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Kultivierung beim Betreiben einer Materialproduktionsstätte

3. Februar 2024 |   Von Mei, einer Falun-Dafa-Praktizierenden in Peking, China

(Minghui.org) Ich bin 70 Jahre alt und profitiere seit 1997, als ich mit der Kultivierung im Falun Dafa begann, enorm davon. Ich erfreue mich an der unermesslichen Gnade des Fa und bin gesund und glücklich. Zudem streite ich mich nicht mehr mit meinem Mann über Kleinigkeiten und lasse ihm einfach seinen Willen, wenn es zu Konflikten kommt. Im Gegensatz zu früher bin ich jetzt gerne bereit,  anderen zu helfen.

1998 arbeitete ich in einem Hotel an der Rezeption. Eines Tages kam eine Frau auf mich zu; sie wollte einen Preisnachlass auf ihr Zimmer haben. Sie war aus dem Nordosten Chinas zu  einer medizinischen Behandlung nach Peking gereist und musste wegen einer Komplikation länger als erwartet bleiben. Es lag nicht in meiner Befugnis, den Preis zu senken, aber ich hatte großes Verständnis für ihre Situation. Deshalb holte ich mein Portemonnaie und gab ihr etwas Geld. So konnte sie ihre Familie mit einem schönen Essen verwöhnen. Sie war gerührt und bedankte sich bei mir. Ich sagte ihr: „Ich helfe gerne, weil ich Falun Dafa praktiziere.“ Ich wusste nicht genau, um was es bei der Fa-Bestätigung ging. Aber ich wollte allen erzählen, dass Falun Dafa gut ist.

Wegen meines Glaubens im Visier der Polizei

Das kommunistische Regime Chinas kann keine spirituelle Praxis tolerieren, die die Menschen lehrt, gut zu sein. Im darauffolgenden Jahr wurde Falun Dafa, in China allgemein als Falun Gong bekannt, von der Regierung verboten. Daraufhin begann eine landesweite Verfolgungskampagne gegen die Praktizierenden dieses Kultivierungsweges. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) fabrizierte Lügen und verleumdete und beschimpfte Falun Dafa. Die Propaganda wurde in den staatlichen Medien mit voller Wucht verbreitet. Als einige Hotelgäste respektlose Dinge über Meister Li, den Begründer von Falun Dafa, und die Lehre sagten, erklärte ich ihnen, dass das, was sie gehört hatten, nicht stimmte. Ich erzählte ihnen, warum die Propaganda voller Lügen ist und bat sie, nichts Respektloses mehr zu sagen. Sie senkten die Köpfe und schwiegen.

Im Sommer 2000 erzählte mir ein Gast, dass er Scharen von Falun-Dafa-Praktizierenden aus anderen Städten gesehen habe, die auf dem Platz des Himmlischen Friedens eine Petition einreichen wollten. Sie hätten etwas gerufen, bevor die Polizei sie festnahm. Auch ich wollte eine Petition an die Regierung einreichen, um mein Recht auf Glaubensfreiheit einzufordern. Ende Juli ging ich zum Platz des Himmlischen Friedens, wo ich einige Praktizierende von außerhalb traf. Wir gingen zu mir nach Hause und fertigten ein Transparent an mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“. Zurück auf dem Platz des Himmlischen Friedens hielten wir unser Transparent hoch und riefen: „Falun Dafa ist gut! Stellt den Ruf des Meisters wieder her!“

Noch am selben Tag wurde ich von der Polizei verhaftet und später zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Nach meiner Freilassung wurde mir gekündigt. Beamte der örtlichen Polizeistation und des Einwohnerkomitees überwachten mich rund um die Uhr und schikanierten mich häufig zu Hause. Im Januar 2002 wurde ich erneut verhaftet und einer intensiven Gehirnwäsche unterzogen. Es war so eine dunkle Zeit – ich lebte in ständiger Angst und Sorge, was mich sehr belastete. Um den nicht enden wollenden Schikanen und drohenden Verhaftungen zu entgehen, verließ ich die Stadt.

2003 kaufte ich eine zweite Wohnung, weit weg von dem Bezirk, in dem ich als Einwohnerin gemeldet war. Naiv wie ich war, dachte ich, die Polizei würde mich auf diese Weise nicht finden können. 2008 vor den Olympischen Spielen in Peking verhaftete die Polizei viele einheimische Praktizierende, um sie daran zu hindern, während der internationalen Sportveranstaltungen Forderungen an die Regierung zu richten.

Die Polizei besuchte meinen ehemaligen Vorgesetzten, der einen Mitarbeiter beauftragte, sie an den Arbeitsplatz meines Mannes zu bringen. Sie waren hinter mir her und versuchten, mich aufzuspüren. In letzter Minute erkannte mein Vorgesetzter den Plan und hörte auf, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Später wurde dieser Vorgesetzte belohnt und zum Büroleiter befördert, weil er eine Falun-Dafa-Praktizierende geschützt hatte. So beseitigte der Meister eine große Schwierigkeit für mich.

Prädestiniert für den Betrieb einer Materialproduktionsstätte

Ein Praktizierender kam einmal zum gemeinsamen Fa-Lernen in meine neue Wohnung und sagte: „Deine Nachbarschaft ist sehr ruhig, ringsum nur wunderschöne Natur. Es ist ideal für eine Produktionsstätte für Informationsmaterialien über Falun Dafa.“ Ich dachte mir damals nicht viel dabei. Um ehrlich zu sein: Ich war immer noch traumatisiert, weil ich mehrmals verhaftet und Gehirnwäschen und Zwangsarbeit unterzogen worden war.

Bald darauf durchsuchte die Polizei zwei Produktionsstätten in der Umgebung. Jemand erwähnte in beiden Fällen während des Verhörs meinen Namen, und die Polizei war hinter mir her. Wieder musste ich meinen Wohnort verlassen. Obwohl die Polizei mich nie fand, war ich verzagt und hatte ernsthafte Zweifel an meinem Kultivierungszustand. Ich dachte nicht im Geringsten daran, eine Materialproduktionsstätte zu betreiben.

Im Jahr 2010 zog ich zurück in meine Wohnung und schloss mich einer örtlichen Fa-Lerngruppe an. Wir lernten das Fa, machten die Übungen und erklärten gemeinsam die wahren Umstände. Unter anderen Praktizierenden zu sein, half mir, meine aufrichtigen Gedanken zu stärken. Nach und nach freundete ich mich mit der Idee an, zu Hause eine Materialproduktionsstätte zu betreiben.

Ich fragte eine Praktizierende, der ich vertraute, nach ihrer Meinung. Sie war sehr hilfsbereit. Und so fühlte ich mich sicherer und begann mit der Planung; außerdem besorgte ich das Material. Acht Jahre habe ich als Schriftsetzerin in einem Designbüro gearbeitet und kenne mich daher mit dem Setzen, Drucken und Binden aus. Ich wusste auch, wie man mit einem Computer umgeht, da ich als Kundenbetreuerin im Hotel alle Buchungen elektronisch abgewickelt hatte. Der Meister hatte mich mit allen Fähigkeiten ausgestattet, die für den Betrieb einer Materialproduktionsstätte erforderlich sind. Daher lief es vom ersten Tag an reibungslos.

Herstellen von qualitativ hochwertigen Informationsmaterialien

Das Betreiben einer Materialproduktionsstätte ist auch ein Prozess der Kultivierung. Ich machte schnelle Durchbrüche und erhöhte mich immer wieder. Solche Veränderungen nahmen andere Praktizierende wahr. „Wie kommt es, dass du anders aussiehst als früher?“, fragten sie mich oft. Ich antwortete: „Ich wechsle in einen anderen Geisteszustand, wenn ich Flyer und Broschüren mache.“

Ich habe ein starkes Pflichtgefühl und bin mir meiner Verantwortung gegenüber dem Fa bewusst. Die Materialien, die ich produziere, müssen visuell ansprechend und ordentlich sein, um Lebewesen effektiv zu erretten – für mich führt kein Weg daran vorbei. Alles durchläuft einen strengen Prozess der Qualitätskontrolle. Damit kann ich sicherstellen, dass alle Hefte korrekt gedruckt und gebunden sind. Ein anderer Praktizierender kommt jeden Abend zu mir, um aufrichtige Gedanken auszusenden. Dann ziehen wir los und verteilen die Materialien.

Früher befand sich in der Gegend eine weitere Materialproduktionsstätte. Einmal wurde ein Stapel zweiseitiger Flyer falsch gedruckt; die Rückseite stand auf dem Kopf. Trotz dieses großen Fehlers wurden die Flyer verteilt. Der Koordinator berichtete mir davon. Und so ging ich bei dem zuständigen Praktizierenden vorbei. Ich sagte ihm: „Die Flyer sind falsch gedruckt worden. Wir können sie so nicht verteilen. Wie sollen die Leute sie lesen?“ Er wimmelte mich ab: „Schau, so. Dreh Sie einfach um. Man kann sie immer noch lesen. Es ist alles darauf.“ Ich schlug ihm vor, die Sache ernster zu nehmen. Aber er bestand darauf, dass es in Ordnung sei. Kurz darauf wurde dieser Praktizierende bei der Polizei angezeigt und verhaftet. Er wurde zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Das war eine ernste Lektion für uns alle.

Verhaltenskodex im Umgang mit dem anderen Geschlecht

Wenn ich dem lokalen Koordinator Materialien lieferte, unterhielt ich mich oft mit ihm über die Bedürfnisse der lokalen Praktizierenden, damit ich meine Produktion entsprechend anpassen konnte. Nach einer Weile war die Frau des Koordinators, ebenfalls eine Praktizierende, unzufrieden über ihre Beziehung. Sie fragte sich, warum ihr Mann immer so glücklich wirkte, wenn er mit mir plauderte. Bei ihr war er das nie. Sie warf ihm vor, mich mehr zu mögen. Er mochte ihren Tonfall in dieser Sache nicht – die beiden stritten sich oft deswegen.

Als ich das mitbekam, rezitierte ich für die Frau des Koordinators die Worte des Meisters:

„Dafa-Jünger, ich habe schon längst gesagt, dass die erotische Gesinnung und die Begierde ein Todespass eines Kultivierenden ist.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz im Westen der USA 2004, 28.02.2004)

Indem ich die Fa-Erklärung des Meisters zitierte, wollte ich ihr klarmachen, dass ein wahrer Praktizierender keine Anhaftung an sexueller Begierde und Verlangen haben sollte – er würde nicht einmal einen solchen Gedanken haben. Aber sie hielt an ihrer Ansicht fest und machte ihrem Mann weiterhin Vorwürfe.

Ich wandte mich an andere Praktizierende und bat sie um Rat. Mir war nicht klar, dass ich selber noch sexuelle Begierden hatte. Es gebe doch keinerlei erotische Beziehung zwischen mir und dem Koordinator, meinte ich. Mit allen würde ich gleich reden und alle gleich behandeln. Außerdem hatte ich nichts zu verbergen. Ich handelte aufrichtig und würdevoll und mein Herz war rein. „Was habe ich getan, was nicht mit dem Fa übereinstimmt?“ Ich schaute nach innen, um mich selbst zu überprüfen: „Ist es der Dämon der Erotik, der diese Schwierigkeit herbeigeführt hat?“

Ich las einen Artikel auf der Minghui-Website. Der Autor schlug vor, dass Praktizierende einen angemessenen Abstand zum anderen Geschlecht einhalten sollen. Mir wurde klar, dass ich in dieser Hinsicht nicht streng mit mir selbst gewesen war. Ich war unvorsichtig gewesen, wenn ich mit männlichen Praktizierenden zusammen war. Obwohl ich nichts Unangemessenes getan hatte und auch keine unangemessenen Gedanken gehegt hatte, hätte ich mich aus dem Konflikt zwischen dem Koordinator und seiner Frau heraushalten sollen. Ich beschloss, nicht mehr zu ihnen nach Hause zu gehen, und versorgte sie nicht mehr mit Materialien.

In der Antike sahen Mann und Frau einander nicht an; sie nahmen auch keinen direkten Blickkontakt auf, wenn sie sich unterhielten. Der Verhaltenskodex für den Umgang mit dem anderen Geschlecht war sehr streng. Als Kultivierende wollen wir die traditionelle Kultur und die traditionellen Werte wiederherstellen, und deshalb sollten wir an uns noch höhere Maßstäbe legen. Je höher die Ebene, auf der wir uns kultivieren, desto strenger müssen wir mit uns selbst sein. Im Nachhinein schäme ich mich, dass ich nicht einmal den traditionellen Werten entsprochen habe, geschweige denn den Maßstäben des Fa. Ich muss mich fleißiger kultivieren und eine höhere Ebene erreichen.

Der Koordinator und seine Frau erhielten daraufhin die Informationsmaterialien von einer anderen, weiter entfernten Produktionsstätte. Ein paar Jahre später litt die Frau mehrere Jahre lang an schwerem Krankheitskarma. Sie wurde mehrmals ins Krankenhaus eingeliefert, aber es ging ihr nicht besser. Nach zahlreichen Behandlungen war sie immer noch auf ein Sauerstoffgerät angewiesen, um atmen zu können. Ich dachte: „Alle Praktizierenden sind Teil eines Körpers. Ich muss ihr einen Besuch abstatten – vielleicht kann ich ihr helfen.“

Als ich sie besuchte, führten wir ein langes, tiefgründiges Gespräch. Sie erzählte mir anschließend, dass sie sich viel besser fühle. Ich fragte das Ehepaar: „Wie wäre es, wenn ein paar Praktizierende und auch ich zu euch kommen, um mit euch das Fa zu lernen?“ Sie fanden die Idee gut. Nach dem Fa-Lernen stand die Frau des Koordinators eines Tages auf und entschuldigte sich vor der ganzen Gruppe bei mir: „Es tut mir leid. Es lag an meinem Mann und hatte nichts mit dir zu tun. Bitte verzeiht mir und seid mir nicht böse. Du bist jederzeit in unserem Haus willkommen.“

Ich lächelte: „Wenn ich immer noch verärgert wäre, würde ich heute doch nicht hier sitzen, oder? Wir Dafa-Praktizierende kultivieren uns aufrichtig und würdevoll. Es funktioniert nicht, wenn auch nur der geringste Gedanke nicht aufrichtig ist, besonders beim Betreiben einer Produktionsstätte. Wir müssen höheren Ansprüchen gerecht werden. Die Anhaftung an die Erotik ist eine ernsthafte Lücke und kann leicht von den alten Mächten ausgenutzt werden – sie lassen absolut niemanden damit davonkommen. Wenn meine Taten und Gedanken nicht aufrichtig wären, hätte ich nicht so lange durchgehalten und würde heute nicht hiersitzen.“ Alle Praktizierenden lächelten sie an und freuten sich für sie – sie fand ihre Anhaftungen und konnte sich für ihre Fehler entschuldigen. Danach ging es ihr besser.

Mitpraktizierende schützen die Produktionsstätte

2015 reichten Praktizierende aus dem ganzen Land und sogar aus dem Ausland Strafanzeigen gegen Jiang Zemin ein. Er war der Vorsitzende der KPCh und hatte die Verfolgung von Falun Dafa initiiert. Ich half vielen lokalen Praktizierenden, ihre Anzeigen zu formulieren und zu überarbeiten. Die Praktizierenden erhielten nach dem Versenden bald eine Bestätigung, dass ihre Post beim Obersten Gerichtshof eingegangen war.

Zwei Monate später begann die örtliche Polizei mit der Verhaftung von Praktizierenden, die Anzeige erstattet hatten. Als ich meine einreichte, benutzte ich die Adresse einer anderen Praktizierenden. Das tat ich als Vorsichtsmaßnahme, da ich eine Produktionsstätte von zu Hause aus betrieb. Ich sagte der Praktizierenden: „Wenn die Polizei kommt, dann sag` ihnen einfach, dass ich eine Mieterin bin.“ Das rettete mich. Die Polizisten gingen tatsächlich zur Wohnung der Praktizierenden, um nach mir zu suchen. Sie teilte ihnen mit, dass ich bereits ausgezogen sei.

Die verhafteten Praktizierenden wurden willkürlich inhaftiert und verhört. Auf die Frage, wer ihnen bei den Anzeigen geholfen habe und wie sie sie ausgedruckt hätten, hielten die Praktizierenden an ihren starken, aufrichtigen Gedanken fest und gaben keine Informationen preis. Sie sagten, sie wären in ein Geschäft gegangen. Ich bin allen Praktizierenden zutiefst dankbar.

Es ist riskant, eine Produktionsstätte für Materialien zur Erklärung der wahren Umstände zu betreiben, besonders angesichts der unerbittlichen Verfolgung in den letzten Jahren. Einige örtliche Praktizierende wurden verhaftet, als sie Flyer verteilten. Sie verrieten aber nie, woher sie die Materialien hatten. Jeder schützte aus eigener Initiative die Produktionsstätte. Ich möchte euch allen hier danken – ohne eure aufrichtigen Gedanken und euren Schutz, ohne den Meister, der sich darum kümmert, wäre ich nicht in der Lage gewesen, die Produktionsstätte aufrechtzuerhalten. Vielen Dank an alle für eure Unterstützung.

Den Bedürfnissen der lokalen Praktizierenden gerecht werden

Nach mehr als 20 Jahren ist die Verfolgung in China immer noch weit verbreitet. Meine Produktionsstätte blieb in einem Umkreis von 16 Kilometern allein übrig – alle anderen wurden von der Polizei geschlossen. Ich tue mein Bestes, um die örtlichen Praktizierenden mit Informationsmaterialien und mit Dafa-Büchern zu versorgen.

Als fünf neue Dafa-Bücher veröffentlicht wurden, wollten alle welche haben. Das verstand ich vollkommen. Zur Unterstützung meldeten sich einige Praktizierende freiwillig, damit ich diese Bücher schneller herstellen konnte. Sie waren einige Zeit in der Werkstatt dabei, stellten aber fest, dass sie nicht viel tun konnten. Jeder Herstellungsschritt beinhaltete viele Details und erforderte fachliche Fähigkeiten und technische Kenntnisse. Sie hatten Angst, Fehler zu machen und Papier zu verschwenden; ich wollte auch nicht, dass Vorräte verschwendet werden. Deshalb stellte ich schlussendlich alle Bücher allein her. Jeder wartete darauf, seine Bücher zu bekommen, und ich arbeitete von frühmorgens bis in die tiefe Nacht.

Eines Tages, ich druckte gerade, stoppte der Laserdrucker mitten im Auftrag. Ich schickte ein paar weitere Dateien in die Warteschlange. Er startete wieder, hörte aber nach ein paar gedruckten Blättern erneut auf. Ich brauchte mehrere Anläufe, um alle Seiten zu drucken. Sie in die richtige Reihenfolge zu bringen, war allerdings eine große Tortur. Ich hatte alle Ausdrucke auf zwei Tische verteilt und schon beim Anschauen der Stapel bekam ich Kopfschmerzen. Was um alles in der Welt war da los?

Ein Praktizierender half mir, den Laserdrucker in eine Reparaturwerkstatt zu bringen. Der Techniker schloss ihn an seinen Computer an, um ihn zu testen. Er sagte: „Alles in Ordnung! Vielleicht liegt es am Betriebssystem.“ Nachdem der Praktizierende das Betriebssystem für mich neu installiert hatte, schaute ich nach innen und entdeckte meine Ungeduld und meine Anhaftung, alles schnell erledigen zu wollen. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um diese menschlichen Anschauungen zu beseitigen. Ich besuchte daraufhin auch regelmäßig die örtliche Fa-Lerngruppe und änderte meine Einstellung. Seitdem laufen die Dinge viel reibungsloser. Mehr als 150 Dafa-Bücher konnte ich produzieren.

Ich druckte auch regelmäßig das Zhuan Falun. Einigen Praktizierenden kamen die Bücher bei Durchsuchungen durch die Polizei abhanden. Wenn sie aus dem Gefängnis oder der Haft entlassen wurden, brauchten sie neue Bücher. Die Praktizierenden finden es besser, wenn ich die Bücher von Hand mit Faden binde. Die Bücher liegen dann flach auf, wenn sie geöffnet sind. Außerdem ist es einfacher, die Zeichen, die nah am Buchrücken stehen, zu lesen. Wenn man mit einem Hefter bindet, bleiben die Bücher nicht flach. Das verursacht eine Menge Unannehmlichkeiten. Auf vielfachen Wunsch binde ich jetzt fast alle Zhuan Falun von Hand.

Tagsüber halte ich die Produktion von Materialien am Laufen und nachts, da habe ich meine Ruhe und binde die Bücher. Als ein Praktizierender mitbekam, dass ich viele Stunden arbeitete, sagte er zu mir: „Alle Bücher von Hand zu binden macht zu viel Arbeit. Warum nimmst du nicht einfach einen Tacker?“ Ich lächelte: „Es ist einfacher, ein handgebundenes Buch zu lesen. So schlimm ist es nicht. Mir geht es gut dabei.“ Ich bin froh, dass ich helfen kann, wenn örtliche Praktizierende ein Zhuan Falun oder ein anderes Dafa-Buch benötigen. Ich kann dazu beitragen, dass sie fleißig das Fa lernen und Lebewesen erretten können.

Ich produziere Materialien nach den Bedürfnissen der lokalen Praktizierenden. Jeder hat seine eigenen Ideen und seinen eigenen Stil, die wahren Umstände zu erklären. Sie brauchen verschiedene Materialien. Jeder kann das auswählen, was für ihn und die Lebewesen, die er erretten soll, am besten passt. Ich versuche mein Bestes, um alle Wünsche zu erfüllen und stelle ein großes Sortiment und eine Menge Materialien her.

Praktizierenden helfen, Schwierigkeiten zu überwinden

Wenn Praktizierende durch eine Schwierigkeit oder durch Krankheitskarma gehen, brauchen sie oft eine Ermutigung und Unterstützung. Dies ist eine großartige Gelegenheit, den Mitpraktizierenden zu helfen und sich selbst zu erhöhen.

Eine örtliche Praktizierende machte eine Zeit mit heftigem Krankheitskarma durch und bat mich um Hilfe. Ich verbrachte den Tag bei ihr zu Hause und wir lernten gemeinsam das Fa und sandten aufrichtige Gedanken aus. Es war spät, als ich nach Hause kam, und ich war erschöpft. Sobald ich im Bett war, klopfte der Mann der Praktizierenden an meine Tür. Ein paar Minuten später kam mein Mann ins Schlafzimmer und sagte: „Beeil dich, steh auf. Er ist so schnell gefahren wie er konnte, um hierher zu kommen. Sie befindet sich in einem kritischen Zustand.“ Ich stand schnell auf und ging mit ihm mit. Im Auto sagte ihre Tochter, die 14 oder 15 Jahre alt war, zu mir: „Tante, es tut uns leid, dass wir Sie so spät stören müssen.“ Ich lächelte: „Das macht nichts. Aber vielen Dank für eure Rücksichtnahme.“

Als ich im Haus der Praktizierenden ankam, war ihre Mutter, ebenfalls eine Praktizierende, schon da. Sie drückte mit beiden Händen fest auf die Brust ihrer Tochter, die sehr seltsam wimmerte, ich kann es nicht einmal beschreiben. Ich sagte ihr: „Beeil dich! Bitte den Meister um Hilfe.“ Ihre Mutter meinte: „Sie kann im Moment nicht einmal sprechen.“ Ich sagte: „Nimm einen kleinen Schluck Wasser, das kann helfen.“ Sie trank ein wenig Wasser und presste eine kurze Bitte heraus, ein Wort nach dem anderen.

Ich setzte mich hin und sandte aufrichtige Gedanken aus. Zwanzig Minuten später ging es ihr viel besser. Sie erzählte mir, dass zahllose Rotgardisten der KPCh aus einer anderen Dimension gekommen waren, um ihr Leben einzufordern. Ich riet ihr: „Sprich das Mantra zum Aussenden der aufrichtigen Gedanken auf, um alles Böse zu beseitigen. Ich saß an ihrer Seite und unterstützte sie beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken. Weitere 15 Minuten später waren die Rotgardisten verschwunden und sie befand sich in einem viel stabileren Zustand. Ihre Mutter dankte mir und schlug vor, dass ich doch nach Hause gehen und mich ausruhen solle. Aber ich wollte lieber bleiben und weiterhin aufrichtige Gedanken aussenden.

Am nächsten Morgen setzte sich die Praktizierende auf, während sie mit mir plauderte und schien völlig gesund zu sein. Ihr Mann war überrascht: „Wow! Jetzt geht es ihr gut!“ Er war erleichtert und fuhr zur Arbeit. Ich blieb die nächsten zwei Tage noch bei ihr. Wir lernten das Fa und sendeten zusammen mit ihrer Mutter aufrichtige Gedanken aus.

Wenn Praktizierende durch schweres Krankheitskarma gehen, können sie wirklich Hilfe und Unterstützung von Mitpraktizierenden gebrauchen, um ihre eigenen aufrichtigen Gedanken zu stärken. Jemand sagte mir einmal: „Wenn Praktizierende vorbeikommen, wenn ich Krankheitskarma habe – auch wenn sie nur dasitzen, ohne etwas zu sagen –, fühle ich mich sofort besser.“ Wenn Praktizierende zusammenkommen, bildet unsere positive Energie ein enormes Feld. Das ist an sich schon enorm vorteilhaft für einen Praktizierenden, der durch Krankheitskarma geht.

Schluss

Die Fa-Berichtigung nähert sich ihrem Ende. Der Meister hat kürzlich zwei Artikel in Folge veröffentlicht, einen am 31. August und einen am 1. September 2023. In „Nimm Abstand von der Gefahr“ sagt der Meister:

„Es sind deine eigenen Probleme, der Meister schuldet dir nichts. Während dich der Meister errettet, erträgt er auch noch deine Sünden und Karma für dich; außerdem versucht er alles, um deine Sünden und dein Karma zu begleichen. Du bist es, der dem Meister etwas schuldet.“ (Nimm Abstand von der Gefahr, 31. August 2023)

Als ich diese Passage las, kamen mir die Tränen. Wie können wir es dem Meister jemals zurückzahlen? Unser barmherziger Meister erträgt das Karma; uns ist das nicht einmal bewusst. Nur wenn wir uns fleißig kultivieren, mehr Lebewesen erretten und unsere historischen Gelübde erfüllen, können wir dem Meister in unsere wahre Heimat folgen.