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Universitätsdozentin mit fadenscheiniger Begründung erneut verhaftet – trotz ihrer gesundheitlichen Probleme

12. Mai 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jilin

(Minghui.org) Mit einer fadenscheinigen Ausrede hat die Polizei eine 48-jährige Frau aus der Stadt Jilin (Provinz Jilin) erneut verhaftet. Am 27. April 2018 kamen die Polizisten zu Wei Xiujuan nach Hause und behaupteten, sie inhaftieren zu müssen, um ihren Fall früher abschließen zu können.

Wei war zuletzt am 1. August 2014 verhaftet worden. Beamte der örtlichen Polizeiwache Changjiangjie überfielen am frühen Morgen ihren Mann und nahmen ihm seinen Wohnungsschlüssel ab. Damit öffneten sie später die Wohnungstür.

Wei Xiujuan

Wei kam gerade aus der Dusche und hatte nur ein Handtuch umgebunden, als die Beamten einbrachen. Noch bevor sie Gelegenheit hatte, etwas zu sagen, schlug ihr einer von ihnen ins Gesicht, sodass ihre Brille vom Kopf fiel. Er warf sie aufs Bett und klebte ihr die Hände auf den Rücken. Sie kämpfte, um sich aufrichten zu können, und fragte, wer sie seien. Ein Beamter schlug sie erneut und klebte ihr dann den Mund zu. Sie schaffte es, ein paar Worte zu sagen, und bat darum, ihre Unterwäsche anziehen zu dürfen. Eine Polizistin half ihr schließlich beim Anziehen.

Wei war so gedemütigt und verängstigt, dass sie ohnmächtig wurde. Die Polizei packte sie an den Haaren und zerrte sie ins Wohnzimmer. Danach trug man sie nach unten und fuhr sie in ein örtliches Krankenhaus. Dort wurde ein unregelmäßiger Herzschlag, Brustschmerzen, hoher Blutdruck und ein Leberproblem diagnostiziert.

Trotz ihres Zustandes brachten sie Wei in eine lokale Gehirnwäsche-Einrichtung. Sechs Tage später wurde sie in ein Gefängnis verlegt, wo sie zufällig ihren Mann sah. Sie erfuhr, dass er am selben Tag verhaftet worden war. Die Wärter des Gefängnisses hatten ihm zuvor zwei brennende Zigaretten in die Nasenlöcher geschoben, bis sie zu Asche verbrannt waren.

Wei und ihr Mann, Han Yongqiang, waren zur Zielscheibe der Behörden geworden, weil sie sich weigerten, Falun Gong aufzugeben.

Weis Zustand verschlechterte sich weiter und sie wurde wieder ohnmächtig. Als sie keinen Puls mehr hatte, wurde sie in die Notaufnahme gebracht. Die Polizei entließ sie erst einige Tage später auf Bewährung.

Frühere Festnahmen und Inhaftierungen

Han wurde im April 2015 zu drei Jahren Gefängnis mit fünf Jahren Bewährung verurteilt. Zwei Monate später erhielt er die Kündigung von seinem Arbeitgeber.

Wei wurde im November 2014 zwei Mal zur Polizeiwache zu einem Verhör beordert. Am 17. Dezember 2014 nahm sie gerade an einer Fakultätsversammlung teil, als die Polizei auftauchte und sie vor den Augen ihrer Kollegen verhaftete. Erst Stunden später wurde sie wieder entlassen. Die Polizei verlangte von ihr, sich zur Verfügung zu halten.

Am 23. November 2016 verhaftete man Wei erneut, diesmal am Stadtbahnhof Changchun. Ihr wurde gesagt, dass sie im September 2016 auf eine Fahndungsliste gesetzt worden sei und dass die Verwendung ihres Ausweises zum Kauf des Zugtickets das Warnsystem ausgelöst habe.

Danach bekam sie Krankheitssymptome wie Rückenschmerzen und Brustschmerzen. Ein Arzt stellte bei einer Untersuchung Herzrasen und hohen Blutdruck bei ihr fest.

Beamte der Polizeiwache Changjiangjie reisten zwei Stunden nach Changchun, um sie abzuholen. Es war bereits Mitternacht, als sie nach Jilin zurückkehrten. Ihr Mann, der auf der Polizeiwache gewartet hatte, sah, dass sie zu schwach war, um alleine zu gehen. Er verlangte, sie in ein Krankenhaus zu schicken, aber die Polizei vertrieb ihn und trug sie hinein.

In dieser Nacht fiel Wei 2-mal ins Koma. Doch die Polizisten schafften es, sie wieder aufzuwecken. Erst am nächsten Morgen brachte man sie ins Krankenhaus. Die Ärzte sagten, dass sie Herzrasen, hohen Blutdruck und ein Leberproblem habe.

Die Polizei versuchte immer noch, sie festzunehmen, aber das örtliche Untersuchungsgefängnis weigerte sich, sie aufzunehmen. Polizisten zwangen ihren Mann, 5.000 Yuan [1] zu zahlen, bevor sie ihm erlaubten, seine Frau mit nach Hause zu nehmen.

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[1] Das sind umgerechnet ca. 660 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 Euro.