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Hubei: Über 60-Jähriger im Gefängnis gefoltert

24. Juni 2019 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in der chinesischen Provinz Hubei

(Minghui.org) Liu Deyu befindet sich seit dem 29. Oktober 2018 im Gefängnis Fanjiatai. Dort wird der 60-jährige Falun-Dafa-Praktizierende [1] aus der Stadt Jingmen, Provinz Hubei gefoltert und gedemütigt.

Zu den Foltermethoden gehören neben Schlafentzug und Zwangsernährung der Einsatz des „Mauergrabens“. Dabei muss der Häftling lange Zeit eine Haltung einnehmen, bei der er seinen Kopf an eine Wand lehnen muss, während der Oberkörper senkrecht zu seinem Unterkörper gehalten wird und die Füßen knapp einen Meter von der Wand entfernt stehen.

Einmal ließen die Wärter Liu drei Tage und Nächte lang nicht schlafen. Sie schlugen ihn, sobald er seine Augen schloss.

Lange Zeit wurde ihm auch die Benutzung der Toilette verweigert genauso wie Anrufe an seine Familie. 

Um ihn zu zwingen, seinen Glauben aufzugeben, befahlen die Aufseher den Kollaborateuren [2], den Gründer von Falun Dafa zu beleidigen und auf Lius Verwandte und Familienmitglieder zu schimpfen. Sie versuchten auch, ihn einer Gehirnwäsche zu unterziehen, indem sie ihn zwangen, sich Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas anzuhören. Als sich Liu weiterhin entschieden weigerte, seinen Glauben aufzugeben, zwangen ihn die Kollaborateure, seinen Urin zu trinken.

Aus Protest gegen die rechtswidrige Inhaftierung weigert sich Liu, eine Gefängnisuniform zu tragen und sich die Haare wie bei Gefangenen üblich abschneiden zu lassen. Außerdem ist er in einen Hungerstreik getreten. Daraufhin fesselten die Aufseher ihn an ein Bett und führten eine Zwangsernährung durch, indem sie einen Plastikschlauch durch ein Nasenloch in den Magen einführten. Über einen Monat lang wurde er auf diese Weise gefoltert.

Folterdarstellung: Zur Zwangsernährung auf ein Bett gebunden

Hintergrund

Liu hat einen Hochschulabschluss und war bei der Anti-Epidemie-Station der Stadt Jingmen beschäftigt. Als die KP am 20. Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begann, sperrte man ihn für drei Jahre in ein Zwangsarbeitslager. Dort musste er sich einer Gehirnwäsche unterziehen und war Folter und Demütigungen ausgesetzt.

Im Dezember 2016 wurde er wegen der Verteilung von Informationsmaterial über Falun Dafa verhaftet. Am 2. Mai 2017 verurteilte das Bezirksgericht Dongbao ihn zu einer fünfjährigen Haftstrafe. Anderthalb Jahre später, am 29. Oktober 2018, überführte man ihn in das Gefängnis Fanjiatai in der Provinz Hubei.

Früherer Bericht:

Mr. Liu Deyu from Jingmen City, Hubei Province Illegally Sentenced to Four Years of Imprisonment


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.
[2] Ein Kollaborateur ist ein ehemaliger Falun-Dafa-Praktizierender, der aufgrund von Gehirnwäsche und Folter das Praktizieren aufgegeben hat und jetzt bei der Verfolgung anderer Praktizierender mithilft.