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Das Fa auswendig gelernt – wie es mir half, dämonische Schwierigkeiten zu überwinden

18. Dezember 2019 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in Taiwan

(Minghui.org)

Das Fa auswendig lernen und im Innern suchen

Vor vielen Jahren habe ich das Buch Zhuan Falun einmal auswendig gelernt. Damals nahm ich alle zwei Sätze als Einheit und lernte das Buch Einheit für Einheit auswendig. Auf diese Weise habe ich sehr viel gelernt. Unter Berücksichtigung der Wirkung und der Kontinuität des Auswendiglernens lernte ich später jeden Tag die neuen Artikel des Meisters auswendig, um in meiner Kultivierung nicht nachzulassen. Der Effekt war auch sehr gut.

Im Artikel „Aufrichtige Gedanken“ [1] beschreibt der Meister ausführlich die korrekte Art und Weise, wie man aufrichtige Gedanken aussenden soll und wie man die aufrichtigen Gedanken bewahren kann. Der Artikel „Wahre Kultivierung“ [2] ermahnt mich, Ruhm, persönliche Interessen, und menschliche Emotionen loszulassen. Der Artikel „An die Fa-Konferenz in Australien“ [3] hält mich dazu an, auf das Fa-Lernen zu achten, und zwar sowohl die Qualität als auch die Quantität des Fa-Lernens zu berücksichtigen. Der Artikel „Grußwort an die Fa-Konferenz in Taiwan“ [4] lehrt mich, nach innen zu schauen. Dazu gibt es auch noch den Artikel „Fa erläutern“ [5]. Jedes Mal, wenn ich auf Schwierigkeiten stieß, ermutigte ich mich, das wahre Selbst alles dominieren zu lassen, wodurch ich durch die vielen Prüfungen hindurchgekommen bin.

Krankheitssymptome überwinden

Das folgende Erlebnis hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck: Eines Tages bekam ich plötzlich sehr heftige krampfartige Bauchschmerzen, sodass ich nicht stehen oder sitzen, sondern nur noch im Bett liegen konnte. Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, dass ich auf die Toilette gehen musste. Ich wälzte mich die ganze Zeit im Bett hin und her. Die Schmerzen wurden schlimmer, wenn ich nur ein paar Minuten in einer Position blieb. Zu dieser Zeit richtete sich der erste Gedanke weder auf diesen Gedanken: „Ich bin Praktizierender, es passiert nichts“ noch auf meine eigenen Lücken. Stattdessen wollte ich menschliche Methode anwenden, um mich vorübergehend wohlzufühlen. Dieses Krankheitskarma war sehr heftig. In den nächsten 24 Stunden hörten die Schmerzen kaum auf. Es kam mir so vor, als verginge ein Tag wie ein Jahr. In dieser Zeit tauchten ein paar negative Gedanken bei mir auf, wie: „Mein Leben geht zu Ende“, „Diese Schwierigkeit zu überwinden, fällt mir schwer“ und so weiter.

Zum Glück erinnerte ich mich an die folgenden Worte des Meisters:

„Jedes Mal, wenn dämonische Schwierigkeiten kommen, haben sie sie nicht von ihrer ursprünglichen Natur her erkannt, sondern ausschließlich mit ihrer menschlichen Seite verstanden. So nutzen böse Dämonen das aus, um endlos zu stören und zu sabotieren. Es lässt die Schüler für lange Zeit in Schwierigkeiten geraten. In Wirklichkeit liegt das daran, dass die menschliche Seite das Fa nicht genügend erkennt. Ihr habt eure göttliche Seite künstlich gehemmt, das heißt, eure bereits kultivierte Seite gehemmt. Sie wurde gehindert, das Fa richtig zu stellen.“ (Fa erläutern, 05.07.1997, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Daraufhin setzte ich mich trotz der Schmerzen auf, um aufrichtige Gedanken auszusenden, weil ich wusste, dass man die aufrichtigen Gedanken eines Kultivierenden zu keiner Zeit verlieren darf. Innerhalb eines Tages konnte ich dieses Krankheitskarma durchbrechen. Der Schlüssel dazu war, dass ich mich in diesem kritischen Moment an das Wundermittel des Nach-innen-Schauens erinnerte. 

Konflikten mit Verwandten nicht mehr ausweichen

Seit mehreren Jahren war ich in Konflikten mit zwei älteren Verwandten verwickelt. Die beiden sind keine Dafa-Praktizierenden. Anstatt die Konflikte zu lösen, umging ich sie in diesen Jahren immer und ging ihnen aus dem Weg. Als mein Körper bis an die Grenze litt, sagte ich mir, dass ich mich direkt mit diesen Konflikten auseinandersetzen musste, anstatt sie immer wieder zu vermeiden. Durch einen einzigen Gedanken können sich Menschen von Gottheiten unterscheiden. Es war wunderbar, dass alle Schmerzen und Symptome sofort verschwanden, als ich gerade diesen einen Gedanken hatte. 

Es ist genau so, wie es der Meister sagt:

„Ruhig überlegen, wie viele eigensinnige Dinge noch daMenschliches Herz abgelegt, Böses vernichtet sich selbst“(Sei nicht traurig, 13.01.2004, in: Hong Yin II)

Am nächsten Tag besuchte ich die beiden Verwandten und entschuldigte mich bei ihnen aufrichtig für meine langjährigen Fehler. Seitdem sich die Knoten in ihrem Herzen gelöst haben, ist die Beziehung zwischen uns sehr harmonisch.

Im Projekt die Gesamtheit harmonisieren

Seit mehreren Jahren mache ich bei einem Projekt mit. Der Praktizierende, mit dem ich zusammenarbeite, trat dominant auf. Ich passte mich ihm immer an. Aus Bescheidenheit gab ich ihm so oft wie möglich nach, weil es mir egal war, ob ich Verluste erlitt oder nicht. Da ich es ohne Weiteres einfach nur passiv ertrug, führte das dazu, dass ich mich selbst weder erhöhen konnte noch dass der Praktizierende weniger dominant war. In der Vergangenheit gab ich mir viel Mühe, Treffen mit ihm zu vermeiden. Oberflächlich gesehen schien die Beziehung zwischen uns deshalb freundlich und harmonisch zu sein. Bei einer scheinbar zufälligen Gelegenheit mussten wir uns beide treffen, um zusammenzuarbeiten. Da verschärften sich die Konflikte zwischen uns auf einmal. Dieser Praktizierende schien seinen Verstand zu verlieren. Aus meiner Sicht lag ich zwar nicht falsch, aber ich entschuldigte mich trotzdem bei ihm, denn das Selbst loszulassen und die Gesamtheit zu harmonisieren, sind das, was der Meister möchte.

Der Meister sagt:

„Bei der Kultivierung wird das Herz der Menschen kultiviert. Und man kultiviert sich selbst. Nur wenn man in der Lage ist, bei Problemen, Konflikten, Schwierigkeiten oder wenn man ungerecht behandelt wird, nach innen zu schauen und Fehler bei sich selbst zu suchen, ist es wahre Kultivierung. Erst dann kann man sich ständig erhöhen und den Weg der Kultivierung auf aufrichtige Weise gehen und zur Vollendung kommen!“ (Grußwort an die Fa-Konferenz in Taiwan, 27.11.2016)

Als ich die obigen Worte des Meisters auswendig lernte, kam ich auf einmal zu dieser Erkenntnis: Ich hatte noch viele Anhaftungen, zum Beispiel Kampfgeist, Vergleich mit anderen, Ehrgeiz, Sorge um persönlichen Gewinn und Verlust, ein strebendes Herz und den Hang, auf andere herunterschauen, um nur einige zu nennen. Ich entschuldigte mich persönlich bei ihm, nicht, um sein Verständnis zu bekommen, sondern um die Gesamtsituation zu berücksichtigen. Das Wichtigste bei diesem Projekt war, gut zusammenzuarbeiten. Ich freute mich eigentlich nicht darauf, die Situation zu ändern, aber die Situation wurde dadurch besser. Wir beide konnten tiefer nach innen schauen.

Sich aus den Fesseln der menschlichen Gefühle an Eltern befreien

Mein 83-jähriger Vater verließ plötzlich die Welt, nachdem er sich gerade 17 Jahre lang im Falun Dafa kultiviert hatte. Wir waren schockiert über seinen Tod und vermissten ihn. Als sein Sohn und Mitpraktizierender sagte ich mir, dass ich diesbezüglich ruhig und vernünftig handeln sollte. Ich blickte auf die letzten Tage seines Lebens zurück und dachte darüber nach. Dadurch konnte ich mich erhöhen.

Früher litt ich unter Depressionen und Schlaflosigkeit. Durch das Praktizieren von Falun Dafa habe ich körperlich und geistig profitiert. Mein Vater hatte dies gesehen und trat deshalb auch in die Kultivierung des Dafa ein. Er hatte jahrelang Herzkrankheiten. Kurz nach Beginn der Kultivierung erholte er sich ohne Medikamente schnell von seinen chronischen Krankheiten. Zuvor hatte er wegen der Krankheiten nicht gewagt, mit einem Flugzeug zu fliegen. Seitdem er Falun Dafa praktizierte, war er vier Mal mit mir in die USA und nach Kanada geflogen, um an Fa-Konferenzen teilzunehmen. Er hatte mehrmals den Vorträgen des Meisters persönlich zugehört, was wertvolle Erinnerungen für uns waren. Die Gesundheit meines Vaters war immer gut gewesen.

In den letzten Jahren hatte er dann unter Krankheitskarma gelitten, wie Gedächtnisverlust, Appetitlosigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit. Zwei Monate vor seinem Tod hatte er immer häufiger Bauchschmerzen. Jedes Mal, wenn die Beschwerden auftraten, war er normalerweise in zwei oder drei Tagen wieder in Ordnung. Deshalb machte ich mir keine Sorgen um ihn. Dieses Mal konnte er jedoch nur noch Wasser trinken, erbrach immer wieder und starb plötzlich innerhalb von fünf Tagen.

Mein Vater und ich standen uns nicht nahe und tauschten uns normalerweise auch nicht oft aus. Als Sohn kümmerte ich mich im Alltagsleben nicht viel um ihn; als Mitpraktizierender half ich ihm auch nicht oft bei der Kultivierung. Beim Austausch mit ihm zwang ich ihm oft meine Erkenntnisse auf, ohne Rücksicht auf seine Gefühle. Ich war weder barmherzig noch geduldig genug. Ich versetzte mich also nicht einmal in seine Lage. Mehr als zehn Jahre lang beschäftigte er sich ständig mit den drei Dingen, die wir Praktizierende tun sollen. Selbst einige Tage vor seinem Tod ging er noch wie immer zur Sehenswürdigkeit, um die Menschen dort über die wahren Umstände aufzuklären.

Es ist schade, dass mein Vater nicht mit mir zusammen bis zum Ende der Fa-Berichtigung gehen konnte. Erfreulich ist, dass er sich, wenn er sich unwohl fühlte, immer dem Fa entsprechend berichtigen und mit aufrichtigen Gedanken handeln konnte. Das konnte er, selbst wenn die Familienangehörigen ihm rieten, Medikamente einzunehmen oder sich ärztlich behandeln zu lassen. Das heißt, er beschmutzte den Namen des Dafa nicht. Selbst um drei Uhr morgens am Tage seines Todes saß er trotz Schmerzen am Tisch und lernte wie immer das Fa.

Zwanzig Tage später sah ich in einem Traum, dass mein Vater mir zulächelte und sein Teint rosig strahlte. Er sah dicker aus als je zuvor. Es schien mir zu sagen, dass er eine gute Zukunft hatte. Das tröstete mich. Nach dem Aufwachen las ich beim Fa-Lernen gerade die Abschnitte über Träume in Lektion 9 des Zhuan Falun. Mir wurde sofort klar, dass es ein Hinweis vom Meister war, damit ich mich nicht mehr schämte und mir auch nicht mehr Selbstvorwürfe machte.

In dem Gedicht „Barmherzigkeit ist größer als Liebe“ (Hong Yin V) ermahnt der Meister uns, dass man sich nicht von menschlichen Emotionen kontrollieren lassen darf. Ich glaube, der beste Weg, an meinen Vater zu denken, ist, mich noch fleißiger zu kultivieren. Falls ich nachlässig werde, muss ich mich mit den folgenden Worten des Meisters ermutigen:

„Je näher das Ende kommt, desto fleißiger soll man sich kultivieren.“ (Fa-Erklärung zum 25. Jahrestag der Verbreitung von Dafa auf der Fa-Konferenz in New York, 14.05.2017)


[1] 13.10.2002, in: Essentielles für weitere Fortschritte III[2] 22.05.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte I[3] 18.11.2006, in: Essentielles für weitere Fortschritte III[4] 27.11.2016[5] 05.07.1997, in: Essentielles für weitere Fortschritte I