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Gefängnis blockiert Antrag einer Professorin auf Wiederaufnahme ihres Falles

12. April 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Guangdong

(Minghui.org) Eine ehemalige Mathematikprofessorin wurde ins Gefängnis überführt, nachdem ihre Berufung gegen eine unrechtmäßige Verurteilung wegen ihres Glaubens an Falun Dafa [1] abgelehnt worden war. Die Gefängnisbehörden versuchen nun, sie daran zu hindern, einen Antrag auf Wiederaufnahme ihres Falles zu stellen.

Wang Jiafang, 55, aus der Stadt Guangzhou, Provinz Guandong wurde am 27. Oktober 2017 verhaftet, nachdem sie wegen Gesprächen mit anderen sowie Briefen an die örtliche Parkverwaltung über Falun Dafa angezeigt worden war.

Man stellte sie am 9. April 2018 vor Gericht. Am 24. August 2018 verurteilte das Bezirksgericht Liwan sie zu 3,5 Jahren Haft. Daraufhin legte Wang Berufung beim Mittleren Gerichtshof von Guangzhou ein, der das Urteil jedoch bestätigte.

Gerichte von Guangzhou befolgen strikt die Verfolgungspolitik der Partei, auch im Falle von Wang

Seit Beginn der Verfolgung von Falun Dafa durch das kommunistische Regime im Jahr 1999 hat das Gerichtssystem von Guangzhou die Verfolgungspolitik zur Verurteilung von Praktizierenden strikt befolgt. Bislang hat das Mittlere Gericht von Guangzhou in den Berufungsfällen der Falun-Dafa-Praktizierenden nie eine öffentliche Anhörung durchgeführt und auch nie einen ihrer Schuldsprüche aufgehoben.

Wang wurde am 18. Dezember 2018 in das Frauengefängnis der Provinz Guangdong gebracht.

Hielt das Gefängnis den Antrag auf Wiederaufnahme zurück?

Als der Anwalt Wang am 2. Februar 2019 besuchte, sagte Wang ihm, dass sie den Antrag auf Revision ihres Falles schreiben wolle. Sie wollte ihn dann an ihn schicken.

Der Anwalt erhielt jedoch nie etwas von Wang. Daher suchte er sie am 3. April im Gefängnis auf. Diesmal wurde ihm der Besuch verweigert. Es hieß, dass ein Treffen mit seiner Mandantin erst von der obersten Leitung genehmigt werden müsse. Dem Anwalt wurde klar, dass die Gefängnisbehörden beabsichtigten, Wang an der Antragstellung zu hindern. Höchstwahrscheinlich wurde das von ihr vorbereitete Dokument von den Beamten zurückgehalten.

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[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.