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Taipei, Taiwan: Parade gewinnt öffentliche Unterstützung für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong (Fotos)

25. Juli 2014 |   Von Liu Wenxin, einem Minghui-Korrespondenten in Taiwan

(Minghui.org) Am Wochenende fand am Xinyi Platz eine Parade statt, die zur Beendigung der 15-jährigen brutalen Verfolgung von Falun Gong in China aufrief. Der Xinyi Platz liegt gegenüber dem Taipei 101-Wolkenkratzer, dem Wahrzeichen von Taiwan.

Die taiwanische Öffentlichkeit reagierte mit ihrer Unterstützung. So applaudierte Herr Li, ein Händler im Transportgeschäft, bei der Parade: „Falun Gong ist großartig und sollte nicht verleumdet werden. Die Verfolgung muss aufhören.“

An der Parade am 20. Juli 2014 beteiligten sich ungefähr 1.300 Praktizierende. Beginnend beim Taipei 101 führte die Tian Guo Marching Band die Parade an, die dann durch das Gewerbezentrum Xinyi, vorbei an den Regierungsgebäuden und den Universitäten der Stadt Taipei verlief und schließlich am Ketagalan Boulevard endete, wo sich das Präsidentschaftsgebäude befindet.

Die Parade, angeführt von der Tian Guo Marching Band
Die Parade, angeführt von der Tian Guo Marching Band

Der Paradezug war in drei Teile aufgeteilt: Die Demonstration der Falun Dafa Übungen, Praktizierende, die Fotos von den Praktizierenden trugen, die durch die Verfolgung gestorben sind, und Spruchbänder, die zum Austritt aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) aufriefen. Laut Chang Ching-Hsi, dem Leiter des Falun Dafa-Vereins in Taiwan, betrug die Gesamtlänge des Weges 6,4 Kilometer.

Chang Ching-Hsi erklärte den Aufruf zur Beendigung der Verfolgung in China
Der erste Abschnitt umfasste die Demonstration der Übungen und die Tanzgruppe.
Der zweite Abschnitt umfasste die weiß gekleideten Praktizierenden, die Fotos von jenen in Händen hielten, die infolge der Verfolgung gestorben sind.
 
Der dritte Abschnitt umfasste Transparente mit den Texten: „Die KPCh verfolgt Praktizierende, die den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht folgen“ und „Die Verfolgung muss enden".

Unterstützung von der Öffentlichkeit

Teresa Chu, die Sprecherin der Arbeitsgruppe Falun Gong Menschenrechtsanwälte, erklärte, dass 1.500.000 Unterschriften – aus 53 Ländern in vier Kontinenten – der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen überreicht worden seien, die ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China und speziell für ein Ende der Organentnahmen an lebenden Praktizierenden fordern. 600.000 dieser Unterschriften stammen aus Taiwan.

Diese Unterstützung war auch durch die herzlichen Reaktion auf die Parade ersichtlich. Viele Fußgänger hielten ihren Daumen hoch und meinten: „Gute Arbeit! Macht weiter so!“ Viele Menschen machten Fotos von der großartigen Parade.

Herr Yung und seine Frau, Besitzer eines Lederwarengeschäfts, waren von der Parade beeindruckt: „Für eine so große Parade ist es sehr gut organisiert. Wirklich außergewöhnlich!“ Sie interessierten sich dafür, weil sie während der ganzen Parade Praktizierende ungeachtet ihres Alters sahen, die voller Energie waren. Sie meinten, sie würden zu einem örtlichen Übungsort gehen, um es zu lernen.

Viele chinesische Touristen vor dem Taipei 101 waren überrascht, diese große Parade zu sehen. Einige machten Fotos von den Praktizierenden und einige nahmen Informationsmaterial zum Lesen mit.

Die Dringlichkeit, diese Brutalität zu beenden

Frau Lin Shujuan, eine Lehrerin in Taipei, schilderte, dass sie traurig sei zu sehen, dass die Verfolgung trotz der jahrelangen Bemühungen sie zu beenden immer noch anhält. Sie sagte: „Seit die Verfolgung 1999 begann, wurden fast 4.000 Todesfälle als Folge der Misshandlungen von Praktizierenden in Polizeigewahrsam bestätigt. Eine große Anzahl an Praktizierenden wurden eingesperrt, in Nervenheilanstalten festgehalten oder wurden Opfer des Organraubs.“

Falun Gong-Praktizierende sind nicht die Einzigen, die unter der totalitären Herrschaft der KPCh leiden. Viele taiwanische Händler, die aufgrund der geografischen und kulturellen Nähe Geschäfte mit China machen, sind ebenfalls betroffen.

„Ich kenne viele Menschen, die ihr Geschäft verloren haben, nachdem sie in China investierten, viele davon wurden von den korrupten Beamten oder dem nach Profit gierenden Regime beschlagnahmt“, sagte einer von ihnen. Auch meinte er, dass er und seine anderen Kollegen die Lektionen gelernt hätten und vorsichtig geworden seien, wenn sie überlegen, in China zu investieren. Ihre Sympathie gegenüber den Praktizierenden war sehr deutlich: „Wir hoffen dass diese schlimme Verfolgung bald endet.“

Die Angst vor Chinas sozialer Instabilität und moralischem Verfall war nicht selten. Frau Yang, eine Migrantin aus Taiwan, die derzeit in Hongkong lebt, berichtete von ihrer persönlichen Geschichte. Als ein paar ihrer Freunde in China Urlaub machten, war einer von ihnen einmal betrunken und sie ließen ihn zurück. Als er am nächsten Morgen aufwachte, fand er sich in einem Haufen von Eis wieder, während sein Bauch immer noch blutete.

Untersuchungen ergaben, dass eine seiner Nieren entnommen worden war. „Die Moral ist gegenwärtig sehr niedrig“, meinte Frau Yang, „Menschen machen alle möglichen schlechten Dinge um Geld zu verdienen. Man kann ganz leicht Opfer von verschiedenartigen Unfällen werden. Die KPCh hat China ins Unheil geführt.“

Der Weg nach vorne

Da die KPCh das Wirtschaftswachstum auf Kosten der Umwelt und sozialer Konsequenzen zur höchsten Priorität ernannt hat, hat sich der moralische Verfall beschleunigt. Darum haben so viele Menschen Falun Gong zu praktizieren begonnen, meinte Chang. Durch die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht haben sie eine aufrichtigere Denkweise und sehen eine strahlendere Zukunft.

So geschah es auch Herrn Liu, einem Ortsansässigen, der in der gewerblichen Wirtschaft tätig ist. Mit seiner Tochter an seiner Seite meinte Herr Liu, dass es ihm sehr wichtig gewesen sei, zur Parade zu kommen: „Ich hatte früher ein hitziges Temperament und bekam häufig Probleme mit meiner Frau.“

Nach sechs Jahren des Praktizierens von Falun Dafa verbesserten sich sowohl sein Geist als auch sein Körper signifikant. „Wenn nun etwas auftaucht, prüfe ich mich immer zuerst selbst, um zu schauen, ob ich etwas Unangebrachtes getan habe, das dieses Problem verursacht hat. Meine gesamte Familie hat so sehr von Falun Dafa profitiert“, erklärte Herr Liu mit einem Lächeln.

Die Verfolgung in China hat Hunderttausende von Praktizierenden nicht nur körperlich geschadet, erklärte Chang, sondern auch ihr Streben nach spiritueller Selbstverbesserung sabotiert, was die massive Unterdrückung in dieser zeitgenössischen Gesellschaft noch inakzeptabler mache.

„DasProblem ist“, erklärte Herr Chang, „weil viele Länder Geschäfte mit China machen und es als eines der stärksten Geschäftspartner wähnen, trauen sie sich nicht, China mit Menschenrechtsthemen wie Falun Gong anzugehen.“ Das kommunistische Regime ist sich dessen klar bewusst und nutzt das weiterhin aus, ergänzte er.

Doch einige sind hervorgetreten und haben die moralische Verpflichtung angenommen, meinte Frau Chu. Sie erklärte, dass in den letzten acht Jahren in unzähligen Ländern in Europa, Amerika, Asien und Australien Parlamentarier gegen Zwangsorganentnahmen aufgestanden waren.

„Es ist noch immer ein langer Weg und wir arbeiten sorgfältig daran. Wir hoffen, dass sich noch mehr Menschen an den Bemühungen beteiligen und ihre Hilfe ausweiten, damit für die Zukunft kein Bedauern aufkommen wird“, sagte sie.