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Einige Gedanken nach dem Ableben einer Mitpraktizierenden

24. September 2020 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in Großbritannien

(Minghui.org) Die Praktizierende Yun (ein Pseudonym) war verstorben. Jedes Mal, wenn ich an ihre Stimme und ihr Lächeln denke, werde ich traurig und es tat mir leid. Sie war fröhlich, großzügig und freundlich gewesen, eine langjährige Praktizierende, die an vielen Projekten mitgearbeitet hatte und mit vielen Praktizierenden gut bekannt war. Ihr Ableben war für uns alle ein Schock. Bei der Kultivierung ist jedoch nichts zufällig. Was haben wir als Schüler in der Zeit der Fa-Berichtigung daraus gelernt?

Ich möchte dazu einige meiner Gedanken mitteilen.

Der Kultivierungszustand ist entscheidend

Nachdem Yun verstorben war, wiesen einige Mitpraktizierende auf verschiedene äußere Faktoren hin, die zu ihrem Tod beigetragen haben könnten.

Meiner Ansicht nach hätte das in Yuns Situation nur eine kleine Rolle spielen können, aber keine entscheidende. Es ist eher so, dass Yuns Kultivierungszustand und der allgemeine Kultivierungszustand unserer Gruppe zu ihrem Ableben beigetragen haben.

Der Meister hatte ihr sicherlich Gelegenheiten gegeben, Durchbrüche in der Kultivierung zu erzielen, aber sie hatte Schwierigkeiten, ihre Anhaftungen aufzugeben. Wir können nicht nur äußere Faktoren für ihr Ableben verantwortlich machen.

Dem Fa folgen und nicht anderen Menschen

Yun war warmherzig und freundlich. Viele Praktizierende lobten ihren ausgezeichneten Charakter und bezeichneten sie als „Vorbild“, „eine wahre Praktizierende“, „als Mensch, der Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht praktiziert“. Ein Praktizierender meinte: „Ihr Ableben ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass sie ihre Aufgabe, Meister Li bei der Fa-Berichtigung zu helfen, vor der Zeit erledigt hat.“ Ich persönlich halte nichts davon, über die Gründe des Ablebens einer Mitpraktizierenden hin- und her zu spekulieren.

Der Meister hat in seinen Fa-Erklärungen viele Male Fragen über den Tod von Praktizierenden beantwortet und verschiedene komplizierte Situationen angesprochen. Manche hatten die Prüfungen nicht bestanden, andere hatten Verträge mit den alten Mächten unterschrieben und einige betrachteten sie als Vorbild. Die alten Mächte nahmen diesen Praktizierenden das Leben, um diejenigen zu prüfen, die zu ihnen aufschauten.

Obwohl wir den genauen Grund für Yuns Ableben nicht kennen, stimmt es, dass einige Mitpraktizierende zu abhängig von ihr waren. Eine solche Abhängigkeit könnte ihr geschadet haben.

Der Meister sagt:

„Ich sage, für Kultivierende gibt es keine Vorbilder. Es wird zu Problemen führen, wenn man einen anderen Praktizierenden als Vorbild nimmt und nicht eigene Erkenntnisse aus dem Fa bekommt. Die alten Mächte denken vielleicht: Du schaust bei der Kultivierung auf ihn und versuchst nicht, das Fa eigenständig zu erkennen. Dann werden sie ihn sehr wahrscheinlich sterben lassen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz des Großraums New York 2013, 19.05.2013)

Und weiter:

„Die alten Mächte haben es so arrangiert, dass sich diese Angelegenheit so entwickelt hat. Sie benutzen eben diese bösartige Methode, um die Menschen zu prüfen, durch diese Handlungsweise prüfen sie die Menschen. Wie seht ihr das? Ihr denkt, dass er sich gut kultiviert hat, aber er ist gestorben. Glaubst du noch daran oder nicht? So etwas ist schon öfter aufgetaucht. Viele Dafa-Jünger haben schon solche Erfahrungen gemacht. Sie kennen die Tricks der alten Mächte.“ (ebenda)

In der Kultivierung gibt es nichts Unbedeutendes

Einige Praktizierende fragen sich vielleicht, warum Yun vorzeitig gestorben ist, wenn sie doch sehr fleißig war. Der Meister sagte, dass es bei der Kultivierung keine unbedeutenden Dinge gibt. Vielleicht war Yun in der Kultivierung ins Stocken geraten, nur wussten wir das nicht und konnten nicht rechtzeitig mit ihr darüber sprechen. In gewisser Weise waren wir zu einem Teil mitverantwortlich für ihr Ableben.

Ich fände es gut, wenn wir uns zukünftig gegenseitig daran erinnern könnten, in der Kultivierung auch „auf die „Kleinigkeiten“ zu achten. Wenn wir bei anderen Praktizierenden Anhaftungen sehen, sollten wir sie darauf hinweisen. Wir brauchen uns nicht zu sorgen, dass wir ihre Gefühle verletzen oder auf Konfrontationen stoßen. Falls wir es nicht schaffen, einander zu helfen, diese Anhaftungen zu beseitigen, wird das Lücken in unserer Kultivierung hinterlassen. Die Folgen könnten vielleicht fatal sein.

Der Meister hat uns deutlich erklärt:

„Manche unserer Lernenden können den Pass des Krankheitskarmas nicht überwinden. Denk nicht an die großen Dinge. Du denkst, dass du keine großen Fehler gemacht hast und sehr standhaft im Fa bist. Aber halte die kleinen Dinge nicht für unwichtig. Sonst würde das Böse eure Lücken ausnutzen. Viele Lernende sind sogar wegen kleiner Dinge dahingegangen. Es waren wirklich sehr kleine Dinge. Die Kultivierung ist ernsthaft und lückenlos. Du hast dich längere Zeit bei bestimmten Dingen nicht kultiviert. Sie sind zwar klein, aber du hast sie längere Zeit vernachlässigt. Dann ist das etwas Großes [geworden]. Viele Menschen sind deswegen dahingegangen.“ (Fa-Erklärung im Westen der USA 2015, 16.05.2016 Los Angeles)

Akzeptanz in der Kultivierungsumgebung

Yun betrachtete mich als eine der wenigen Praktizierenden, der sie sich öffnen und mit der sie über alles Mögliche reden konnte. Einmal sagte sie zu mir: „Dir kann ich auch meine schlechten Gedanken mitteilen, ohne mich zu sorgen, ausgelacht oder kritisiert zu werden.“ Sie wusste, dass ich sie verstehen und ermutigen würde. Ich war dankbar für ihr Vertrauen. Aber wirft das nicht eine Frage nach unserem Gruppenumfeld auf?

Bei einigen chinesischen Mitpraktizierenden tritt immer noch die Kultur der Kommunistischen Partei Chinas zu Tage, zum Beispiel andere anzuprangern und hinter deren Rücken zu reden. Das hindert einige Praktizierende und neue Praktizierende daran, sich frei über ihre Gedanken und Meinungen auszutauschen.

Eine Praktizierende erzählte einer anderen von einer schlechten Angewohnheit, die sie früher gehabt hatte, bevor sie Falun Dafa zu praktizieren begann. Die andere Praktizierende wusste dieses Vertrauen leider nicht zu schätzen und erzählte es den anderen Mitpraktizierenden weiter. Sie kommentierte sogar, dass nicht einmal Nichtpraktizierende so eine schlechte Angewohnheit haben würden.

Wir haben eben alle noch schlechte Gedanken, die wir durch die Kultivierung beseitigen müssen. Das ist genau das, was wir bei der Kultivierung tun. Wenn wir andere zu streng behandeln, wird niemand es wagen, sich mitzuteilen, oder nur oberflächliche Dinge von sich geben.

Der Meister erklärt:

„In der Gesellschaft in China packt man die anderen bei ihrer Schwäche. Man sucht nach jeglicher Ausrede, um andere zu beschuldigen und niederzuschlagen. Im Ausland ist das nicht so. Auch in der Geschichte der Menschheit hat es so etwas nicht gegeben. Nur in der Gesellschaft der häretischen Kommunistischen Partei Chinas gibt es so etwas. Im Ausland, auch wenn sich zwei Menschen nicht kennen, können sie über ihre familiären Angelegenheiten reden, sie sind sehr offen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa- Konferenz des Großraums New York 2013, 19.05.2013)

Anfangs wollte ich meine Gedanken über Yuns Ableben nicht mitteilen, weil ich befürchtete, andere zu beleidigen oder zum Tratschen zu verleiten. Natürlich war das alles auf meinen Egoismus zurückzuführen. Yun hat mich oft dazu ermutigt, in der Gruppe mein Verständnis mitzuteilen. Sie dachte immer an andere und an den ganzen Körper. Leider bin ich ihrem Vorschlag nicht immer gefolgt. Im Gedenken an Yun und als Mahnung an unsere Gruppe habe ich jetzt diesen Bericht geschrieben, damit wir uns als ein Körper erhöhen können.