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Das Leben einer 80-jährigen Ingenieurin seit 20 Jahren: Haftstrafen, Schikanen, Zwangsarbeit

23. August 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Henan, China

(Minghui.org) Zhang Daike, eine 80-jährige Ingenieurin im Ruhestand, ist in den letzten 20 Jahren wiederholt festgenommen und inhaftiert worden, weil sie ihren Glauben an Falun Dafa [1] nicht aufgegeben hat.

Man verurteilte sie zu vier Jahren Gefängnis und seit 2006 bis heute erhält sie keine Rente. Dies macht ihr das Leben nach dem Gefängnisaufenthalt noch schwieriger, da sie gezwungen war, von zu Hause fernzubleiben, um weitere Verfolgungen zu vermeiden.

Ein neues Leben durch das Praktizieren von Falun Dafa

Zhang ist Bürgerin der Stadt Anyang, Provinz Henan und war als Ingenieurin in der Wasserwirtschaft tätig. Früher hatte sie Herz- und Magenprobleme, auch litt sie an Tuberkulose und lumbalen Muskelverspannungen. Egal welche Medikamente sie einnahm, ihr anhaltendes leichtes Fieber verschwand nicht.

Kurz nachdem sie 1997 begann, Falun Dafa zu praktizieren, erholte sich sie sich auf wundersame Weise und wurde gesund. Voller Energie übernahm sie wieder viele Hausarbeiten und wurde rücksichtsvoller gegenüber anderen.

Wiederholt verfolgt

Willkürliche Inhaftierung

Da sich Zhang bereit erklärte, die Falun-Dafa-Übungsmusik auf dem Übungsplatz zu spielen, wurde sie zu einem der Hauptziele, als die Behörden 1999 die Verfolgung in Gang setzten.

Am Morgen des 18. Juli 1999 wurde sie direkt nach Beendigung der Übungen verhaftet und eine Woche lang in einem Hotel festgehalten.

Das örtliche Büro 610 erpresste einen großen Geldbetrag von ihrem Arbeitgeber, dem Wasserwirtschaftsamt in Anyang. Der erpresste Betrag betrug mehr als das Lebensgehalt mehrerer Personen, so Informanten, die mit ihrem Fall vertraut waren.

Verhaftet wegen Appellierens in Peking

Zhang appellierte am 26. Juni 2000 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking für Falun Dafa. Sie wurde verhaftet und in einen Lieferwagen voller anderer Falun-Dafa-Praktizierender geschoben, die aus dem ganzen Land zusammengekommen waren, um sich für ihren Glauben einzusetzen.

Die Polizei schlug ihnen ins Gesicht und brachte sie zu einer Polizeiwache. Die Gefängniszellen dort waren voll ausgelastet.

Nachdem Zhang ihren Namen und ihre Adresse preisgegeben hatte, wurde sie nach Anyang zurückgebracht und 40 Tage lang im dortigen Gefängnis festgehalten. Außerdem erpresste die Polizei 5.000 Yuan (ca. 640 Euro) von ihrer Familie, bevor sie sie freiließ.

Im Dezember 2000 ging Zhang erneut nach Peking, um zu appellieren. Sie wurde schon unterwegs im Zug verhaftet und in einer Haftanstalt in Shijiazhuang, der Hauptstadt der Provinz Hebei, etwa 320 km von Peking entfernt, festgehalten. Sie blieb einen Tag lang auf einem Stuhl ohne Essen oder Wasser gefesselt und wurde dann nach Anyang zurückgebracht und weitere 15 Tage festgehalten.

Nicht lange nach ihrer Entlassung holte die Polizei sie von zu Hause ab und brachte sie in die Gehirnwäsche-Einrichtung Tiexi gebracht. Da sie sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben, wurde sie in die Gehirnwäsche-Einrichtung in Anyang verlegt.

Diese befand sich in einem lokalen Hotel. Jeder Falun-Dafa-Praktizierende wurde in einem separaten Raum gehalten und rund um die Uhr von zwei Personen beobachtet. Familienbesuche waren nicht erlaubt. Bis auf eine kurze Essenszeit blieben die Praktizierenden in den Räumen eingesperrt und wurden ganztägig einer Gehirnwäsche unterzogen. Zhang wurde in dem besagten „Hotel“ etwa zehn Monate lang festgehalten.

Unterdessen erpresste die Gehirnwäsche-Einrichtung mehr Geld von ihrem Arbeitgeber und zwang ihn, den Bonus für jeden Mitarbeiter auszusetzen, um Hass gegen Falun-Dafa-Praktizierende zu schüren.

Zwangsarbeit

Nur wenige Monate nach ihrer Entlassung schikanierte die Polizei sie und durchsuchte ihre Wohnung. Als sie eine Ausgabe des Zhuan Falun, dem Hauptbuch von Falun Dafa, fanden, wurde sie erneut verhaftet und sechs Monate lang im Gefängnis von Anyang festgehalten. Sie war gezwungen, Räucherstäbchen in Papier einzuwickeln und musste vier Monate lang die Toiletten reinigen. Die Wärter beschimpften sie oft und zwangen sie, für lange Stunden zu stehen.

Die Behörden erpressten nochmals 5.000 Yuan von ihr und hielten sie für weitere zwei Monate in einer Gehirnwäsche-Einrichtung fest.

Vier Jahre Haftstrafe

Am 1. März 2006 kümmerte sich Zhang gerade im Krankenhaus um ihren Mann, als acht Beamte nach ihr suchten.

Um ihren kranken Mann nicht zu stören, ging sie hinaus, bereit, sich mit der Polizei zu treffen. Als sie aus dem Krankenhaus kam, nahmen die Polizisten sie sofort fest. Ihr pflegebedürftiger Mann blieb alleine zurück.

Danach durchsuchten die Beamten Zhangs Wohnung und beschlagnahmten alle ihre Falun-Dafa-Bücher. Sie drohten ihrer Familie: Zhang müsse mit sieben oder acht Jahren Gefängnis rechnen, wenn sie ihren Glauben nicht aufgibt. Darüber hinaus zwangen sie ihren Mann, mit ihr zu telefonieren und sie zu drängen, ihren Glauben aufzugeben. Ihr Mann stand unter enormem Stress und sein Zustand verschlechterte sich rasch. Er starb weniger als zwei Monate danach.

Als Zhang später vor dem Bezirksgericht Yindu stand, sagte sie zu ihrer eigenen Verteidigung aus.

Sie erwähnte, dass sie durch die Ausübung von Falun Dafa kein Gesetz verletzt habe und dass es Jiang Zemin, der ehemalige Staatschef sei, der das Gesetz bei der Verfolgung guter Menschen verletzt habe. Darüber machten sich der Richter und Staatsanwalt lustig.

Sie sagten: „Sie sind immer noch so stur und geben kein Fehlverhalten zu, auch wenn Sie gleich ins Gefängnis gebracht werden. Wer ist Jiang Zemin? Er ist der ehemalige Vorsitzende des Landes!“

Zhang antwortete: „Jiang ist nicht mehr der Vorsitzende. Der Gerechtigkeit wird genüge getan werden für das, was er getan hat.“ Sie lachten wieder über sie.

Später verurteilte der Richter sie zu vier Jahren im Frauengefängnis Xinxiang. Ihre Rente wurde zur gleichen Zeit ausgesetzt.

Als sie entlassen wurde, sah sie sich gezwungen, von zu Hause wegzuziehen, um der Verfolgung zu entgehen.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.