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Es ist das Hauptbewusstsein, das sich kultivieren muss

4. Juni 2017 |   Von einer Falun Gong-Praktizierenden aus China

(Minghui.org) Im Jahr 2009 entdeckte ich eine harte Schwellung in meiner Brust, die so groß wie ein Fingernagel war. Ich achtete damals nicht darauf. Diese Schwellung wuchs im Laufe der Jahre und wurde später größer als ein Hühnerei. Außerdem tat sie manchmal weh, blutete und juckte. Ich fühlte mich unwohl und konnte kaum noch etwas essen. Nachdem mein Mann seine Arbeit verloren hatte, erlitten wir noch einen weiteren Schlag: Er bekam Depressionen.

In den dämonischen Schwierigkeiten wusste ich nicht mehr, was ich tun sollte. Manchmal war ich verzweifelt. Ich wollte den Pass nicht mehr überwinden und ins Krankenhaus gehen, um den Tumor entfernen zu lassen. Lange Zeit befand ich mich in dämonischen Schwierigkeiten und verlor nach und nach meine Entschlossenheit. Zum Glück habe ich Dafa. Durch den Schutz des Meisters und die Unterstützung der Mitpraktizierenden fand ich eine große Lücke in der Kultivierung – ich hatte nicht auf die Kultivierung des Hauptbewusstseins geachtet. Jetzt schreibe ich meine Erfahrungen nieder und hoffe, dass sie hilfreich sind für die Mitpraktizierenden, die sich ebenfalls in dämonischen Schwierigkeiten befinden.

Verschiedene Anzeichen dafür, dass das Hauptbewusstsein nicht kultiviert wird

1. Während der Übungen ist das Herz nicht rein

Ich praktiziere schon fast zwanzig Jahre. Wie viele Male ich während der Übungen das Gefühl einer Umhüllung durch Energie hatte, kann ich an einer Hand abzählen. Manchmal wusste ich selbst nicht, woran ich während der Übungen dachte. Auch nahm ich die Musik nicht wahr. Mein Kopf war gefüllt mit Projekten für die Fa-Bestätigung und anderen Dingen. Wenn ich einer technischen Schwierigkeit begegnete, dachte ich während der Übungen darüber nach und fand eine Lösung. Jahrelang schenkte ich diesem Zustand keine Beachtung.

Jetzt, da sich die Kultivierung in der letzten Phase befindet, erkenne ich erst, dass dies keine Kleinigkeit ist. Inzwischen stoße ich die irrelevanten Gedanken während der Übung ab. Ich tue mein Bestens, um zur Ruhe zu kommen. Auch Gedanken, die ich für aufrichtig halte, wie zum Beispiel das Fa zu rezitieren oder über die Erklärung der wahren Umstände nachzudenken, lasse ich inzwischen während der Übung möglichst nicht mehr auftauchen. 

Ich habe verstanden, dass sich das Hauptbewusstsein kultiviert, d.h. bei der Übung muss ich mich auf die Übung konzentrieren. Ich habe herausgefunden, dass ich dadurch zur Ruhe kommen kann und die Energie dann ansteigt. Ich erinnere mich daran, dass der Meister dem Hauptbewusstsein viele Mechanismen zum Kultivieren gegeben hat.

2. Das Herz kommt nicht zur Ruhe

Ich war daran gewöhnt, unkonzentriert zu sein und verschiedene Dinge gleichzeitig zu machen. Wenn ich zum Beispiel auf die Toilette ging, nahm ich oft das Handy mit, um mir in dieser Zeit etwas anzuschauen oder zu telefonieren. Beim Essen wollte ich immer über irgendetwas sprechen. Wenn ich Mitpraktizierende traf, redete ich oft über Sinnloses. Auch wenn ich mir wünschte, nichts zu tun und nichts zu sagen, konnte ich mich nicht davon abhalten, dann doch etwas zu tun oder zu sagen.

Ich habe verstanden, dass dies alles nicht ich war. Mit dieser Erkenntnis entdecke ich eine Gesinnung nach der anderen, die mich nicht zur Ruhe kommen lässt. Wenn ich nicht zur Ruhe komme, dann stehe ich in dem Moment unter der Kontrolle eines Eigensinns. Wie kann der Meister dem Eigensinn die Kultivierungsenergie geben?!

Als ich erkannte, dass die vielen Handlungszwänge nicht ich waren, fing ich an, sie abzulehnen, auch wenn sie immer wieder auftauchten. Ich lehnte alle Ablenkungen ab. Sie alle sind nicht ich und ich will sie nicht haben. Seitdem konzentriere ich mich auf Dinge, die ich gerade tue. Sobald ein ablenkender Gedanke kommt, stoße ich ihn ab. Ich sage mir, dass die ablenkenden Gedanken nicht ich sind – denn bei der Kultivierung geht es um mich. Somit kann ich inzwischen beim Aussenden zur Ruhe kommen und die Energie dabei ist sehr stark.

3. Handlung mit Kultivierung verwechseln

Lange Zeit hatte ich solch einen Zustand: Sobald ich die drei Dinge an einem Tag tat, war ich zufrieden. Ich konnte lockerlassen und mich ausruhen. Wenn ich eines der drei Dinge nicht tat, fühlte ich mich angeschlagen. Wenn ich eine Zeit lang die drei Dinge nicht tat, fühlte ich mich so, als ob ich am Rand eines Zusammenbruchs stehen würde. Ich betrachtete die Handlungen als Kultivierung und die Kultivierung als eine Arbeit. Und wenn man mit der Arbeit fertig war, hatte man Freizeit. Während der „Arbeit“ war ich wie eine Schauspielerin und nach der „Arbeit“ würde ich mich abschminken und hätte meine normale Erscheinung wieder.

Das Verwechseln von Handlung und Kultivierung zeigte sich in folgenden Formen:

a) Man hat sich verloren und betrachtet das, was man sieht, hört, denkt, fühlt und andere Gedanken als sich selbst. Man kann Eigensinn, Informationen von außen und Störungen nicht erkennen und kann nicht zwischen gut und schlecht unterscheiden.

b) Das Herz ist nicht aufrichtig und man kann sich nicht im Dafa, nicht in einer Schule, kultivieren. Manche lesen Beiträge von Internetgruppen, die aus Mitpraktizierenden bestehen. Sie meinen, dass dies hilfreich für die Aufklärung der Menschen über die wahren Umstände ist. In Wirklichkeit wollen sie ihre Neugier und ihren Frohsinn befriedigen und ihre Einsamkeit vergessen.

Dass das Herz nicht aufrichtig ist, zeigt sich auch dadurch, dass die Handlung nicht dem Fa entspricht. Stattdessen handelt man nach seinen eigenen Anschauungen.

c) Man hat ständig den Wunsch, andere zu belehren. Beispielsweise erklären manche anderen etwas in einer Art und Weise, als ob sie die Lehrer wären. Das zeigt sich auch darin, dass manche sich bei ihrer Kultivierung durch Anschauungen leiten lassen und dies als Erkenntnis im Fa bezeichnen.

Inzwischen verstehe ich, dass die Handlung nicht der Kultivierung gleicht. Durch Handlung kann man sich kultivieren. Die Kultivierung ist ein ganzheitlicher Prozess, bei dem ich mich nach den Anforderungen des Dafa von innen her verändere. Ich muss mich zu jeder Zeit in der Kultivierung befinden und darf nicht locker lassen. In der Kultivierung hat das Hauptbewusstsein das Sagen, zum Schluss erreicht das Hauptbewusstsein den Maßstab einer Gottheit. Die drei Dinge zu tun, ist unsere Aufgabe in der Kultivierung, sie ergänzen und verstärken sich gegenseitig.

Die dämonischen Störungen überwinden

Ich will keine dämonischen Störungen haben. Wenn sie trotzdem auftauchen, was soll ich dann tun? Ich denke, dass ich zuerst alle Arrangements der alten Mächte ablehnen sollte. Ich habe verstanden, dass dieser Prozess ein Vorgang ist, in dem ich aus dem Menschlichen herauskomme.

Der Meister erklärt:

„Bei der Kultivierung wird Karma beseitigt“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, Seite 326)

Ich habe verstanden, dass der Meister uns bei der Karma-Beseitigung reinigt. In diesem Vorgang finden wir unser Hauptbewusstsein wieder, erhöhen unsere Xinxing und festigen unsere aufrichtigen Gedanken.

Der Meister sagt:

„Das Leiden des Herzens ist erst der Schlüssel zur wirklichen Erhöhung der Ebene.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, Seite 229)

Ich habe verstanden, dass sich die Xinxing erhöht und die Kultivierungsenergie wächst, wenn das Karma beseitigt wird. In diesem Prozess beseitigt ein Kultivierender viele Eigensinne, indem er nach innen schaut, und geht auf dem Weg zu einer Gottheit weiter.

Dies sind meine persönlichen Verständnisse. Wenn etwas Unpassendes dabei ist, bitte ich die Mitpraktizierenden um barmherzige Korrektur.