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Meine Kultivierungsreise bei der Arbeit für die Medien

Präsentiert auf der Konferenz zum Erfahrungsaustauch 2018 von NTD und Epoch Times

24. März 2019

(Minghui.org) Ich begann 1996 im Alter von fünf Jahren, Falun Dafa zu praktizieren. In diesem Jahr hatte ich das Glück, die erste Internationale Falun-Dafa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch besuchen zu können. Dort sah ich den Meister und hörte ihn das Fa erklären.

Am 25. April 1999 nahmen meine Eltern und ich an der friedlichen Aktion teil, bei der Tausende von Falun-Dafa-Praktizierende in Zhongnanhai, Peking petitioniert hatten. Nach dem Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 gingen meine Eltern und ich zum Platz des Himmlischen Friedens, um dort den guten Ruf von Falun Dafa zu verteidigen. Wir hielten informative Spruchbänder hoch und praktizierten die Übungen.

Einmal wurden wir rechtswidrig auf der Polizeistation am Platz des Himmlischen Friedens festgehalten. Ich stand da und schaute durch den Metallzaun, der um die Absperrung herumführte. Ein Beamter kam zu mir und schrie, dass meine Eltern mich zu unsinnigen Dingen anstiften würden. Ich entgegnete, dass ich Falun Dafa weiter praktizieren würde, selbst wenn meine Eltern mit dem Praktizieren aufhören würden. Da ging er weg, ohne noch etwas zu sagen.

Während des folgenden Jahres wurde meine Familie auf verschiedene Art und Weise verfolgt, doch es war uns möglich, mit der barmherzigen Hilfe und dem Schutz des Meisters durch alle Schwierigkeiten hindurchzukommen.

Als ich alt genug war, um die Mittelschule und Hochschule zu besuchen, las ich die Artikel des Meisters über die Errettung der Menschen. Ich verstand, dass ich meinen Verwandten und Freunden die Wahrheit erklären sollte. Doch zuerst sollte ich ihnen zeigen, dass sie mir wirklich wichtig waren, damit sie bereit waren, die Wahrheit von mir zu hören. Ich freundete mich auch mit meinen Mitschülern an und suchte nach Gelegenheiten, ihnen die Wahrheit zu erklären.

Während ich das Fa lernte, hatte ich Ideen, wie ich mit ihnen über die Verfolgung sprechen könnte. Ich nahm mir viel Zeit, die Informationen zu studieren, die andere Praktizierende auf Mighui.org zusammengefasst hatten. Mir fielen einige gute Ansätze ein, mit anderen zu sprechen und sie zu überzeugen, aus der Kommunistische Partei Chinas und ihren Unterorganisationen auszutreten. Viele meiner Mitschüler waren daraufhin bereit, aus den Unterorganisationen der KP auszutreten.

Während der Sommerferien verbrachte ich auch viel Zeit damit, das „Zhuan Falun“ und die neuen Artikel des Meisters zu lesen. Dies legte ein solides Fundament für meine Kultivierung.

2018 entschieden sich meine Eltern, mich in ein College in einer Stadt im mittleren Westen der USA zu schicken.

Ich war bisher in einer soliden Kultivierungsumgebung aufgewachsen, in der mich die Menschen zum Praktizieren ermutigten. Dabei hatte ich eine große Veränderung erfahren.

An der Uni dagegen vergnügten sich die Studenten meines Alters. Sie suchten nach Vergnügungen und befriedigten dabei ihre verschiedenen Begierden. Ich fühlte mich von allen Arten von Verführungen umgeben. Dabei traten viele meiner Anhaftungen an die Oberfläche. Ich hatte das Gefühl, dass ich nach und nach nach unten gezogen wurde. Allmählich begann ich, mich auf materielle Vorteile und die Vergnügen der gewöhnlichen Menschen sowie auf Emotionen zu konzentrieren. Ich fand es schwierig, diese Anhaftungen aufzugeben. Außerdem nahm ich die Kultivierung immer weniger wichtig. Ich ging nicht einmal mehr zum örtlichen Fa-Lernen in der Gruppe.

Eines Tages stand ich vor dem Bildnis des Meisters, dachte über die Anhaftungen nach, die ich nicht loslassen konnte, und bat den Meister um Hilfe. Ich sagte: „Ich weiß nicht, wie ich diese Anhaftungen loslassen kann. Ich will wirklich fleißig praktizieren.“

Kurz danach fühlte ich mich sehr motiviert, am wöchentlichen Fa-Lernen teilzunehmen und zu einem Teil der örtlichen Kultivierungsumgebung zu werden. Ich fühlte, dass ich meine Anhaftungen leicht nehmen konnte, die so schwierig loszulassen gewesen waren. Da wurde mir klar, wie wichtig der Glaube an unseren Meister und ein stabiles Fa-Lernen ist. Von da an fühlte ich mich wunderbar!

Bevor ich mit meiner Unilaufbahn begann, hatte meine Kultivierung von den Ermahnungen und der Kontrolle meiner Eltern abgehangen. Meine Erfahrung in der Universität erlaubte es mir zu verstehen, was es bedeutet, sich selbst zu kultivieren. Ich sah ganz deutlich, dass ich einen vollkommen anderen Weg als die gewöhnlichen Menschen meines Alters ging. Ich sollte meinen Fokus nicht auf die Dinge legen, die sie anstrebten: Ausbildungsabschlüsse, Arbeit, Geld, Gefühle und Ruhm. Ich hatte eine Mission und Verantwortung.

Herausforderungen

Nach meinem Uni-Abschluss fing ich an, für das Büro der Epoch Times in Washington D.C. als Vollzeitreporter zu arbeiten. Ich dachte, dass ich mich sehr gut als Reporter eignen würde – an einem Arbeitsplatz mit angenehmen Aufgaben, die immer interessant sein würden.

Als das lokale Büro Verkäufer brauchte, erinnerte ich mich an einen Traum, in dem ich vom Meister angeleitet worden war, Verkäufer zu werden. Mir wurde klar, dass das Büro Verkäufer dringender brauchte als Reporter, und so entschied ich mich, den Verkauf auszuprobieren.

Am Anfang ging alles recht glatt. Ich machte Anrufe, schickte E-Mails an Kunden und besuchte sie. Mit Hilfe der Praktizierenden, die erfahrener waren, konnte ich auch einige Verkäufe abschließen. Wenn meine aufrichtigen Gedanken stark waren, konnte ich sogar alleine Verkäufe abschließen.

Da begann ich zu denken, dass die Verkäuferposition nicht so schwierig sei, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Dieser Gedanke vergrößerte noch meine selbstgerechte Art und meinen Wunsch, mich selbst zu bestätigen, Anhaftungen, die ich während meiner Reportertätigkeit unbewusst genährt hatte.

So begann ich, Arbeit und Kultivierung miteinander zu vermischen. Ich dachte, dass ich nicht mit der Kultivierung ins Hintertreffen geraten würde, solange meine Arbeit glatt lief. So begann ich, immer mehr Zeit mit Arbeiten zu verbringen. An der Oberfläche sah es so aus, dass ich sehr hart arbeitete. Ich blieb oft lange im Büro und machte Überstunden. Doch als ich immer mehr Zeit auf der Arbeit verbrachte, verkürzte dies meine Zeit für die drei Dinge. Als ich mich dabei von den Maßstäben des Dafa entfernte, senkte ich meinen Maßstab für die Kultivierung und Erhöhung der Xinxing.

Eines Nachts träumte ich, dass ich auf eine Mauer kletterte. Als ich fast ganz oben angelangt war, ging mir plötzlich die Kraft aus und ich rutschte herunter. Dann sah ich den Meister, der einen Knäuel von verwirrten Fäden hielt, auf mich zukommen. Der Meister sagte streng: „Du denkst nur daran, wie du schnell klettern kannst. Aber du hast niemals wirklich über deine Kultivierung nachgedacht!“

Nach dem Aufwachen wurde mir klar, dass der Ball mit den Fäden die Lücken und nicht gelösten Knoten in meinem Herzen aufgrund meiner Versäumnisse darstellte. Ich hatte mich seit langer Zeit nicht mehr um die Kultivierung meiner Xinxing bemüht. Mir wurde klar, dass sich ein ernsthaftes Problem hatte. Doch aufgrund meines schlechten Kultivierungszustandes fühlte ich mich machtlos. Ich wusste nicht, was ich tun konnte.

All dies belastete mich: Die Anhaftungen, die ich nicht beseitigt hatte; die Schwierigkeiten, die ich aufgrund meiner fehlenden Aufmerksamkeit bei kleinen Details hatte; der Druck des täglichen Lebens sowie der finanzielle Druck.

Ich war entmutigt und dachte, dass ich nicht weiter für die Medien arbeiten könne. Ich dachte, das wenn sich meine Situation nicht ändern würde, wäre ich nicht fähig, irgendetwas gut zu machen, sondern würde die Medienprojekte stören. Daher verließ ich das Washingtoner Epoch Times Büro im Sommer 2016 und zog nach New York, wo ich eine normale Arbeit fand.

Schwierigkeiten durchbrechen

Die darauffolgenden paar Monate waren die unerträglichsten Monate meiner 20-jährigen Kultivierung. Manchmal dachte ich, dass ich schon mit dem Praktizieren aufgehört hätte. Die Schwierigkeiten und Anhaftungen schienen so schwer zu durchbrechen zu sein, ganz gleich, wie hart ich mich darum bemühte. Ich wurde mutlos. Ich begann sogar infrage zu stellen, ob es wirklich so gedacht war, dass ich ein Praktizierender war; ob ich überhaupt würdig war, ein Jünger des Meisters zu sein, und ob ich überhaupt die Schichten der Arrangements der alten Mächte durchbrechen konnte.

Ich fragte mich: „Sind meine vielen Jahre der Kultivierung wirklich ruiniert? Bin ich nicht imstande, diesen Weg zu gehen?“ Ich fühlte mich, als ob ich in einem Meer aus Verzweiflung und Dunkelheit ertrank.

Doch dann erinnerte ich mich immer daran, dass unser Meister jeden seiner Jünger zum Erfolg der Kultivierung kommen sehen möchte. Ich wusste, dass mich der Meister nicht im Stich lassen würde, solange ich nicht aufgab und die Kultivierung von Dafa nicht verließ.

In „Zu der Unruhe, die von dem Artikel über Nebenurgeiste verursacht wurde“ sagt der Meister:

„Alles, was dem Dafa und den aufrichtigen Gedanken der Dafa-Jünger nicht entspricht, ist in Wirklichkeit auf die Einmischung der alten Mächte zurückzuführen. Dazu zählen auch alle unaufrichtigen Faktoren in einem selbst. Deshalb betrachte ich das Aussenden der aufrichtigen Gedanken als eines der drei wichtigen Dinge, die die Dafa-Jünger tun sollen.“ (Li Hongzhi, 19.08.2016)

Deshalb rezitierte ich den folgenden Satz aus „Was ist ein Dafa Jünger?“ immer wieder:

„Je hoffnungsloser es zu sein scheint, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Hoffnung unmittelbar bevorsteht.“ (Li Hongzhi, 29.08.2011)

Ich verstand, dass ich als Dafa-Jünger nicht die Dinge der Alten Mächte anerkennen sollte, die sie für mich arrangiert hatten, ganz gleich wie schlecht ich mich an der Oberfläche verhalten hatte. Ich sollte nicht denken, dass ich ein schlechter Kultivierender bin.

Manchmal hatte ich Angst, dass die Alten Mächte warteten und jede Gelegenheit suchten, um mich zu verfolgen. Dann dachte ich: „Ich habe den Meister. Die Alten Mächte sind nicht würdig, mich zu verfolgen, ganz gleich wie schlecht ich mich verhalten habe.“

Der Wendepunkt

Eines Nachts hatte ich einen Traum, in dem der Meister zu mir kam und etwas von meinem Gesicht wegriss, aber nicht komplett. Der Meister sah, dass eine Schicht von Substanzen übrig blieb, und befragte mich bezüglich meiner Kultivierung. Ich war zu beschämt, um zu sagen, das es schrecklich lief, und so senkte ich meinen Kopf und sagte nur still: „Es geht gut.“

Als ich meinen Kopf hob, sprach der Meister nicht, sondern sah mich mit einem Ausdruck an, den ich niemals vergessen werde – einem Blick, der so unendlich barmherzig war, wie ein Vater, der ein Kind ansieht, das sich schlecht verhalten hat. Der Meister wusste alles, aber in seinem Blick war keine Strenge, keine Kritik oder Beschwerde, sondern nur Barmherzigkeit, Akzeptanz und Glaube. Da begann ich heftig zu weinen. Der Meister fragte: „Weißt du jetzt, was zu tun ist?“

Als ich aufwachte, wusste ich, dass ich nicht so weitermachen konnte. Der Meister wartete darauf, dass ich meinen Kultivierungszustand korrigierte.

So zwang ich mich, mich auf das Fa-Lernen zu konzentrieren. Beim Fa-Lernen fühlte ich eine schwere Schicht von Substanzen vor meinen Augen; ich fühlte, dass das Fa meinen Geist nicht erreichen konnte. Trotzdem machte ich mit dem Fa-Lernen weiter.

Nach ein paar Monaten begann ich schließlich, aufrichtige Gedanken zu haben. Jedoch spürte ich einen gewaltigen Widerstand und mein Kultivierungszustand schwankte auf und ab. Wieder verlor ich den Mut und das Vertrauen in die Kultivierung.

Da hatte ich einen weiteren Traum, in dem der Körper des Meisters auf einer Wolke stand und auf mich in der Menschenwelt herabblickte. Ich legte meine Hände zum Buddha-Gruß  aneinander und rief aufgeregt: „Meister! Meister!“ Da verstand ich, warum die Menschen in den westlichen Ölgemälden zum Himmel aufsehen, göttliche Wesen sehen und solch einen ehrfürchtigen Gesichtsausdruck haben.

Während ich mich mehr beeilte bei den drei Dingen, die wir tun sollen, half mir der Meister, die schlechten Substanzen loszuwerden. Eines Tages verstand ich plötzlich, was zu tun war, und war in der Lage, die Schwierigkeit zu durchbrechen.

Während der schwierigsten Zeit hielt ich den grundlegendsten aufrichtigen Gedanken aufrecht, an den Meister und das Fa zu glauben. Obgleich mein Kultivierungszustand schlecht war, glaubte ich fest daran, dass die Macht des Meisters und des Fa grenzenlos ist.

Ich fühlte, dass ich das Arrangement der alten Mächte durchbrochen hatte und dass ich komplett neu geboren war. Ich spürte tatsächlich, dass ich durch eine Prüfung von Leben und Tod hindurchgekommen war.

Vorher hatte ich gedacht, dass ich das heilige Wesen der Kultivierung verstanden hätte und auch die Wichtigkeit, nach innen zu schauen und mich solide zu kultivieren. Doch erst nach dieser Schwierigkeit verstand ich es tief im Herzen.

Ich hatte oft verschiedene Ausreden dafür gefunden, mich zu entspannen. Ich hatte sogar gedacht, ich hätte mich schon so lang kultiviert, dass ich hin und wieder entspannen könne.

Der Meister sagt:

„In dem entscheidenden Moment, wenn ich euch zum Bruch mit den Menschen aufrufe, folgt ihr mir nicht. Es ist so, dass nicht jede Chance nochmals gegeben wird. Die Kultivierung ist ernsthaft. Die Distanzen werden immer größer. Es ist äußerst gefährlich, wenn man bei der Kultivierung irgend etwas Menschliches hinzufügt.“ (Li Hongzhi, Entwurzeln, 06.07.1998, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Mir wurde klar, dass ich vorher nur das getan hatte, was immer ich gewollt hatte. Ich hatte meine Anhaftungen nicht loslassen können; ich hatte nicht nach innen schauen wollen. Ich hatte verschiedene Ausreden gefunden und die Angelegenheit in die Zukunft geschoben.

Nach dieser Schwierigkeit jedoch verstand ich:

„Fa lernen, Fa erhalten,Das Lernen vergleichen, Kultivieren vergleichen,Jede Tat danach richten,Das erreichen ist kultivieren.“(Li Hongzhi, Solide kultivieren, 07.10.1994, in: Hong Yin I)

Ich muss nicht nur mit mir selber streng sein, jeden Tag die drei Dinge zu tun, ich sollte auch sehr streng mit mir bezüglich des Nach-innen-Schauens und der Kultivierung sein. Ganz gleich welche Prüfungen, Schwierigkeiten oder Trübsale mir begegnen, ich muss mich wirklich verbessern. Durch dieses Verständnis konnte ich fühlen, wie ich mich schnell verbesserte.

Die Medien sind mein Weg

Mir wurde klar, dass sich mein Kultivierungsweg in den Medien befindet, und so gab ich meine normale Arbeit wieder auf und begann im August 2017, im Büro in New York in Teilzeit zu arbeiten.

Jetzt kann ich eine große Veränderung bei meiner Kultivierung beobachten – meine Xinxing verbessert sich täglich.

Im New Yorker Hauptquartier scheint sich alles jeden Tag zu verändern und alles bewegt sich sehr schnell vorwärts. Am Anfang wurde ich hin und wieder durch meine Vorliebe bezüglich bestimmter Aufgaben bewegt. Dann wurde mir klar, dass diese Veränderungen Teil meiner Verbesserung sind.

Ich begann zu verstehen, warum es arrangiert war, dass ich Verkaufen sollte. Obgleich ich nicht wirklich für den Verkauf prädestiniert bin, so erlaubt es mir doch, direkt mit meinen Schwächen in der Kultivierung konfrontiert zu werden. All dies ist Teil meines Kultivierungsweges, der vom Meister arrangiert wurde.

Wann immer ich eine neue Position bekam, fand ich es schwierig, mich an einige Aspekte meiner Arbeit anzupassen. Jedes Mal, wenn dies geschah, kamen viele meiner Anhaftungen an die Oberfläche.

Als ich einmal fröhlich dachte, ich hätte mich an meine neue Rolle angepasst, wurde ich noch am gleichen Nachmittag an einen anderen Arbeitsplatz versetzt.

Barmherzigkeit kultivieren

Während des Jahres bei den Medien wurde mir die Wichtigkeit von Barmherzigkeit und Güte bewusst. Weil ich jeden Tag mit Mitpraktizierenden zu tun habe, bemerkte ich, dass die Art, wie ich Praktizierende behandle, oft anders ist als die Art, wie ich mit Nichtpraktizierenden umgehe. Wenn es Mitpraktizierende sind, fehlt es mir oft an Güte, Toleranz, Geduld oder Respekt.

Ich behandle die Praktizierenden in den Medien wie eine große Familie und habe das Gefühl, dass Mitpraktizierende „welche von uns“ sind, während ich andere Leute als „Außenstehende“ ansehen. Wie kann dies wahre Barmherzigkeit sein?

Der Meister sagt:

„Beim Praktizieren muss man auf De achten, Gutes tun und barmherzig sein, an jedem Ort und zu jeder Gelegenheit soll man sich auf diese Weise fordern.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, Seite 180)

Der Meister hat wiederholt über die Kultivierung von Barmherzigkeit gesprochen. Mir wurde klar: Wenn ich nicht wirklich Barmherzigkeit und Güte kultiviere, wie kann ich dann den Maßstab der vollständigen Selbstlosigkeit im neuen Kosmos erreichen?

Mir wurde auch klar, dass meine fehlende Barmherzigkeit durch Neid verursacht wurde. Ich fand auch Kampfgeist, Prahlerei und Stolz. Während des Prozesses, die Wurzeln dieser Anhaftungen auszugraben, spürte ich mehr Barmherzigkeit aus meinem Herz aufsteigen, und meine Gedanken wurden friedlich und bescheiden.

Die am schwierigsten zu beseitigende Anhaftung ist die Emotion. Sobald ich mich dazu entschloss, sie zu beseitigen, wurde es schmerzhaft. Da wusste ich: Ich war an einem Wendepunkt angekommen. Die schlechte Substanz war dabei, eliminiert zu werden – ich sollte mich freuen.

Wenn es schwierig auszuhalten war, rezitierte ich immer wieder:

Große Erleuchtete, keine Furcht vor Bitternis,Willen diamantfest, Kein Festhalten an Leben und Tod,Edelmütig auf dem Weg der Fa-Berichtigung.(Li Hongzhi, Aufrichtige Gedanken, Aufrichtiges Verhalten, 29.05.2002, in: Hong Yin II)

So wurden meine Emotionen nach und nach immer schwächer.

Ich las die Lehre des Meisters in „Fa Erklärung auf der Fa-Konferenz in Vancouver, Kanada 2003“:

„Allerdings darfst du als Kultivierender bei der Erhöhung der Anforderungen an die Xinxing und beim Loslassen von Eigensinnen auf keinen Fall flüchtig handeln. Dabei darf man die Maßstäbe auf keinen Fall senken, weil man die Verantwortung gegenüber der Zukunft, dem zukünftigen Kosmos und allen zukünftigen Wesen tragen muss. Viele Dafa-Jünger werden in der Zukunft zu sehr großen Lebewesen, sie werden sehr viele Lebewesen enthalten, sogar unzählige Lebewesen. Deshalb würde jene Schicht des Kosmos und des Himmelskörpers nicht lange währen, wenn deine Maßstäbe abgesenkt würden. Deshalb muss man die Maßstäbe auf jeden Fall erreichen.“ (Li Hongzhi, 18.05.2003)

Ich verstand, dass unsere Kultivierung mit der Errettung von unzähligen Lebewesen und der ewigen Harmonie des zukünftigen Universums verknüpft ist. Dies ist der Grund, warum wir uns nach einem sehr hohen Maßtsab kultivieren.

Ich möchte allen sagen, dass der Erfahrungsaustausch mit meinen Mitpraktizierenden mir immens geholfen hat. Dies beinhaltet auch die Artikel auf der Minghui-Website und Minghui-Radio, die verschiedenen Konferenzen und das Fa-Lernen in der Gruppe. Jeder Praktizierender erleuchtet, inspiriert und erinnert mich!

Dank an den großartigen Meister! Ich danke euch Mitpraktizierenden!