meine Fähigkeiten zu demonstrieren und ihn in den Schatten zu stellen. Ich begriff, dass dies die wahre Ursache unserer Konflikte war.

Das neue Arrangement würde ihn zu sehr tangieren. Es könnte ihn sogar seinen Job kosten. Er hatte 80 Jahre alte Eltern zu Hause, die er versorgte. Seine Frau hatte ihn verlassen und er musste seinen Sohn unterstützen. Wie könnte ich ihm aufgrund meines Egoismus` solchen Schaden zufügen?

Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, entschloss ich mich zu kündigen. Meine Kollegen hatten das Gefühl, es sei mir gegenüber unfair: „Die Hauptkunden der Firma sind deine Klienten. Du hast hart für die Firma gearbeitet. Möchtest du auf dein gutes Gehalt verzichten!? Bist du bescheuert?“ Sie konnten es nicht verstehen. Und so erzählte ich ihnen von Falun Dafa. Nur Falun Dafa konnte mich dazu bringen, bei Konflikten und Eigennutz nachzugeben. Nur Falun Dafa konnte solch einen Wandel in mir auslösen.

Der Inhaber rief mich mehrere Male an und bat mich, auf den Abteilungsleiter nicht wütend zu sein. Ich erzählte ihm über Falun Dafa und dass ich kündigte, weil ich den Dafa Prinzipien Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit, Nachsicht folgen und ein guter Mensch sein wolle, der zuerst an andere denkt. Ich sagte, dass ich noch jung sei und kein Problem hätte, einen neuen Job zu finden. Der Abteilungsleiter sei im gleichen Alter wie mein Onkel. Für ihn würde es schwierig sein, in seinem Alter einen neuen Job zu finden.

Ich sagte ihm auch, dass ich nicht wegginge, weil ich über jemand wütend sei. Ich hätte es vorgezogen, einfach nachzugeben. Ich hätte erkannt, dass er und der Abteilungsleiter diejenigen seien, die in der Anfangszeit der Firma die harten Zeiten durchgemacht hätten und dass ich das respektieren sollte. Ich nannte ihm das Geheimnis meines Erfolges: Hör auf dein Herz und behandle deine Kunden aufrichtig.

Der Inhaber drückte seine Bewunderung aus: „Wenn alle so handeln würden wie Sie, gäbe es keine schlechten Menschen mehr und keinen Bedarf an Gefängnissen. Wir werden Sie bestimmt gerne als Manager zurückgewinnen, wenn unsere Firma künftig expandiert.“

In den vergangenen 10 Jahren seit meinem Hochschulabschluss, wurde ich ständig Prüfungen hinsichtlich Eigennutz und Ruhm unterzogen. Obwohl es jedes Mal qualvoll war, konnte ich die Pässe überwinden, solange ich mich an das Fa des Meisters erinnerte. Ich weiß, warum ich in diese Welt gekommen bin und dass ich ein Gelübde abgelegt habe.

Ich fühle mich so glücklich, dass ich Falun Dafa lernen durfte und dass ich meine Richtung nicht verloren und mich in dieser Welt nicht verirrt habe.

Vielen Dank, verehrter Lehrer, dass sie mich errettet haben.