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Eigensinne erkennen und die Xinxing in Bezug auf die VIP-Arbeit erhöhen

6. Februar 2014 |   Von einer deutschen Falun Dafa Praktizierenden

(Minghui.org) Heute berichte ich von meinen Kultivierungserfahrungen in der letzten Zeit. Ich freue mich über die Gelegenheit, über meine Kultivierung nachzudenken, nach innen zu schauen und meine Mängel zu finden.

Nach der Antwort des Meisters auf eine Frage von Praktizierenden bei einem Shen Yun-Treffen in New York erkannte ich, dass wir in unserer Stadt noch besser die Wahrheit erklären müssen, wenn wir ein Theater für Shen Yun bekommen wollen. So beschloss ich letztes Jahr, die Clubs der Mainstream-Gesellschaft zu kontaktieren. Mein Ziel war, den Vortrag eines China-Experten anzubieten – er ist auch ein Praktizierender – der ihnen umfassend die Wahrheit vermittelt: Die tatsächliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage Chinas, die bösartige Natur der KPCh, die Verfolgung von Falun Gong, den Organraub und ein Zeichen der Hoffnung – die Welttournee von Shen Yun. So können wir, nach meinem jetzigen Verständnis, dem Meister dabei helfen, noch mehr Menschen zu erretten. Auch können wir so die Menschen aufklären, damit wir Shen Yun in unsere Stadt einladen und erfolgreich veranstalten können.

Ich traue mir die Arbeit mit VIPs und Menschen aus der Mainstream-Gesellschaft zu, weil ich keine Berührungsängste im Umgang mit fremden Menschen habe. Es fällt mir meistens leicht, sie einfach anzusprechen. In letzter Zeit ist mir bei dieser Arbeit aufgefallen, welche Eigensinne ich noch habe, die ich als Kultivierende beseitigen muss. Diese sind: Geltungssucht – Kampfgeist – Frohsinn – Neid – Angst vor Gesichtsverlust – und die Bequemlichkeit.

Im Internet recherchierte ich alle Clubs unserer Stadt und bat einen chinesischen Praktizierenden um Hilfe. Er erstellte in kürzester Zeit eine Tabelle für die Kontaktdaten. Damit konnte ich am PC effektiv arbeiten. Bald hatte ich alle Kontaktdaten beisammen. An jedem freien Tag ging ich zu einem Club, dessen Mitglieder sich an diesem Tag in einem guten Hotel trafen, um den Club-Präsidenten oder den Vortragswart anzusprechen.

Geltungssucht

Anfangs nahm ich eine chinesische Praktizierende zu den Clubs mit. Sie wollte mich aber schon bei der zweiten Gelegenheit nicht mehr begleiten. Sie fand, es sei überflüssig, zu zweit zu gehen, ich könne das besser allein. Sie erklärte mir: „Wenn wir zu zweit auftreten, um einen Vortrag anzubieten, wäre es übertrieben und wirke zu bedrohlich für die gewöhnlichen Menschen.“ Ihre Begründung nahm ich nicht ernst, ich hielt es für eine Ausrede. Zuerst fand ich es schade, dass sie nicht mehr zu den Clubs mitkommen wollte, fand mich aber schnell damit ab. Ich dachte: „Ich kann das tatsächlich allein – ich habe keine Ängste, Zweifel oder Eigensinne, die mich behindern.“ Wenn ich allein die Clubs besuchte, bat ich den Meister um Hilfe und sendete aufrichtige Gedanken aus, damit es mir gelang, die richtigen Personen zu finden. Das Kontaktieren der Zuständigen in den Clubs klappte auch sehr gut und ich gewann Zuversicht.

So festigte sich bei mir folgender Gedanke: „Ich kann nicht so lange warten, bis die anderen sich so weit kultiviert haben, dass sie diese Arbeit machen können. So viel Zeit bleibt uns nicht. Ich gehe lieber allein los und tue, worum uns der Meister gebeten hat – die Menschen der höheren Gesellschaftsschicht anzusprechen und dazu beizutragen, dass sie die Wahrheit über die Verfolgung von Falun Gong erfahren. So können sie eine gute Zukunft wählen und errettet werden.“ Später erst erkannte ich: Der Ausgangspunkt meines Gedankens beinhaltete meine Geltungssucht. Ich hielt mich in Bezug auf diese Arbeit für fähiger als meine Mitpraktizierenden. Heute ist mir klar geworden, dass das Unsinn ist. Wir könnten eigentlich alle diese Arbeit machen oder uns gegenseitig unterstützen, doch manchmal fehlt es uns nur ein wenig an Verständnis oder die Xinxing ist nicht hoch genug. Dann, so denke ich, kann uns der Austausch über unsere Fa-Verständnisse helfen.

Kampfgeist

Einmal zu Anfang rief ich den Vortragswart eines Clubs an und das Telefonat verlief ganz gut. Ich verabredete einen Termin, um ihm das Vortragsangebot zu unterbreiten und ihm grundlegend die Hintergründe von Falun Gong und der Verfolgung zu erklären. Eine chinesische Praktizierende begleitete mich. Als wir uns in einer privaten Club-Lounge trafen, stellte sich heraus, dass dieser Mann, ein Journalist, von Vertretern der Kommunistischen Partei Chinas total vergiftet worden war. Er nannte sie „meine chinesischen Freunde“. Sobald wir nur das Wort „Falun Gong“ nannten, reagierte er schroff abweisend und winkte ab: „Ach, hören Sie doch auf, das ist doch diese XXX (verleumderisches Wort)!“ Er gab dann die Propaganda wieder, die er von seinen sogenannten „Freunden“ gehört hatte. Jeder unserer Versuche, barmherzig auf ihn einzugehen, scheiterte. Er wollte die wahren Umstände einfach nicht hören.

Nach dem Termin war ich niedergeschlagen und verzweifelt. Ich dachte: „Ich muss ihm noch eine zweite Chance geben.“ Meine Versuche, ihn mit einem weiteren Telefonat zu erreichen und seine Meinung per E-Mail zu korrigieren, scheiterten. Er antwortete mir, dass er das Amt des Vortragswartes bald abgeben werde und ich mich an den Nachfolger wenden solle. Vier Wochen lang beschäftigte mich diese Begegnung. Ich machte mir Sorgen, dass noch mehr Menschen in diesen Clubs so schlecht über Falun Gong denken könnten wie er. Ich verstand diesen Vorfall als Prüfung für mich, ob ich aufgab oder mit den Clubs standhaft weitermachte.

Der Meister erklärt:

„Ihr denkt, dass der Meister die absolute Fähigkeit hat und bei der Fa-Berichtigung das Wort hat, wie es gemacht werden soll. Ihr habt aber nicht daran gedacht, dass es bei der Errettung nicht zählt, wenn der zu Errettende es nicht will. Wenn man es mit Zwang tut, wird sich das Wesen nicht verändern. Wenn man sie zwingt, das Wesen zu verändern, heißt es, ein Lebewesen erneut zu erschaffen. Ein neues Lebewesen zu erschaffen, ist sehr einfach. Es ist am schwierigsten, ein Lebewesen zu erlösen. Es ist einfach zu leicht, etwas erneut zu erschaffen.“ ( Li Hongzhi, Die Fa-Erklärung zum 20. Jahrestag, 13.05.2012).

Bei einem Shen Yun-Treffen in New York, bei dem der Meister sprach, erinnere ich mich, dass der Meister sinngemäß sagte, manche Menschen könnten nicht mehr errettet werden. Dies sind nicht die originalen Worte des Meisters, sondern nur der Sinn, der mir im Gedächtnis blieb. Im Rückblick erkenne ich: Es ist Kampfgeist, den ich noch in mir habe. Heute kann ich es loslassen. Jeder Mensch bekommt seine Chance, sich zu positionieren. Wie er sich entscheidet, ist seine Sache. Der Meister ist es, der dem Lebewesen eine zweite Chance geben kann, nicht ich. Wenn ich mir von Herzen Mühe gegeben habe, kann Dafa es harmonisieren.

Frohsinn

Ein halbes Jahr, nachdem ich damit angefangen hatte, die Clubs zu kontaktieren, wurde der erste China-Vortrag an einen Club vermittelt. Die Kontaktaufnahme verlief erfolgreich. Ich verstand dies als Ermutigung durch den Meister. Der Vortrag wurde im Club sehr positiv aufgenommen. Ich bekam Lob vom Vortragswart und der Club-Präsident lobte den Vortrag des Mitpraktizierenden. Mein Herz wurde leicht bewegt, ich fühlte mich bestätigt. Frohsinn kam auf. Ich war versucht, mich auf diesem kleinen Erfolg auszuruhen. Schnell fiel mir ein: „Bloß keinen Frohsinn aufkommen lassen, es wird schiefgehen. Ich sollte besser fleißig weitermachen, ohne mein Herz bewegen zu lassen.“ Zwei Monate später kam der zweite Vortrag zustande. Auch in diesem Club wurde der Vortrag mit viel Lob und Anerkennung bedacht. Wieder schwebte ich wie auf Wolke Sieben. Ich bemerkte, dass ich meinen Frohsinn noch nicht erfolgreich beseitigt hatte. Daran muss ich noch mit mehr Entschlossenheit arbeiten.

Ich erinnere mich, wie der Meister sagte:

„Der Meister leitet euch an, Shen Yun zu unterstützen. Das ist in Wirklichkeit ein Vorbild für euch. Ich habe Shen Yun zur besten Aufführung auf der Welt gemacht. Mindestens im Kultur- und Kunstbereich spielt Shen Yun die Hauptrolle. Wie ist es mit den anderen Projekten? Ihr verhaltet euch wegen eurer kleinen Leistungen selbstgefällig. Habt ihr die Hauptrolle gespielt? Ihr habt nicht einmal die Nebenrolle bekommen. “ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz des Großraums New York 2013, 19.05.2013).

Diese Worte unseres Meisters holen mich dann wieder auf den Boden zurück. Ich bin dem Meister sehr dankbar dafür.

Neid

Vor Jahren lernte ich beim Anzeigenverkauf für die Epoch Times einen VIP unserer Stadt kennen, der ein Gastronom ist. Seitdem pflege ich den Kontakt zu ihm. Dieser Mensch half eine Zeitlang dabei, die Epoch Times und auch Shen Yun in seinem Restaurant bei den VIP-Gästen bekannt zu machen. Wenn ich diesen Herrn gelegentlich besuche, erzählt er mir jedes Mal, wie viel Geld er in ein Projekt investiert hat, welchen privaten Luxus er sich leistet, was ihn das kostet und was seine Tochter und Schwiegertochter inzwischen verdienen. Ich beklagte mich dann immer, dass ich in meinem Job so wenig Geld bekomme. Er riet mir sogar, ich solle meine Doktorarbeit schreiben, damit ich einen überdurchschnittlich bezahlten Job finden und mehr Geld verdienen könne. Ich erklärte ihm, das käme für mich nicht in Frage, denn ich würde aus meiner Überzeugung nicht nach Ruhm und Reichtum streben.

Doch wenn ich nach innen schaue, möchte ich mehr Geld, damit ich mich freier bewegen und das Fa in der Gesellschaft noch besser bestätigen kann. Er hat so viel Geld, ich aber nicht – endlich habe ich meinen Neid erkannt! Außerdem scheue ich die Arbeit und den Zeitaufwand: Ich würde keine Zeit mehr finden, mich an Dafa-Projekten zu beteiligen, wenn ich neben dem Beruf an meiner Doktorarbeit schreiben würde. Ich will nicht mehr von Geld sprechen, wenn ich ihn das nächste Mal besuche. Dieser Mensch hat mir nur meinen Eigensinn auf materielle Dinge widergespiegelt. Meine Erkenntnis ist: Jeder bekommt so viel, wie er zuvor ausgegeben hat. Es ist das kosmische Gesetz von Verlust und Gewinn, wie es uns der Meister in Zhuan Falun, Lektion 4 erklärt.

Angst vor Gesichtsverlust

Einmal telefonierte ich mit dem Vortragswart eines Clubs, den ich vorher persönlich angesprochen und der die Unterlagen von mir erhalten hatte. Ich fragte am Telefon nach, ob er an dem China-Vortrag interessiert sei. Er sagte mir ab. Ich blieb hartnäckig und versuchte, ihn umzustimmen. Das Gespräch verlief unerfreulich und er sagte mir am Ende, er wolle nichts mehr damit zu tun haben. Ich musste mir die Belehrungen dieses älteren Herrn anhören und fühlte mich danach sehr unausgeglichen. Ich hatte Angst davor, dass er es anderen Clubs in der Stadt weitererzählen und mich in Verruf bringen könnte. Es war mir sehr unangenehm. Ich verstand es dann als weitere Gelegenheit, die mir der Meister gab, um meine Standhaftigkeit zu prüfen und mich zu stählen.

Drei Monate später besuchte ich denselben Club wieder, weil ich dachte, dass der Vortragswart gewechselt habe, wie es bei Clubs dieser Art üblich ist. Zu meiner Überraschung begegnete ich genau diesem älteren Herrn wieder. Ich verstand: Das war eine Prüfung! Ich grüßte ihn freundlich. Er erklärte mir höflich, dass er weiterhin für die Vorträge seines Clubs verantwortlich sei und sein Amt nicht abgeben würde. Es bliebe dabei: Sie nähmen keine Vortragsangebote von externen Personen an. Ich blieb gefasst und war höflich, brachte all meine Nachsicht auf und bedankte mich bei ihm für das freundliche Gespräch. Er bedankte sich für meine Mühe, nochmals nachgefragt zu haben. Wir verabschiedeten uns freundlich voneinander. Mir wurde klar: Der Meister hatte das Wiedersehen mit diesem Menschen arrangiert und mir die Chance gegeben, mein aufdringliches Verhalten zu korrigieren und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Ich konnte es leicht nehmen, mein Herz war nicht mehr bewegt. Ich habe auch nicht mehr das Gefühl, das Gesicht verloren zu haben. Mein Eigensinn in dieser Hinsicht ist schon kleiner geworden.

Bequemlichkeit

Eine Mitpraktizierende gab mir vor kurzem den Hinweis, dass ich besser mit den anderen kooperieren sollte. Ich war dankbar und stimmte ihr zu. Dann erkannte ich bei mir einen weiteren Eigensinn: die Bequemlichkeit. Ich scheute den Aufwand, jedes Mal einen Mitpraktizierenden anzurufen und zu bitten, mich zu begleiten. Ich müsste ihm oder ihr rechtzeitig vorher Bescheid sagen, damit er oder sie sich darauf einstellen und ihren Tag besser planen kann. Ich müsste mir Zeit nehmen, dem Mitpraktizierenden zu erklären, warum wir das jetzt so tun sollten und wie wir konkret vorgehen würden. Das war mir aber schon in meiner Vorstellung zu lästig. So ging ich lieber allein los und nahm die Dinge selbst in die Hand. Ich vertraute dabei auf die Unterstützung des Meisters.

Als ich noch tiefer nach innen schaute, stellte ich fest, dass hinter meiner Bequemlichkeit die Angst steckte, die Kontrolle zu verlieren, wenn ich mit anderen zusammenarbeitete. Ich hatte Angst, dass die unterschiedlichen Verständnisse dazu führen könnten, dass wir bei der Kontaktaufnahme nicht wie ein Körper handeln würden. Zudem hatte ich Angst vor Kritik beim späteren Austausch. Auch hatte ich die Sorge, dass die chinesischen Praktizierenden sich zum Termin nicht angemessen kleiden oder mit den Club-Mitgliedern sprechen könnten. Angst und Sorge sind starke Eigensinne, doch wir sollen als Kultivierende eben alle Eigensinne ablegen, wie es uns der Meister in Zhuan Falun lehrt. Nachdem ich jetzt über mich nachgedacht und tiefer nach innen geschaut habe, erkenne ich meine Eigensinne ganz klar.

Mich fleißiger und mit ganzem Herzen kultivieren

Mein heutiges Verständnis ist: Wenn ich bei der Aufklärung der Menschen gut mit den Mitpraktizierenden zusammenarbeite, wird die Wirkung noch viel besser sein. So können wir wie ein Körper werden, uns fleißiger kultivieren und die Unterstützung der Gottheiten bekommen. Ich will mich in dieser Hinsicht verbessern und mir ab heute mehr Mühe geben. Meine Mitpraktizierenden möchte ich ermutigen, mich beim Kontaktieren der Clubs und VIPs zu unterstützen. In Zukunft will ich mir mehr Zeit für die Mitpraktizierenden nehmen. Ich denke jetzt: Wenn wir kooperieren, können wir unser Fa-Verständnis und unsere Xinxing gemeinsam erhöhen. Unsere ganze Gruppe wird davon profitieren und der Meister wird sich gewiss darüber freuen. Wenn jeder von uns beständig an sich arbeitet, nach innen schaut, seine Mängel erkennt und sich verbessert, dann bin ich sicher, dass wir bald ein Theater bekommen und Shen Yun in unserer Stadt erfolgreich veranstalten können. Dies ist mein jetziges Verständnis von Kultivierung.

Geschätzte Mitpraktizierende, bitte korrigiert mich und weist mich barmherzig auf meine Mängel hin.

Ich danke euch! Ich grüße den verehrten Meister!

Heshi