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Seit über 10 Jahren gehe ich täglich kilometerweit zur Fa-Lerngruppe

27. Juli 2019 |   Mündlicher Bericht eines Praktizierenden in Jilin, aufgeschrieben von einem Mitpraktizierenden

(Minghui.org) Ich lebe auf dem Land. 1998 begann ich, Falun Dafa zu lernen, mit dem Ziel, dass sich meine Gesundheit verbessert. Zu jener Zeit litt ich an vielen Krankheiten, darunter Arthritis und Herzkrankheiten. Außerdem hatte ich starke Rückenschmerzen. Ich konnte kaum mein Bett machen. Nachdem ich drei Tage lang das Fa gelernt hatte, ließen meine Beschwerden nach und innerhalb eines Monats verschwanden alle meine Krankheiten.

Es war ein wunderbares Gefühl, endlich wieder gesund zu sein. Ich fand die Praktik wirklich magisch.

Das Fa-Lernen in der Gruppe ist eine Kultivierungsform, die Meister Li Hongzhi seinen Schülern hinterlassen hat. Es dient verschiedenen Zwecken: Bei unseren Treffen können wir uns über unsere Verständnisse und Erfahrungen austauschen und so kann sich unsere Xinxing schneller erhöhen.

„Das Lernen vergleichen, Kultivieren vergleichen“(Li Hongzhi, Solide kultivieren, 07.10.1994, in: Hong Yin I)

Ich darf beim Fa-Lernen nicht nachlassen

Vor dem 20. Juli 1999 gab es bei uns auch einige Praktizierende, die das Fa gelernt und die Übungen praktiziert haben. Aber nach Beginn der Verfolgung war ich die Einzige, die weiterpraktizierte. Ich wusste, dass ich auch Leiden ertragen musste. Und so beschloss ich, jeden Tag bis zur nächsten Fa-Lerngruppe in die Stadt zu laufen. Es war eine Strecke von etwa sieben Kilometern.

Anfangs war mein Mann darüber wütend und beschimpfte mich, weil ich dorthin ging. Er fragte mich: „Du wirst ja wohl nicht sterben, wenn du nicht hingehst, hä?“ Ich ignorierte es einfach. Inzwischen unterstützt er mich. Er macht morgens das Frühstück, und kurz danach breche ich auf. Dann räumt er alles auf. Man stößt in zehntausenden Jahren nicht auf eine solche Praktik, ich darf also beim Fa-Lernen nicht nachlassen. Ich gehe nun schon seit mehr als zehn Jahren zu dieser Fa-Lerngruppe.

In manchen Zeiten im Sommer war es unerträglich heiß und im Winter unerträglich kalt. Wenn ich müde war, rezitierte ich das Gedicht des Meisters:

„Große Erleuchtete, keine Furcht vor BitternisWillen diamantfestKein Festhalten an Leben und TodEdelmütig auf dem Weg der Fa-Berichtigung“ (Li Hongzhi, Aufrichtige Gedanken, aufrichtiges Verhalten, 29.05.2002, in: Hong Yin II)

Obwohl ich manchmal müde war und viele Schwierigkeiten zu meistern hatte, war ich sehr froh, im Fa zu sein. Sonnenschein oder Regenwetter, nichts konnte mich aufhalten. Ich wusste, dass der Meister an meiner Seite war und mich zu jeder Zeit beschützte.

Trotz der weiten Entfernung (wenn es regnete, musste ich einen Umweg machen), war ich nicht müde. Wenn ich von den Dorfbewohner gefragt wurde, wohin ich jeden Tag ginge, sagte ich, dass ich Falun Dafa lernen würde. Sie waren erstaunt, dass ich mich kein bisschen müde fühlte. Sie sagten, dass ich bestimmt 100 Jahre alt werden würde (jetzt bin ich 78).

Einmal ging ich mit meiner Tochter zu einer Freundin. Sie sagte, wenn sie mit mir ginge, würde sie sich nicht müde fühlen. Wenn sie dagegen alleine unterwegs sei, müsse sie immer wieder Pausen einlegen. Ich sagte zum Scherz, dass sie mich das nächste Mal anrufen sollte, dann würde ich sie begleiten.

Ich dachte oft an die Worte des Meisters:

„Fa erhalten, schon Gottheit“ (Li Hongzhi, Umfassend alle Wesen erlösen, 16.10.1996, in: Hong Yin)

Wie kann ich mit dem Schutz des Meisters müde sein?

In all den Jahren wurde ich nie vom Regen überrascht. Wenn es so aussah, als würde es bald regnen, sagte ich zum Meister: „Ich muss nach Hause gehen. Bitte lassen Sie es vorerst woanders regnen, nicht auf meinem Nachhauseweg.“ Erst, wenn ich das Dorf erreicht hatte und einen Unterschlupf hatte, begann es zu regnen. Bei Sandstürmen war es genauso. Wenn ich sah, dass sich etwas zusammenbraute, bat ich den Meister um Hilfe – und der Wind wechselte die Richtung. Wenn ein Sandsturm gemeldet wurde, flehte mich meine Familie manchmal an, nicht zu gehen. Ich sagte dann zu ihnen: „Das ist nichts!“ und ging trotzdem. In einem Jahr hatten wir viel Schnee, aber selbst 30 Zentimeter Schnee konnten mich nicht aufhalten. Nichts hätte mich aufhalten können. Ich war die Erste auf der Straße und bahnte so einen Weg für die Menschen.

Eines Tages war es schon sehr spät, als ich die Bahngleise mit den Holzschwellen erreichte. Aber ich fühlte mich beim Gehen sehr leicht, so als würde ich mit dem Wind schweben.

Auf meinem Weg rezitierte ich nicht nur das Fa, sondern schrieb auch auf Laternenpfähle: „Falun Dafa ist gut.“ Manchmal beobachte mich jemand dabei und drohte mir damit, die Polizei zu rufen. Ich sagte, dass ich nicht besorgt sei, weil die Polizei die Wahrheit kennen würde. Sobald sich eine Gelegenheit bot, sprach ich mit den Menschen über die wahren Umstände und half ihnen, aus der Kommunistischen Partei auszutreten.

Einmal war ich unterwegs in andere Dörfer, um Flugblätter verteilen. Auf halbem Weg begann mein Fuß so sehr zu schmerzen, dass ich nicht mehr gehen konnte. Ich sagte: „Das bin nicht ich, die Schmerzen hat. Ich muss dem Meister helfen, das Fa zu berichtigen und Lebewesen zu erretten. Du darfst mich nicht stören.“ Danach ging es mir wieder gut.

Ich bin unserem großartigen Meister und dem großartigen Fa sehr dankbar für alles, was sie mir gegeben haben. Egal, wie weit das Ziel noch ist, ich werde ohne zu zögern weitergehen und die drei Dinge gut machen. Es ist eine große Ehre, eine Falun-Dafa-Praktizierende zu sein. Ich muss der gnädigen Errettung des Meisters würdig sein und mit ihm nach Hause zurückkehren.