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Washington DC: Forderungen an Präsident Trump im Vorfeld von Xis USA-Besuch

8. April 2017 |   Von einem Falun Gong-Praktizierenden in Washington DC

(Minghui.org) Im Vorfeld des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping haben sich am letzten Dienstag, dem 4. April 2017, Falun Gong-Praktizierende vor dem Weißen Haus in Washington DC versammelt. Sie hatten eine wichtige Forderung: Trump solle Xi auffordern, die seit 18 Jahren andauernde Verfolgung von Falun Gong zu beenden. Außerdem soll Jiang Zemin, der ehemalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), vor Gericht gestellt werden. Jiang hatte 1999 im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong befohlen.

4. April 2017: Falun Gong-Praktizierende vor dem Weißen Haus mit der Forderung, die Verfolgung von Falun Gong in China zu beenden

Unter den Teilnehmern der Kundgebung war die Falun Gong-Praktizierende Yu Zhenjie. Sie war wegen ihres Glaubens in Harbin in der Provinz Heilongjiang, China eingesperrt gewesen. Yu hofft, dass der US-Präsident Xi auffordern wird, die Verfolgung zu beenden.

Lin, ein Praktizierender aus Washington DC, erklärte einem Reporter: „Wir hoffen, dass Trump den chinesischen Präsidenten auffordern wird, Jiang vor Gericht zu stellen.“

Falun Gong-Praktizierende informieren in der Nähe des Weißen Hauses über die Verfolgung, die sich in China ereignet.

John, Angestellter der American Federation of Labor and Congress of Industrial Organizations, sagte, dass er noch nie einen so gesitteten Protest gesehen habe. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Trump die Stimme der Praktizierenden hören wird. Auch merkte er an, dass die Verletzung von Menschenrechten durch die KPCh und ihre religiöse Verfolgung wichtige Nachrichten seien, die aber in den amerikanischen Medien leider kaum erwähnt würden.

Auch Amir Arbadi, Geschäftsführer eines Finanzunternehmens,  sah die Kundgebung. Er war gerade mit seiner Familie auf Besuch in Washington DC. Er las die Informationen über die Verfolgung und über den Organraub durch die KPCh an Falun Gong-Praktizierenden und Gefangenen aus Gewissensgründen. „Unschuldige Menschen dürfen nicht verfolgt werden“, so Arbadi. „Es ist nichts Falsches daran, den Prinzipien von Falun Gong – Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht – zu folgen. Das Verbrechen des Organraubs an lebenden Menschen ist beispiellos. Die USA sollte diese Angelegenheit zur Hauptpriorität machen und noch vor Themen wie Süd-China-Meer und Handelspartnerschaften ansiedeln. Ich werde nie Geschäfte mit Regierungen machen, die Organe von lebenden Menschen rauben. Das ist eine Menschenrechtsangelegenheit. Derjenige, der die Verfolgung initiiert hat, sollte bestraft werden.“

Ravikand aus Indien erzählte, dass er in indischen Medien Berichte über Falun Gong gelesen habe. In Indien könne man Falun Gong frei praktizieren. Seiner Ansicht nach sollte Jiang vor Gericht gestellt werden. „Ein Verbrecher muss angeklagt werden, ganz gleich, wer er ist und wie alt er ist“, vertrat Ravikand.

Seit Mai 2015 haben über 200.000 Falun Gong-Praktizierende und ihre Familienangehörigen Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet.

Die Praktizierenden wollen ihren friedlichen Appell fortsetzen angesichts des bevorstehenden Besuches von Xi vom 6. bis 7. April in Palm Beach, Florida.

Hintergrund

Falun Dafa (auch Falun Gong genannt), eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode auf hoher Ebene, wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt. Sie basiert auf der Angleichung an die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht. 

Laut einer Statistik der chinesischen Regierung verbreitete sich die Anzahl der Praktizierenden bis Anfang 1999 rasant auf 70 Millionen Menschen. Im Juli 1999 setzte Jiang Zemin im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong in Gang, die bis heute andauert.