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Meine tieferen Anhaftungen finden und mich mit erneuter Kraft kultivieren

6. März 2019 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in Australien

(Minghui.org) Vor einigen Tagen rief mich eine Mitpraktizierende an und sagte, dass ich jünger aussähe, lebhafter sei und eine bessere Haut hätte. Sie nahm an, ich hätte einen Durchbruch in der Kultivierung erzielt, und wollte, dass ich an diesem Abend meine Erfahrungen beim Fa-Lernen mit den anderen austauschte. Nachdem ich es unserer Gruppe mitgeteilt hatte, wurde vorgeschlagen, dass ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse aufschreiben sollte, um sie auch mit anderen Praktizierenden zu teilen.

Meine Hintertüren finden

Es war am 17. November 1998, als ich mit der Kultivierung im Falun Dafa begann. In weniger als einer Woche verschwanden viele meiner unheilbaren Krankheiten, darunter auch die ischämische Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße), ein allergisches Ekzem und die anormale Öffnung der Rachenmembran. Seitdem habe ich keinen Arzt aufgesucht und keine Medikamente oder Ergänzungsmittel mehr eingenommen. Als Praktizierende habe ich die Freude erlebt, vollkommen gesund zu sein.

Obwohl die gesamte Nation von den Lügen und Verleumdungen der Kommunistischen Partei Chinas gegen Falun Dafa überschwemmt wurde, ließ ich nie nach, das Fa zu lernen, die Übungen zu praktizieren und das zu tun, was eine Praktizierende tun sollte.

Doch obgleich ich den Willen zur Kultivierung in meinem Herzen bewahrte, bewegte ich mich lange Zeit auf einem niedrigen Verständnisniveau. Mein Hauptproblem war, dass ich mich beim Fa-Lernen immer schläfrig fühlte. Als ich einmal in einem benommenen Zustand das Fa lernte, wollte eine respektlose Stimme in meinem Kopf wissen: „Wer hat das gesagt?“ Ich war schockiert und dachte: „Ist das nicht das Fa, das der Meister (Li Hongzhi) lehrt? Wie kann ich so verwirrt sein, dass mir nicht einmal bewusst ist, dass ich das Fa lerne?! “

Ich las jeden Tag mindestens eine Lektion im Zhuan Falun (Li Hongzhi, Hauptwerk im Falun Dafa). Wenn ich Zeit hatte, las ich auch andere Fa-Erklärungen. Aber so viel ich auch las, ich konnte die tieferen Bedeutungen der Fa-Erklärungen nicht verstehen und fühlte mich oft durcheinander.

Zum Beispiel sagte Meister Li:

„Wenn das wahr ist, überlegt einmal, gibt es in den Welten in jenem Sandkorn noch Sandkörner? Und gibt es in dem Sandkorn in jenem Sandkorn wiederum dreitausend Große Welten? Gibt es in den dreitausend Großen Welten in dem Sandkorn in jenem Sandkorn noch Sandkörner? Diese Frage geht ohne Ende so weiter.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, Seite 490)

Ich verstand nie die Beziehung zwischen „den Welten“ und dem „Sandkorn“. Es fühlte sich an, als ob zwischen mir und dem Fa eine Barriere bestand.

Einer der Gründe für meinen benebelten Zustand war, dass ich von der Kultur der Kommunistischen Partei einfach zu sehr verschmutzt war. Ich war über 60 Jahre lang in der Parteikultur aufgewachsen und durch die unnachgiebige Propaganda des Regimes erschöpft. Obwohl ihre Verleumdungskampagnen bei mir in das eine Ohr rein- und aus dem anderen wieder hinausgingen, war ich auch vielen Themen gegenüber gleichgültig.

Um mir Klarheit zu verschaffen, hörte ich mir die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“, „Die Kultur der Kommunistischen Partei auflösen“ und „Das ultimative Ziel des Kommunismus“ an. Infolgedessen nahmen die ablenkenden Gedanken in meinem Kopf ab, aber die grundlegende Änderung, die ich brauchte, entging mir weiterhin.

Ich hatte während meines Kultivierungsprozesses nicht viel Krankheitskarma, aber kurz vor der New Yorker Fa-Konferenz 2017 wurde dieses Wenige stark: Ich fing an zu husten und zu erbrechen, hatte Schwierigkeiten zu atmen, verlor meine Stimme und hatte Durchfall. Es fühlte sich an, als hätte ich Herzversagen und mein Gesicht war plötzlich mit Falten bedeckt. Ich nahm ab und meine Haut wurde braun.

Ich schaute weiter nach innen und wusste, dass ich die Prüfung sofort bestehen würde, wenn ich meine Anhaftung finden und loslassen könnte. Obwohl ich nach innen schaute, konnte ich jedoch meine Anhaftung nicht finden. Ohne die Ursache zu kennen, betrachtete ich alle Symptome als die Beseitigung meines Karmas durch den Meister und glaubte einfach fest an den Meister und das Fa. Ich war nicht von negativen Gedanken betroffen und überwand schließlich die Schwierigkeit, sodass sich die Symptome klärten.

Vor der Fa-Konferenz 2018 in Washington DC waren meine Hände so wund, dass ich mich fast nicht mehr selbst versorgen konnte. Das war in der Vergangenheit schon mal passiert, noch bevor ich Falun Dafa praktizierte, aber es war nie so extrem gewesen. Ich schaute tief nach innen, fand aber weder den wahren Grund für die Wunden noch fand ich meine grundsätzliche Anhaftung.

Vor der Fa-Konferenz in Australien in diesem Jahr, als ich gerade meinen Artikel zum Erfahrungsaustausch schrieb, wollte ich über die beiden gerade beschriebenen Erfahrungen mit dem Krankheitskarma schreiben. Ich suchte tief in mir nach dem Grund, warum ich diese Schwierigkeiten hatte, als plötzlich ein klarer Gedanke in meinen Kopf kam und mir meine grundlegende Anhaftung klar wurde. Ich fand dazu eine Spur in zwei Fa-Erklärungen.

In der ersten Fa-Erklärung sagte der Meister:

„Am 20. Juli 1999 habe ich alle Lernenden, die bis dahin angefangen hatten, alle auf ihre Positionen geschoben, auf eure höchsten Positionen geschoben.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf einer Rundreise in Nordamerika, März 2002)

Obwohl ich zu der Gruppe vor dem 20. Juli gehörte, vermutete ich, dass ich nicht zu dieser Gruppe gehörte, weil ich glaubte, zu spät mit dem Praktizieren von Falun Dafa angefangen zu haben.

Zweitens sagte der Meister:

„Bei uns werden schon am Anfang Hunderte Meridiane geöffnet.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, Seite 497)

Ich jedoch hatte den Verdacht, dass meine Meridiane nicht von Anfang an geöffnet worden waren. Als ich diesen Abschnitt noch einmal las, wusste ich, dass es der barmherzige Hinweis des Meisters war, und ich gab zu, dass ich tatsächlich solche Zweifel hatte. Ich schämte mich so sehr darüber, dass ich dem Meister nicht wirklich vertraute.

Ich weiß, dass das Buddha-Fa grenzenlos ist. Warum glaubte ich dem Meister nicht, als er diese Themen im Fa ansprach? Es konnte eine fatale Lücke in meiner Kultivierung sein! Ich schaute tiefer nach innen, konnte aber immer noch nicht die Ursache finden, die mich dazu brachte, weder dem Meister noch dem Fa zu glauben.

Vor kurzem las ich einen Artikel zum Erfahrungsaustausch über ein besseres Verständnis von Krankheitskarma, [1], der mich inspirierte und mir half, einen Durchbruch in meinem Verständnis zu erzielen. Dort schrieb der Praktizierende: „Als ich eines Tages den Satz im Zhuan Falun las: ‚Als Cao Cao das hörte, dachte er, dass Hua Tuo ihn töten wollte‘ (ebenda, Seite 449) sagte eine Stimme in meinem Kopf: ‚Dieser Gedanke wurde vom Tumor gesagt!‘“

Er wies darauf hin, dass der Tumor in Cao Caos Gehirn ein negativer Geist war, der dazu diente, ihm das Leben zu nehmen, um Schulden aus früheren Leben zu begleichen. Der Tumor sandte eine Nachricht an Cao Cao, dass Hua Tuo ihm sein Leben nehmen wolle. Cao Cao wusste nicht, dass dieser Gedanke nicht sein eigener war. Also glaubte er dem Gedanken und sperrte Hua Tuo ein. Hua Tuo starb schließlich. Ohne die Operation, die Hua Tuo ihm anbot, nahm der Geist des Tumors  Cao Cao schließlich das Leben.

Durch diesen Artikel inspiriert verstand ich, dass mein Misstrauen gegenüber dem Meister und dem Fa nicht von meinem wahren Selbst stammte. Ich folgerte daraus, dass diese negativen Ideen von meinem Gedankenkarma erzeugt wurden. Das Gedankenkarma fürchtete, im Verlauf meiner Kultivierung beseitigt zu werden, so versuchte es, mich so gut wie möglich zu stören, indem Argwohn in meinem Kopf aufkam. Das Ziel war, Lücken in meiner Kultivierung zu verursachen und meinen Glauben an den Meister und das Fa zu schwächen. Das letztendliche Ziel war, dass ich bei der Kultivierung versagen sollte. Ich wurde vom Gedankenkarma getäuscht und hatte es seit über zehn Jahren fälschlicherweise für mein wahres Selbst gehalten!

Als ich weiter nach innen schaute, fragte ich mich: „Wie konnten diese argwöhnischen Gedanken so lange in meinem Kopf existieren? Was hatte sie genährt? Warum konnte ich sie nicht von den Gedanken unterscheiden, die zu meinem wahren Selbst gehören?

Die Analyse des Praktizierenden, warum Cao Cao durch den Geist des Tumors manipuliert wurde, half mir, noch mehr zu verstehen. Er schrieb: „Warum konnte Cao Caos Haupturgeist in dieser entscheidenden Zeit vom Geist manipuliert werden? Menschen haben Anhaftungen wie Argwohn, Angst, Abwehr und halten sich für unfehlbar. Sie versorgen böse Geister mit einem karmischen Feld, in dem diese Geister leben können, und so können sie den eigenen Haupturgeist leicht überwältigen. “

Als ich nach diesen Merkmalen in mir suchte, stellte ich fest, dass ich Argwohn hatte und mich für unfehlbar hielt. Damals wusste ich noch nicht, dass ich auch die Mentalität von Angst und Abwehr hatte. In jener Nacht hatte ich den Traum, in einem großen, leeren Raum zu sein. Es gab Fenster mit Vorhängen an den Wänden. Die Fenster waren groß, aber die Vorhänge waren klein. Egal wie ich versuchte, die Vorhänge zuzuziehen, sie konnten die Fenster nicht verdecken. Ich hatte Angst, dass die Leute draußen durch die Fenster sehen könnten.

Als ich aufwachte, verstand ich, dass ich in der Tat Angst und Abwehr hatte. Während ich darüber nachdachte, wurde mir klar, dass in der Umgebung der Kommunistischen Partei Chinas fast jeder eine starke Mentalität des Argwohns und der Abwehr hat. Diese Anhaftungen hatte ich schon früh in meiner Kultivierung losgelassen, aber da ich zweimal unrechtmäßig eingesperrt gewesen war und lange Zeit Tag und Nacht überwacht worden war, wurden sie wieder aktiviert, ohne dass ich es merkte.

Als ich nach Australien gekommen war, hatte ich gedacht, ich hätte die Anhaftungen der Angst und Abwehr losgelassen, aber nach diesem Traum wurde mir klar, dass sie an der Wurzel nicht vollständig entfernt worden waren, sie waren nur schwächer geworden.

Als das Gedankenkarma die Zweifel und den Argwohn in meinem Kopf widerspiegelte, stimmte es daher mit meinen Anhaftungen überein: dem Argwohn, der Angst, der Abwehr und der Selbstgerechtigkeit. Das hatte mich unfähig gemacht zu erkennen, dass meine Anhaftungen durch das Gedankenkarma verstärkt wurden.

Nachdem ich die Zweifel und den Argwohn beseitigt hatte, die das Gedankenkarma in meinen Kopf drückten, und die Anhaftungen, die das Gedankenkarma nährten, los geworden war, fühlte ich, dass die Barriere zwischen mir und dem Fa verschwunden war. Ich konnte das Fa sehr fleißig lernen und wurde nicht mehr von Müdigkeit verfolgt. Wenn ich mich manchmal ein bisschen müde fühlte, konnte ich es leicht überwinden. Und ich konnte die tiefere Tragweite des Fa leichter verstehen.

Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mich wieder wie am Anfang kultiviere. Ich weiß, dass ich noch viele Anhaftungen habe, die ich beseitigen muss, und dass ich noch fleißiger sein muss, je mehr sich das Ende nähert!


[1] http://en.minghui.org/html/articles/2018/10/18/172906.html