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Tod eines 47-Jährigen – nach jahrelangen Inhaftierungen

15. September 2018 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Henan

(Minghui.org) Yang Dejie, ein Falun-Gong-Praktizierender aus der Provinz Henan, ist am 30. August 2018 gestorben – nach jahrelanger Obdachlosigkeit, polizeilichen Schikanen und Inhaftierungen wegen seines Glaubens. Er war 47 Jahre alt.

Yang war erstmals 2001 verhaftet worden, weil er Informationen über Falun Gong veröffentlicht hatte. Er wurde zwei Monate lang gefangen gehalten und gezwungen, 3.000 Yuan (ca. 380 Euro) [1] zu zahlen, bevor er nach Hause gehen durfte.

Die örtliche Polizei schikanierte Yang nach seiner Freilassung jedoch weiter, und so verließ er sein Zuhause, um eine weitere Verhaftung zu vermeiden. Im Jahr 2004 wurde er dennoch wieder verhaftet, nachdem festgestellt wurde, dass er Informationsmaterial über Falun Gong hergestellt hatte. Ein Gericht verurteilte ihn zu sieben Jahren Gefängnis. 2009 wurde er freigelassen, weil er infolge der brutalen Folterungen an Bluthochdruck und anderen schweren gesundheitlichen Problemen litt.

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis verließ Yang erneut sein Zuhause, um den polizeilichen Schikanen zu entkommen. Ende 2011 kehrte er nach Hause zurück, um mit seiner Familie das chinesische Neujahrsfest zu feiern. Die Polizei drang gewaltsam in seine Wohnung ein und beschlagnahmte die meisten seiner Ersparnisse und Gegenstände im Wert von über 10.000 Yuan (ca. 1.300 Euro).

Aufgrund seines hohen Blutdrucks wurde Yang wieder entlassen, allerdings erst nachdem er 20.000 Yuan (ca. 2.600 Euro) Kaution gezahlt hatte. Er durfte die Stadt ein Jahr lang nicht verlassen.

2013 wurde Yang erneut verhaftet und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Aber das Gefängnis weigerte sich, ihn aufzunehmen, weil bei ihm Gehirnatrophie diagnostiziert wurde.

Nach seiner Freilassung befahl ihm die Polizei, sich jede Woche bei ihnen zu melden und drohte ihm auch, ihn nach seiner Genesung wieder ins Gefängnis zu bringen.

Da er so oft inhaftiert gewesen war, konnte Yang keine Arbeit finden und lebte in Armut. Die häufigen Schikanen der Polizei führten zu einer weiteren Verschlechterung seiner Gesundheit.

Er wurde arbeitsunfähig und litt des Weiteren unter psychischen Störungen und anderen Krankheiten als Folge der Hirnatrophie. Obwohl er erst etwas über 40 war, war die Computertomografie seines Gehirns ähnlich wie bei einem 70-Jährigen. Er starb fünf Jahre nach seiner zweiten Haftstrafe.


[1] Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 Euro.