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Rentnerin erstattet Strafanzeige gegen Chinas Ex-Staatschef

15. Juni 2017 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Jilin

(Minghui.org) Die Rentnerin Xu Guixia, 66, aus der Stadt Huichun erstattete im Mai 2015 Strafanzeige gegen Chinas Ex-Staatschef Jiang Zemin für seinen Befehl, Falun Gong zu verfolgen. Diese Verfolgung hatte dazu geführt, dass sie mehrmals verhaftet worden.

Xu verdankt Falun Gong, einem Kultivierungsweg auf Grundlage der Prinzipien Wahrhaftigkeit-Güte-Nachsicht, dass sie wieder gesund geworden ist und dass ihre Ehe wieder funktioniert. Weil sie selbst so gute Erfahrungen mit Falun Gong gemacht hat, fühlt sie sich verpflichtet, Gerechtigkeit für Falun Gong zu suchen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass Jiangs Kampagne gegen die Praktizierenden seit Beginn an keine Rechtsgrundlage besessen hat.

Wegen ihrer Bemühungen, die Verfolgung zu beenden, wurde sie immer wieder verhaftet und brutal gefoltert. In ihrer Anzeige beschreibt Xu genau, wie sie von Falun Gong profitiert hat und wie sie zur Zielscheibe der Verfolgung wurde, weil sie mit anderen über ihre Erfahrungen sprach.

Falun Gong gab mir mein Leben zurück

„Früher litt ich an vielen gesundheitlichen Problemen wie einem Herzleiden, Schlaflosigkeit, Magenschmerzen und chronischer Bronchitis. Meine Familie gab ein Vermögen aus, um Heilung für mich zu finden, doch nichts half. Mein Mann war deswegen so frustriert, dass er mich beschuldigte, unsere Familie zu ruinieren.

Als ich am Rande der Verzweiflung war, stellte mir ein Freund Falun Gong vor. Lebhaft erinnere ich mich an den 13. Oktober 1997, als ich eine Ausgabe des Zhuan Falun (Li Hongzhi), dem Hauptwerk von Falun Gong, erhielt.

Ich las das Buch und machte die Übungen. Noch bevor ich es bemerkte, waren alle meine Leiden verschwunden und mein Körper fühlte sich leicht an. Ich hatte nie gewusst, dass sich ein krankheitsfreier Zustand so wunderbar anfühlt! Meine neugewonnene Gesundheit gab mir einen neuen Blick auf das Leben und ich war seitdem in einer besseren Stimmung, wurde gutherziger und bedachter. Mein Mann freute sich über diese positiven Veränderungen und hörte auf, sich über mich zu beschweren.

Fünf Verhaftungen, weil ich für Falun Gong einstand

Das erste Mal wurde ich am 23. September 1999 verhaftet. Damals setzte ich mich in der Hauptstadt von Changchun für das Recht ein, Falun Gong zu praktizieren.

Am 11. September 2008 brachen Polizisten in meine Wohnung ein und nahmen mich fest. Während der gesamten Fahrt zur Polizeiwache bedeckten sie meinen Kopf mit einer Plastiktüte – ich kämpfte mit dem Ersticken. Sobald wir dort ankamen, wurde ich brutal geschlagen.

15 Tage lang blieb ich dort eingesperrt, bevor sie mich in ein Zwangsarbeitslager brachten. Doch sie mussten mich freilassen, weil mich das Lager aufgrund meiner schlechten Gesundheit nicht aufnehmen wollte.

Am 12. Januar 2011 kam die Polizei erneut zu mir nach Hause. Sie fesselten mich drei Tage lang an einen Metallstuhl. Meine Beine schwollen extrem an und mein Blutdruck schoss in die Höhe. Ich verlor das Bewusstsein und wurde ins Krankenhaus gebracht. Erst da gestatteten sie mir Haftaussetzung zur medizinischen Versorgung.

Meine vierte Verhaftung fand acht Monate später statt. Polizisten brachten mich zur örtlichen Gehirnwäsche-Einrichtung. Es gelang ihnen aber nicht, mich zum Aufgeben von Falun Gong zu zwingen.

Meine jüngste Festnahme ereignete sich am 13. November 2013. Polizisten ließen mich mehrere Stunden lang die Toilette nicht benutzen, deshalb musste ich mich auf dem Gang erleichtern. Danach schrien sie mich an.

Als ich ins Untersuchungsgefängnis kam, wurde ich ausgezogen und durchsucht. Danach durfte ich meine eigene Jacke nicht mehr anziehen, sondern sie gaben mir eine, die mir zu klein war. Es war November und der Raum war nicht geheizt. Bald schon bekam ich hohen Blutdruck und Herzprobleme. Am 19. November 2013 gewährte mir die Polizei dann Haftaussetzung zur medizinischen Versorgung.

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 18 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“, wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.

Früherer Bericht:Xu Guixia, eine 60-jährige Falun Gong-Praktizierende, drei Tage lang auf Tigerbank gefoltert; Stadt Huichunhttp://de.minghui.org/html/articles/2011/3/1/63606.html