Wie ich mich bei der Medienarbeit erhöhen konnte

Vorgetragen auf der Fa-Konferenz von NTD und Epoch Times 2018

(Minghui.org) Ich grüße den Meister! Ich grüße die Mitpraktizierenden!

Ich bin Reporterin für den Unterhaltungsteil der Dajiyuan, der chinesischen Ausgabe der Epoch Times. Im Juni 2015 kam ich nach New York, um hauptberuflich als Reporterin zu arbeiten. Eine meiner Hauptaufgaben besteht darin, Kunden zu interviewen und Artikel zu schreiben, um Werbung für ihr Unternehmen zu machen. Ich mache das jetzt seit drei Jahren. Wenn ich auf diese drei Jahre zurückblicke, ehrt es mich sehr, dass ich die Gelegenheit habe, für die Medien in New York zu arbeiten. Bei der Zusammenarbeit mit anderen Praktizierenden gab es viele Hindernisse auf dem Weg. Aber im Rückblick schätze ich jeden Schritt sehr.

Bevor ich 2015 nach New York kam, hatte ich meine Eltern in China bereits verlassen und arbeitete schon fünf Jahre lang in den Vereinigten Staaten. Seit 2012 habe ich in Teilzeit als Reporterin für die Epoch Times in Philadelphia gearbeitet. Mit der Zeit erkannte ich die Wichtigkeit der Projekte von Falun Dafa und welche Verantwortung wir tragen. Ich verstand auch, dass es außerhalb Chinas verschiedene Möglichkeiten gibt, den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen. Nachrichtenmedien gehören zu diesen wichtigen Projekten.

Ankunft in New York

Es gab nicht viele junge Praktizierende in Philadelphia. Die wenigen, die dort waren, zogen schließlich nach New York oder Los Angeles um. Ich wollte auch nach New York ziehen. Im Jahr 2015 kam eine NTD-Reporterin nach Philadelphia, um über Shen Yun zu berichten. Sie drängte mich, für einen Monat nach New York zu gehen und dort zu arbeiten. Die Probezeit verlief reibungslos und ich blieb in New York. Ich erzählte es meiner Mutter, die überrascht war, dass ich so leicht einen Job in New York finden konnte. In der Tat wird der Weg eines Jüngers vom Meister arrangiert.

In New York einigte man sich schnell darauf, dass ich die Wirtschaftsnachrichten schreiben sollte. Mein Hauptfach an der Hochschule war aus dem medizinischen Bereich und niemand in meiner Familie war geschäftlich tätig. In der chinesischen Gesellschaft haben Geschäftsleute oft ein schlechtes Ansehen. Sie werden als rücksichtslose Personen angesehen, die die Menschen nur betrügen wollen. Einige konservative ältere Mitpraktizierende haben auch keinen guten Eindruck von der Verkaufsarbeit bei Dajiyuan. Aufgrund meiner Vorliebe für Bücher hätte ich mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen vorstellen können, dass ich im geschäftlichen Bereich arbeiten würde.

Der vom Meister arrangierte Weg schien zunächst zufällig zu sein. Bevor ich nach New York kam, traf ich mich mit zwei Praktizierenden, die Erfahrung im Unternehmensbereich und im Verkauf hatten. Ich nutzte die Gelegenheit, mit einem von ihnen eingehend zu sprechen. Nachdem ich mehr über die Besonderheiten des Verkaufs erfahren hatte, stellte ich fest, dass dies ein anständiger Beruf war, genau wie jeder andere. Ein wirklich guter Verkäufer ist willensstark und kann Belastungen ertragen. Er hat die Interessen seiner Teammitglieder und Kunden im Blick. Er muss nicht sonderlich auf persönlichen Gewinn aus sein, kann dabei aber gleichzeitig etwas verdienen.

Der Meister sagt im Zhuan Falun:

Früher gab es einen Spruch: „Zehn Händler, neun tückisch.“ Das sagen die alltäglichen Menschen. Ich sage, das ist eine Frage des Menschenherzens. Wenn du ein aufrichtiges Herz hast und fair handelst, dann sollst du auch mehr Geld verdienen, nachdem du mehr hergegeben hast. Du hast das bekommen, weil du unter den alltäglichen Menschen etwas hergegeben hast. Ohne Verlust kein Gewinn; Gewinn durch Arbeit. (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 232)

Als Falun-Dafa-Jünger sollten wir uns bei unserer Arbeit nach den aufrichtigen Fa-Prinzipien richten. Die Anzeigen sind ein wichtiger Teil unserer Medien und viele Falun-Dafa-Jünger sind damit beschäftigt. Wenn eine große Anzahl von Praktizierenden negative Gedanken über diesen Beruf hegt, könnten große Lücken entstehen, sowohl bei der persönlichen Kultivierung als auch bei der Fa-Berichtigung. Nachdem ich das erleuchtet hatte, dachte ich: „Wenn ich die Gelegenheit habe, möchte ich unserem Verkaufsteam eine echte Hilfe sein.“

Bei der Arbeit Prüfungen bestehen

Als man mich bat, Ärzte zu interviewen und Anzeigen für ihre Praxen zu schreiben, war ich darauf eingestellt und schätzte es, dass meine medizinischen Kenntnisse zum Einsatz kamen. Auf Grund meiner literarischen Neigung schrieb ich auch Artikel, die den Anforderungen unserer Medien entsprachen. Es kam darauf an, wahre und objektive Informationen zu übermitteln, da diese Informationen die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen betrafen.

Aber nach einer Weile häuften sich die Prüfungen, die mir bei meiner Arbeit begegneten.

Ich wollte zum Beispiel aus jedem Interview das Beste herausholen. Aber in Wirklichkeit waren die Dinge nicht so einfach. Einige der Ärzte, die ich interviewte, waren nicht gut vorbereitet oder sie zeigten sich desinteressiert. Ich verstand das so, dass man die Werbung und den Reporter nur als Dienstleister ansah. Ich empfand dies als respektlos gegenüber unseren Medien. Obwohl die meisten Ärzte nicht so waren, empfand ich es in meinem Herzen als wirklich ungerecht. Ich dachte: „Ich habe mir so viel Mühe gegeben, Interviewfragen für Sie vorzubereiten. Ein in unserer Zeitung veröffentlichter Artikel wird dann von der gesamten chinesischen Gemeinschaft gelesen. Sollten sie das nicht mehr zu schätzen wissen?“ Gleichzeitig hatte ich Vorurteile über unsere Verkäufer. Ich war der Meinung, dass sie sich zu unterwürfig verhielten und damit diese Situation verursacht hätten. Ich fühlte mich ständig unfair behandelt. Das verwirrte mich.

Ein weiteres Problem bestand darin, dass sich nach längerer Zeit beim Schreiben von Artikeln für die Kunden viele Inhalte wiederholten. Zum Beispiel haben wir viele Zahnärzte unter unseren Kunden. Und viele von ihnen bieten Zahnimplantate an. Dafür möchten sie die Werbung. Ich habe bestimmt sechs Artikel über Zahnimplantate geschrieben. Es gab eine Zeit, da hätte ich, wenn mich jemand gefragt hätte, worüber ich schreibe, immer geantwortet: „Zahnimplantate“. Dadurch kamen noch mehr Bedenken über die Verkaufsmitarbeiter bei mir auf. Zahnärzte sind bereit, Anzeigen zu schalten, weil sie mit Implantaten Geld verdienen. Sollten wir uns nur nach ihnen richten, wenn wir Werbung machen? Diese Zahnärzte betonen nur die positiven Aspekte von Zahnimplantaten und wir schreiben ständig Artikel für sie. Tun wir die Dinge so auf eine verantwortungsvolle Art und Weise?

Außerdem sagten mir viele Geschäftsleute vor oder nach dem Interview, wie der Artikel zu schreiben sei. Das störte mich, denn ich hatte meine eigene Vorgehensweise beim Schreiben. Es ist schon ziemlich anstrengend, meine eigenen Anforderungen zu erfüllen, aber sie machten die Dinge noch komplizierter. Ich sagte es ihnen nicht direkt, sondern beschwerte mich bei meinen Kollegen und Vorgesetzten.

Gleichzeitig veröffentlichen wir täglich neue Artikel auf der Gesundheitswebsite. Als ich sah, dass andere Praktizierende keine Werbeartikel schreiben mussten, wurde ich neidisch.

Man kann sich vorstellen, wie anstrengend diese Arbeit für mich war. Ich hatte das Gefühl, dass diese Arbeitsstelle mich an meine Grenzen brachte. Jeden Tag blieben meine Gedanken nur während des morgendlichen Gruppen-Fa-Lernens rein. Die Energie, die entsteht, wenn Mitpraktizierende gemeinsam das Fa lesen, ist einfach und rein und ich kann jeden Satz des Meisters aufnehmen. Aber sobald ich mich an die Arbeit machte, wurde mein Herz wieder aufgewühlt.

Lebewesen und Mitpraktizierende schätzen

Hier möchte ich den Praktizierenden in meinem Team danken. Sie verstehen, dass jeder anders arbeitet und schreibt, aber sie erinnern mich auch daran, dass ich mich nicht zu sehr in den Vordergrund stellen sollte. Obwohl die Kunden nicht perfekt sind, haben sie in der Vorgeschichte ein Gelübde abgelegt. Sie sollen die Medien dabei unterstützen, dass sie die wahren Umstände erklären. Wenn wir uns engagieren, können sie ihr Gelübde erfüllen.

Während der Arbeit und der Kultivierung begann ich immer mehr zu verstehen. Ich erkannte, dass diese Kunden mit dem Gelübde gekommen sind, die Medien zu unterstützen. Sie können es jedoch im Moment nicht vollständig erfüllen. Sie erscheinen sogar arrogant oder unvorbereitet zu den Interviews. Deshalb brauchen wir Verkäufer, die auch die wahren Umstände erklären. Wir müssen gut zusammenarbeiten, um dies alles in Einklang zu bringen.

Nachdem ich das erleuchtet hatte, schätzte ich die Lebewesen und Mitpraktizierenden umso mehr. Ich sah auch, dass ich einige Dinge in meiner Arbeit korrigieren musste. Ich versuchte, die Interviewfragen vorab für die Ärzte bereitzustellen, damit sie sich vorbereiten konnten. Auf dem Weg zum Interview sendete ich aufrichtige Gedanken aus, und beseitigte meine Sorgen, dass während des Interviews etwas schief gehen könnte. Neben den Fragen beim Interview achtete ich darauf, ob der Arzt noch etwas hinzufügen wollte. Ich führte das Interview ohne nach etwas zu trachten, sondern folgte dem natürlichen Lauf. Auch war ich der Überzeugung, dass der Arzt sein Bestmögliches tat.

Selbst wenn der Arzt über Zahnimplantate sprach, um Geld zu verdienen, betrachtete ich die Dinge aus einer positiven Perspektive. Dabei berücksichtigte ich, dass der Arzt jahrelang studiert hatte, um in diesem Beruf zu arbeiten. Ich gab mir größte Mühe, nichts Negatives über den Arzt zu denken.

Einmal hatte ich ein Vorurteil gegen eine unserer Verkäuferinnen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich vor Kunden viel zu vorsichtig zeigte und ihnen nur gefällig sein wollte. Immer wenn sie mir in den Sinn kam, stieg Ärger in mir hoch. Meiner Meinung nach, benahm sie sich zu gewöhnlich. Ich machte mir Gedanken, warum mich ihre Handlungsweise so sehr beeinflusste. Als ich nach innen schaute, stellte ich fest, dass ich der Mitpraktizierenden gegenüber zu wenig barmherzig war. Ich glaubte nicht, dass sie ihr Bestes gab, um es gut zu machen. Auf einer tieferen Ebene spiegelte diese Praktizierende auch meine eigene Lücke wider, denn ich wollte vor den Kunden gut dastehen. Es den anderen recht machen zu wollen, ist eine Anhaftung.

Diese Anhaftung, übermäßig vorsichtig zu sein und es anderen rechtmachen zu wollen, spiegelte sich auch in meiner Arbeit wider. Von der Artikelübersicht bis hin zu den Details schaute ich, ob es den Kunden oder Verkäufern lieber wäre, wenn ich auf eine bestimmte Art und Weise schreiben würde. Manchmal war es wie ein Kampf zwischen dem, was der Kunde sehen wollte, und dem, was der Leser sehen wollte. Das kostete mich viel Zeit. Wenn ein Artikel den Leser wirklich berücksichtigt, wird der Kunde selbst dann, wenn er nicht übermäßig gelobt wird, hervorgehoben. Das akzeptiert auch der Kunde. Bevor wir etwas tun, machen wir uns darüber Gedanken. Dabei sollten wir uns nicht einschränken, weil wir sonst nicht unsere volle Wirkung als Falun-Dafa-Jünger entfalten können.

Ich erinnere mich an einen Verkäufer, der sagte: „Es ist mir egal, wie du schreibst. Wir müssen Inhalte produzieren, die unseren Lesern nutzen.“ Die offene Haltung dieses Praktizierenden ermutigte mich sehr. Vielleicht ist das meine Schicksalsverbindung zu den Mitpraktizierenden im Verkauf. Seine Einschätzungen und Einstellungen brachten mich zum Nachdenken. Wenn ich die Mitpraktizierenden schätzen kann, sind die Vorschläge, die sie machen, oft genau das, was ich brauche. Andernfalls erkläre ich es ihnen noch einmal deutlicher.

Ich erwähnte gerade, dass ich neidisch auf Mitpraktizierende war, die keine Werbeartikel schreiben müssen. In der Tat hat jede Art von Arbeit ihre Schwierigkeiten. Neidisch auf andere zu sein, macht unzufrieden.

Der Meister sagte in der „Fa-Erklärung zum 20. Jahrestag“:

„Eine Gottheit betrachtet das alles ohne menschliche Begierde und Unzufriedenheit, sie hat keinen menschlichen Zustand mehr. Eine Gottheit, egal auf welcher Ebene sie sich befindet, freut sich gar nicht, wenn du sie zu einer höheren Ebene bringen würdest. Sie meint, dass das dort nichts mit ihr zu tun hat. Sie hat keine menschlichen Gedanken.“ (Li Hongzhi, 13.05.2012)

Ich bin mir nicht sicher, ob ich immer Werbeartikel schreiben werde. Doch was ich tat, ist wie, „aus der Schüssel essen und schon nach dem schielen, was im Topf ist“. Das ist Neid. Die Arbeit der Mitpraktizierenden macht den Inhalt unserer Gesundheitswebsite so abwechslungsreich. Ich sollte mich für sie freuen und nicht neidisch sein. Obwohl ich schon in jungen Jahren mit der Kultivierung begann, bin ich immer noch neidisch. Daher muss ich in dieser Hinsicht immer noch sehr aufmerksam sein.

Während meiner letzten drei Jahre bei den Medien habe ich mich in meiner Kultivierung in vielen Aspekten erhöht. Es war für mich schwierig, während der Meditation im Sitzen zur Ruhe zu kommen. Allmählich gelang es mir, in die Stille einzutreten. Später konnte ich auch bei den Übungen im Stehen einen ruhigen Geist bewahren.

Ich bin auch sehr dankbar für das Arbeitsumfeld hier in der New Yorker Zentrale. Ich bemerkte bei meinen Kollegen, die mit einem reinen Herz arbeiteten, wie sie die Artikel schneller schreiben und ihre beruflichen Fähigkeiten sehr schnell verbessern können.

Da meine Fähigkeiten begrenzt sind, reiche ich meine Artikel oft in letzter Minute ein. Ich bitte meine Mitpraktizierenden, mir zu vergeben. Bitte weist mich auf Unangemessenes hin. Vielen Dank.