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Zum dritten Mal verhaftet – Familie über ihren Verbleib nicht informiert

8. März 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Yunnan

(Minghui.org) Die Familie hat seit Li Zhuxius Verhaftung am 27. Februar 2019 keine Informationen über sie erhalten. Der Grund der Festnahme: Li praktiziert Falun Dafa [1].

Die 69-jährige Bürgerin der Stadt Kunming, Provinz Yunnan begann 1997 zu praktizieren. Danach war Li von Nierensteinen und Magenproblemen geheilt. Nun ist ein ruhigerer Mensch und eine fleißigere Arbeiterin.

Seit Beginn der Verfolgung geriet Li jedoch wiederholt wegen ihres Glaubens ins Visier der Behörden.

2002: Verhaftung und Zwangsarbeit

Ihre erste Verhaftung erfolgte am 29. Juni 2002, nachdem die Polizei Falun-Dafa-Bücher bei ihr gefunden hatte. Sie wurde 45 Tage lang im Untersuchungsgefängnis Wuhua festgehalten, wo sie den ganzen Tag lang Handarbeit verrichten musste und nicht schlafen durfte, wenn sie ihre Tagesquote nicht erreichte. Manchmal zwangen die Wärter sie als Strafe, hunderte Male am Tag niederzuknien und aufzustehen.

An ihrem Arbeitsplatz, einer Zementfabrik, hieß es, dass sie eine vorbildliche Arbeiterin sei. Man war dort bereit, die Kaution für sie zu bezahlen. Doch die Polizei schickte Li für anderthalb Jahren direkt ins Frauenarbeitslager Yunnan.

Als Folge der Verfolgung dort traten viele ihrer früheren körperlichen Probleme wieder auf. So hatte Li Schwierigkeiten beim Einschlafen und war sehr schwach.

Nach ihrer Entlassung erlaubt ihre Familie ihr zunächst nicht, die Falun-Dafa-Übungen zu praktizieren. Später aber gab die Angehörigen nach, als sie sahen, wie sich Lis Gesundheit weiter verschlechterte. Als Li das Praktizieren von Falun Dafa wieder aufnahm, erholte sie sich wieder.

2012: Erneute Verhaftung – drei Jahre Gefängnis mit Folter und Schikanen

Am 4. Mai 2012 wurde Li erneut verhaftet. Nach anderthalb Jahren Haft verurteilte man sie zu drei Jahren Gefängnis. Als Li im zweiten Frauengefängnis Yunnan inhaftiert war, musste sie lange Stunden auf einem kleinen Hocker sitzen. Sie durfte sich nicht einmal Toilettenpapier kaufen, als Strafe dafür, dass sie ihren Glauben nicht aufgab. Die Wärter zwangen sie ständig, sich Materialien anzuschauen, die Falun Dafa verleumdeten. Damit wollten sie sie dazu bringen, eine Erklärung zu schreiben, dass sie ihren Glauben aufgebe.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.