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Traumatisiert nach Verhaftung des Ehemannes und den ständigen Polizeischikanen

7. November 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Tianjin

(Minghui.org) Eine einst glückliche Familie in Tianjin zerbrach, als der Mann angeklagt wurde, weil er sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben.

Meng Jie, 45, schätzt Falun Dafa sehr. Der Kultivierungsweg für Körper und Geist hat ihn wieder gesund gemacht und ihm die Kraft gegeben, sich um seine Frau zu kümmern, die seit ihrer Kindheit an verschiedenen gesundheitlichen Problemen leidet. Im Jahr 2000 wurde er eingesperrt und zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt, weil er Falun Dafa praktiziert und es nicht aufgeben will. Nach seiner Entlassung schikanierte ihn die Polizei weiter. Zuletzt erhielt er die Aufforderung, am 26. Oktober vor Gericht zu erscheinen. Es ist unklar, ob die Anhörung wie geplant stattgefunden hat.

Mengs 47-jährige Frau ist durch die Tortur ihres Mannes tief traumatisiert und lebt in ständiger Angst. Bei jedem Klopfen an der Tür gerät sie in Panik und fragt sich, ob es die Polizei sei. Wenn sie Angst hat, erbricht sie. Sie wagt es nicht, allein nach draußen zu gehen.

Meng, 45, und seine 47-jährige Frau

Eine einst glückliche Familie

Meng hatte früher an schweren Magenschmerzen und einem Tumor in der Nähe der Leber gelitten. Beide Krankheiten verschwanden, als er anfing, Falun Dafa zu praktizieren. Auch seine Kurzsichtigkeit verschwand.

Seine Frau, Ma Yi, litt seit ihrer Kindheit an einer Verkrümmung der Wirbelsäule und anderen Krankheiten. Sie hatte Schwierigkeiten, ihr Gleichgewicht zu halten, und fiel oft hin. Ihr geringes Selbstwertgefühl und der Verlust ihres Vaters in jungen Jahren machte aus ihr eine introvertierte und verletzliche Frau.

Als sie Meng heiratete, kümmerte er sich stets um sie, ohne sich zu beschweren. Das tat ihr gut und es ging ihr besser. Die Geburt ihrer Tochter brachte ihr weitere Hoffnung und man sah sie wieder lächeln.

Frau entwickelt Halluzinationen während der Haft des Mannes

Meng wurde Anfang 2001 verhaftet und Monate später für drei Jahre ins Arbeitslager Shuangkou gebracht, weil er sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben.

Während der Haft schlug man ihn einmal bis zur Bewusstlosigkeit. Als er wieder zu sich kam, erbrach er immer wieder Blut und konnte viele Tage lang nichts essen. Er musste an Gehirnwäscheverfahren teilnehmen und schwere Arbeiten verrichten. Innerhalb kurzer Zeit verlor er über 14 kg.

Für seine Frau war es sehr schwer, sich nach seiner Verhaftung allein um die gemeinsame Tochter zu kümmern. Sie erlitt einen seelischen und körperlichen Zusammenbruch. Wegen der Nervenschwäche konnte sie nicht gut zu schlafen und befand sich tagsüber oft in einem Trancezustand. Sie wurde sensibler, ängstlicher und misstrauischer gegenüber der Außenwelt und wagte kaum, mit jemandem zu reden. Später entwickelte sie visuelle und akustische Halluzinationen.

Nach Entlassung des Mannes weiterhin ein Leben in Angst

Nachdem ihr Mann entlassen worden war, verbesserte sich Mas Zustand wieder etwas. Aber sie war immer noch voller Sorge und Angst, dass ihr Mann eines Tages wieder verhaftet werden könnte. Ihre Krankheitssymptome verschlimmerten sich jedes Mal, wenn Beamte der Polizei oder des Nachbarschaftskomitees kamen und ihren Mann unter Druck setzten, seinen Glauben aufzugeben.

Mehrere Jahre lang wagte es Ma nicht, allein zu Hause zu bleiben, wenn ihr Mann zur Arbeit und ihre Tochter zur Schule ging. Sie saß auf einem kleinen Hocker im Flur ihres Wohnhauses oder am Straßenrand, bis Meng nach Hause zurückkehrte. Das ging das ganze Jahr über so – bei jeder Witterung.

Später wagte Ma nicht einmal mehr, nach draußen zu gehen, ohne ihren Mann oder ihre Tochter zu fragen, ob es sicher sei hinauszugehen.

Jüngste Schikane - ein weiterer Schlag für die Familie

Wang Xiaolu und mehrere andere Beamte der Polizeiwache Tianta verschafften sich am 14. November 2016 Zutritt zu Mengs Wohnung. Sie beschlagnahmten persönliche Gegenstände, ohne einen Ausweis oder Haftbefehl vorzulegen. Zwei Tage später kamen sie wieder und durchsuchten die Räumlichkeiten erneut.

Am 17. Mai 2017 erhielt Meng einen Anruf von der Polizei, in dem er und seine Frau aufgefordert wurden, zu einem Verhör auf die Wache zu kommen. Meng weigerte sich. Kurz darauf kamen Beamte zu ihnen nach Hause. Sie befragten seine Frau in Abwesenheit ihres Mannes und zwangen sie, das Verhörprotokoll zu unterschreiben.

Danach brachten die Beamten Meng zur Polizeiwache und sagten: „In Anbetracht ihres Zustandes (der bettlägerigen Frau) werden wir Sie nicht verhaften. Aber Sie müssen mit uns zusammenarbeiten und die Dokumente unterschreiben, die für die Strafverfolgung erforderlich sind.“

Im Juli 2018 war Meng gezwungen, 2.000 Yuan [1] zu zahlen und ein Dokument „Freilassung auf Kaution“ zu unterschreiben. Zwei Monate später rief ein Mitarbeiter vom Gericht in Hexi an und drohte Meng damit, ihn vor Gericht zu stellen, wenn er sich nicht schuldig bekenne.

Zustand der Frau verschlechtert sich ständig

Die wiederholten Schikanen durch die Beamten verschlimmerten Mas Gesundheitszustand. Sie erbrach, sobald sie Stress oder Angst hatte. Auch verlor sie oft die Kontrolle über ihren Stuhlgang. So war der Boden oft mit Kot und Erbrochenem beschmutzt, wenn Meng von der Arbeit zurückkam. Er musste dann erst einmal alles reinigen.

Mas Zähne wurden durch die Magensäure des ständigen Erbrechens schwer beschädigt. Da sie auch an Osteoporose und Unterernährung litt, fiel ein Zahn nach dem anderen aus, so dass sie jetzt nur noch einen Zahn hat. Häufig leidet sie auch an Verstopfung, da ihr Zustand sie zwingt, für lange Zeit im Bett zu bleiben. Jedes Mal muss Meng mit seinen Fingern nachhelfen, damit sie sich erleichtern kann.

Für die Verfolgung verantwortliche Einrichtungen:
Staatsanwaltschaft des Bezirks Hexi in Tianjin: +86-22-23129513Bezirksgericht Hexi in Tianjin: +86-22-58313707


[1] Das sind umgerechnet ca. 260 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 Euro.