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Sydney: „Diese 20 Jahre andauernde Brutalität muss jetzt aufhören!“ – Kundgebung anlässlich 20 Jahre Verfolgung von Falun Dafa

29. Juli 2019 |   Von Minghui-Korrespondenten in Sydney

(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende und Unterstützer versammelten sich am 19. Juli 2019 vor dem Zollhaus im zentralen Geschäftsviertel Sydneys für eine Kundgebung. Sie verurteilten die Verfolgung von Falun Dafa [1] durch die Kommunistische Partei Chinas und forderten das Ende der Gräueltaten.

19. Juli 2019: Kerzenlichtmahnwache vor dem Zollhaus in Sydney anlässlich 20 Jahre Verfolgung in China

Sprecherin des australischen Falun-Dafa-Vereins: Diese seit 20 Jahren andauernde Verfolgung muss jetzt enden

Dr. Lucy Zhao, Sprecherin des australischen Falun-Dafa-Vereins, spricht bei der Kundgebung am 19. Juli 2019.

Dr. Lucy Zhao, Sprecherin des australischen Falun-Dafa-Vereins, hielt die erste Ansprache bei der Kundgebung.

Sie sagte: „Vor 20 Jahren begann die Kommunistische Partei mit der Verfolgung von Falun Dafa. Zehntausende von Praktizierenden wurden seither rechtswidrig festgenommen, gefoltert und getötet, unzählige Familien wurden zerstört. Noch entsetzlicher ist, dass Organe von Falun-Dafa-Praktizierenden und anderen Gefangenen aus Gewissensgründen geraubt und mit Gewinn verkauft werden. Diese zwanzig Jahre andauernde Brutalität muss jetzt aufhören.“

Dr. Zhao hob hervor, dass Falun-Dafa-Praktizierende nicht die einzigen Opfer dieser beispiellosen Verletzung der Menschenrechte seien. Mehrere Milliarden chinesische Bürger seien durch die Propaganda des chinesischen Regimes getäuscht worden. Dadurch sei das Gewissen der Menschen und der Regierungen weltweit gefordert. Jeder könne nur eine von zwei Möglichkeiten wählen: sich erheben und es ansprechen oder schweigen.

Sie schloss ihre Rede mit der Bitte an die Menschen, stehenzubleiben, die wahren Umstände zu erfahren und das Gehörte auch unter Familienangehörigen und Freunden zu verbreiten. Damit würden sie Unschuldigen helfen, denen in China grundlegende Menschenrechte vorenthalten würden. Sie sagte, dass das auch dazu beitrage, einen besseren Lebensraum für unsere zukünftigen Generationen zu schaffen.

Bundesbeamter: Unterstützen Sie Falun Dafa und China wird stärker und besser sein

Craig Kelly, ein Mitglied des australischen Repräsentantenhauses, spricht bei der Kundgebung.

Craig Kelly, Mitglied des australischen Repräsentantenhauses, begann seine Rede mit dem Ausdruck seiner Freude, als Abgeordneter der australischen Bundesregierung an der Kundgebung teilzunehmen. „Ohne Einmischung das zu sagen, was uns am Herzen liegt, ist etwas, woran sich unser Land immer erinnern muss.“

Er berichtete von einer Geschäftsreise nach China, die er vor seiner Wahl unternommen hatte. Er habe in einem Hotel übernachtet, wo eine Broschüre mit der Aufschrift „Falun Dafa ist schlecht“ ausgestellt war. Seine Gedanken dazu waren: „Wenn ein kommunistisches Regime eine Broschüre mit einer bestimmten Aussage druckt, kann man normalerweise vom Gegenteil ausgehen. Und genau so ist es mit Falun Dafa.“

Kelly schloss seine Rede mit einer Botschaft an das chinesische Regime: „Wenn China die Meinungsfreiheit von Falun Dafa und das Recht auf Versammlung ohne Verfolgung zulassen kann, dann kann die chinesische Nation nur stärker und besser sein, und so ist es auch für den Rest der Welt.“

Offizieller Vertreter von New South Wales: Die Prinzipien von Falun Dafa sind eine Tradition der alten chinesischen Kultur

Pastor Fred Nile, Mitglied des New South Wales Legislativrates und Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Partei, spricht bei der Kundgebung.

Pastor Fred Nile, ein Mitglied des New South Wales Legislativrates, sagte in seiner Rede: „Falun-Dafa-Praktizierende brechen kein Gesetz und sollten nicht inhaftiert werden. Die Praktizierenden sollten die Freiheit erhalten, ihre kulturellen Aktivitäten auszuüben. Sie sind sehr gesund. Die Meditation wird von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht geleitet. Diese Prinzipien waren schon immer die Tradition des alten China. Das moderne China muss sie heute wiederherstellen.“

Zum Abschluss seiner Rede rief er den chinesischen Führer und die Mitglieder des Regimes auf, allen Gruppen in China, insbesondere den Falun-Dafa-Praktizierenden, echte Freiheit zu gewähren.

Bürgermeister der Stadt Parramatta: Die Beweise für den Organraub sind überwältigend

Andrew Wilson, der Bürgermeister von Parramatta, hält eine Rede bei der Kundgebung.

Andrew Wilson, der Bürgermeister von Parramatta, erwähnte in seiner Rede die jüngsten Ergebnisse des in London abgehaltenen China Tribunals zum Organhandel. Er hob hervor, dass die Beweise überwältigend seien. Er schloss seine Rede mit den Worten: „Ich bin sehr stolz darauf, heute hier zu stehen, und wenn es eine Möglichkeit gibt zu helfen, werde ich es tun.“

Professorin der Medizin: Wir müssen gemeinsam handeln, um diese schrecklichen Verbrechen zu verhindern

Professorin der „Medizin Wendy Rogers“ spricht bei der Kundgebung.

Wendy Rogers ist Professorin für klinische Ethik an der Macquarie Universität in Sydney und Vorsitzende des Internationalen Beirates bei der International Coalition to End Transplant Abuse in China (ETAC). In ihrer Rede beschrieb sie, wie sich die Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas von Gefangenschaft, Folter und Gehirnwäsche weiter verschlimmert habe. Jetzt würden inhaftierte Praktizierende als wertvolle Quelle für Organe benutzt. Chinas Transplantationen seien seit dem Jahr 2000 rasch angestiegen.

Sie erklärte, wie die Welt 2006 zum ersten Mal erfuhr, dass inhaftierte Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihrer Organe getötet werden. Frustriert von der ständigen Leugnung über viele Jahre hinweg holte sich die Internationale Koalition Rat bei dem internationalen Menschenrechtsanwalt und Kronanwalt Sir Geoffrey Nice ein.

Dieser habe empfohlen, ein Volkstribunal einzurichten, das alle Beweise prüft. Es sollte ein Rechtsgutachten darüber erstellt werden, ob und wenn ja, welche Verbrechen im Zusammenhang mit der Zwangsentnahme von Organen von Gewissensgefangenen in China begangen worden seien.

Sie stellte auch fest, dass die Volkstribunale zwar keinen rechtlichen Status hätten, aber Ereignisse untersuchen könnten, die von den Regierungen nicht untersucht würden. Sie könnten Beweise aufnehmen, die auch den Opfern eine Stimme gäben. Sie könnten Urteile fällen, die zu rechtlichen oder anderen Maßnahmen der zuständigen Körperschaften führen könnten.

Das China Tribunal wurde Anfang 2018 gegründet. In ihrer Ansprache hob Professor Rogers die Ergebnisse des endgültigen Urteils im Juni 2019 hervor:
- Die Zwangsentnahme von Organen wird seit Jahren in ganz China in erheblichem Umfang betrieben und Falun-Dafa-Praktizierende sind wahrscheinlich die Hauptquelle für die Versorgung von Organen.- Falun-Dafa-Praktizierende und Uiguren sind Opfer von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.- Die Zwangsentnahme von Organen ist von „unvergleichlicher Boshaftigkeit“.

Am Ende ihrer Rede bat Professor Rogers, gemeinsam zu handeln, damit diese schrecklichen Verbrechen beendet werden. Sie forderte die sofortige Einstellung der Zusammenarbeit mit China in Sachen Transplantation durch alle australischen Universitäten und Krankenhäuser. Desweiteren sollte mit Lobby-Arbeit die australische Regierung dazu gebracht werden, Gesetze zum Verbot des Transplantationstourismus einzuführen und die zwangsweise Entnahme von Organen in China öffentlich zu verurteilen.

Unterstützung aus dem Berufsstand der Juristen

David Flint spricht bei der Kundgebung.

Professor David Flint AM ist ehemaliger Vorsitzender der Australian Broadcasting Authority (1997-2004). Er ist emeritierter Professor für Recht an der Technischen Universität in Sydney und wurde 1991 von der World Jurists Association mit dem Award of World Outstanding Legal Scholar ausgezeichnet.

In seiner Rede wiederholte Professor Flint mehrmals: „Dass gute Menschen nichts tun, ist das Einzige, was für den Triumph des Bösen notwendig ist.“

Er verwies auf die jüngsten Erkenntnisse des China Tribunals über den Organraub in China. Er sagte, dass das Tribunal „ohne berechtigten Zweifel festgestellt hat, dass das [chinesische] Regime in diese Boshaftigkeit verwickelt ist“, und dass „jedes Unternehmen oder jede Regierung, die sich mit China befasst, die Tatsache berücksichtigen sollte, dass es sich um einen verbrecherischen Staat handelt“.

Er bezog sich auch auf einen historischen Musterfall: Im Zweiten Weltkrieg schwieg ein Großteil der amerikanischen Medien über die schrecklichen Dinge, die den Juden widerfuhren.

„Heute schweigen westliche Regierungen über diesen schrecklichen Organraub und Handel mit Organen“, so Flint weiter. „Das muss aufhören – egal was es kostet! Die Tatsache, dass wir vielleicht Handelsbeziehungen oder ausländische Studenten verlieren – na und? Es ist wichtig, dass die australische Regierung dies in Angriff nimmt, so wie es die Trump-Regierung in Amerika tun wird, alle Maßnahmen zu ergreifen, diese allergrößte Boshaftigkeit zu beenden.“

Die australisch-chinesische Anwältin Leigh Wang spricht bei der Kundgebung.

Als sie von dem endgültigen Urteil des China Tribunals im Juni in London erfuhr, sei sie für die Falun-Dafa-Praktizierenden voller Bewunderung gewesen, äußerte die australisch-chinesische Juristin Leigh Wang in ihrer Rede. Sie halte dies für einen Sieg für die Gerechtigkeit und danke den Falun-Dafa-Praktizierenden für ihre unermüdlichen Bemühungen, die Verbrechen der zwangsweisen Organentnahme aufzudecken.

Dann zählte die Juristin die vielen Verbrechen auf, die die Kommunistische Partei seit ihrer Machtergreifung an ihren Bürgern und Ausländern begangen hat. Sie forderte alle auf, zusammenzuhalten und sich gegen diese Ungerechtigkeiten auszusprechen. Sie appellierte an die australische Regierung, eine ähnliche Gesetzgebung wie den Global Magnitsky Act [2] zu verabschieden und Einzelpersonen sowie Unternehmen zu bestrafen, die an menschenrechtswidrigen Handlungen beteiligt sind. Auch forderte sie die Regierung auf, Gesetze zu erlassen, die es australischen Bürgern verbieten, für Organtransplantationen nach China zu reisen.

Die australische Anwältin Sophie York spricht bei der Kundgebung.

Die australische Juristin, Universitätsprofessorin und Schriftstellerin Sophie York lobte die Falun-Dafa-Praktizierenden für ihren Einsatz für Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Förderung traditioneller Werte. Sie bewundere den Mut der Praktizierenden, den Organraub aufzudecken, sagte sie. Sie hob hervor, dass Menschen mit grundlegenden Menschenrechten geboren würden. Keine Regierung oder Organisation könne ihnen das wegnehmen.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

[2] Der US-Senat beschloss am 26. Juni 2012 einstimmig den „Magnitsky Act“, ein Gesetz, das Personen, die sich einer Verletzung der Menschenrechte schuldig gemacht haben, die Einreise in die USA untersagt und die Regierung dazu berechtigt, deren amerikanische Bankkonten einzufrieren. Das Gesetz sollte zunächst russische Beamte bestrafen, die für den Tod des russischen Steuerberaters Sergei Magnitski verantwortlich waren.