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Meine Arroganz finden

30. Oktober 2018 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in Festlandchina

(Minghui.org) Ich bin ein langjähriger Falun-Dafa-Praktizierender, der seit 20 Jahren praktiziert. Vor kurzem las ich den Erfahrungsbericht eines Mitpraktizierenden über die Eigenschaften von Arroganz. Ich erkannte, dass auch ich arrogant war – allerdings dachte ich, dass sie sich nur zeigen würde, wenn ich auf andere herabschaute. Das Buch Wie der Teufel die Welt regiert [1] erwähnt, dass Arroganz ein Charakterzug des Teufels ist. Deswegen dachte ich, dass ich wirklich versuchen sollte, meine Arroganz zu beseitigen.

Einen Monat später hatte ich Konflikte mit Mitpraktizierenden. Die Wurzel dafür war meine Arroganz. Ich war überrascht, als ich feststellte, dass die Art und Weise, wie ich Mitpraktizierende und andere Mitmenschen behandelte, immer dieselbe war. Im Grunde hatte meine Ungeduld sogar noch zugenommen. Ich beruhigte mich und dachte darüber nach.

Rückblickend auf meine 20-jährige Kultivierung erkannte ich, dass die Arroganz tief in meinen Gedanken verborgen war. Sie beeinflusste meine Einstellung zum Leben und meinen Umgang mit anderen Menschen.

Ich war ein relativ junger Dafa-Jünger in unserem Gebiet, als ich im Jahr 1998 begann, Falun Dafa zu praktizieren. Ein Jahr später begann die Kommunistische Partei eine landesweite Verfolgungskampagne gegen Falun Dafa. Wir lernten, einige Projekte zur Aufklärung über die Hintergründe der Verfolgung aufzubauen. Mit dem Segen des Meisters erwarb ich ein paar technische Fähigkeiten, um Broschüren und andere Informationsmaterialien über Falun Dafa herzustellen. Ich war auch für die Koordination von Projekten in einem kleineren Rahmen verantwortlich.

Einige Praktizierende verhielten sich unter dem Druck der Verfolgung nicht gut. Deshalb begann ich, auf sie herabzusehen. Ich dachte, dass sie nicht die Fehler hätten machen sollen, die sie gemacht hatten. Ihre Fehler hatten negative Folgen nach sich gezogen. Einige ältere Praktizierende hatten Xinxing-Konflikte und litten an Krankheitskarma. Am Anfang teilte ich geduldig mein Verständnis mit ihnen. Aber später dachte ich, dass ihre Denkweise im Alter stur geworden war.

Da sich meine arrogante Haltung nach und nach entwickelte, bemerkte ich sie nicht. Ich zwang Mitpraktizierenden, die schwierige Hindernisse überwinden mussten, meine Ideen auf und fühlte mich gut, wenn meine Worte schmerzende Stellen trafen. Das war nicht gutherzig. Ich war von Anschauungen, Karma und Parteikultur beeinflusst. Meine Handlungen führten zu vielen Konflikten. Jedoch glaubte ich immer noch, dass mein Hauptbewusstsein stark und klar sei, während die anderen durcheinander seien.

Später lehnten mich einige Praktizierende ab. Sie hatten gedacht, dass ich mich gut kultiviert hätte, nun­ sprachen sie sogar hinter meinem Rücken über mich. Ich war so wütend, als ich davon hörte, dass ich ihnen die Schuld gab und die Vergangenheit wiederaufleben ließ. Ich bestand darauf herauszufinden, wer im Unrecht war!

Einige andere Praktizierende waren besorgt über meine zwangshafte Handlungsweise und enttäuscht von mir. Sie waren verwirrt und fühlten sich in dem Konflikt gefangen. Es gab mehrere solche Vorfälle in den vergangenen Jahren. Ich nutzte aber diese Chancen nicht, um meine Xinxing zu erhöhen. Stattdessen betrachtete ich sie als Dämonen, die unseren einen Körper der Praktizierenden spalten wollten.

Im vergangenen Jahr begann ich, hinauszugehen und mit den Menschen persönlich über Falun Dafa zu reden. Aber der Effekt war nicht gut. Es war schwierig, das zu durchbrechen. Ich hatte auch einige körperliche Schwierigkeiten zu überwinden. Zum Beispiel ermüdete ich leicht, spürte ein Engegefühl in der Brust, Schmerzen in den Gliedern und Schwindel. Ich verbrachte oft viel Zeit auf der Toilette. Dennoch glaubte ich, dass ich besser sei als andere. Zum Beispiel dachte ich, dass es leicht für mich wäre, etwas Neues zu beginnen; dass ich reif sei und dass ich ein gutes Erleuchtungsvermögen hätte und so weiter.

Nachdem ich den Erfahrungsbericht eines Mitpraktizierenden „Demut: Ein edles Reich für einen Dafa-Kultivierenden“ [2] auf der Minghui-Webseite gelesen hatte, erkannte ich, dass ich schon so viele Jahre vom aufrichtigen Weg abgekommen war. Ich fragte mich: „Wie könnten Praktizierende bei der Kultivierung keine Fehler machen? Warum war ich so empört? Meine Gefühle und die Art, mit der ich mich ausdrücke, können nichts lösen, sie können nur den anderen schaden. Die Praktizierenden, die dem Druck der Partei nachgegeben hatten, müssen nach dem Fa behandelt werden, und nicht nach meiner Denkweise. Ich sollte während der Konflikte nach innen schauen, ruhig bleiben und mich gut kultivieren.“

Der Meister sagt uns:

„KultivierenderBei sich die Fehler suchtViele menschliche Gesinnungen beseitigenGroßer Pass, kleiner Pass, nicht vermeidenRecht hat erUnrecht habe ichWozu streiten“(Li Hongzhi, Wer hat recht, wer hat unrecht, 16.05.2011, in: Hong Yin III)

Ich zeige euch heute meine Arroganz und hoffe, dass ich sie vollkommen beseitigen kann. Ich entschuldige mich auch bei den Mitpraktizierenden, die ich verletzt habe.


[1] Die Epoch Times veröffentlicht ab 30.09.2018 das neue Buch „Wie der Teufel die Welt regiert“

[2] http://de.minghui.org/html/articles/2018/8/16/134432.html