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27 Falun-Dafa-Praktizierende an einem Tag wegen ihres Glaubens vor Gericht gestellt

31. August 2020 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Henan, China

(Minghui.org) Mehr als 160 Bürger der Stadt Nanyang, Provinz Henan wurden im August 2019 verhaftet, weil sie ihren Glauben an Falun Dafa [1] verteidigten. 27 wurden am 11. August 2020 im Bezirk Wancheng vor Gericht gestellt. Es ist unklar, ob ihnen gemeinsam oder getrennt der Prozess gemacht wurde.

Die Gerichtsbehörde erlaubte den Praktizierenden nicht, Rechtsanwälte zu engagieren, sondern ernannte Anwälte, die sie vertreten und für sie auf schuldig plädieren sollten. Mindestens vier Praktizierende sagten zu ihrer eigenen Verteidigung aus und plädierten auf nicht schuldig, weil nichts falsch daran sei, Falun Dafa zu praktizieren.

Wie berichtet wurde, empfahl Staatsanwalt Wang Feng, dass die Praktizierenden zu fünf bis 14 Jahren Gefängnis verurteilt werden sollten.

Den Massenverhaftungen, die im April 2019 begannen, ging eine intensive Überwachung der Falun-Dafa-Praktizierenden vor Ort voraus. Im Juli 2019 suchten Polizeibeamte und Mitarbeiter des Wohnkomitees die Praktizierenden zu Hause auf und sammelten Informationen über ihre Personalien und ihre Haushaltsregistrierungen. Von den meisten Praktizierenden wurden auch Fotos gemacht.

Am 29. August 2019 gegen 16:00 Uhr versammelten sich alle Beamten, die an den Verhaftungen beteiligt waren, an einem bestimmten Ort und erhielten den Befehl, ihre Mobiltelefone auszuschalten. Noch am selben Abend um ca. 22:00 Uhr verhafteten sie Praktizierende in einer koordinierten Aktion und durchsuchten deren Wohnungen. Die Verhaftungen dauerten bis Mitternacht an und dehnten sich auf die Vorstadtgebiete von Nanyang aus.

Später wurde die Verhaftung von über 160 Praktizierenden bestätigt.

Gegen Kaution freigelassen

Von den 27 Praktizierenden, die am 11. August 2020 vor Gericht standen, kamen acht im Oktober 2019 gegen Kaution frei. Die übrigen 19 wurden im städtischen Gefängnis von Nanyang festgehalten. Gegen jeden dieser Praktizierenden wurde am 15. April 2020 Anklage erhoben. Man hat ihre Fallakten dem Bezirksgericht Wancheng vorgelegt.

Die acht auf Kaution freigelassenen Praktizierenden sind: Chen Tao, Ge Fengzhi, Fang Baojun, Liu Yuanzhen, Qin Zhiwei, Song Henglin, Liu Huixia und Diao Gaichun. 

Die übrigen 19 Praktizierenden sind: Zhao Peiyuan, Wang Wei, Liu Tianyu, Sun Tongren, Lai Guimin, Yang Fengdong, Pan Dongxing, Wang Xiaobi, Liang Zhaofang, Wen Jianhua, Tan Bo, Li Jierong, Li Xiaoling, Wang Zhiqing, Dong Ju’an, Wang Yinglin, Wang Qin, Wang Lianfeng und Wang Jingduan. 

Minghui.org bestätigte, dass mindestens 30 weitere Praktizierende in der städtischen Haftanstalt Nanyang inhaftiert sind, aber ihre Fälle wurden von verschiedenen Gerichten behandelt. 

Bei diesen Praktizierenden handelt es sich um: Han Lanying, Sun Haihong, Dang Changping, Kui Yingxiang, Tie Linfeng, He Ximei, Guan Minghui, Jia Jing’an, Su Longzhi, Wan Daling, Wei Jie, Liu Furong, Liu Yuanzhen, Cao Ailan, Yuan Xifeng, Zhang Qinge, Zhang Quanshu, Zhang Yulian, Su Meiyu, Gong Xingfeng, Zhou Xueyan, Wang Tiezhuang, Zhang Xibin, Gao Xiaomei, Chen Changrong, Hu Guoyun, Sui Xinsheng, Dang Xiuzhi, Song Hongqin und Zhu Jixiang. 

Berichten zufolge wurden einige Praktizierende im Mai 2020 im Bezirk Wolong vor Gericht gestellt. Weitere Einzelheiten müssen noch geprüft werden.

Früherer Bericht:

32 Falun-Dafa-Praktizierende innerhalb zwei Tagen verhaftet (Provinz Henan)


[1] Falun Dafa, auch Falun Dafa genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.