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Inhaftiert wegen Strafanzeige gegen Chinas Ex-Parteichef – 150 Dorfbewohner setzen sich für Gaos Freilassung ein

7. März 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Liaoning

(Minghui.org) Mehr als 150 Menschen aus dem Dorf Daochi in der Stadt Huludao unterzeichneten eine Petition mit ihrem Fingerabdruck, um gegen die Verurteilung von Gao Wenzhi zu protestieren. Gleichzeitig forderten sie die Regierung auf, ihn freizulassen.

Ein Dorfbewohner vermerkte auf der Petition, dass Gao immer sehr freundlich und bereit gewesen sei, anderen zu helfen. Er wies insbesondere darauf hin, dass Gao viele beschädigte Straßen im Dorf auf eigene Kosten repariert habe.

Der 72-jährige Gao wurde im Dezember 2017 vom Bezirksgericht Longgang zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, weil er eine Strafanzeige gegen Chinas Ex-Staatschef Jiang Zemin eingereicht hatte. Er hatte 1999 die landesweite Verfolgung von Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) befohlen.

Falun Gong heilte ihn, die Behörden verhafteten ihn

Gao war vor dem Praktizieren von Falun Dafa im Jahr 1995 an zwei Krebsarten erkrankt, so schlimm, dass das Krankenhaus sich sogar geweigert hatte, ihn weiter zu behandeln. Durch das Praktizieren erholte er sich vollständig, danach war seine Gesundheit noch besser als in seiner Jugend.

Aus Dankbarkeit ging Gao nach Beginn der Verfolgung nach Peking, um für das Recht auf freie Glaubensausübung zu plädieren. Die Polizei nahm ihn fest, inhaftierte, verhörte und folterte ihn.

Im Untersuchungsgefängnis schlugen ihn die Polizisten täglich vier Mal, folterten ihn auf unterschiedlichste Weise, unter anderem mit der Tigerbank, und ließen ihn nachts nicht schlafen. Die Polizisten legten ihm noch schwere Fesseln (Dutzende von Kilogramm schwer) an den Knöcheln an, die ihm innerhalb weniger Tage die Haut abgerieben hatten.

Foltermethode: Tigerbank (Malerei)

Am Ende seiner Haft setzte man Gao einer dreitägigen Gehirnwäsche aus und wies ihn anschließend für drei Jahre in ein Zwangsarbeitslager ein.

Dort musste er jeden Tag Schwerstarbeit leisten und bekam nicht genug zu essen. Die Wärter schlugen ihn, wenn er die Arbeit nicht rechtzeitig fertigstellen konnte. Gleichzeitig behielt sein Arbeitgeber seine Rente ein.

Als seine Haftzeit zu Ende war, weigerten sich die Behörden, ihn freizulassen. 2002 verurteilte man ihn zu drei Jahren Haft und brachte ihn ins Gefängnis in Shenyang.

Freiwillig Straßen repariert

Unweit des Wohnortes von Gao befand sich eine Straße, die von mehr als 30 Bauern benutzt wurde, allerdings war sie in einem miserablen Zustand. Stets war sie schlammig und stand unter Wasser, was es für die Dorfbewohner schwierig machte voranzukommen.

Ohne jemandem etwas zu sagen oder um Spenden zu bitten, kaufte Gao von seinem begrenzten Einkommen Material und reparierte die Straße selbst.

Das beeindruckte viele Dorfbewohner und sie begannen, ihn mit den Worten zu begrüßen: „Falun Dafa ist gut!“

Von da an engagierte sich Gao für die Instandsetzung der Straßen rund um das Dorf. In acht Jahren verwendete er mehr als 30.000 Yuan [1] seines Geldes und befestigte eine Straßenstrecke von 3 km ganz allein.

Immer wenn ein Dorfbewohner sah, wie Gao unter der prallen Sonne arbeitete und sein Hemd mit Schweiß getränkt war, blieb er stehen und gab ihm etwas zu essen.

Da die Dorfbeamten wussten, dass er Falun Dafa praktiziert, schützten sie Gao vor den Schikanen der Polizei.

Als der Leiter des Verkehrsamtes von Gao erfuhr, wollte er den lokalen Fernsehsender einladen, eine Reportage über Gao zu machen. Gao lehnte das ab, da er wusste, dass es für ihn unmöglich sein würde zu berichten, dass er dies alles aufgrund seines Glaubens an Falun Dafa getan hatte.

Verfolgt wegen der Strafanzeige gegen Jiang Zemin

Seit 2015 garantiert das Oberste Volksgericht in China die Registrierung und Bearbeitung aller eingereichten Beschwerden gegen Regierungsbeamte, auch die von Bürgern. So schloss sich Gao Hunderttausenden von Praktizierenden an und erstattete Strafanzeige gegen Jiang Zemin, weil dieser die Verfolgung befohlen hatte.

Aufgrund der Anzeige wurde Gao am 23. Juni 2017 verhaftet und wegen „falscher Anschuldigung“ in „Strafhaft“ genommen. Die Polizei durchsuchte sein Haus und beschlagnahmte Materialien mit Inhalten über Falun Dafa, seinen Laptop und das Dreirad, das er für die Straßenreparaturen benutzte.

Am 5. Dezember 2017 hielt das Bezirksgericht Longgang eine geschlossene Verhandlung ab. Niemand aus Gaos Familie durfte teilnehmen.

Nach Angaben seines Anwalts, der in seinem Namen auf nicht schuldig plädierte, hatte Gao Schwierigkeiten, in den Gerichtssaal zu gehen und litt auch unter Kopfschmerzen und Bluthochdruck.

Der Richter hetzte durch das Verfahren, das er nach einer Stunde beendete, verkündete jedoch kein Urteil. Wenige Wochen später verhängte er Gao die Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren.

Kontaktinformationen der Verfolger:Yu Zhisheng, Leiter der Polizeiwache Longgang: +86-13709895127Zheng Xuping, Leiter des Untersuchungsgefängnisses Huludao: +86-13998963869Gu Yue, Richter des Bezirksgerichts Longgang: +86-429-2039043Bai Yinyan, Präsident der Staatsanwaltschaft Longgang: +86-429-2298001, +86-13470613311Dong Cheng, Staatsanwalt: +86-429-2298022, +86-13904290999


[1] Das sind umgerechnet ca. 3.850 EUR. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 EUR.