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73-Jährige wegen Praktizierens von Falun Dafa verhaftet (Provinz Jiangsu)

3. August 2020 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Jiangsu

(Minghui.org) Eine 73-jährige Frau, die in der Stadt Nantong in der Provinz Jiangsu lebt, ist am 15. Juli 2020 in ihrer Wohnung verhaftet worden. Auch ihre Wohnung wurde durchsucht.

Der Grund für den Polizeiübergriff war, dass sie Falun Dafa praktiziert. [1]

Yan Ling, eine Fabrikarbeiterin in Rente, hatte das Praktizieren von Falun Dafa im Februar 1998 aufgenommen. Sechs Monate nach Beginn des Praktizierens verschwanden viele ihrer Beschwerden, darunter Herz- und Leberprobleme, rheumatoide Arthritis und Verdauungsprobleme. Da sie ihren Glauben trotz der Verfolgung aufrechterhielt, wurde sie in den vergangenen 21 Jahren wiederholt von den Behörden ins Visier genommen.

Yan wurde von 2001 bis 2004 jedes Jahr verhaftet und in Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten. Ende 2004 wurde sie zu einem Jahr Zwangsarbeitslager für Frauen in Jurong verurteilt. Die Behörden verlängerten ihre Haft um vier Monate, als sie sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören. Man entzog ihr den Schlaf, zwang sie, tagelang zu stehen oder auf einem kleinen Hocker zu sitzen, ohne sich zu bewegen. Die Wärter sperrten sie auch in Isolationshaft und verweigerten ihr den Zugang zur Toilette.

Yan wurde vor dem 17. Nationalkongress der Kommunistischen Partei Chinas im Oktober 2007 erneut verhaftet und 15 Tage lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten.

Im April 2014 und im Januar 2015 wurde sie festgenommen und zwölf beziehungsweise 15 Tage lang inhaftiert, weil sie mit Mitmenschen über Falun Dafa gesprochen hatte.

Ende 2015 wurde Yan ein weiteres Mal verhaftet und einen Monat lang inhaftiert, weil sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin, den früheren Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, der die Verfolgung von Falun Gong angeordnet hatte, erstattet hatte. Das Bezirksgericht von Tongzhou verurteilte sie 2016 zu zwei Jahren im Frauengefängnis von Nantong.

Die Gefängniswärter folterten Yan und versuchten sie zu zwingen, auf Falun Dafa zu verzichten, also ihren Glauben aufzugeben. Einmal erhielten die Insassinnen von den Wärtern die Anweisung, ihr den Mund zuzukleben und ihre Hände zu fesseln. Während dieser Misshandlungsrunde wäre sie fast erstickt.

Während der zweijährigen Gefangenschaft wurde ihr Gehalt von den Behörden ausgesetzt.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.