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Guangdong: Protest gegen willkürliche Inhaftierung – Ingenieur seit über 500 Tagen im Hungerstreik

29. Juni 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Guangdong

(Minghui.org) Aus Protest gegen die Inhaftierung wegen seines Glaubens an Falun Dafa [1] befindet sich Cai Chunpeng seit mehr als 500 Tagen im Hungerstreik. Seine Familie ist jetzt sehr besorgt um seine Gesundheit.

Cai, ein 39-jähriger leitender Ingenieur für Informationstechnologie aus der Stadt Shantou in der Provinz Guangdong, begann den Hungerstreik unmittelbar nach seiner Verhaftung. Das war am 3. Januar 2018. Er war wegen der Verbreitung von Informationen über Falun Dafa angezeigt worden.

Die Wärter des Untersuchungsgefängnisses Baisha ketteten seine Hände und Füße daraufhin an einen Bettrahmen und führten ihm einen Ernährungsschlauch durch die Nase ein. So zwangen sie Cai zur Nahrungsaufnahme. Die Prozedur war äußerst schmerzhaft und führte zu schweren Verletzungen.

Das Bezirksgericht Chenghai verurteilte Cai dann am 28. März 2018 zu 1,5 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan [2] verurteilt. Einen Monat später, am 23. April, wurde er ins Gefängnis von Sihui gebracht. Dort setzte er seinen Hungerstreik fort.

Während Cai wegen seines Glaubens inhaftiert war, erkrankte sein Vater, Cai Qinxu. Der über 70 Jahre alte Vater konnte die psychische Belastung nicht mehr verkraften, als er immer wieder die Verfolgung seines Sohnes miterleben musste. Er verstarb am 17. November 2018.

Verfolgung vor dieser letzten Verhaftung und Verurteilung

Nach seiner ersten Verhaftung am 23. September 2011 war Cai bereits einmal zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Und das wegen eines Aufklebers mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“, den er an einen Telefonmasten geklebt hatte.

Im Zwangsarbeitslager Sanshui unterzogen die Wärter ihn einer intensiven Gehirnwäsche. Sie ließen ihn einmal einen Monat lang nicht schlafen und schockten ihn mit Hochspannungs-Elektroschlagstöcken. Das taten sie, nachdem er sich geweigert hatte, seinem Glauben abzuschwören.

Nach seiner Entlassung aus dem Arbeitslager schikanierte die Polizei ihn ständig und weigerte sich, ihm seinen Ausweis und seine Berufszeugnisse zurückzugeben. Dadurch hatte er viele Schwierigkeiten im täglichen Leben.

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[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

[2] Das sind umgerechnet ca. 260 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- Euro.