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Kanadierin klagt an: Warum foltert das kommunistische Regime eine alte Frau wegen ihres Glaubens?

10. Juni 2018 |   Von Liang Yuling, einer Kanadierin

(Minghui.org) Ich komme aus der Provinz Guangdong, China und lebe derzeit in Kanada. Seit ich den Bericht über eine Frau gelesen habe, die ich gut kenne, ist mein Herz schwer.

In dem Bericht stand: „Eine 72-jährige Frau wurde im November 2016 insgesamt 19 Tage lang in eine Gehirnwäsche-Einrichtung in der Stadt Guangzhou gesperrt. Dort band man über einen langen Zeitraum ihre Beine im Lotussitz zusammen. Diese Folter verursachte völlige Blindheit ihres rechten Auges und beeinträchtigt seitdem die Sehkraft ihres linken Auges stark.“

Ihr Name ist Wu Yangzhen. Ich habe 2001 für ihre Tochter gearbeitet. Sie war gerade aus einem lokalen Arbeitslager entlassen worden, als ihre Tochter mich als Haushälterin einstellte.

Tante Wu

Tante [1] Wu erzählte mir, dass sie festgenommen worden sei, weil sie sich weigerte, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben. Damals wusste ich nicht viel über die Praktik, kannte nur die verleumderische Propaganda der Regierung. Jedoch war ich Zeugin, dass Tante Wu nicht dem entsprach, wie Praktizierende in der Propaganda dargestellt wurden.

Sie gab mir extra Geld, um einen Fahrschein zu kaufen, als sie erfuhr, dass ich jeden Tag zum Haus ihrer Tochter fuhr. Ich konnte nicht glauben, dass sie das für mich gemacht hatte, wo sich doch so viele Menschen nur um ihre eigenen Interessen kümmerten.

Tante Wu erzählte mir oft, wie sie den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgte. Manchmal hatte sie Konflikte mit ihrer Schwiegertochter, doch aufgrund der Prinzipien konnte sie gut damit umgehen.

Ich interessierte mich für Falun Gong und wollte es ausprobieren. Doch leider wurde Tante Wu kurz nach ihrer Entlassung im Jahr 2001 erneut wegen ihres Glaubens verhaftet.

Während des SARS-Ausbruchs im Jahr 2003 hatte mein Sohn oft Fieber und auch ich fühlte mich am ganzen Körper unwohl. Ich erinnerte mich an Tante Wu und rief ihre Tochter an. Als ich erfuhr, dass sie gerade aus der Haft entlassen worden war, ging ich sofort zu ihr. Sie besorgte mir einige Falun-Gong-Bücher und zeigte mir die Falun-Gong-Übungen.

Im Juli 2015 erstattete Tante Wu Strafanzeige gegen Chinas Ex-Staatschef Jiang Zemin für dessen Befehl zur Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden, der auch zu ihren Verhaftungen geführt hatte. Dafür wurde sie am 2. November 2016 erneut verhaftet und erblindete nach nur 19 Tagen Haft auf dem rechten Auge.

Ich frage mich, was für eine Regierung China hat, die eine gutherzige Person wie Tante Wu zwingt, einen so hohen Preis zu zahlen - für die einfache Ausübung ihres verfassungsmäßigen Rechts auf Glaubensfreiheit.

Ich fordere die internationale Gemeinschaft auf, die Notlage von Tante Wu zu beachten und die Verfolgung von Falun Gong zu beenden.

Frühere Berichte:

In Haft auf einem Auge erblindet – Frau zeigt Richter an, die ihre Anzeige gegen die Täter zurückgewiesen habenhttp://de.minghui.org/html/articles/2018/1/24/130814.html

72-Jährige verliert Augenlicht nach Folter in Gehirnwäsche-Einrichtunghttp://de.minghui.org/html/articles/2017/1/15/124718.html


[1] „Onkel“ und „Tante“ werden in China als respektvolle Anrede gegenüber älteren Menschen verwendet – es handelt sich hier nicht um einen Verwandtschaftsgrad.