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Traumatisiert: Falun Gong-Praktizierende verliert in Polizeigewahrsam die Fähigkeit zu sprechen (Illustration)

17. Februar 2014 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Frau Teng Xiuling, eine Falun Gong-Praktizierende aus Donggang, Provinz Liaoning, wurde am 16. September 2013 rechtswidrig zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Als ihre Familienangehörigen sie im November im Frauengefängnis in Shenyang besuchten, bemerkten sie, dass Frau Teng nicht mehr sprechen konnte. Mit zitternden Händen griff sie durch die Gitterstäbe und schrieb auf die Hand ihres Bruders: „Ich werde hier fast verrückt!“

Der Zustand von Frau Teng ist ernst, sie braucht dringend eine Behandlung.

Haftanstalt versucht, Geld zu erpressen

Frau Tengs Familienangehörigen hatten Anfang November einen Anruf vom Gefängnis bekommen, dass sie kommen sollten. Aber nur ihrem Bruder wurde erlaubt, sie zu sehen. Die Angehörigen fanden heraus, dass sich die Haftanstalt mehrmals bemüht hatte, Frau Teng ins Frauengefängnis von Shenyang zu verlegen, aber das Gefängnis nahm sie aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes nicht auf.

Die Angehörigen wurden angerufen, weil die Haftanstalt 3000 Yuan für eine ärztliche Untersuchung für Frau Teng erpressen wollte. Sie sagten ihrem Bruder, dass Frau Teng für eine ärztliche Behandlung freigelassen werden könne, falls er Unterlagen beibrächte, die besagten, dass sie schon vorher an Epilepsie erkrankt wäre.

Der Bruder antwortete: „Meine Schwester war sehr gesund. Ihre derzeitigen Gesundheitsprobleme wurden durch die gewaltsame Entführung und Folter verursacht.“ Der Wärter schrie ihn verärgert an: „Wenn Sie uns keinen Beweis vorlegen, besorgen wir uns selbst einen!“

Einige Tage später setzte die Haftanstalt die Familie von Frau Teng erneut unter Druck, Geld für ihre medizinische Versorgung zu schicken. Ihre Familie weigerte sich dies zu tun, da die Haftanstalt versuchte, die Verantwortung für ihren Zustand abzulehnen.

Ermutigende Worte von der Familie

Frau Teng war bereits am 15. Oktober 2013, als ihre Eltern, ihr Ehemann und ihre Schwester sie besuchten, in einem schlechten Zustand. Die Familie konnte Frau Teng nur durch ein geschlossenes Fenster sehen. Sie sah abgezehrt und schwach aus und ihre Hände zitterten unkontrolliert. In Tränen schaute sie ihre Familienangehörigen an, konnte jedoch nicht sprechen. Die Angehörigen waren totunglücklich, aber auch wütend, als sie ihren Zustand sahen. Ihr Vater sagte zu Frau Teng: „Denke immer daran, wir unterstützen dich alle! Du hast durch das Praktizieren von Falun Gong nichts Falsches gemacht. Lass` dich nicht von deinem Glauben abbringen, egal, was passiert! Wir sind gesetzestreue Bürger. Zu was wollen sie uns denn ‚bekehren‘? Zu schlechten Menschen?“ Frau Teng schien durch die Ermutigung ihres Vaters bewegt zu sein und zeigte ihrem Vater einen Daumen nach oben. Ihre Schwester sagte: „Keine Sorge, was wir tun, ist offen und aufrichtig. Das Böse wird eines Tages bestraft werden!“ Da legte Frau Teng ihre Faust auf die Brust und nickte.

Besuch der Familie im November 2013

Als Frau Tengs Familie im November zu Besuch kam, gab ihnen ein Polizist bei der Ankunft einen Brief und sagte, dass dieser von einer anderen Person im Namen von Frau Teng geschrieben worden sei. In dem Brief stand, dass Frau Teng ihre Sprache verloren habe, weil sie der Selbstmord eines Häftlings am 1. Juli schockiert habe – was darauf hinweisen sollte, dass es nicht aufgrund einer Misshandlung geschah. Des Weiteren stand in dem Brief, dass sie in den vergangenen Monaten fünfmal Schüttelkrämpfe gehabt hätte.

Durch ein Gitter getrennt konnten die Angehörigen wahrnehmen, wie schlecht es Frau Teng ging.

Mit zitternden Händen griff Frau Teng durch die Gitterstäbe und schrieb auf die Hand ihres Bruders: „Ich werde hier fast verrückt!“

Die Verurteilte wurde gezwungen, das Gerichtsurteil zu unterschreiben

Das Gericht in Donggang hatte Frau Teng am 16. September 2013 ohne eine Verhandlung und ohne ihre Familie zu benachrichtigten, im Geheimen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Angestellte des Gerichts - Li Xintian, Han Guiyuan und Li Shibin - brachten das Urteil in die Haftanstalt und legte es Frau Teng zur Unterschrift vor. Als diese sich weigerte, wollten sie sie dazu zwingen. Frau Teng bekam unter dem enormen Druck einen weiteren schweren Anfall. Die Gerichtsangestellten nahmen die Gelegenheit wahr, packten ihre Hand und „unterschrieben“ das Urteil.
 

Wie es angefangen hatte: Gewaltsame Entführung

Frau Teng war gegen Mittag des 25. Juni 2013 mit ihrer Schwester und zwei Nichten im Einkaufszentrum Jinyuan in Dandong. Da waren sechs oder sieben Polizisten in Zivil in den Laden gekommen und hatten Frau Teng zu Boden geschlagen. Ohne etwas zu sagen oder sich irgendwie auszuweisen, zerrten sie Frau Teng über die Treppe vom 4. bis in den 1. Stock hinunter. Während des Kampfes verlor sie ihre Schuhe.

Die Schwester von Frau Teng versuchte den Angriff zu stoppen, aber die Polizisten stießen sie zu Boden. Die Kunden dachten, dass es sich um ein Bandenverbrechen handelte und schrien: „Ruft die Polizei!“ Frau Teng war bereits mehrmals von der Polizei entführt worden, seit die Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte und daher wusste sie, wer die Männer waren. Sie rief: „Ich mache nichts Falsches, wenn ich Falun Dafa praktiziere! Die Polizei verstößt gegen das Gesetz und verhaftet Unschuldige! Falun Dafa ist großartig!“ Einige Polizisten hoben Frau Teng hoch und warfen sie in ein Fahrzeug.

Die Nichten von Frau Teng stellten sich vor das Auto und wollten die Polizei daran hindern wegzufahren. Ein Polizist sprang aus dem Auto, packte die Mädchen und stieß sie auf den Bürgersteig. Dadurch wurden die Arme und Beine der Mädchen verletzt. Als ihre Schwester herbeieilte, um den Mädchen zu helfen, warf ein Polizist sie die Treppe hinunter. Sie brach sich dabei einen Finger und verletzte sich am Rücken und den Beinen. Da sie nicht aufstehen konnte, bemühte sie sich zum Auto zu kriechen. Einer der Polizisten drehte sich um und trat sie hart beiseite. Dann brausten sie davon.

Am nächsten Tag stellte Zhang Zhenxi, der Polizeichef der Stadt Donggang, einen Haftbefehl aus. Dann wurde die Familie von Frau Teng benachrichtigt, dass sie in der Haftanstalt in Dandong festgehalten würde. Ihre Familie bat darum, sie besuchen zu dürfen, aber ihre Bitte wurde abgelehnt. Am 8. August 2013 reichte die Staatsanwaltschaft von Donggang beim Gericht in Donggang eine Klage ein.

Eine Reihe von Entführungen: Polizei ignoriert den schlechten Gesundheitszustand des Opfers

Frau Teng war vorher bereits zweimal von der Polizei entführt worden. Die erste rechtswidrige Verhaftung fand am 22. Dezember 2009 gegen 6:00 Uhr morgens statt. Sechs Polizisten brachen in das Haus von Frau Teng ein, plünderten es, raubten ihren persönlichen Besitz und nahmen sie mit. Schockiert und überwältigt von dem Kampf, erlitt Frau Teng einen Schüttelkrampf und verlor das Bewusstsein.

Die Polizisten trugen sie zum Polizeiwagen und fuhren mit ihr zur ärztlichen Untersuchung, um sie für die Haft vorzubereiten. Der Arzt sagte, dass der Zustand von Frau Teng kritisch sei. Aber die Polizisten bestanden darauf, dass Frau Teng dies vortäuschen würde. Der Arzt weigerte sich, die Papiere für ihren Haftaufenthalt auszustellen, es sei denn die Polizeiabteilung würde die Verantwortung übernehmen, falls es Komplikationen gäbe. Daraufhin riefen die Polizisten die Familie von Frau Teng an und sagten, sie solle sie abholen. Frau Teng war daraufhin zwölf Tage lang bewusstlos.

Am 15. März 2011 brach eine Gruppe von Polizisten der Polizeiwache Dadong in das Haus von Frau Teng ein und nahm sie mit. Frau Teng verlor während der Verhaftung das Bewusstsein. Obwohl der Arzt, der sie untersuchte, sagte, dass ihr Zustand kritisch sei, brachten die Polizisten sie zum Gefängnis in Dandong. Dort wollte man sie aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht aufnehmen.

Nachgestellte Folterszene: Tritte und Schläge

Unter der Anweisung von Song Shiwen, dem Leiter der Polizeiwache, brachten Polizisten Frau Teng auf die Wache und ließen sie auf dem Betonboden liegen. Obwohl Sie immer noch zuckte, traten die Polizisten eine Zeitlang auf sie ein, und behaupteten, dass sie ihren Zustand nur vortäuschen würde. Gegen 17:30 Uhr riefen sie schließlich die Familie von Frau Teng an und sagten, dass sie sie abholen solle. Es dauerte mehrere Tage, bis sie sich wieder erholt hatte.