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Provinz Shandong: Frau stirbt 13 Tage nach ihrer Verhaftung

12. Januar 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Shandong

(Minghui.org) Eine 66-jährige Frau im Bezirk Yi'nan wurde am 7. November 2017 auf einem Markt verhaftet. Der Grund: Jemand hatte sie angezeigt, weil sie dort Informationen über die Verfolgung von Falun Gong durch das chinesische Regime verteilte.

Xing Ximeis Familie bekam erst zwei Tage später Nachricht von der örtlichen Polizeiwache im Stadtteil Andi. Mehrere Polizisten, darunter auch der Polizeichef, tauchten plötzlich auf und forderten, dass die Familie 410 Yuan (ca. 53 Euro) [1] für die ärztliche Untersuchung von Xing und 3.000 Yuan (ca. 385 Euro) für ihre Kaution zahlen solle.

Die Angehörigen weigerten sich zu zahlen, woraufhin die Polizei sie zum Volkskrankenhaus der Stadt Linyi brachte, wo sie erfuhren, dass Xi wiederbelebt worden war. Die Hälfte ihres Körpers war gelähmt, und ihr Bauch war geschwollen. Sie war verwirrt und antwortete nur: „Sie tun mir weh“, als ihre Familie fragte, was passiert sei.

Polizisten gaben Xings Familie 3.000 Yuan und gingen eilig weg, bevor die Familie hinterfragen konnte, warum es ihr ein paar Tage nach ihrer Verhaftung so schlecht ging.

Xing starb am 20. November. Man diagnostizierte einen Schlaganfall und Lungenentzündung, obwohl sie am Tag ihrer Festnahme völlig gesund gewesen war.

Die Polizei beschlagnahmte Xings Krankenakte und befahl der Dorfregierung, ihrer Familie 25.000 Yuan (ca. 3.200 Euro) als Entschädigung zu geben.

Xings Tod gingen jahrelange Qualen voraus, die sie wegen ihres Glauben an Falun Gong erleiden musste. Sie und ihr Mann, Li Chengji, waren mehrfach verhaftet worden, weil sie sich geweigert hatten, Falun Gong aufzugeben. Xi war in den Jahren 2007 und 2010 zweimal zu Zwangsarbeit verurteilt worden.

Im Jahr 2015 hatte das Paar Strafanzeige gegen den ehemaligen chinesischen Staatschef Jiang Zemin erstattet, weil er die Verfolgung von Falun Gong befohlen hatte, die zu ihrer Notlage geführt hatte. Als Folge intensivierte die örtliche Polizei ihre Schikanen und Überwachung.

Polizeiwache in Andi: +86-539-3775460


[1] Im Vergleich dazu: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 Euro.