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Gymnasiallehrer wegen seines Glaubens an Falun Dafa vor Gericht

7. Juni 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Liaoning

(Minghui.org) Der Gymnasiallehrer Wang Hongzhua wurde am 20. Mai 2019 vor das Bezirksgericht von Lishan gestellt, nachdem er seinen Glauben an Falun Dafa [1] nicht aufgegeben hatte.

Zwei Anwälte plädierten für ihn auf nicht schuldig. Sie argumentierten, dass kein Gesetz in China jemals Falun Dafa kriminalisiert habe und dass die Verfassung chinesischen Bürgern das Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit gewähre.

Die Anwälte wiesen auch darauf hin, dass Wang kein Gesetz verletzt oder jemandem Schaden zugefügt habe, indem er Informationen über Falun Dafa verbreitet und auf die Verfolgung aufmerksam gemacht hatte. Keines der in seiner Wohnung beschlagnahmten Materialien über Falun Dafa dürfe gegen ihn verwendet werden.

Die Festnahme – um eine Quote zu erfüllen?

Wang kommt aus der Stadt Anshan in der Provinz Liaoning. Er war im August 2018 verhaftet worden, und zwar in der Schule, in der er als Lehrer tätig ist. Sie hatten ihn dort zu einem angeblich dringenden Treffen einbestellt. Als er dort erschien, nahm die Polizei ihn fest.

Vor Gericht sagte Wang zu seiner eigenen Verteidigung aus und widerlegte die Anklage der „Unterminierung des Gesetzesvollzugs“. Diesen Paragraphen wenden die Behörden standardmäßig an, um Falun-Dafa-Praktizierende festzuhalten und ins Gefängnis zu bringen. „Das ist keine Strafsache. Es ist politische Verfolgung“, sagte er.

Der Staatsanwalt und der Vorsitzende Richter unterbrachen häufig die Verteidigung der Anwälte und auch Wangs Aussage.

Wang wartet nun auf sein Urteil im Untersuchungsgefängnis Nantai, wo er seit seiner Verhaftung am 22. August 2018 festgehalten wird.

Es wurde berichtet, dass die Polizei ihn verhaftet hatte, um die Quote für eine Kampagne zur Bekämpfung von Bandenmitgliedern zu erfüllen. Anstatt richtige Bandenmitglieder zu verhaften, nahmen die Behörden Falun-Dafa-Praktizierende ins Visier.

Es wurden weitere 30 lokale Falun-Dafa-Praktizierende und ihre Familienmitglieder zwischen dem 22. und 23. August 2018 verhaftet.

Frühere Berichte:

Provinz Liaoning: Oberschullehrer Opfer aktueller Massenverhaftung

Polizei wütet in Provinz Liaoning: 47 Festnahmen in nur zwei Tagen


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungswegs werden seit 1999 in China verfolgt.