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Dalian, Provinz Liaoning: Neun Praktizierende an einem Tag verhaftet, acht von ihnen interniert

13. Juni 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Liaoning

(Minghui.org) Am 18. März 2018 sind neun Praktizierende in der Stadt Dalian, Provinz Heilongjiang verhaftet worden. Sie hatten Informationsmaterialien verteilt, mit denen sie die Menschen über die Verfolgung von Falun Dafa [1] und die blutige Vergangenheit des chinesischen kommunistischen Regimes aufklären wollten. Sechs Monate später wurden acht der Praktizierenden zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Am 25. September 2018 fand vor dem Bezirksgericht Jinzhou die Verhandlung statt. Die Anwälte der Praktizierenden plädierten auf „nicht schuldig“. Sie argumentierten, dass es kein Gesetz gebe, das Falun Dafa verbiete. Außerdem gebe es keine Beweise, die die Anklage („Unterminierung des Gesetzesvollzugs“) rechtfertige [2].

Ungeachtet der Argumente der Verteidigung wurden folgende Strafen gegen die Praktizierenden verhängt:

Wang Liguo (w), Sun Baoying (w), Gu Xiuhua (w) und Zhou Xing (m) wurden zu vier Jahren Haft verurteilt. Zhang Sanman (w) und Tan Chunrong (w) wurden zu drei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Liu Jinglong (m) erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten, Li Tianxue (m) drei Jahre und zwei Monate.

Das Urteil gegen den 78-jährigen Liu Xiyong muss noch ermittelt werden.

Am 28. April 2019 wurden Gu, Zhang und Tan vom Untersuchungsgefängnis Dalian in das Frauengefängnis Liaoning gebracht. Wang und Sun wurden einen Monat später, am 21. Mai, ebenfalls dorthin überführt.

Zhou, Liu und Li wurden am 30. April vom Gefängnis Jinzhou ins Gefängnis Liaoning überführt.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde am 13. Mai 1992 zum ersten Mal in Changchun in China von Meister Li Hongzhi der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie verbreitete sich rasant und bald praktizierten fast 100 Millionen Chinesen Falun Dafa.

[2] Der Wortlaut des Paragraphen 300 des chinesischen StGB, um den es hier geht, ist etwa: „Verwendung einer Sekte, um den Gesetzesvollzug zu unterminieren“. Mithilfe dieses Paragraphen bringt das kommunistische Regime in der Regel die Praktizierenden ins Gefängnis.