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Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens vor Gericht – Tochter unwissentlich als Zeugin gelistet (Provinz Jilin)

21. September 2019 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Jilin

(Minghui.org) Am 20.April 2019 wurde eine Bewohnerin der Stadt Changchun in der Provinz Jilin verhaftet. Sie hatte in einem Park mit Menschen über die Verfolgung von Falun Dafa [1] gesprochen.

Am 17. Mai genehmigte die Polizei die Verhaftung rückwirkend und beschuldigte Wang Yilin, den „Gesetzesvollzug mittels einer Sekte untergraben“ zu haben. Dies ist der Wortlaut aus § 300 des chinesischen Strafgesetzbuches, mit dem die Behörden standardmäßig Falun-Dafa-Praktizierende verleumden und ins Gefängnis bringen.

Am 14. Juli 2019 erhob Staatsanwalt Zhang Xiao von der Staatsanwaltschaft Chaoyang Anklage gegen Wang – drei Tage, nachdem die Polizei den Fall eingereicht hatte.

Zhang behauptete, dass Wangs Fall besonders schwerwiegend sei. Man habe in ihrer Tasche drei USB-Sticks mit 10.194 Minuten langen Audiodateien über Falun Dafa gefunden.

Schockierte Tochter auf der Zeugenliste der Anklage

Kurz nach Wangs Verhaftung wurde ihre Tochter von der Polizei benachrichtigt, dass sie den persönlichen Besitz ihrer Mutter von der Polizeiwache abholen sollte. Die Polizei befragte sie, ob ihre Mutter oft ausgegangen sei. Die Tochter antwortete, dass sie den Tagesablauf ihrer Mutter nicht kenne, da die beiden nicht zusammenleben würden.

Später war die Tochter schockiert zu erfahren, dass sie von der Polizei als Zeugin gegen ihre Mutter aufgeführt wurde. Grund hierfür war ihre Unterschrift auf dem Formular über den persönlichen Besitz der Mutter.

Es war außerdem eine Falun-Dafa-Praktizierende als Zeugin gegen Wang aufgelistet. Sie war gleichzeitig mit Wang verhaftet, später aber aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands wieder freigelassen worden.

Obwohl diese Praktizierende gegenüber der Polizei keinerlei Fragen beantwortet und auch keinerlei Informationen zur Verfügung gestellt hatte, führte die Polizei sie dennoch als Zeugin gegen Wang auf.

Drei weitere Zeugen waren die Personen, die Wang bei der Polizei gemeldet hatten, als sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte.

Verfolgt, weil sie an ihrem Glauben festhält, der ihr Leben verändert hat – Ein Rückblick

Früher hatte Wang unter starken chronischen Kopfschmerzen gelitten. Es gab kein Schmerzmittel, das bei ihr wirkte. Nachdem Wang jedoch angefangenen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, verschwanden ihre Symptome. Seitdem hatte sie nie wieder Kopfschmerzen.

Mit der Verbesserung ihrer Gesundheit wurde sie auch sanfter und rücksichtsvoller. Als ältestes Kind pflegte sie ihre an Krebs erkrankte Mutter intensiv, bis diese starb.

Im Jahr 2003 wurde Wang zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt, weil sie an ihrem Glauben an Falun Dafa festhielt. Um weiterer Verfolgung zu entgehen, blieb sie nach ihrer Freilassung für drei Jahre ihrer Wohnung fern und tauchte unter.

Nachdem sie im Jahr 2007 wieder nach Hause zurückgekehrt war, wurde sie ständig von den Behörden überwacht und belästigt.

Früherer Bericht:

Ehemann einer inhaftierten Falun-Dafa-Praktizierenden schreibt Brief an Behörden


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.