Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Der große Weg hat keine Form – nur das Herz kultivieren

Erkenntnisse aus einem Erfahrungsbericht

13. Juni 2017

(Minghui.org) Heute las ich den Erfahrungsbericht „Ich habe gelernt, Arbeit und Familie mit meiner Mission in Einklang zu bringen“[1], der mich zutiefst erschüttert hat. In den letzten 20 Jahren war ich auf meinem Kultivierungsweg mehrere Male hingefallen. Obwohl ich jedes Mal nach innen schaute, fand ich die Ursache nicht.

Durch diesen Artikel habe ich nun verstanden, dass ich das Fa nicht solide und gut gelernt hatte. Mein Verständnis befand sich an der Oberfläche und ich hatte die Essenz der Kultivierung im Dafa nicht erfasst – Der große Weg hat keine Form, bei der Kultivierung kommt es auf das Herz an.

Ich lernte jeden Tag das Fa und verstand auch mehrere Grundsätze. Es gab auch Zeiten, in denen ich das Gefühl hatte, dass ich mich ganz gut kultivierte. Rückblickend stellte ich jedoch fest, dass ich das Fa des Meisters mit einer extremen Haltung gelernt und nur selektiv verstanden hatte. Meine Kenntnisse waren sehr begrenzt und oberflächlich. Demzufolge geriet ich in meiner Kultivierung oft von einem Extrem ins andere. Da ich die Wurzel der Kultivierung im Dafa, die Kultivierung des Herzen, nicht verstanden hatte, kultivierte ich mich oberflächlich und versuchte nur einer Form zu entsprechen.

Der Meister erklärte:

„Kultivierung, es gibt Wege, Herz der PfadDafa grenzenlos, Bitternis das Schiff“

(Li Hongzhi, Falun Dafa, 24.Juli 1992, in: Hong Yin I)

Das Dafa des Meisters ist grenzenlos, großartig und wunderbar. Selbst die Gottheiten bezeichnen es als das große Gesetz mit hoher Tugend. Doch angesichts meiner extremen Denkweise konnten die Lebewesen die wahre Schönheit des Dafa nicht durch mich - einen Dafa-Jünger - erkennen. Sie konnten das Dafa nur auf der Ebene der Gesunderhaltung verstehen – also ein Verlust für die Fa-Bestätigung.

Als ich mit der Kultivierung begann, lernte ich das Fa nicht tiefgehend und behandelte die Probleme im Alltag und in der Arbeit nicht achtsam.

Zum Beispiel ging ich bei der Frage der Beseitigung der erotischen Begierden ins Extrem. Als ich das Fa gerade erhalten hatte, beendete ich den sexuellen Verkehr mit meinem Mann. Ich dachte, dass diese Dinge meine Kultivierung beeinträchtigen könnten und nicht existieren sollten. Auf diese Weise, so glaubte ich, hätte ich die Kultivierung an die erste Stelle gesetzt.

Später spitzten sich die Konflikte zu und meine Angehörigen versuchten, mich von der Kultivierung abzuhalten. Aber ich beurteilte die Angelegenheit nicht mit dem Dafa, sondern betrachtete es als dämonische Störung und eine Prüfung meiner Standhaftigkeit. Zum Schluss wurde mein Mann untreu. Wieder schaute ich nicht nach innen und dachte, dass ich mich gut kultiviert hätte. Es kam mir nie in den Sinn, dass mein extremes Verhalten eigentlich die Ursache für diese Schwierigkeiten war.

Der Meister erklärte:

„Kultivieren das Herz, mit Begierden brechen, Eigensinn beseitigen“ (Li Hongzhi, Wer wagt, das Herz des gewöhnlichen Menschen zu lassen, 9. August 1988, in: Hong Yin I)

Später erkannte ich, dass wir „das Herz kultivieren“ müssen. Das ist das Grundlegende. „Mit den Begierden zu brechen“ ist die Form. Ich kultivierte mich nur nach der Form. Wo war da der Unterschied zu den Religionen in der Vergangenheit? Inzwischen habe ich verstanden, dass Kultivierung bedeutet, dass sich unser Herz im Einklang mit dem Dafa verändert.

Die Kultivierung wird den Lebewesen keinen Schaden zufügen und ihnen keinen Nachteil bringen, sie hat auch keinen schlechten Einfluss auf die Gesellschaft. Die Menschen werden wahrnehmen, wie wir uns durch die Kultivierung des Herzens verbessert haben. Alle werden sagen, dass Falun Dafa gut ist. Unbemerkt werden sich auch die Menschen und die Gesellschaft verbessern, und diese Veränderung kommt von Herzen.

Das erst ist die Bestätigung des Fa des Meisters:

„Buddhas Licht strahlt weit; Schicklichkeit, Gerechtigkeit, harmonisch und klar.“(Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S 209)

Ich erledigte meine Arbeit unter den gewöhnlichen Menschen fleißig und gewissenhaft. Wenn mir mein Chef Aufgaben übertrug, war ich nicht wählerisch und erledigte sie fristgerecht. Allerdings wollte ich die Aufgaben möglichst schnell erledigen, damit ich mehr Zeit zum Fa-Lernen hatte. Ich trennte meine Arbeit von der Kultivierung. In Wirklichkeit handelte ich nicht gewissenhaft und war nicht mit dem Herzen bei der Arbeit. Der Meister lehrte uns, dass wir überall gute Menschen sein sollen. Aber ich betrachtete mich nicht als Praktizierende und erledigte die Dinge nicht von Herzen. Unsere Arbeit ist an sich keine Kultivierung, aber die Erledigung unserer Aufgaben und unsere Einstellung dabei ist Teil unserer Kultivierung.

Nachdem die Verfolgung begonnen hatte, ging ich nach Peking und forderte Gerechtigkeit für den Meister und Dafa. Damals war ich fest entschlossen und bereit, alles aufzugeben, sogar mein Leben. Jetzt sehe ich, dass sich hinter meiner Entschlossenheit eine tragische Trennung zwischen Leben und Tod verbarg, die wiederum das Ergebnis meiner menschlichen Gesinnungen war. Ich fragte mich: Würde ein alltäglicher Mensch, wenn er nach Peking geht und für Gerechtigkeit appelliert, den Gedanken haben, alles zu verlieren? Nein. Er erklärt nur die Tatsachen und wünscht sich eine Lösung des Problems. Aber warum haben wir in Erwägung gezogen, auf alles zu verzichten? Als Kultivierende sollen wir vieles haben. Die Kultivierung im Dafa bringt uns Glück.

Heute denke ich, dass die Wurzel meiner extremen Gedanken die Kultivierung des alten Universums war. Manche Praktizierende mussten die Welt früher verlassen. Als ich meine Arbeitsstelle verlor, fragte ich mich: „Das alles wurde nicht vom Meister arrangiert, warum ist es trotzdem passiert?“ Mein Verständnis entsprach dem Arrangement der alten Mächte und nicht dem Dafa.

Für uns Dafa-Jünger während der Fa-Berichtigung gibt es Gründe für unsere Umgebung, unsere Lebensart und unsere Arbeit. Sie sind nicht einfach so entstanden und können über die Errettung unzähliger großer Himmelssysteme entscheiden. Es ist nur so, dass die alten Mächte unsere menschlichen Gesinnungen und Unklarheiten über die Fa-Grundsätze ausgenutzt haben, um uns zu stören. Wenn wir es nicht wieder gutmachen können, müssen die entsprechenden Himmelskörper in der Fa-Berichtigung neu erschaffen werden.

Die Fa-Berichtigung geht bald zu Ende und der Gedanke an die Zeit kommt immer deutlicher zum Vorschein. Manche Praktizierenden setzen alle ihre Kraft ein und vernachlässigen ihre Arbeit und ihre Pflichten im alltäglichen Leben. Sie halten es für Zeitverschwendung, wenn sie Dinge der alltäglichen Menschen erledigen. Andere wiederrum denken, dass die Fa-Berichtigung bald enden werde und nehmen das als Ausgangspunkt für alle Angelegenheiten. Zum Beispiel renovieren sie die Häuser nicht mehr, die es dringend nötig hätten. Oder manche suchen sich keine Arbeit mehr, weil sie denken, dass ihre Ersparnisse bis zum Eintritt der Fa-Berichtigung in die Menschenwelt ausreichen würden. Es gibt auch welche, die sagen, dass die häretische Partei bald erledigt sein werde und das verdiente Geld, dann wertloses Papier sei. Sie nehmen dieses Argument als Vorwand, um nicht mehr zu arbeiten und kein Geld mehr zu verdienen. Es gibt noch weitere Einstellungen.

Bei der Kultivierung fleißig voranzukommen, dabei kommt es auf das Herz an und nicht auf äußere Formen. Solange wir uns jederzeit als Kultivierende betrachten und an die Errettung aller Lebewesen denken können, sind wir dabei, fleißig voranzukommen. Wir sind Lebewesen, die vom Dafa erschaffen wurden. Wir sind Teilchen des Fa und haben ein ewiges Leben. Wie können wir uns von der Zeit und der Veränderung einer Situation beeinflussen lassen? Wir alle wissen, dass unsere Kultivierung eine Referenz für die zukünftigen Menschen darstellt. Sie zeigt den zukünftigen Lebewesen einen Weg. Wollen wir diesen unaufrichtigen Zustand, also das Trachten nach Zeit und das Streben nach Veränderung der Situation, der Zukunft hinterlassen?! Wir müssen uns von jeglicher extremer Denkweise verabschieden und klar erkennen, dass die Kultivierung, die der Meister für uns arrangiert hat, eine beispielslose orthodoxe Kultivierung ist. Die Wurzel der extremen Denkweise ist das Ego im alten Universum. Um uns davon zu befreien, müssen wir unser Ego loslassen. Nur so können wir uns dem Dafa wirklich angleichen.

Der Meister sagte über den Zen-Buddhismus:

„Wir sagen, dass diese Schule in ein Büffelhorn hineingekrochen ist. Wieso heißt es „in das Büffelhorn hineinkriechen“? Als Bodhidharma zuerst hineinkroch, kam es ihm noch geräumig vor; als der zweite Patriarch hineinkroch, war es nicht mehr so geräumig; beim dritten Patriarchen ging es noch; beim vierten Patriarchen war es schon sehr eng; für den fünften Patriarchen gab es kaum noch Platz zum Hineinkriechen; beim sechsten Patriarchen, Huineng, war das Ende erreicht und weiter ging es dann nicht mehr.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 14)

Früher konnte ich mir zu dieser Stelle kein Verständnis bilden. Jetzt habe ich erkannt, dass der Meister uns erinnert, nicht ins Extrem zu gehen. Bei der Kultivierung sollen wir unsere Motivation ständig im Fa berichtigen.

Der Meister erklärte:

„Unterschiedliche Ebenen haben unterschiedliches Fa“(Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 11)

Mein Verständnis dazu ist, dass ein Jünger ständig seine Fehler korrigieren und sich im Fa erhöhen soll. Wenn wir an einer Ebene oder an einer Erkenntnis festhalten, werden wir das Gefühl haben, dass unser Weg immer schmaler wird. Wir werden nur noch selten die Empfindung haben, dass wir uns erhöhen, selbst wenn eine Erkenntnis den Anforderungen einer bestimmten Ebene entsprechen sollte.

In diesem Prozess habe ich auch den Grund erkannt, warum manche Dafa-Jünger verfolgt werden, Erscheinungen des Krankheitskarmas haben oder ins Häretische geraten sind.

Der wichtigste Punkt ist, dass sie das Fa des Meisters nicht wirklich verstanden und beim Lernen des Fa und Praktizieren eine extreme Denkweise beibehalten haben.

Es ist ähnlich wie beim Zen-Buddhismus. Am Anfang hatte man nichts bemerkt. Mit der Zeit geriet die Kultivierung ins Büffelhorn und jeder Schritt nach vorne war mühsam. Es zeigte sich dadurch, dass verschiedene Probleme auftauchten.

Das waren einige Erkenntnisse auf meiner jetzigen Ebene. Wenn etwas nicht dem Fa entspricht, bitte ich die Mitpraktizierenden um barmherzige Hinweise.


[1] http://de.minghui.org/html/articles/2017/5/31/127558.html