Peking: Friseurin wegen ihres Glaubens zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt

(Minghui.org) Am 9. Mai 2017 wurde eine Anwohnerin des Bezirks Pinggu zu dreieinhalb Jahren Gefängnis und 7.000 Yuan (ca. 1.000 €) [1] Geldstrafe verurteilt. Der Grund dafür war, dass sie mit Menschen über Falun Gong gesprochen hatte. Die Falun Gong-Praktizierenden werden von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verfolgt.

Die Friseurin Li Xiaofeng wurde am 18. November 2016 in ihrem Frisiersalon verhaftet. Ein Kunde hatte sie der Polizei gemeldet, weil sie mit ihm über Falun Gong gesprochen hatte. Während ihrer Untersuchungshaft in der Haftanstalt Pinggu legte sie Berufung ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass Li wegen ihres Glaubens verhaftet wurde. In der Vergangenheit war sie insgesamt 58 Monate in verschiedenen Zwangsarbeitslagern eingesperrt gewesen.

Nach ihrer Verhaftung im Februar 2001 wurde Li zu eineinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Später verlängerte man ihr Urteil um zehn Monate.

Während ihrer Inhaftierung in verschiedenen Haftanstalten und Arbeitslagern wurde sie grausam gefoltert. Einmal schlug ihr ein Beamter wiederholt mit einem schweren Buch und einem Besenstiel auf den Kopf. Während ihrer Haft im Zwangsarbeitslager Xin'an zwang man sie ein Jahr lang, täglich auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Ihre Qualen gingen weiter, nachdem sie in ein anderes Zwangsarbeitslager gebracht worden war. Dort wurde sie oft gezwungen, lange Zeit am Stück zu stehen. Einmal wurde sie so grausam geschlagen, dass ihr rechtes Auge blutig und sie mit blauen Flecken übersät war. Wenn sie nicht in einer Folterkammer war, musste sie schwere Arbeit ohne Lohn verrichten.

Li wurde 2006 erneut verhaftet und zu zweieinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. In dieser Zeit erlitt sie ähnliche Folter.

Im Februar 2001 und erneut im Jahr 2006 durchsuchten Polizisten ihre private Wohnung.


[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €