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Über 60-Jährige im Gefängnis von Liaoning gefoltert

19. Dezember 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Liaoning

(Minghui.de) Eine über 60 Jahre alte Bürgerin der Stadt Jinzhou in der Provinz Liaoning wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, weil sie Falun Dafa [1] praktiziert. Im April 2019 brachte man sie in das Frauengefängnis Liaoning, wo sie verschiedenen Formen der Folter ausgesetzt war. Ihr Gesundheitszustand wurde zunehmend schlechter. Ihre Familie ist sehr besorgt.

Um Xu Guixian dazu zu bringen, ihrem Glauben abzuschwören, ließen die Gefängniswärter sie lange Zeit im eisigen Winter im Freien stehen. Sie gossen eiskaltes Wasser auf ihre Kleidung und entzogen ihr den Schlaf. Einmal tauchten die Wärter eine Decke in kaltes Wasser und wickelten Xu darin ein. Ihre körperliche Reaktion war sehr heftig und sie musste zur Wiederbelebung ins Krankenhaus gebracht werden.

Trotz der Misshandlungen hielt Xu standhaft an ihrem Glauben an Falun Dafa fest.

Verhaftet, weil sie eine Strafanzeige erstattet hatte

Der chinesische Oberste Volksgerichtshof kündigte am 1. Mai 2015 an, dass „alle Fälle angenommen und alle Beschwerden bearbeitet werden müssen“. Daraufhin reichte Xu gegen den ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistische Partei Chinas, Jiang Zemin, eine Strafanzeige ein, weil er die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte. Nachdem ihre Schriftstücke dem chinesischen Obersten Volksgericht und der Obersten Volksstaatsanwaltschaft vorgelegt worden waren, kam die Polizei oft, sie zu Hause zu schikanieren.

Am Abend des 19. Juli 2018 kamen Beamte der Polizeiwache Tiexin zu ihr nach Hause und brachten sie in die Frauenhaftanstalt Jinzhou. Ihre Familie ging los, um ihre Freilassung zu beantragen. Ein Beamter antwortete ihnen: „Wir sind nur für die Verhaftung zuständig, für sonst nichts.“

Als sie Zeuge wurde, wie eine andere Praktizierende in der Haftanstalt misshandelt wurde, sagte Xu zu den Wärtern: „Wenn ich rauskomme, werde ich auf Minghui.org enthüllen, was Sie getan haben.“ Dafür erhielt sie Isolationshaft.

Im Gefängnis misshandelt

Ohne die Familienangehörigen zu benachrichtigen, verurteilte das Gericht Linghe Anfang März 2019 Xu zu vier Jahren Haft. Sie wurde im April in das Frauengefängnis von Liaoning überstellt und kam in die fünfte Abteilung.

Auf Anweisung des stellvertretenden Leiters der Abteilung Li Ze befahl der Beamte Gao Xiaohang den Häftlingen, Xu schlecht zu behandeln. Zum Beispiel musste sie 24 Stunden am Tag ohne Schlaf stehen. Sobald ihr die Augen zufielen, kamen die Häftlinge und zogen sie wieder auf. Dazu wurde ihr die Toilettenbenutzung verwehrt. Sie vermied es sogar, zu essen, um ein Missgeschick zu vermeiden.

Folterabbildung: Mit kaltem Wasser übergießen

Im April war es im Nordosten Chinas noch sehr kalt. Mehrere Häftlinge zogen Xu die warme Kleidung aus und ließen ihr nur die dünne Häftlingskleidung. Sie schleppten sie an das Ende eines Bettes, das von den Überwachungskameras nicht erfasst werden konnte. Sie zwangen sie, mit beiden Füßen in kaltem Wasser in einer Schüssel zu stehen, während sie kaltes Wasser über sie gossen. Nachdem ihre Kleidung durchnässt war, bedeckten sie sie mit einem Wintermantel. Diese Folter ging über sechs Tage. Xu verlor schließlich das Bewusstsein und sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Arzt sagte, sie hätte sterben können.

Nachdem sie Xu zurück in ihre Gefängniszelle gebracht hatten, gossen die Wärter kaltes Wasser auf ihr Betttuch und befahlen ihr dann, sich hinzulegen, ohne ihr eine Bettdecke zu geben. Jeden Tag schlugen, kniffen und beschimpften die Häftlinge sie.

Als Xu im April ins Gefängnis kam, hatte sie keinerlei Toilettenartikel. Polizist Gao kündigte vor anderen Häftlingen an, dass niemand Xu etwas geben dürfe, sei es Nahrung oder Gebrauchsgegenstände.

Kontaktinformationen der beteiligten Einrichtungen:

Frauengefängnis Liaoning: +86-24-31236329, +86-24-31236316, +86-24-31236317Hot line der Gefängnisverwaltung: +86-24-3123606096Anzeige und Beschwerde: +86-24-31236052Li Aidong, Sekretär des Disziplinarausschusses: +86-24-31236005 und +86-15698805353Jia Fjun, Direktor des Gefängnisses: +86-24-31236001, +86-15698808121Polizeiwache Tiexin: +86-416-4786036Frauengefängnis Jinzhou: +86-416-3708085

Früherer Bericht:

53 ältere Praktizierende immer noch im Frauengefängnis Liaoning


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.