Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Polizeibeamter: „Lassen Sie uns weiterreden, wenn ich Zeit habe“

22. Mai 2020 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) In den mehr als 20 Jahren meiner Kultivierung habe ich mich stets weiterentwickelt; von Erstaunen über Zögern bis hin zu einem festen Glauben. Allmählich wurde ich reifer. Ich habe viele Schwierigkeiten ertragen, die durch meine menschlichen Anschauungen und Anhaftungen verursacht waren. Andererseits erlebte ich auch das wundervolle Gefühl, wie es ist, wenn wir fest an den Meister und das Fa glauben.

Aus den Erklärungen des Meisters wissen wir, dass die Polizeibeamten auch Opfer der Verfolgung sind. Deshalb sollten wir versuchen, ihnen die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung zu erklären. In der Praxis ist es jedoch schwierig, sich nicht von den Anschauungen beeinflussen zu lassen, die wir über die Menschen gebildet haben, die andere verfolgen. Deshalb ist es nicht leicht, Polizeibeamte mit Güte und Nachsicht zu behandeln.

Mit ruhigem Herzen die Schikanen beenden

Ich betreibe ein Geschäft. Im April 2019 fuhr ich in die Hauptstadt der Provinz, um dort Waren einzukaufen. Abends im Hotelzimmer erhielt ich einen Anruf auf dem Mobiltelefon von einer mir unbekannten Nummer. Als ich mich meldete, fragte mich jemand: „Sind Sie da? Öffnen Sie die Tür!“

Ich vermutete, dass der Anrufer ein Polizeibeamter war, und fragte ihn höflich: „Bitte, darf ich wissen, wer Sie sind? Es ist spät. Was brauchen Sie?“ Er antwortete: „Öffnen Sie zuerst die Tür! Ich muss mit Ihnen sprechen. Fragen Sie Ihre Frau, sie kennt mich.“

Da er seine Identität nicht preisgeben wollte, bestätigte dies meinen Verdacht. Meine praktizierende Frau hatte mir erzählt, dass während meiner Abwesenheit im letzten Monat, zweimal jemand vom Wohnungskomitee mit fremden Personen vor unserer Wohnungstür gestanden habe. Sie weigerten sich ebenfalls zu sagen, wer sie waren. Deshalb fragte ich nochmal: „Wer sind Sie? Es ist schon spät. Wenn Sie etwas kaufen möchten oder den Kundendienst in Anspruch nehmen wollen, kommen Sie bitte morgen zu den regulären Geschäftszeiten wieder.“

Dann erhob er seine Stimme und sagte: „Dann will ich es Ihnen sagen. Ich bin Kommissar Wang von der hiesigen Polizeiwache. Dieses Gespräch wird aufgezeichnet. Der Revierleiter und zehn von uns stehen vor Ihrer Tür. Machen Sie auf. Wir wollen nur mit Ihnen reden.“

Es war also die Polizei, die versuchte, uns in der Nacht zu schikanieren, wenn niemand sie sehen konnte! Ich antwortete ruhig: „Oh, Kommissar Wang. Hallo! Leider bin ich im Moment nicht zu Hause. Ich bin geschäftlich in der Provinzhauptstadt. Warum kommen Sie so spät noch vorbei? Ich bin kein schlechter Mensch. Sie sollten zu dieser Zeit lieber Verbrecher verfolgen.“

„Sind Sie wirklich nicht zu Hause? Was ist mit Ihrer Frau?“, fragte er. Ich sagte: „Warum sollte ich Sie anlügen? Wie Sie wissen, kultiviere ich mich seit vielen Jahren nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Meine Frau ist zu Hause.“

Dann bat er mich, meine Frau dazu zu bringen, für ein „kurzes Gespräch“ die Tür zu öffnen. Darauf antwortete ich entschieden: „Nein, das werde ich nicht tun. Es ist spät, und meine Frau ist allein zu Hause. Halten Sie es für angebracht, dass sie jetzt mit zehn von ihren Leuten spricht? Sie ist ein guter Mensch und hat gegen keine Gesetze verstoßen. Worüber müssen Sie mit ihr sprechen? Sie sollten entweder zu Hause sein und sich ausruhen oder die Verbrecher verfolgen.“

Er wollte immer noch nicht aufgeben und versuchte weiter, mich dazu zu bewegen, dass meine Frau die Tür öffnet. Am Ende sagte ich ernst: „Kommissar Wang, ich bin ein Familienvater, und ich glaube, dass Sie auch eine Familie haben. Wenn ich Sie so spät mit meiner Frau sprechen ließe, würden Sie mich dann für einen guten Menschen halten? Sie alle haben den ganzen Tag hart gearbeitet. Bitte gehen Sie nach Hause und ruhen Sie sich aus. Ich komme morgen Abend wieder, und dann können wir darüber reden.“ Schließlich gab er nach und sagte: „Okay, wenn Sie morgen wiederkommen, dann komme ich vorbei. Oder Sie können mich anrufen, ich warte in meinem Büro auf Sie.“

Das Gespräch dauerte mehr als vier Minuten. Ich wollte nicht, dass sich meine Frau übermäßig Sorgen macht. Deshalb sagte ich ihr nur, sie solle aufrichtige Gedanken aussenden und die Tür auf keinen Fall öffnen; egal wer draußen ist. Anschließend sendete ich eine Stunde lang aufrichtige Gedanken aus und rief sie wieder an. Sie sagte, dass auch sie über eine halbe Stunde lang aufrichtige Gedanken ausgesandt habe und dann eingeschlafen sei. Vielleicht, weil dies in den letzten 20 Jahren schon so oft vorgekommen ist, hat sie sich keine allzu großen Sorgen gemacht.

Als ich nach Hause kam, sprachen wir kurz darüber, ob ich Kommissar Wang informieren sollte, dass ich wieder da war. Wir waren uns einig, dass wir wichtigere Dinge zu tun haben und den Gedanken ablehnen sollten, verfolgt zu werden.

Später erfuhr ich, dass an diesem Abend noch mehrere örtliche Praktizierende belästigt worden waren. Die Beamten durchsuchten die Wohnung eines Mitpraktizierenden und nahmen Dutzende von Dafa-Informationsbroschüren mit.

Treffen in der Polizeiwache

Fünf Tage später rief mich Kommissar Wang gegen 18:00 Uhr an. Er fragte mich, ob ich zu ihm ins Büro kommen und mit ihm sprechen könnte. Ich zögerte nicht und willigte sofort ein.

Zu meiner Frau sagte ich: „Ich gehe auf die Polizeiwache, um den Sachverhalt zu klären. Kannst du mir helfen, indem du aufrichtige Gedanken aussendest?“ Beunruhigt fragte sie: „Wir sollten den Befehlen des Bösen doch nicht folgen? Als die Polizei die Praktizierende Zhang bat zu kommen, ging sie nicht hin.“ Ich erklärte: „Das war ihr Verständnis. Ich gehe davon aus, dass sie von mir die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung hören wollen. Warum sollte ich dann nicht hingehen? Es wird schon gut gehen. Sende einfach aufrichtige Gedanken aus und bitte den Meister, mir zu helfen, die bösartigen Faktoren in den anderen Dimensionen zu beseitigen.“ Ich nahm das Mobiltelefon, stellte es in den Aufnahmemodus und ging zur Polizeiwache. Während der ganzen Zeit sendete ich aufrichtige Gedanken aus.

Nach meiner Ankunft im Büro bot mir Kommissar Wang höflich eine Tasse Tee und Zigaretten an. Dann begann er wie ein Wasserfall über die politischen Grundsätze der Partei zu sprechen. Es war als würde er aus einem Buch rezitieren. Deshalb sendete ich weiterhin aufrichtige Gedanken aus und erinnerte mich immer wieder daran, vernünftig und höflich zu bleiben.

Er wusste nichts über Falun Dafa und die Verfolgung. Sein Geist war von den Lügen und der Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) erfüllt. Ich musste mit den grundlegenden Dingen beginnen, deshalb sprach ich zuerst über meine persönlichen Erfahrungen.

Als er vorbrachte, Falun Dafa verkaufe die Bücher, um Geld zu verdienen, erklärte ich ihm, dass ich das Buch Zhuan Falun zu drei unterschiedlichen Preisen kaufen konnte: 8 Yuan (Herstellerpreis, 1,03 Euro), 10 Yuan (Großhandelspreis, 1,30 Euro) und 12 Yuan (Buchhandelspreis, 1,55 Euro). Als andere Praktizierende sahen, dass meine finanzielle Situation nicht besonders gut war, gaben sie mir die Bücher sogar kostenfrei weiter.

Dann behauptete er, dass Falun-Dafa-Praktizierende sich nicht nur weigern würden, ins Krankenhaus zu gehen, sondern auch ihre kranken Verwandten davon abhalten würden, dorthin zu gehen. Sie würden ihnen sagen, sie sollten besser Falun Dafa praktizieren. Ich antwortete: „Ich weiß nicht, ob Sie so jemanden persönlich gekannt haben, oder ob das nur Gerüchte sind. Es stimmt, dass ich durch die Kultivierung im Falun Dafa gesund geworden bin; doch es war nicht leicht. Erst nach vielen Schwierigkeiten bin ich an diesen Punkt gekommen. Für meine Mutter war es anders; sie konnte solche Schwierigkeiten nicht ertragen. Als sie vor einigen Jahren schwer krank wurde, versuchte ich nicht, sie zu zwingen, Falun Dafa zu praktizieren, sondern brachte ich sie zur Behandlung in verschiedene Krankenhäuser.“

Schließlich sagte er: „Wenn Sie glauben, dass Falun Dafa gut ist, dann praktizieren Sie es doch einfach zu Hause. Warum müssen Sie rausgehen und all diese verbotenen Dinge tun?“ Ich sagte: „Sie sind in der Strafverfolgung tätig und kennen die Gesetze besser als ich. Ich habe noch nie ein Gesetz gesehen, das ausdrücklich besagt, dass Falun Dafa verboten ist. Doch es ist Fakt, dass am 1. März 2011 die Verordnung Nr. 50 der Staatlichen Verwaltung für Presse und Publikation ausdrücklich die zwei Bekanntmachungen aufgehoben hat, die den Druck und die Veröffentlichung von Falun-Dafa-Materialien untersagten.“

Zunächst wollte er nicht zugeben, dass ich nur Fakten angesprochen hatte. Also schlug ich vor: „Sie haben ein Mobiltelefon. Durchsuchen Sie Baidu, um es herauszufinden.“ Immer wenn ich einige Fakten darlegte, wechselte er das Thema. Dann sprach ich einfach die Dinge an, die seinem Kenntnisstand entsprachen.

Nach ungefähr 20 Minuten sagte er: „Ich bin beschäftigt und habe noch viel zu tun. Es war schön, heute mit Ihnen zu reden. Wenn ich an einem anderen Tag mehr Zeit habe, können wir dann weiter reden?“ Ich antwortete: „Natürlich. Solange wir beide Zeit haben. Sie wissen, dass ich auch Eltern und Kinder habe, um die ich mich kümmern muss, und dass ich meinen Lebensunterhalt verdienen muss.“ Als ich gerade gehen wollte, stellte er mir eine weitere Frage. So setzte ich mich wieder hin und fuhr fort, ihn über den Sachverhalt aufzuklären.

Weitere Fragen

Wir sprachen über die friedliche Petition vom 25. April 1999 [1] und die sogenannte Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens [2]. Ich bemerkte, dass er aufmerksam zuhörte. Wir sprachen auch über das kleine Mädchen Si Ying, das vom chinesischen Fernsehen interviewt wurde und dabei ein Lied sang. Ich fragte Kommissar Wang, ob er sich vorstellen könne, dass jemand vier Tage nach einer Halsoperation so singen könnte. Er sagte: „Auf keinen Fall. Das ist unmöglich.“

Als ich ihn fragte, warum die Regierung das getan hatte, fragte er mich nach meiner Meinung. Ich ging davon aus, dass er es wusste, doch ich wollte ihn nicht verärgern, also sagte ich: „Damals kannten die meisten Menschen die wahren Hintergründe nicht, deshalb hatten sie ein falsches Bild von Falun Dafa.“ Erneut wechselte er das Thema.

Nach ungefähr 20 Minuten sagte er nochmals: „Ich bin sehr beschäftigt. Wenn ich Zeit habe, rufe ich Sie an. Dann können wir weiterreden.“ Also stand ich auf. Plötzlich fragte er: „Wann hat Ihre Frau begonnen, Falun Dafa zu praktizieren?“ Darauf antwortete ich ihm: „Meine Frau sah, dass sich mein Gesundheitszustand und mein Charakter verbessert hat. Deshalb fing sie auch an, Falun Dafa zu praktizieren. An das genaue Datum kann ich mich nicht mehr erinnern.“

Wahrscheinlich war es sein Hauptbewusstsein, das die wahren Fakten von Falun Dafa hören wollte. Er stellte immer wieder neue Fragen, damit ich bleiben und ihm mehr erzählen konnte. Einmal sprach ich mit ihm über die Organentnahme an lebenden Praktizierenden. Er öffnete seine Schublade, nahm eine Kopie des Zhuan Falun und einen MP3-Player heraus und sagte: „Das habe ich von Ihren Leuten bekommen. Im Zimmer nebenan liegen noch ein Dutzend Broschüren.“ Sie wurden vor einigen Tagen bei der Durchsuchung der Wohnungen der Praktizierenden beschlagnahmt.

Ich sagte: „Da Sie sie bekommen haben, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, um es sich genau anzusehen. Es ist nicht leicht, dieses Buch zu bekommen. Ich habe das Buch gelesen, um die Dinge im Einklang mit den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht machen zu können. Nun möchte ich auch entsprechend diesen Prinzipien leben.“

Wir sprachen etwa zehn Minuten weiter, dann sagte er ein drittes Mal: „Ich bin sehr beschäftigt. Wir sprechen wieder miteinander, wenn wir Zeit haben. Ich habe jetzt noch etwas zu tun, Sie können gehen.“ Ich stand auf und wir verabschiedeten uns. Als ich nach Hause kam, sandte meine Frau immer noch aufrichtige Gedanken aus. Es war genau eine Stunde vergangen.

Die Handy-Aufnahme

Ich nahm mein Handy heraus und wollte das Gespräch mit Kommissar Wang anhören. Aber der Ton war schlecht, so dass ich ihn nicht richtig hören konnte. Ich suchte nicht nach dem Grund und dachte nicht darüber nach, bis ich anfing, das alles aufzuschreiben.

Der Meister sagt:

„Alle Fragen, die dir begegnen, sind keinesfalls einfache Fragen, nichts ist zufällig und all dies sind keine Fragen der gewöhnlichen Menschen, sie haben bestimmt mit der Kultivierung und deiner Erhöhung zu tun. Weil du ein Kultivierender bist, ist dein Lebensweg schon geändert worden, dein Kultivierungsweg wurde erneut arrangiert, deshalb gibt es auf diesem Weg keine Zufälle. Es wird dann aber in einem zufälligen Zustand erscheinen, denn erst im Nebel, im gleichen Zustand wie bei den gewöhnlichen Menschen, kann sich zeigen, ob du dich auch wirklich kultivierst, ob du dich gut kultivierst oder nicht und ob du die Pässe einen nach dem anderen überwinden kannst. Das ist eben die Kultivierung, das genau ist orthodoxes Erkennen!“ (Fa-Erklärung in Los Angeles City, 25.02.2006)

Ich beurteilte die Situation mit dem Fa und schaute nach innen. Der Grund, warum ich die Aufnahme gemacht hatte, war einen Beweis zu haben, für den Fall, dass mir etwas passiert wäre. Doch das war nicht so. Kommissar Wang wollte nur die Fakten erfahren. Mein Telefon nahm also nichts auf, das waren nur menschliche Vermutungen.

Anfangs nahm ich an, dass Kommissar Wang mich verfolgen wollte. Unbewusst ging ich davon aus, dass er mich in sein Büro gebeten hatte, um mich zu verfolgen. Wenn er kein Polizeibeamter, sondern ein ehemaliger Mitschüler, ein Kollege, ein Freund oder Nachbar gewesen wäre, hätte ich dann das Gespräch aufgezeichnet? Hätte ich es aufgezeichnet, wenn das Gespräch vor Beginn der Verfolgung, also vor mehr als 20 Jahren, stattgefunden hätte? Oberflächlich gesehen wollte ich nur einen Beweis haben, dahinter verbarg sich jedoch die Angst, verfolgt zu werden.

Ich bin wirklich dankbar für die barmherzige Hilfe des Meisters, so konnte eine mögliche Schwierigkeit, die auf menschliche Vorstellungen zurückzuführen war, gelöst werden. Die Minghui-Fahui half mir ebenfalls, mein auf dem Fa basierendes Verständnis zu erhöhen.

Schlussbemerkungen

Der Meister sagt:

„Wenn du im Herzen wirklich keine Angst hast, sehr offen und aufrichtig bist und das tust, was du tun sollst, wenn du ohne Angst und auf aufrichtige Weise auf dem Weg zur Gottheit gehst und den Polizisten, die zu dir kommen und auch auf die Errettung warten, die Wahrheit erklärst, wenn du das wirklich schaffst, werden dich auch die Polizisten sehr bewundern.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz des Großraums New York 2013, 19.05.2013)

Unsere Beziehung zu den Polizisten sollte nur darin bestehen, sie zu erretten. Als Dafa-Praktizierende können wir uns sehr glücklich schätzen. Wir sollten all unsere menschlichen Vorstellungen und Anhaftungen beseitigen und jedem Polizeibeamten, den wir begegnen, mit offenem Herzen die Fakten erklären, damit er errettet werden kann.