(Minghui.org) Ich wurde in eine intellektuelle Familie geboren, erhielt eine gute Ausbildung und bekam einen guten Job. Später lernte ich meinen Freund kennen und wir heirateten. Nach der Geburt meines Kindes kündigte ich und erfüllte mir meinen Traum: Ich blieb zu Hause und kümmerte mich um meinen Mann und unser Kind.

Mein Mann wurde oft befördert und unser Leben wurde immer besser. Meine jüngere Schwester bewunderte unsere glückliche Familie und sagte, dass wir alles hätten bis auf eine Rakete.

1996 begann ich dann wirklich zu praktizieren. Ich hatte das Buch Zhuan Falun (Li Hongzhi) zwar schon früher erhalten, aber es – aus welchem Grund auch immer – nicht zu Ende gelesen. Als ich es fertig gelesen hatte, erkannte ich erst, welch ein Schatz es ist.

Einige Wochen später erhielt mein Mann von seinem ausländischen Chef einen Anruf. Er wurde nach Peking versetzt, was eine großartige Gelegenheit war.

Unsere Familie zog nach Peking um, und wir begannen ein neues Leben. Weit entfernt von unseren Freunden und unseren Verwandten, fanden wir in Peking viele neue Freunde, einschließlich vieler Praktizierender. Unter ihnen befanden sich etliche, die bei verschiedenen Ministerien und Ausschüssen arbeiteten und es war einfach gut mit ihnen auszukommen.

Doch am 20. Juli 1999 brach meine glückliche Familie auseinander. An jenem Morgen wurde ich auf das Polizeirevier „geladen“. Viele Polizisten verhörten mich abwechselnd und befragten mich: „Was würden Sie tun, wenn Ihnen ein Fremder Ihre Tasche stiehlt?“ und „Warum praktizieren Sie Falun Gong?“

Anschließend wurde ich illegal inhaftiert. Meine Verwandten kamen und kümmerten sich um mein Kind. Zum ersten Mal in ihrem Leben, waren sie geflogen. Sie bangten um mein Leben. Einmal ging mein Vater mit meiner Schwester über den Platz des Himmlischen Friedens. Er hätte sich gerne hingesetzt und sich ausgeruht. Doch er sagte: „Dank deiner Schwester können wir uns hier nicht einmal hinsetzen.“

Inmitten der schrecklichen Verfolgung lernte ich, dass es nicht mein Ziel war, eine glückliche Familie zu haben. Meine Mission als Praktizierende ist, Lebewesen zu erretten. Obwohl meine Familie von der Kommunistischen Partei entzwei gerissen worden war, blieben meine Lebensfreude und meine Zielstrebigkeit erhalten. Manchmal ermunterte mich meine kleine Schwester, hübsche Kleider oder leckeres Essen zu kaufen, obwohl sie wusste, dass ich mein ganzes Geld dazu verwende, Ausstattung und Materialien zu kaufen, mit denen wir die wahren Umstände erklären.

Wir bringen bei der Geburt nichts mit und können nach dem Tod nichts mitnehmen. Die Schätze eines Praktizierenden lassen sich nicht mit Geld kaufen.