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China Fahui|Ein erfolgreicher, aufrichtiger Geschäftsmann (Teil I)

7. November 2019 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org)

Ich grüße den verehrten Meister! Ich grüße meine Mitpraktizierenden!

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, an der China Fahui teilnehmen zu können. Ich möchte berichten, wie ich die Anhaftung an materiellen Gewinn aufgegeben habe und wie ich mit anderen Menschen als Praktizierender und Geschäftsmann über Falun Dafa spreche.

Noch bevor ich anfing, Falun Dafa zu praktizieren, gründete ich ein Unternehmen. Ich war damals etwas über 30 und verdiente im Jahr zwischen 300.000 bis 400.000 Yuan (39.000 bis 51.000 Euro). Das war viel Geld und ich konnte damit über zehn Wohnungen in meiner Region kaufen. Da ich moralischen Werten wenig Beachtung schenkte, hätte ich fast alles getan, um Geld zu verdienen. Hier sind zwei Beispiele.

Einmal holte ich Ware von einem Kunden ab und stellte fest, dass eine Bestellung einer anderen Person versehentlich in meine aufgenommen worden war. Ich behielt es für mich und verkaufte die zusätzliche Bestellung heimlich. Ein anderes Mal hatte ich einen Streit mit einem Geschäftsmann in meiner Branche. Da ich mich rächen wollte, schrieb ich einen anonymen Brief an das Handelsministerium und beschuldigte ihn, gefälschte Produkte verkauft zu haben. Daraufhin wurde sein Geschäft geschlossen. Ein Verwandter von mir kannte mich gut und sagte, dass ich keine Gnade kennen würde. „Nicht einmal Gras wird an den Orten wachsen, an denen du warst“, so drückte er es aus. Meine Frau stimmte ihm zu: „Du bist so rücksichtslos und würdest für Geld alles tun. Wenn Atombomben zum Verkauf stehen würden, würdest du sie bestimmt auch verkaufen.“

Ich selber hielt mich für klug und kompetent und fand, dass Geldverdienen ein Kinderspiel war. Aber die lange Zeit der Konkurrenzkämpfe im Geschäft drückten auf meine Stimmung und griffen meine Gesundheit an. Obwohl ich 1,80 m groß war, wog ich irgendwann nur noch 45 kg. Mein Gesicht sah grau aus und ich musste viele Medikamente einnehmen.

Ein aufrichtiger Geschäftsmann werden

Im Sommer 1996 begann ich dann, Falun Dafa zu praktizieren. Ich verstand, dass der Grund für gute Geschäfte das eigene Schicksal ist und nicht die Fähigkeiten, die man oberflächlich hat. Meister Li (der Begründer von Falun Dafa) half mir, meine Gesundheit zu verbessern. Alle meine Krankheiten verschwanden, als ich mit dem Praktizieren begann. 

Einmal hatte ich über einen Monat lang Blut im Stuhl. Ein Krankenhausdirektor aus meiner Nachbarschaft riet mir: „Bitte geh ins Krankenhaus, sonst könntest du sterben.“ Ich wusste, dass Meister Li sich um mich kümmerte, also hatte ich keine Angst. Interessant war, dass ich umso gesünder wurde, je länger dieses „Symptom“ andauerte. Mein Körpergewicht normalisierte sich wieder und ich konnte wieder gut essen und schlafen. Ähnliche Situationen traten insgesamt viermal auf, jeweils für etwa ein bis zwei Monate. Kein Arzt konnte erklären, warum.

Ich war schon immer sehr neugierig auf das Leben gewesen und hatte mich für viele Dinge interessiert, die mit Astronomie, der Erde und der Menschheit zu tun hatten. Irgendwie hatte ich jedoch das Gefühl, dass es Dinge jenseits der Wissenschaft gibt. Nachdem ich Praktizierender geworden war, verstand ich all diese Dinge – durch das Lesen des Zhuan Falun, dem Hauptwerk von Falun Dafa. Es ist ein himmlisches Buch und geht über die Wissenschaft hinaus.

Ein Praktizierender und Geschäftsmann zu sein, war der Kultivierungsweg, den der Meister für mich eingerichtet hatte, so meine Erkenntnis. Mein Kultivierungsweg kann als Referenz für die Zukunft dienen. Ich beschloss, mich nach den Prinzipien von Dafa zu richten, meine Xinxing zu erhöhen und aufrichtig zu bleiben. Anstatt mich wie ein gewöhnlicher Mensch zu verhalten, wollte ich mich solide kultivieren. Ich beschloss, den Worten des Meisters zu folgen und mein Geschäft entsprechend zu führen:

„Ganz gleich wie tüchtig du auch sein magst, wenn du aber keine Tugend hast, hast du vielleicht nichts in deinem Leben. Du siehst zwar, dass er zu nichts taugt, aber er besitzt viel Tugend, darum kann er hohe Ämter bekleiden und reich werden.“ (Zhuan Falun, Online-Version 2019, Seite 354)

Am Anfang war ich sehr zögerlich wegen meiner Probleme mit Gier, Konkurrenzdenken, Ressentiments, Begierde, Ego und Angeberei. Wie konnte ich mich aus dem schmutzigen Sumpf erheben und göttlich werden, wo ich doch von vielen Menschen als böser Profitmacher angesehen wurde und so starke menschliche Anschauungen besaß? Trotz dieser Zweifel verbrachte ich viel Zeit damit, das Zhuan Falun zu lesen, manchmal bis zu vier Lektionen am Tag. Wenn ich meditierte, wurden meine Beine violett-schwarz und ich schwitzte schon nach zehn Minuten stark. Mit großer Entschlossenheit zwang ich mich jedoch weiterzumachen, indem ich mir manchmal sogar einen Stein auf meine Beine legte oder sie mit einem Seil festband. Die Situation verbesserte sich und seit einigen Jahren kann ich die Meditation zweimal täglich machen, einmal für eine Stunde und das andere Mal für eine halbe.

Bevor ich Falun Dafa praktizierte, waren viele der von mir verkauften Produkte verunreinigt oder gefälscht. Diese Produkte waren kostengünstig und erzielten hohe Gewinne. Als ich mich als Praktizierenden betrachtete, beschloss ich zuerst einmal, mit der Lagerung dieser Produkte aufzuhören. Aber es war nicht einfach, denn fast jeder machte auf diese Weise Geschäfte. Wenn ich also diese Produkte nicht verkaufte, bedeutete das, dass ich vielleicht kein Geld mehr verdienen würde. Trotzdem wusste ich, dass ich das tun musste. Den Herstellern erklärte ich: „Ich habe begonnen, Falun Dafa zu praktizieren [die Verfolgung hatte damals noch nicht begonnen], bitte schickt mir keine solchen [verunreinigten oder gefälschten] Produkte, weil ich sie nicht mehr verkaufen werde.“

Sie konnten mich nicht verstehen und ein Verkäufer antwortete verwirrt: „Ich weiß, dass Sie jetzt ein Praktizierender sind. Aber Sie müssen trotzdem noch Geld verdienen, oder? Warum nicht Geld verdienen?“ Gelegentlich überlegte ich auch noch, ob ich nicht zu extrem war. Doch ich wusste da bereits, dass ein solches Zögern meine Anhaftung an materiellen Gewinn verdeckte. Mit meiner Einstellung war es unmöglich, den Verkauf dieser Produkte einzustellen. Später war ich entschlossen, diese Anhaftung zu überwinden. „Selbst wenn Sie weiterhin solche Produkte schicken, werde ich keine davon verkaufen und Sie müssen kommen, um sie abzuholen“, sagte ich entschlossen zu den Lieferanten am Telefon. Das funktionierte.

Meine Frau, die keine Praktizierende war, war wütend. „Jeder tut das. Warum bist du anders? Wenn du sie nicht verkaufen willst, werde ich es tun!“ Sie suchte die Hersteller aus unseren Bestandsaufzeichnungen heraus und kontaktierte sie direkt. Ich versuchte, mit ihr zu sprechen und das Prinzip „ohne Verlust, kein Gewinn“ zu erklären. Aber sie war ungeduldig. „Hör auf damit! Ich weiß nur, dass Geld wichtig ist“, meinte sie. Damals konnte ich noch nicht anders und erhob meine Stimme: „Hast du keine Angst vor Vergeltung, wenn du auf diese Weise Geld verdienst?“ Sie rührte sich nicht: „Versuch nicht, mich zu täuschen! Jedes Unternehmen tut das und ich habe keine Vergeltung gesehen. Außerdem habe ich niemanden bestohlen oder ausgeraubt. Warum kann ich das nicht tun?“ Obwohl sie es mir schwer machte, war ich der Chef und die Hersteller belieferten sie am Ende nicht.

Interessanterweise entwickelte sich mein Geschäft weiterhin gut und der Umsatz blieb konstant. Die Menschen aus unserer Region kauften oft Produkte von mir, außerdem zog ein weiterer neuer Zweig meines Geschäfts viele Kunden an. Ich wusste, dass ich als Praktizierender das Richtige getan hatte.

Ein Freund, der in der Regierung arbeitete, sagte zu mir: „Ich empfehle dir in deiner Situation dringend, Geld für einen offiziellen Rang auszugeben.“ Überrascht fragte ich, wie das funktionieren würde. Er erklärte, wenn ich ungefähr 200.000 Yuan (26.000 Euro) bezahlte, würde ich stellvertretender Leiter eines Stadtteils in der Vorstadtverwaltung werden. „Wenn ich mit den Pflichten als stellvertretender Leiter beschäftigt bin, wer wird sich dann um meine Angelegenheiten kümmern?“, fragte ich. Er lachte: „Es ist keine echte Arbeit nötig. Es ist ein ehrenamtlicher Rang und du musst nur an einigen Meetings teilnehmen. Mit diesem Titel kannst du etwas Land kaufen und es nach ein paar Jahren weiterverkaufen und viel Geld damit verdienen.“ Wenn ich kein Praktizierender gewesen wäre, hätte ich es, ohne zu überlegen, so gemacht und wäre in dieses gute Geschäft einstiegen. Als Praktizierender dankte ich ihm meinem Freund und wies die Idee zurück: „Ich bin zufrieden, da wo ich jetzt bin“, sagte ich.

Dann machte er mir einen weiteren Vorschlag: „Du könntest Vertreter des Nationalen Volkskongresses oder der politischen Konsultativkonferenz werden. Die Preise dafür sind viel niedriger.“ Als ich fragte, wozu das hilfreich sei, antwortete er: „Mit diesen Titeln wird niemand vom Wirtschaftsamt, der Polizei oder dem Finanzamt es wagen, zu kommen und dein Unternehmen zu prüfen. Sieh dir die großen Unternehmen an, viele von ihnen haben solche Verbindungen.“ Einige Jahre zuvor hätte ich noch für solche Schutzmaßnahmen gekämpft. Als Praktizierender wusste ich jedoch, dass solche sogenannten Vorteile nicht lange anhalten. In Wirklichkeit sind es nur Dämonen, die Menschen zu unethischem Verhalten im Austausch für Geld verführen. Und außerdem: Worüber müssen sich Praktizierende mit Dafa und dem Meister an der Seite Gedanken machen?

Mich selbst verbessert und Menschen errettet

In der Vergangenheit hatte ich ein hitziges Temperament und stritt oft mit meiner Frau. Sie weinte dann jedes Mal und ging zu ihren Eltern zurück. Als Praktizierender wendete sich die Situation und sie nutzte mich die ganze Zeit aus. Sie gab mir vor den Kunden Befehle und beschimpfte mich: „Bist du verrückt? Du bist so dumm!“ Dadurch verlor ich vor meinen Mitarbeitern das Gesicht. Manchmal bat ich sie: „Wenn du mich kritisieren willst, kannst du dann bitte warten, bis wir zuhause sind? Wenn du mich hier im Laden wie einen kleinen Jungen herumschubst, denken die Leute vielleicht, dass du ein gemeiner Mensch bist.“ Sie antwortete: „Es fällt mir schwer, mich zu beherrschen. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, hast du es eigentlich ziemlich gut gemacht.“

Das Wissen, dass meine Frau mir half, Karma zu beseitigen und meine Xinxing zu erhöhen, brachte mich dazu, keinen Groll wegen ihres Verhaltens zu empfinden. Ich begann, Geduld herauszukultivieren. Immer wieder erhöhte ich meine Herzensnatur. Wenn sie mir später hart zusetzte, konnte ich die Situation mit einem Lächeln bewältigen. Ich schaute nach innen, um zu überprüfen, was ich falsch gemacht hatte. Ein Kunde sah das und sagte: „Es ist erstaunlich, dass du sogar lächelst, wenn dich deine Frau wie einen Schüler ausschimpft. Ich habe wirklich Respekt vor dir – du bist ein aufrichtiger Mann.“

Als ich meine Schwiegereltern besuchte, sagte die jüngere Schwester meiner Frau zu mir: „Ich habe Mitleid mit dir, weil meine Schwester dich wie einen Diener behandelt. Wenn ich du wäre, würde ich ihr ein paar Ohrfeigen als Lektion geben.“

Wenn ich solche Worte hörte, fühlte ich mich manchmal schwach. Die Kultivierung ist sehr schwierig und fühlt sich manchmal so an, als wären wir eingeschränkt und ohne viel Freiheit. Andererseits, als mein Groll nachließ, konnte ich die Situation aus der Sicht meiner Frau betrachten und der Kummer spürte sich wie nichts an.

Einmal tadelte mich meine Frau bei der Arbeit sehr heftig. Die Mitarbeiter standen alle da und beobachteten meine Reaktion. Aber ich ging einfach weg. Ein Angestellter sagte danach zu mir: „Boss, wenn meine Mutter das meinem Vater angetan hätte, hätte er sie mehrmals geschlagen.“ Ich lächelte und sagte: „Nun, das kann ich nicht tun – Falun Dafa lehrt mich, dass ich es ertragen soll, auch wenn jemand mich schlägt oder beschimpft. Du wirst das verstehen, wenn du eines Tages selbst anfängst zu praktizieren.“

In den letzten 20 Jahren nutzte ich jede Gelegenheit so gut wie möglich, um den Menschen die wahre Geschichte von Falun Dafa zu erzählen und die wahren Hintergründe für die Hasspropaganda der Kommunistischen Partei zu verdeutlichen. Ich wurde mehrmals von der Polizei fast verhaftet, aber ich gab nicht auf. Als Praktizierender höre ich nur auf den Meister, nicht auf Polizisten, die Falun Dafa unterdrücken. Nachdem die Polizei gegangen war, sandte ich für lange Zeit aufrichtige Gedanken aus und bat den Meister um Hilfe: „Meister, ich werde nicht zulassen, dass die alten Mächte durch die Polizei Dafa-Praktizierende angreifen. Wenn ich mit ihnen mitgehen würde, würden diese Polizisten enorme Sünden begehen und könnten ihre Zukunft verlieren. Meister, bitte helfen Sie mir.“ Sobald ich mich beruhigt hatte, wurde mir klar, dass ich nicht immer vernünftig gewesen war. Zum Beispiel hätte ich der Situation mehr Aufmerksamkeit schenken und für ein besseres Ergebnis die wahren Umstände erklären sollen. Auch könnte es sein, dass das Handy, das ich ständig bei mir trug, Sicherheitsprobleme verursacht hatte.

Ab und zu erfahre ich, dass Praktizierende verhaftet wurden. Aber egal wie schwer die Situation zu sein scheint, kann ich nicht aufhören, mit den Menschen über Falun Dafa zu sprechen. Es ist so, als ob mich eine Kraft dazu drängt. Allen, die ich kenne, berichte ich von Falun Dafa. Wenn Kunden in mein Geschäft kommen, spreche ich immer zuerst mit ihnen über Dafa. Ich erkläre ihnen, dass es besser wäre, wenn sie aus den Parteiorganisationen austreten würden, da die Kommunistische Partei so vielen Menschen schadet und die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht unterdrückt. Das funktioniert gut. Selbst wenn diese Person sich dann entscheidet, keine Geschäfte mit mir zu machen, hat sie zumindest die wahren Umstände erfahren und kann gerettet werden. So ist mein Verständnis.

Meine Familie und meine Verwandten brachten von Zeit zu Zeit ihre Sorge zum Ausdruck. „Du kannst heimlich zu Hause praktizieren. Warum redest du immer mit anderen Leuten darüber? Es kann riskant sein“, sagte einer von ihnen. Ein Polizist sagte mir auch: „Es ist uns egal, ob Sie die Übungen zu Hause machen. Aber wenn Sie rausgehen und den Leuten davon erzählen, werden wir Sie verhaften.“

Ein Verwandter sagte mir einmal, dass er gehört habe, dass die Polizei auf mich schaut und sogar lokale Verkäufer dafür bezahlt habe, mich zu beobachten. „Die Leute sind neidisch auf dein erfolgreiches Geschäft. Wenn dir etwas passiert, werden sie sich über deine Probleme freuen. Geld zu verdienen ist nicht einfach und du solltest dich besser um dich selbst kümmern“, fügte er hinzu. Meine Frau sagte mir auch: „Wenn du verhaftet wirst, ist das Geschäft weg und unsere Familie zerstört. Solange es dir gut geht, werde ich mich sicher fühlen.“

Ich glaube, dass jeder Praktizierende, der die wahren Umstände erklärt, solche Prüfungen erlebt hat. Aber egal wie schwierig es ist, wir müssen es mit aufrichtigen Gedanken tun.

Den Sumpf der sexuellen Begierde zurücklassen

Bevor ich Praktizierender wurde, war bei Meetings und Mahlzeiten mit Herstellern immer Begierde im Spiel. Als Praktizierender hatte ich dadurch eine gewaltige Aufgabe vor mir. Das könnte ein Arrangement der alten Mächte sein – eine tödliche Falle, um mich zu Fall zu bringen.

Die Leute in dieser Gegend wissen, dass mein Geschäft gut läuft. Viele Frauen, ob ich sie nun kenne oder nicht, kommen oft zu mir und versuchen, mir nahe zu kommen. Wenn ich mich als Praktizierender betrachte, diszipliniere ich mich mit den Prinzipien von Dafa. Egal, wie sehr mein Verstand rotiert, ich muss mich beherrschen und aufrichtig benehmen. Gerade im Sommer sind Unternehmerinnen oft attraktiv gekleidet und haben Parfüm und Make-up aufgelegt. Wenn wir den Papierkram unterschreiben, lehnen sie sich manchmal sehr nahe an mich heran. Aber ich erinnere mich immer daran, mich in einer so schmutzigen Umgebung gut zu kultivieren und den Meister nicht im Stich zu lassen.

Eine Geschäftsfrau, bei der ich Einkäufe tätige, trägt Kleidung, die sehr bunt und sexy ist. „Hi, Süßer“, sagte sie und öffnete ihre Arme: „Willst du eine Umarmung?“ Mehrmals fragte sie mich: „Schatz, wie sehe ich in diesem Kleidungsstück aus?“ Ich antwortete immer würdevoll und ermahnte mich. Gelegentlich dachte ich jedoch: „Was wäre, wenn ich kein Praktizierender wäre?“ Da erkannte ich plötzlich, dass viele dieser Situationen und Worte voller Elemente der Begierde waren. Der Dämon will uns mit bösen Gedanken anregen. Wenn man das durchschauen kann, ist die Prüfung nichts.

Ich habe schon vor langer Zeit aufgehört, Sex zu haben. Dennoch waren meine Gedanken nicht rein und sie störten mich von Zeit zu Zeit. Wenn zum Beispiel meine Frau schlecht gelaunt war und ich die Situation zu schwierig fand und mich vielleicht deprimiert fühlte, schlich sich der Gedanke ein: „Wie wäre es, eine andere Frau zu finden und ihr (meiner Frau) eine Lektion zu erteilen?“ Dies ist Teil eines detaillierten Arrangements der alten Mächte, einen Praktizierenden in solch kritischen Momenten zu ruinieren.

Es gab da eine Geschäftsfrau, die jung, schön und kompetent war. Ich hatte ihr in der Vergangenheit einmal geholfen. Sie rief mich ein paar Mal an, um mich zum Essen einzuladen. Sie nannte mich immer „Liebling“. „Du bist so eine gute Person – vertrauenswürdig und erfolgreich. Ich sehe dich immer als meinen leiblichen Bruder“, sagte sie zu mir. Ich sprach mit ihr über Falun Dafa und sie war auch bereit, aus der Partei auszutreten. Als Praktizierender hätte ich an dieser Stelle aufhören sollen. Aber ich tat es nicht und ging noch einige Male mit ihr zum Essen aus. Ich fühlte mich wohl mit ihr, sprach mit ihr und sah sie an. Eines Tages wurde mir plötzlich klar, dass die Falle des Qing (Sentimentalität) mich fest im Griff hatte und mich in eine prekäre Lage gebracht hatte.

Was dann geschah, bestätigte meinen Verdacht. Eines Tages sagte sie zu mir: „Mein Mann hatte eine Affäre. Ich bin so traurig darüber.“ Sie weinte. „Komm und praktiziere Falun Dafa“, schlug ich vor, „das ist der einzige Ausweg.“ Dieser Vorschlag war unschuldig. Aber irgendwie kam mir ein Gedanke: Vielleicht sollte ich sie trösten, mich um sie kümmern und ihr die Tränen abwischen?“ Dieser Gedanke schockierte mich und gab mir das Gefühl, dass ich am Rande einer Klippe stand und im Begriff war zu fallen. Später sprach ich mit einem anderen Praktizierenden darüber, dessen Himmelsauge offen war. Er sagte, dass selbst der Meister nervös sei, wenn ein Praktizierender auf solche Prüfungen treffe.

Die alten Mächte hatten wahrscheinlich jeden einzelnen Gedanken von mir gesehen und die Prüfung intensiviert. Als sie mich ansah, sagte die Frau zu mir: „Lass uns in unserer nächsten Inkarnation Mann und Frau sein. Okay?“ Meine Antwort war einfach: „Ich bin ein Falun-Dafa-Praktizierender und werde keine nächste Inkarnation mehr haben.“

Heute weiß ich: Hätte ich damals gezögert oder herumgealbert, hätten die alten Mächte das wahrscheinlich ausgenutzt und meine Wiedergeburt arrangiert: „Nun, wenn es das ist, was du willst, werden wir dir dabei helfen.“ Wenn das so passiert wäre, wären sowohl sie als auch ich ruiniert worden. Als sie mich wieder anrief, um mich um ein Treffen zu bitten, lehnte ich ab.

Der Meister sagt:

„Insbesondere werden die Menschen heutzutage von der sogenannten sexuellen Befreiung und solchen erotischen Dingen in der Gesellschaft gestört. Manche Menschen nehmen sie sehr wichtig, aber als Praktizierende müssen wir sie sehr leichtnehmen.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun, Online-Version 2019, Seite 288)

Ich fragte mich: „Bin ich ein Falun-Dafa-Praktizierender oder ein gewöhnlicher Mensch?“ Mit einer klaren Antwort fand ich die Situation leichter zu bewältigen. Ich fuhr fort, aufrichtige Gedanken auszusenden, um den Dämon der sexuellen Begierde zu beseitigen. In der Vergangenheit war er stark wie ein riesiger Baum. Nun ist er wie ein Zahnstocher. Aber selbst wenn er so klein wie ein Zahnstocher ist, müssen wir ihn noch loslassen.

(Fortsetzung folgt)