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Mitarbeiter des Büro 610 stellen 75-jährigem Veteran eine Falle

21. September 2020 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Chongqing, China

(Minghui.org) Ein 75-jähriger Veteran in Chongqing wurde am 23. Juni 2020 angeklagt und soll nun vor das Bezirksgericht Nanchuan gestellt werden, weil er sich für seinen Glauben an Falun Dafa [1] eingesetzt hat.

Nach Angaben eines Mitarbeiters der Bezirksstaatsanwaltschaft Nanchuan hat das Büro 610 [2] die Anordnung erlassen, Cheng Defu ins Gefängnis zu bringen.

Cheng fing 1998 mit dem Praktizieren von Falun Dafa an. Er schreibt der Praxis die Heilung seiner rheumatoiden Arthritis, Lungenentzündung und Verletzungen im Nacken, Rücken und Gehirn zu, die er bei einem Autounfall erlitten hatte.

Im Dezember 2019 übergab Cheng seinem Nachbarschaftskomitee eine Reihe von Dokumenten, die die Illegalität der Verfolgung von Falun Dafa aufzeigten. Darunter waren eine Mitteilung des chinesischen Hauptamts für Presse, Publikationen, Radio, Film und Fernsehen, mit der das Verbot von Falun-Dafa-Büchern aufgehoben wurde, und das chinesische Gesetz über die Grundrechte der Bürger und die Glaubensfreiheit. Er hoffte, dass die Mitarbeiter des Komitees Falun Dafa verstehen und sich nicht mehr an der Verfolgung beteiligen würden.

Am 5. März 2020 kamen zwei Mitarbeiter des Büros 610, Zheng Qinghong und Sun Cheng, zu Cheng und fragten ihn, ob er Informationsmaterialien zu Falun Dafa habe, die sie lesen könnten.

Cheng antwortete, dass er alle seine Materialien dem Nachbarschaftskomitee gegeben habe, dass er aber einige für sie zurückbekommen könne. Zheng und Sun vereinbarten, dass sie einige Tage später zurückkommen würden, um die Materialien rauszuholen.

Cheng ging am nächsten Tag zum Nachbarschaftskomitee und wollte die Dokumente holen. Als er zu erklären versuchte, worum es sich bei den Dokumenten handelte, erstatteten die dortigen Mitarbeiter Anzeige bei der Polizei.

Am 7. März verhafteten die Beamten Cheng in seiner Wohnung und beschlagnahmten viele seiner persönlichen Gegenstände. Cheng wurde mehr als zehn Stunden lang verhört. Dabei schlugen ihm die Beamten zwei Zähne aus.

Nachdem das Untersuchungsgefängnis seine Aufnahme wegen seines schlechten Gesundheitszustands verweigert hatte, wurde Cheng wieder freigelassen.

Die Polizei zwang später zwei lokale Praktizierende, gefälschte Berichte abzugeben, in denen Cheng beschuldigt wurde, Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilt zu haben. Die Dokumente, die er dem Nachbarschaftskomitee übergeben hatte, wurden ebenfalls als Beweismittel für die Anklage gegen ihn verwendet.

Früherer Bericht:

75-Jähriger mit falschen Beweisen angeklagt


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

[2] Das „Büro 610“ wurde nach dem Datum seiner Gründung am 10. Juni 1999 benannt. Es ist eine über dem Gesetz stehende Sondereinheit der Polizei, die von der zentralen Führung der Kommunistischen Partei mit der Ausrottung von Falun Gong beauftragt wurde. Es ist mit der Stasi der ehemaligen DDR und der Gestapo des dritten Reiches vergleichbar.

[3] Chinas Verwaltungsbehörde „das staatliche Hauptamt für Presse, Publikationen, Radio, Film und Fernsehen“ widerruft 2011 mit der Anweisung Nr. 50 das Verbot von Falun-Dafa-Büchern, doch die Verfolgung geht unvermindert weiter.