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Krebskranker Frau wird Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung verweigert, ihre Familie schikaniert

4. Mai 2020 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Xinjiang, China

(Minghui.org) Eine 68-jährige Frau ist wegen ihres Glaubens an Falun Dafa [1] im Gefängnis eingesperrt. Sie erkrankte an Krebs, doch wurde ihr eine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung verweigert. Die Polizei durchsuchte kürzlich die Wohnung von Shen Jinyu und beschlagnahmte die Mobiltelefone ihres Mannes und ihrer älteren Tochter. Ihre jüngere Tochter war gezwungen, von zu Hause fernzubleiben, um einer Verhaftung zu entgehen.

Shen Jinyu

Shen aus dem Bezirk Yanqi, Provinz Xinjiang wurde am 18. September 2016 wegen der Verteilung von Informationsmaterial über Falun Dafa in der Nachbarprovinz Gansu verhaftet.

Als sie im Gefängnis der Stadt Jiayuguan in Gansu festgehalten wurde, erkrankte sie an hohem Blutdruck. Der Wärter versetzte ihr Essen mit unbekannten Drogen und sagte zu ihr: „Wenn du stirbst, solltest du an einem anderen Ort sterben; stirb nur nicht hier.“ 

Am 23. August 2017 verurteilte das Gericht in Chengqu die Falun-Dafa-Praktizierende zu vier Jahren Haft. Ihre Berufung lehnte das Mittlere Gericht der Stadt Jiayuguan ab. Danach kam Shen in das Gefängnis Lanzhou in Gansu.

Wegen der körperlichen und seelischen Misshandlungen traten nach knapp vier Monaten im Gefängnis ihre Gebärmuttermyome wieder auf. Diese waren durch das Praktizieren von Falun Dafa geheilt worden. Shen litt auch unter einer erheblichen Verschlechterung ihres Sehvermögens. Beim Duschen fiel sie zweimal in Ohnmacht.

Im Jahr 2019 bestätigte das Gefängniskrankenhaus, dass sie Gebärmutterkrebs hatte.

Ihre Familie beantragte eine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung. Doch die Gefängnis- und örtlichen Behörden lehnten dies ab.

Am 17. März 2020 durchsuchte die Polizei ihr Zuhause und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher und andere persönliche Gegenstände. Die Handys und Ausweise ihres Mannes und ihrer älteren Tochter wurden konfisziert. Ihre jüngere Tochter, Liu Zhenling, ist seither gezwungen, ihrem zu Hause fernzubleiben.

Das Sozialversicherungsamt im Bezirk Yanqi hält ihre Rente in Höhe von mehr als 100.000 Yuan (12.900 Euro) ein. Dabei beruft sich die Behörde auf eine neue Regelung, nach der Falun-Dafa-Praktizierenden, die wegen ihres Glaubens eingesperrt sind, Rentenleistungen verweigert werden sollen.

Berichten zufolge forderte das Mittlere Gericht der Stadt Jiayuguan die Familie auf, 2.000 Yuan (260 Euro) als Gegenleistung für Shens vorzeitige Entlassung zu zahlen. Es ist nicht klar, ob sie dem nachgekommen ist.

Frühere Verfolgung

Dies ist nicht das erste Mal, dass Shen wegen des Praktizierens von Falun Dafa verfolgt wurde. Zusätzlich zu ihrer letzten vierjährigen Haftzeit erhielt sie zwei Haftstrafen in einem Arbeitslager für insgesamt vier Jahre und neun Monate.

Im Jahr 2001 wurde sie zu 1,5 Jahren Gefängnis mit drei Jahren Bewährung verurteilt. Sie war am 21. Juli 2000 verhaftet worden. Das Urteil wurde nach ihrer Verhaftung vollstreckt, nachdem sie bereits mehr als zehn Monate im Kreisgefängnis Yanqi inhaftiert gewesen war.

Im Juli 2005 verhaftete man Shen erneut und verurteilte sie zu drei Jahren Zwangsarbeit. Die Wärter des Frauen-Zwangsarbeitslagers in Urumqi befahlen den Insassinnen, sie zu schlagen und mit elektrischen Schlagstöcken zu schocken. Ihr Gesicht war geschwollen und geprellt. Sie war so schwach, dass sie sich beim Gehen an die Wand lehnen musste.

Nur zwei Jahre nach ihrer Entlassung wurde Shen ein weiteres Mal verhaftet. Sie war angezeigt worden, weil sie Menschen von Falun Dafa erzählt hatte. Diesmal erhielt sie ein Jahr und neun Monate Haft. Die Wärter des Zwangsarbeitslagers für Frauen in Urumqi taten ihr unbekannte Drogen ins Essen. Kurz danach bekam sie hohen Blutdruck und litt an Gedächtnisproblemen.

Die Behörden hatten es nicht nur auf Shen, sondern auch auf ihre Familie abgesehen. Sie schikanierten und überwachten die Familie ständig und versetzten sie in all den Jahren in Angst und Schrecken.

Ein Freund von ihnen wurde einmal auf das Polizeirevier vorgeladen und gefragt, was er mit ihnen gesprochen habe. Die Polizei hatte herausgefunden, dass er das Paar einige Male zu Hause besucht hatte. Der Freund kam nie wieder zu ihnen nach Hause. Ein anderer Insider berichtete, er habe einmal gesehen, wie die Polizei sie mit einem Fernglas überwachte.

Frühere Berichte:

Berufung eingelegt, nachdem Falun-Gong-Praktizierende zum vierten Mal zu Gefängnis verurteilt wurde

63-Jährige wird nach drei Inhaftierungen vor Gericht gestellt


[1] Falun Dafa, auch Falun Dafa genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.