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Späte Erkenntnisse über die Anforderungen in der Kultivierung

10. Januar 2020 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in der chinesischen Provinz Heilongjiang

(Minghui.org) Ich bin Lehrer im Ruhestand. 1997 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren.

Ab 1999 litt unsere Familie sehr unter der Verfolgung von Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) durch die Kommunistische Partei Chinas.

Die wirkliche Kultivierung gründet sich auf die Prinzipien der Fa-Berichtigung

Der Tod meiner Frau brachte mich dazu, das Fa von ganzem Herzen zu lernen und nach innen zu schauen. Ich erkannte, dass ich mich mit dem Augenmerk auf die Vollendung und nicht auf die Fa-Berichtigung kultiviert hatte. So war ich den Arrangements der alten Mächte gefolgt.

Ich fragte mich, wie ich mich kultivieren sollte, um dem richtigen Weg zu folgen. Dabei erinnerte ich mich eines Tages an einen Vorfall aus dem Jahr 2007. Mehrere Mitpraktizierende und ich verteilten damals in einem Dorf Flugblätter über Falun Dafa. Irgendjemand meldete uns, wir wurden festgehalten und in ein Büro 610 gebracht. Um die Praktizierenden außerhalb der Stadt zu schützen, bestand ich darauf, dass wir die Flugblätter am Straßenrand gefunden hätten. Ein Beamter des Büro 610 sagte zu mir: „Das haben Sie sich ausgedacht.“ Er fragte, ob ich Falun Gong praktizieren würde. Ich antwortete ihm, dass Bürger laut Verfassung die Freiheit zu einem spirituellen Glauben hätten, deshalb sei ich nicht verpflichtet, ihm zu antworten.

Die Beamten stellten mir immer wieder die gleiche Frage und ich wiederholte immer nur dieselbe Antwort.

Zwei Wochen später erfuhr ich, dass ich zu 18 Monaten Arbeitslager verurteilt worden war. Der Grund: Besitz von Informationsmaterialien über Falun Dafa und weil ich früher in Peking für Falun Dafa eingetreten war. Diese Entscheidung wurde ohne mein Wissen und ohne meine Beteiligung gefällt.

Eines Tages schaute ich in Gedanken an die Decke der Zelle und sagte zum Meister: „Meister, ich kam, um mich dem Fa anzugleichen, nicht um von den alten Mächten verfolgt zu werden. Ganz sicher habe ich Ihre Erwartungen nicht erfüllt. Mir ist klar, dass ich hier bin, weil ich das Fa nicht richtig verstehe. Es ist mir egal, ob ich in ein Zwangsarbeitslager oder sonstwohin geschickt werde. Meister, Sie werden mir erlauben, nach Hause zu gehen, wenn ich Ihren Anforderungen entspreche.“

Ein paar Tage später wurde ich aus dem Gefangenenlager des Büros 610 entlassen.

Im Rückblick auf den Vorfall stellte ich fest, dass meine Gedanken an diesem Tag selbstlos waren. Ich hatte die Verfolgung nicht akzeptiert, sondern die Täter unter dem Gesichtspunkt der Fa-Berichtigung betrachtet. Ich betrachtete den Vorfall als die Art des Meisters, mir zu helfen, mich zu erhöhen.

Schließlich kam ich zu der Einsicht, dass man sich bis zur Selbstlosigkeit kultivieren muss, um die Anforderung eines Falun-Dafa-Jüngers in der Zeit der Fa-Berichtigung zu erfüllen. Das ist eine grundlegende Voraussetzung für die Fa-Berichtigung. Wenn man die Anforderung erfüllt, werden sich schwierige Situationen umkehren. Meine Geisteshaltung in diesem Punkt war sehr klar.

Sich nach dem Prinzip der Fa-Berichtigung kultivieren

Ein Jahr später sagte mir mein Neffe, ich solle in der Schule, in der ich früher gearbeitet hatte, die drei Erklärungen unterschreiben. Ich ging zum Schuldirektor. Der wählte die Telefonnummer des Schulleiters und gab mir dann das Telefon. Der Schulleiter sagte, ich müsse nur schreiben: „Ich glaube an die Wissenschaft und werde keiner Sekte beitreten.“

Ich wusste, was er damit meinte, und unterschrieb die Erklärung nicht. Er sagte, dass es vom Büro 610 so vorgeschrieben sei. Wenn ich mich nicht daran hielte, würde ich in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht werden.

Ich unterschrieb auch jetzt nicht und sagte, dass ich jeden, den ich kennen würde und der an der Verfolgung meiner Person teilgenommen hätte, aufdecken würde. Der Schulleiter beruhigte sich in seinem Ton und meinte: „Ich kann dazu keine Entscheidung treffen. Sie müssen mit dem Bildungsministerium sprechen.“

Drei Tage später traf ich den Schulleiter und den Vorsitzenden des Bildungsministeriums. Sie versuchten alles, von Zureden bis hin zu Drohungen, um mich zum Einlenken zu bewegen. Ich verriet meinen Glauben nicht. Schließlich sagte ich zu ihnen: „Ich lebe mein Leben nach den Prinzipien von Falun Dafa, nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ich behandle jeden um mich herum ehrlich und aufrichtig. Doch Menschen wie ich werden ins Arbeitslager geschickt. Meinem Sohn ist es nicht erlaubt, die Hochschule zu besuchen. Was ist hier eine Sekte? So wie ich das sehe, ist die Kommunistische Partei China die Sekte.“ Da verließen sie wortlos den Raum.

Ein Jahr nach dem Tod meiner Frau zog ich in die Stadt. Unter dem Schutz des Meisters verteilten wir Praktizierenden Informationsmaterialien über Falun Dafa in unserer Stadt und den umliegenden Dörfern.

Einmal sprachen wir mit einer Familie über Falun Dafa. Zum nächsten Polizeirevier waren nur etwa fünfzig Meter. Die Frau des Hauses wurde wütend, sobald wir Falun Dafa erwähnten. Ich bat den Meister um Unterstützung und sagte im Stillen „Ich bin gekommen, um sie zu erretten. Ich kann sie nicht mit einem schlechten Gefühl uns gegenüber zurücklassen.“ Dann entschuldigte ich mich bei der Familie: „Es tut mir leid, dass wir Sie verärgert haben. Bitte erlauben Sie uns, es zu erklären.“ Dann sprachen wir mit ihnen über die Fakten der Verfolgung und wie die Kommunistische Partei Chinas die „Selbstverbrennung“ auf dem Platz des Himmlischen Friedens inszeniert hatte. Ihre Haltung uns gegenüber änderte sich und die Familienmitglieder lösten alle Verbindungen zu den Organisationen der KP auf.

Als einmal einige Praktizierende und ich in einem Dorf Informationsmaterialien verteilten, verfolgte uns ein Polizeiwagen. Der Polizeibeamte kurbelte das Fenster herunter und fragte uns, was wir da machen würden. Wir antworteten nicht und hatten starke aufrichtige Gedanken. Er fuhr weg und wir waren den Tag in Sicherheit.

Ich konzentrierte mich nur selten darauf, meine Anhaftungen zu beseitigen, weil sie normalerweise verschwanden, wenn ich mein Verständnis vom Fa erhöht hatte. Eines Tages dachte ich darüber nach, wie der Schöpfer das Universum und mich erschaffen hatte und was der Meister mir alles gegeben hatte. Plötzlich wurde mir klar, dass das Geld, das ich für meinen Sohn ausgeben musste, nicht von meinen Bemühungen stammte, sondern vom Meister gegeben worden war. Mein Groll gegen meinen Sohn verschwand. Dann dachte ich, selbst wenn mein Sohn aus irgendeinem Grund einen Vertrag mit den alten Mächten unterschrieben hatte, seine anfängliche Absicht bestimmt darin bestanden hatte, mir zum Erfolg zu verhelfen. Er musste sich sehr bemüht haben, mir zum Erfolg zu verhelfen. Wie selbstlos und großartig war er, als er einen solchen Vertrag unterschrieb, der mir zum Erfolg verhelfen sollte. Bei dem Gedanken liefen mir Tränen über die Wangen.

Ich erhöhte meine Xinxing [1] und las Erfahrungsberichte von Praktizierenden auf der Minghui-Website. Dann fand ich die Ursache für das Verhalten meines Sohnes, das in den letzten zehn Jahren zu Konflikten zwischen uns geführt hatte. Es lag an dem, was ich vor über zehn Jahren zu ihm gesagt hatte. Es waren alles negative Anschauungen gewesen, die ich mir über ihn gebildet hatte: „Ich habe dir gesagt, dass du ein guter Mensch sein sollst, aber du weigerst dich einfach. Und doch kommst du zu mir, wenn du in Schwierigkeiten steckst.“

Diese Lücke nutzten die alten Mächte aus. Ich war erschüttert, wie ernsthaft die Kultivierung ist. Ich beseitigte sofort diese negativen Anschauungen, schaute zum Himmel und sagte ergriffen: „Mein Sohn wird nur auf den Meister hören.“

Danach hat sich mein Sohn zum Besseren verändert und sogar die Kultivierung im Dafa wieder aufgenommen.


[1] Qualität des Herzens, geistige Einstellung