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Keine Haftaussetzung „weil er sich im Hungerstreik befindet“

6. November 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Heilongjiang

(Minghui.org) Tong Mingyu, 37, ein Falun-Dafa-Praktizierender aus der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang, wurde im Februar 2018 zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Im April brachte man ihn in das Gefängnis Tailai in der Provinz Heilongjiang, im August dann in das Gefängnis Fengtun der Stadt Qiqihar.

Das Gefängnis Tailai rief Ende Mai 2018 bei Tongs Eltern an. Man teilte ihnen mit, dass sie sich von ihrem Sohn verabschieden sollten, weil er kein Wasser mehr trinken könne. Die Eltern besuchten Tong am 30. Mai und sahen, dass er sehr schwach war. Er taumelte mit Hilfe anderer in den Raum. Auf seiner Hand befand sich auch ein Injektionsband.

Das Gefängnis forderte seine Eltern auf, Tong davon zu überzeugen, seinen Glauben an Falun Dafa aufzugeben. Wenn er sich weiter weigere, seinen Übungsweg aufzugeben, würden sie sicherlich nicht erleben können, wie ihr Sohn älter würde, so die Drohung.

Am 6. Juni 2018 besuchten ihn seine Eltern ein zweites Mal. Diesmal bemerkten sie, dass er kaum sprechen konnte. Seine Kehle war durch die Zwangsernährung stark verletzt. Daher beantragten seine Eltern Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung gegen Kaution. Der Leiter der Station Nr. 10 sagte, da Tong sich weigere, seinen Glauben an Falun Dafa aufzugeben, würden sie ihn nur freilassen, wenn er stürbe.

Am 23. August 2018 erhielten Tongs Eltern einen Anruf vom Dritten Krankenhaus, das der Medizinischen Hochschule Qiqihar angegliedert ist. Sie wurden aufgefordert, Nahrungsergänzungsmittel wie Milchpulver und Proteinpulver für Tong mitzubringen. Wie vereinbart kamen seine Eltern am 27. August 2018 im Krankenhaus an, um ihren Sohn zu besuchen.

Tong kam mit Hilfe von zwei Personen in den Besuchsraum. Er litt an schwerer Anämie und war sehr schwach. Sein Gesicht und seine Hände waren sehr blass, und in seiner Nase befand sich wieder ein Schlauch zur Zwangsernährung.

Ihr Treffen endete bereits nach wenigen Minuten. Seine Eltern beantragten, dass das Gefängnis ihm Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung gewährt. Der Antrag wurde erneut abgelehnt. Die Antwort des Gefängnisses lautete, dass eine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung für Tong nicht infrage komme, weil er sich seit seiner Verhaftung im Hungerstreik befinde.

Seine Eltern besuchten ihn am 17. September 2018 ein weiteres Mal. Seine gesundheitliche Situation hatte sich nicht verbessert. Am 15. Oktober gingen seine Eltern ins Gefängnis, um ihn wiederzusehen. Man sagte ihnen, dass es Tong nicht erlaubt sei, sich mit seiner Familie zu treffen, weil er sich immer noch weigere, seinen Glauben an Falun Dafa aufzugeben.

Hintergrund

Tong Mingyu kommt aus der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang. Er arbeitete in Peking. Am 25. Juni 2017 wurde er von der Polizei aus dem Bezirk Changping, Peking verhaftet. Er begann einen Hungerstreik, um gegen die Verhaftung zu protestieren, und wurde bald ins Polizeikrankenhaus von Peking eingeliefert. Am 2. Februar 2018 verurteilte das Bezirksgericht Changping Tong zu dreieinhalb Jahren Haft. Am 25. April 2018 brachte man ihn ins Gefängnis Tailai.