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China-Fahui | Alles tun, um Menschen zu erretten

23. November 2020 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden aus der Provinz Liaoning, China.

(Minghui.org) Ich grüße den Meister! Ich grüße die Mitpraktizierenden!

Die Pandemie des KPCH-Virus (Coronavirus) hat die Welt verändert – und es erinnert jeden Falun-Dafa-Praktizierenden daran, dass zur Errettung der Lebewesen nicht mehr viel Zeit bleibt. Wir treten gegen die Alten Mächte an.

Ich möchte gerne über einige Erfahrungen austauschen, wie die Praktizierenden in meiner Provinz seit April die Menschen erretten.

Hindernisse beseitigen und mehr Menschen erretten

2017 wurde ich unrechtmäßig inhaftiert, als ich Informationsmaterialien auf dem Land verteilte. Nachdem ich die Haftanstalt verlassen hatte, unternahm die örtliche Polizei große Anstrengungen, um mich ausfindig zu machen. Da mich viele von ihnen aufgrund meiner Inhaftierung kannten, beschloss ich, meine Heimatstadt zu verlassen, um einer erneuten Festnahme zu entgehen.

Als die Pandemie im April 2020 seinen Höhepunkt erreichte, erhielt ich eine Nachricht des Koordinators meiner Heimatstadt. Er meinte, dass wir es bei der Errettung der Menschen in unserem Bezirk nicht gut gemacht hätten. Er hoffte, dass die lokalen Praktizierenden darüber austauschen würden, was zu tun sei. Ich kehrte zurück und traf mich mit ein paar Praktizierenden. Wir waren uns einig, dass der Meister uns mit der Lockerung des Lockdowns eine Möglichkeit gab, noch mehr Menschen zu erretten.

Der Meister sagt:

„Aber solch eine Pandemie wie die des ,KPCh-Virus‘ (Wuhan-Lungenentzündung) kommt zweck- und zielgerichtet. Sie tritt auf, um diejenigen, die zur bösartigen Partei gehören, und die Personen, die mit der bösartigen Kommunistischen Partei zusammenarbeiten, auszusortieren.“ (Vernunft, 19.03.2020)

Unser Verständnis war, dass die Pandemie in China sehr schlimm verlaufen würde. Da es in unserem Bezirk nicht viele Praktizierende gab, würde es zu lange dauern, wenn wir die Wahrheit nur im direkten Gespräch mit den Menschen erklärten. Wir mussten außerdem Materialien im ganzen Bezirk und in den umliegenden Gebieten verteilen. Viele Menschen, darunter auch die Familienangehörigen einiger Praktizierenden, glaubten alles, was die KPCh-Medien sagten. Unsere Informationen mussten die Wahrheit aufdecken und die Menschen darüber informieren, wie sie vor der Pandemie geschützt bleiben konnten.

Daher reisten wir in mehrere nahe gelegenen Orte und sprachen mit den dort ansäßigen Praktizierenden. Wir hatten nicht genug Manpower, um all die vielen Dörfer und Städte abzudecken, und für einige ältere Praktizierende war es schwierig, mit einem Motorrad zu fahren.

Nachdem ich ein paar Tage darüber nachgedacht hatte, entschied ich mich, in meinen Bezirk zurückzukehren und beim Verteilen der Materialien zu helfen. Obwohl mich einige lokale Polizisten kannten, war ich der Meinung, dass die Sicherheit kein großes Problem darstellen würde, da die meisten Menschen Gesichtsmasken trugen.

In der Nacht, nachdem ich diese Entscheidung getroffen hatte, träumte ich von meinem Cousin und meinem Großvater. Mein Cousin kniete vor mir nieder und drückte mir die Daumen. Ich hielt deren beide Hände und dachte: „Das sind die Menschen in meiner Welt!“ Ich wusste, dass der Meister mich ermutigte, in meinen Bezirk zurückzukehren und die Menschen dort zu erretten!

So kehrte ich Mitte April zurück und mietete mir ein Haus. Tagsüber stellte ich die Materialien her, in der Nacht ging ich hinaus, um sie zu verteilen. Jedes Set enthielt ein Büchlein, einen Brief und eine Karte mit einem Strichcode, mit dem die Internetblockade der KPCh durchbrochen werden konnte.

Der Koordinator in unserem Bezirk organisierte ein lokales Treffen. Die Praktizierenden waren sich bewusst, wie wichtig und dringend es war, Materialien mit den Hintergründen zu der Pandemie zu verteilen und den gesamten Bezirk abzudecken. Die älteren Praktizierenden, die nicht hinausgehen konnten, blieben zu Hause und sendeten aufrichtige Gedanken aus. Wir entschieden, dass alle lokalen Praktizierenden von 7.00 bis 7.10 Uhr und 8.00 bis 8.30 Uhr aufrichtige Gedanken aussenden sollten. 

Während ich am ersten Tag einen großen Sack mit Materialien auf das Motorrad auflud, dachte ich: „Ich muss alle negativen Gedanken, die aufgrund meiner Inhaftierung und Verfolgung entstanden sind, eliminieren. Praktizierende helfen dem Meister bei der Errettung der  Menschen. Wir können den Alten Mächten nicht erlauben, uns dabei zu stören!“

Nach dem Treffen öffnete ich das Hong Yin V und las:
„Diejenigen, die dem Dafa folgen, handeln auf göttlichen Erlass, alles gebend für die Errettung der Welt.“ (Das Geheimnis, warum wir hier sind, 25.06.2020, in: Hong Yin V, inoffizielle Übersetzung)

Der Meister ist bei uns, er beschützt und hilft uns. Wir müssen nur unser Bestes geben, um die Lebewesen zu erretten.

Ich war unterwegs mit einem Praktizierenden, der um die 60 Jahre alt war. In der ersten Nacht war es extrem kalt. Als ich nach der Aktion zu Hause ankam und die Treppe hinaufging, spürte ich, wie meine Beine kalte Luft ausströmten. Der Mitpraktizierende erlebte eine Störung, die sich als Schmerz am ganzen Körper manifestierte, aber er blieb entschlossen, mit mir hinauszugehen. Nach einem Monat riet ich ihm, zu Hause zu bleiben und sich auszuruhen.

Nun stand ich vor dem Problem des Transports. Ich war weiterhin mit einem geliehenen Motorrad unterwegs und dachte darüber nach, mir ein eigenes anzuschaffen. Ein paar Tage lang ging alles gut. Dann erhielt ich die Nachricht auf meinem Telefon, dass für ein Motorrad, das mehr als 50 kg wiege, ein Führerschein erforderlich sei. Ein Praktizierender teilte mir mit, dass einer seiner Verwandten gerade erwischt und mit einer Geldstrafe belegt worden sei, weil er ohne Führerschein Motorrad gefahren war.

Wenn ich ein Motorrad kaufen würde, wäre ich nicht in der Lage, den Führerschein zu machen, da ich bei der Polizei auf einer „Liste“ aufgeführt war. Was sollte ich tun? Als ich darüber nachgrübelte, erinnerte ich mich an die Worte des Meisters.

Der Meister sagt:

„Auf dem restlichen Weg mit göttlich aufrichtigen Gedanken und aufrichtigen Handlungen möget ihr euer großes Gelübde aus vorgeschichtlichen Zeiten vollenden!“ (Neujahrsgruß, 31.12.2002, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

Plötzlich erkannte ich, dass meine Sorge ein menschlicher Gedanke war und nicht dem aufrichtigen Gedanken eines göttlichen Wesens entsprach. So ging ich zu einem Motorrad-Geschäft. Dort war glücklicherweise gerade eine neue Art von Elektrorollern erhältlich. Er war für Langstreckenfahrten geeignet und hatte die perfekte Größe. Ich wusste, dass der Meister alles für mich arrangiert hatte!

Als ich dann um 2.00 Uhr morgens losfuhr, um die Informationsmaterialien zu verteilen, hielt ich das GPS in der einen Hand und lenkte mit der anderen den Roller. Plötzlich bemerkte ich, dass die Straße vor mir in einem schlechten Zustand war. Als ich versuchte, langsamer zu fahren, stürzte ich mit dem Roller. Ich spürte einen stechenden Schmerz in der Brust und in den Knien. Ich untersuchte meinen Roller und war erleichtert, dass er nicht beschädigt war. Ich hatte danach zwar Schwierigkeiten beim Gehen, konnte aber immer noch mit dem Roller fahren. Deshalb machte ich mit dem Verteilen der Materialien weiter.

In dieser Nacht gab es mehrere Störungen. Viele Hunde bellten mich an, wenn ich an ihnen vorbeifuhr. Ein Bauer, der früh aufgestanden war, sah mich und versuchte, mich zu stoppen. Ich beschleunigte das Tempo und fuhr an ihm vorbei. Als der Tag anbrach, kehrte ich nach Hause zurück.

Zu Hause schaute ich nach innen. Ich sah kein großes Problem in meiner Kultivierung. Ein Problem, das in meinen Gedanken auftauchte, war jedoch, dass Praktizierende aus zwei Städten nicht gekommen waren, um zu helfen. Sie hatten die Materialien immer noch nicht verteilt. Wie viel konnte ich allein schaffen? Nur wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir die Menschen effizienter erretten. Ich beschloss, sie zu besuchen und ihnen meine Unterstützung anzubieten.

So fuhr ich mit 800 Kopien verpackten Materials in eine der beiden Städte. Bei den dortigen Praktizierenden war genug Potenzial vorhanden, um die Verteilung der Materialien wirklich gut erledigen zu können. Sofern wir uns koordinierten, stünden uns für die Aufgabe vier Motorräder zur Verfügung.

Ich erreichte das Haus des lokalen Koordinators in der Stadt und schlug ihm vor, dass wir gemeinsam hinausgehen und Material verteilen sollten. Er zögerte und sagte: „Vielleicht nicht heute.“ Er fügte hinzu, er arbeite an der Verpackung einiger Materialien. Ich spürte, dass ich ihn mit dem Hinausgehen unter Druck setzte. Ich ermutigte ihn: „Lass es uns heute Abend tun. Du fährst mit deinem Motorrad und ich werde mit dir fahren.“

Im Stillen bat ich den Meister: „Bitte, Meister, helfen Sie uns, die Aufgabe heute Abend ohne Probleme zu erledigen.“ In dieser Nacht lief alles glatt. Innerhalb kürzester Zeit verteilten wir 300 Kopien.

Als ich in dieser Nacht schlafen ging, schmerzte meine Brust sehr stark von dem Unfall, den ich gehabt hatte. Der Koordinator fand ein großes Schaumgummistück, auf das ich mich legen konnte. Ich dachte: „Die Alten Mächte wollen mich aufhalten, aber ich lasse mich nicht aufhalten, ganz egal wie sehr es wehtut.“

Wir planten, ein Paar zu besuchen. Beide praktizierten. Die Ehefrau war früher die lokale Koordinatorin gewesen, jetzt war sie jedoch damit beschäftigt, Geld zu verdienen. Sie kultivierte sich nicht mehr so fleißig wie früher und erschien auch nicht mehr zu den lokalen Treffen zum Erfahrungsaustausch. Dabei hatte sie es in den Jahren, als die Verfolgung am schlimmsten wütete, sehr gut gemacht.

Als wir das Motorrad starteten, fing es an zu regnen. Der Koordinator schlug vor, an diesem Abend nicht hinauszugehen. Ich sagte: „Das ist eine Störung. Wenn die Praktizierenden aus Übersee Paraden abhalten, dauern diese Paraden mehrere Stunden, auch bei Regen. Keiner gibt auf. Dieser Regen wird uns nicht aufhalten.“ Als ich auf den Rücksitz des Motorrads kletterte, bat ich im Stillen: „Meister, bitte helfen Sie uns.“

Als wir das Haus des praktizierenden Ehepaars erreichten, regnete es noch heftiger. Es war der stärkste Regen in diesem Jahr. Das Paar meinte: „Es regnet so stark! Es ist für euch unmöglich, heute Nacht nach Hause zurückzufahren. Ihr könnt über Nacht hierbleiben.“ Ich meinte voller Zuversicht: Alles wird gut werden.“

Ich hatte diese weibliche Praktizierende eine lange Zeit nicht mehr gesehen, deshalb wusste ich nicht, was ihr Hindernis war. Ich bat den Meister um Hilfe. In dieser Nacht führten wir ein langes Gespräch miteinander.

Der Meister sagt:

„Diejenigen, die diese Sache am Ende der Geschichte verrichten können, sind Dafa-Jünger. Vom Ursprung der Dafa-Jünger bis zu dem Prozess, in dem sie die mächtige Tugend aufgebaut haben, haben die Dafa-Jünger Größeres ertragen als jene Heiligen in der Geschichte. Denn die Angelegenheiten, die wirklich getan werden sollen, kommen erst im letzten Moment. Vom Altertum bis heute, vom Anfang des Kosmos bis vor 60 Jahren, vor dem Ende der Menschheit im Kosmos wurde die nötige Grundlage für die Fa-Berichtigung ununterbrochen gelegt und wurden Erfahrungen gesammelt. Der Gedankenprozess und das Verhalten der Lebewesen, die an der letzten geschichtlichen Periode teilnehmen, wurden erschaffen. Das ist der Prozess der Geschichte der Menschheit. Daher probierten sowohl die Dafa-Jünger als auch alle anderen Lebewesen, die damit in Beziehung stehen, für diese Angelegenheit in der Reinkarnation das aus, was jeder von ihnen für später benötigen wird und legten Grundsteine dafür.“ (Was ist ein Dafa-Jünger, Fa-Erklärung in New York 2011, 29.08.2011)

Ich sagte zu den anderen Praktizierenden: „Wir Praktizierenden wurden vom Dafa erschaffen. Wir haben Äonen lang darauf gewartet – bis heute. Endlich ist das Dafa da. Wir sollten unsere Gelübde erfüllen und dürfen diese wertvolle Gelegenheit nicht verpassen.“ Während unseres Gesprächs erhöhte sich ihr Zustand. Wir sendeten zusammen von 20.00 bis 20.30 Uhr aufrichtige Gedanken aus. Als wir um 20.00 Uhr begannen, goss es in Strömen. Gegen 20.25 Uhr hörte der Regen auf. Als wir uns um 20:30 Uhr auf den Heimweg machten, war der Himmel wieder klar.

Auf der Rückfahrt sagte der lokale Koordinator: „Wenn ich früher rausgegangen bin, um Materialien zu verteilen oder mit den Menschen zu sprechen, habe ich immer alles geplant, um die Sicherheit zu gewährleisten. Ich achtete besonders auf die Überwachungskameras. Jetzt habe ich erkannt: Das Wichtigste ist, nicht alles gründlich durchzudenken, sondern aufrichtige Gedanken zu bewahren!“

Zwei Tage später kamen mehrere Praktizierende in die Stadt, die Erfahrung im Verteilen von Materialien hatten, und tauschten sich mit den örtlichen Praktizierenden aus. Anschließend bat das praktizierende Ehepaar um 400 Kopien. Auch die anderen lokalen Praktizierenden baten um Material, es wurden insgesamt 2.000 Kopien abgeholt. Ein paar Tage später baten sie um weitere 2.0000 Kopien. Sie verteilten sogar Materialien in einer nahegelegenen Stadt.

Dann besuchte ich die lokale Koordinatorin in der zweiten Stadt, in der die Praktizierenden nicht herausgetreten waren. Ich schlug ihr vor, für den nächsten Tag ein Treffen einzuberufen. Sie sagte sofort, dass nicht viele Praktizierende daran teilnehmen könnten, da eine Praktizierende sich um ein krankes Familienmitglied kümmern müsse, eine andere zu Hause bleiben müsse, um zu kochen, da ihr Mann spät von der Arbeit zurückkomme, und so weiter.

Ich erinnerte sie daran, dass die Errettung der Menschen unsere wichtigste Mission sei und der Meister uns helfen werde. Ich sagte, dass der Gedanke, andere könnten nicht am Treffen teilnehmen, kein aufrichtiger Gedanke sei. Unsere Gedanken hätten Energie. Dann meinte ich zu ihr: „Behindere nicht andere Praktizierende mit deinen Gedanken. Kündige einfach das Treffen an. Sie werden selbst entscheiden, ob es ihnen möglich ist, daran teilzunehmen.“

Am nächsten Abend kamen alle Praktizierende, die eingeladen worden waren, zum Treffen. Die Koordinatorin erkannte, dass es falsch war, menschliche Gedanken und Anschauungen zu haben. Der Austausch war großartig. Sie nahmen alle Materialien, die ich mitgebracht hatte, entgegen und meinten, dass sie diese ohne meine Hilfe verteilen würden. Einige Tage später baten sie mich um weitere 1.000 Kopien.

Störungen beseitigen und noch mehr Menschen erretten

Eines Abends, als ich bei einer Mitpraktizierenden zu Hause war, trat eine junge Praktizierende ein. Sie wollte hinausgehen, um Materialien zu verteilen und war auf der Suche nach jemandem, der ihr dabei half. Sie erzählte, dass zwei ältere Praktizierende mit einem Taxi in der Nähe aufs Land gefahren seien und vorhätten, anschließend zu Fuß zurückzulaufen. Sie schämte sich, zu Hause geblieben zu sein. Es war schon ziemlich spät und ich hatte ursprünglich vorgehabt, in dieser Nacht das Fa zu lernen. Als ich ihr Herz für die Errettung der Menschen sah, sagte ich zu ihr: „Ich werde mit dir kommen.“

Eine andere Praktizierende, die 2017 zur gleichen Zeit wie ich inhaftiert worden war, tauschte ihre Gedanken mit mir aus. Es war ihr bewusst, wie wichtig es war, Informationsmaterialien zu verteilen, aber sie hatte gerade ein kleines Unternehmen gegründet und ihre Zeit und ihr Geld waren knapp.

Später sagte sie zu mir: „Letzte Nacht träumte ich, dass ich mit dir und ein paar anderen Praktizierenden zusammen war. Du bist als Erste gegangen. Der Rest von uns flog über zwei große Gräben. Wir wollten uns gerade auf den Heimweg machen, als uns jemand sagte, wir bräuchten ein Abschlusszeugnis, um nach Hause zu fahren, aber jetzt sei es zu spät, um eins zu bekommen. Ich bat um eins, weil ich unbedingt nach Hause musste. Schließlich bekam ich eins. Der Meister hat mir einen Hinweis gegeben! Ich kann nicht zu meinem wahren Zuhause zurückkehren, wenn ich mich nicht fleißig kultiviere.“

Daher entschied sie, ihr Geschäft vorübergehend zu schließen, und begann, mit mir Materialien zu verteilen. Später kamen noch zwei weitere weibliche Praktizierende hinzu, und wir Vier fuhren in die umliegende Umgebung. Für die weit entfernten Städte ließen wir unsere Motorräder bei einem Praktizierenden in der Nähe des Ortes stehen und fuhren mit dem Auto hin und zurück. Dies verbesserte unsere Effizienz erheblich, Materialien in abgelegenen Gebieten zu verteilen.

Es gab auch Störungen. Mehrmals wurde ich von der Polizei verfolgt. Wenn dies geschah, intensivierte ich mein Fa-Lernen.

Wenn meine aufrichtigen Gedanken stark waren, war ich zuversichtlich und fühlte mich wie ein Krieger, der eine ganze Armee wegfegen konnte. Manchmal hatte ich auch Angst. Was immer auch war, ich hörte nie auf. Sobald ich hinausging und begann, Materialien zu verteilen, verschwand meine Angst. Jedes Mal, wenn ich fertig war, fühlte ich mich leicht und glücklich.

Wenn es Störungen gibt, schaue ich nach innen und lerne das Fa mehr. Ich erachte es auch als wichtig, aufrichtige Gedanken in das Gebiet zu senden, bevor ich dort hingehe. Wenn ich das Fa gut lerne, ist mein Kultivierungszustand gut. Wenn ich aufrichtige Gedanken aussende, bin ich geistig stabil und ungestört. Die falsche Erscheinung der Störung löst sich auf. 

Als ich einmal mit einer anderen Praktizierenden vom Verteilen zurückkehrte, folgte uns ein Polizeiwagen und signalisierte uns anzuhalten. Die Praktizierende, die das Fahrzeug lenkte, hielt nicht sofort an, weil sie sich sorgte, dass die Polizei mich erkennen könnte. Ich schlug ihr vor, den Wagen zu stoppen.

„Sobald ich anhalte, öffnest du die Tür und rennst los“, sagte sie zu mir. Ich antwortete ihr ruhig, dass alles in Ordnung sein würde. Vier Beamte kamen zum Auto, überprüften den Führerschein und den Personalausweis. Sie öffneten auch den Kofferraum. Dann ließen sie uns weiterfahren.

Wir schauten nach innen. Die Praktizierende erzählte, dass sie seit der letzten Inhaftierung immer noch negative Gedanken hätte. Sie habe versucht, die Angst zu beseitigen, konnte aber den Gedanken, dass das Schlimmste passieren könnte, nicht loslassen. Was mich betraf, war ich normalerweise beim Passieren von Kontrollpunkten nervös. An diesem Tag war ich sehr ruhig. Ich denke, der Grund dafür war, dass ich einen Tag, bevor wir losgingen, mehrmals starke aufrichtige Gedanken ausgesendet hatte.

Eines Nachts, nachdem ich Informationsmaterialien verteilt hatte, träumte ich, dass ich ein Bankett ausrichtete. Ich kochte einen riesigen Topf mit Knödeln. Der Topf war so groß wie mein Wohnzimmer und die Knödel fielen über den Rand des Topfes. Viele Menschen umringten den Topf und waren zufrieden am Essen, ich auch. Zwei Reihen von Menschen standen und beobachteten uns aus der Ferne. Man sagte mir, sie kämen von außerhalb der Stadt. Sie wollten auch Knödel essen.

Ich erkannte: Dies waren die Lebewesen, die errettet werden wollten.
Kürzlich bemerkte ich, dass lediglich vier von uns regelmäßig Materialien verteilten. Wo waren die anderen Praktizierenden? Ich war nicht glücklich darüber, dass die anderen sich nicht wirklich bemühten, die Aufgabe zu erfüllen. Später schämte ich mich: Wie konnte ich hinausgehen, um Menschen zu erretten, wenn ich mich beschwerte? Warum war ich so ungeduldig? Ich war zu sehr auf Erfolg aus. Ich sollte meine Nachsicht erhöhen. Danach löste sich mein Ärger auf – ich wollte anderen keine Schuld mehr geben.

Als nur noch drei Städte übrig waren, in denen Materialien verteilt werden mussten, träumte ich von einem brandneuen Supermarkt. Er war groß und sauber und die Regale voller Waren. Es gab nur drei kleine Bereiche, in denen die Fliesen noch fertiggestellt werden mussten.

Mitte August hatten wir alle Hunderte von Dörfern in unserem Bezirk abgedeckt. Wir hatten auch in jeder Stadt einen Praktizierenden, der für die Koordinierung zuständig war.

Die Mitpraktizierenden sind großartig

Ein älteres Ehepaar in den 60ern verteilten Materialien in allen – mehr als 20 – Dörfern in ihrer Umgebung. Dann halfen beide noch beim Verteilen in den anderen Städten.

Als in unserer Region eine schwere Dürre auftrat und man in vielen Bergregionen davon ausging, dass es keine Ernte geben würde, befragte ich den Ehemann des älteren Paares nach der Dürre, als ich ihnen neue Materialien lieferte. Er berichtete, dass in seiner Gegend alles in Ordnung sei. „Wir hatten gerade einen guten Regen“, sagte er. Tatsächlich leidet der gesamte Bezirk unter der Dürre mit Ausnahme seines Gebietes! „Der Meister ermutigt uns“, so der Praktizierende.

Die Praktizierenden, die Materialien herstellen, arbeiten sehr hart. Sie stellen Materialien für die Verteilung in den gesamten umliegenden Dörfern und Städten her. Normalerweise kehren sie nicht vor 20.00 oder 21.00 Uhr nach Hause zurück. Anschließend müssen sie noch das Abendessen zubereiten, die Hausarbeit erledigen und das Fa lernen. Oft gehen sie nicht vor 2.00 Uhr schlafen.

Sie leisten diese Arbeit sei über mehr als zehn Jahre lang in aller Stille. Sie mieteten die billigsten Häuser, in denen es im Sommer heiß und im Winter kalt war. In einem Sommer half ich bei der Herstellung der Materialien mit. Um den Lärm gering zu halten, hielten wir die Fenster geschlossen. In der Wohnung war es so heiß, dass ich kaum arbeiten konnte – von morgens bis abends war ich in Schweiß gebadet. Hinzu kam, dass die Praktizierenden, die in der Material-Produktionsstätte tätig sind, während der Zeit der schlimmsten Verfolgung jederzeit bereit sein mussten umzuziehen.

Der lokale Koordinator des Bezirks kümmerte sich um die Planung der Routen, die Aufteilung der Materialien und sprach mit den Praktizierenden, die nicht heraustraten, und so weiter. Er war so beschäftigt, dass er kaum zum Essen kam. Oft aß er nur Fertignudeln.

Vorankommen

Ich praktiziere Falun Dafa nun seit mehr als zwanzig Jahren. Nachdem ich Hindernisse und Turbulenzen überwunden und Prüfungen auf Leben und Tod bestanden habe, kann ich mit Stolz sagen, dass ich den Weg gegangen bin, dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen. Der barmherzige Meister hat sich immer um mich gekümmert. Keine Worte können meine Dankbarkeit an den Meister ausdrücken, die ich tief in meinem Herzen empfinde!

Zur Ermutigung möchte ich das folgende Gedicht des Meisters zitieren:

„Langer, langer Weg, das Ende da,

Undurchschaubarer Nebel, sich allmählich löst;

Aufrichtige Gedanken zeigen göttliche Macht,

In den Himmel zurück, nicht nur mehr Ersehnen.“ 

(Neujahrsgruß, 31.12.2002, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)