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Die Störungen beim Fa-Lernen sind eine Form des Leidens

17. Juni 2020 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Eine Praktizierende, die mir nahesteht, schlug mir kürzlich vor, das Fa mehr zu lernen. Sie ist sehr gewissenhaft, wenn es um das Lernen des Fa geht.

Sie teilte mir ihre Erfahrung mit und fragte mich dann: „Wenn dich etwas daran hindert, die Falun-Dafa-Bücher zu lesen, ist das nicht eine Form des Leidens?“ Nach unserem Gespräch nahm ich mir vor, das Fa besser zu lernen.

Ich begann damit, das Fa auswendig zu lernen, anstatt es nur zu lesen. Zuerst lernte ich zwei Seiten am Tag auswendig, dann nur eine Seite am Tag und schließlich lernte ich nur einen Absatz auswendig.

Die Praktizierende schlug mir später vor, zuerst das Fa zu lesen und es dann auswendig zu lernen. Damit begann ich noch am selben Tag. Ich merkte die gleiche starke Dynamik wie damals, als ich angefangen hatte, das Fa auswendig zu lernen. Deshalb beschloss ich, es erst zu lesen und dann auswendig zu lernen.

Unerwartet wurde ich mit Störungen konfrontiert. Sobald ich das Buch in die Hand nahm, begann ich mich müde, unwohl und kalt zu fühlen. Deshalb setzte ich mich ins Bett unter eine Decke. Ich wurde schläfrig, dachte aber nicht daran, aufrichtige Gedanken auszusenden, um die Störung zu beseitigen. Ich hätte in einer Stunde fertig sein können, aber stattdessen brauchte ich zwei Stunden.

Als ich es dann auswendig lernen wollte, dachte ich, dass es einfach sein würde, doch ich wurde wieder unterbrochen. Meine Nase schmerzte, als hätte jemand mit einer Nadel hineingestochen. Ich fühlte mich unbehaglich und gereizt. In dieser schlechten Verfassung konnte ich mir nichts merken.

Als ich der Praktizierenden sagte, dass ich diesen Zustand durchbrechen wolle, überlegte sie, ob mich etwas daran hinderte, das Buch zu lesen und das Fa auswendig zu lernen.

Obwohl mein Himmelsauge nicht geöffnet ist, spürte ich, dass zwei bösartige Wesen mir mit einer Nadel in die Nase gestochen und einen großen Stein auf mein Herz gelegt hatten, um mich unruhig zu machen.

War das nicht eine Illusion? Waren das keine fremden Substanzen? Ich hatte eindeutig das Gefühl, dass es Hindernisse waren, die meinen Kultivierungsweg blockierten. Sie waren externe Elemente und nicht ein Teil von mir.

Diese Wahrnehmung veranlasste mich, starke aufrichtige Gedanken auszusenden, um sie zu zerstören und keine fremden Substanzen anzuerkennen, die sie mir aufdrängten. Als ich das erkannte und entschlossen war, sie zu beseitigen, eliminierte der Meister sie für mich.

Nachdem ich eine Zeit lang aufrichtige Gedanken ausgesendet hatte, geschah etwas Unglaubliches. Meine Nase hörte auf zu schmerzen und der Stein, den ich auf meinem Herzen wahrgenommen hatte, war verschwunden. Ich fühlte mich leicht.

Wenn ich in der Vergangenheit Konflikte gehabt hatte oder wenn ich Krankheitskarma durchmachte, behandelte ich diese Dinge als Leiden und arbeitete hart daran, sie zu überwinden. Beim Fa-Lernen hatte ich das allerdings nicht so gesehen.

Ist die Störung während des Fa-Lernens nicht auch eine Form des Leidens? Hätte ich den Schmerz und das Unbehagen nur über mich ergehen lassen, wäre ich nicht in der Lage gewesen, die Lektionen auswendig zu lernen. Tatsächlich reicht es für einen langjährigen Praktizierenden nicht aus, nur die Lektionen zu lesen, besonders jetzt, wo wir uns in der letzten Phase der Fa-Berichtigung befinden.

Beim Fa-Lernen gestört zu werden, ist ein Hindernis und eine Prüfung, die ich bestehen muss. Es ist wie die Geschichte in dem Roman Reise in den Westen, in der ein buddhistischer Mönch der Tang-Dynastie auf seinen Reisen in die „Westliche Region" [Zentralasien und Indien] 81 Drangsale überwinden musste, um die Schriften zu erhalten.

Als Praktizierender muss ich zahlreiche Entbehrungen ertragen, um das Fa erkennen zu können. So entstehen Probleme, die mich davon abhalten, das Fa zu lernen. Das ist eine Prüfung, um zu sehen, ob ich erkennen kann, was das böse Gespenst für mich vorbereitet hat, und ob ich entschlossen bin, es zu eliminieren.

Durch diese Erfahrung erkannte ich, dass die Störungen, denen ich während des Fa-Lernens begegne, eine Form des Leidens sind.