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Grundschullehrerin rechtswidrig inhaftiert und schikaniert (Provinz Guangdong)

31. März 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Guangdong

(Minghui.org) Yan Ping ist Lehrerin und kommt aus der Gemeinde Luoyan im Kreis Boluo der Provinz Guandong. Sie wurde wegen ihres spirituellen Glaubens massiv verfolgt. Sie wurde 18 Monate lang rechtswidrig inhaftiert. Nachdem sie schließlich freigelassen worden war, schikanierten Beamte der Gemeinde Luoyang sie ständig. Außerdem wurde sie von ihrer Arbeitsstelle entlassen, weil sie das Praktizieren von Falun Gong nicht aufgab.

Yan war Lehrerin an der Sechsten Grundschule in Luoyang. Sie arbeitete hart und engagierte sich auch ehrenamtlich für bedürftige Schüler auf dem Land. Sie half den Schülern sehr, ihre Noten zu verbessern und wurde für ihre hervorragenden Lehrfähigkeiten ausgezeichnet.

Yan wurde am 23. April 2016 von Beamten der Bezirkspolizei Huicheng in der Stadt Huizhou verhaftet, als sie im Haus eines Falun-Gong-Praktizierenden am Fa-Lernen teilnahm. Sie wurde rechtswidrig im Untersuchungsgefängnis Xiajiao in der Stadt Huizhou festgehalten, bis sie 2017 in das Frauengefängnis von Guangzhou verlegt wurde.

Geheimer Prozess und Brechung des Rechtsweges

Das Büro 610 des Kreises Boluo und das Büro 610 des Kreises Huicheng leiteten ein fingiertes Verfahren gegen Yan ein. Sie beauftragte einen Verteidiger. Ihr Anwalt wurde jedoch von Justizbeamten daran gehindert, sich mit ihr zu treffen. Darüberhinaus drängte Lin Weimei, der Leiter des Büros 610 von Boluo, den Arbeitgeber ihres Mannes ständig dazu, diesen unter Druck zu setzen, den Anwalt nicht in Anspruch zu nehmen.

Yan wurde heimlich am 19. September 2016 vom Bezirksgericht Huicheng verurteilt. Das Gericht informierte ihre Familie nicht über den Prozess und ließ keinen Anwalt zu ihrer Verteidigung zu. Yan plädierte auf nicht schuldig und verteidigte sich selbst. Für das Praktizieren von Falun Gong wurde sie zu eineinhalb Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan [1] verurteilt. Das Gericht versäumte es außerdem, Yans Familienmitglieder über das Urteil zu informieren.

Misshandelt in Haft

Yan wurde im Untersuchungsgefängnis und im Gefängnis schwer misshandelt. Sie wurde in Handschellen gefesselt, weil sie gegen die Verfolgung protestierte und in einen Hungerstreik trat. Dann wurde sie gefoltert und wurde dadurch fast gelähmt.

Sie hatte auch extreme Magenschmerzen und konnte nichts essen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie vielen Untersuchungen unterzogen wurde, darunter ein MRT und Bluttests. Die Haftanstalt teilte ihr die Ergebnisse jedoch nicht mit.

Am 18. Januar 2017 wurde Yan in das Frauengefängnis von Guangzhou überstellt.

Ständige Schikanen

Nach Ablauf ihrer Haftstrafe wurde sie Ende 2017 entlassen. Bald nach ihrer Entlassung erfuhr Yan, dass das Bezirksgericht Huicheng ihr Bankkonto eingefroren hatte. Sie musste eine Geldstrafe von 5.000 Yuan [1] zahlen, um es zu reaktivieren.

Yan wurde seit ihrer Freilassung ständig von den örtlichen Beamten der Kommunistischen Partei Chinas schikaniert. Zwei stellvertretende Leiter des Justizbüros der Gemeinde Luoyang kamen einmal zu ihr nach Hause, und der stellvertretende Leiter Lin machte eine Videoaufnahme von ihr. Um sie unter Druck zu setzen, rief Lin sie viermal an: am 12. Januar, 15. Januar, 11. Februar und 2. März 2018.

Wegen ihres Glaubens verfolgt zu werden, ist für Yan nicht neu. Weil sie Falun Gong praktiziert, wurde sie 2011 aus ihrer Tätigkeit als Lehrerin entlassen. Das Büro 610 von Boluo hielt sie 2011 für fast ein Jahr in der Gehirnwäsche-Einrichtung Sanshui in der Stadt Guangzhou fest.

Früherer Artikel:

Siehe 3. in: Additional Persecution News from China – April 25, 2016 (29 Reports)http://en.minghui.org/html/articles/2016/5/14/156972.html


[1] Das sind umgerechnet ca. 650 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €