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China Fahui | Eine Liste mit 71 Personen, die aus den Organisationen der KP Chinas ausgetreten sind

14. November 2021 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Seien Sie gegrüßt, Meister! Seid gegrüßt, liebe Praktizierende!

Ich lebe auf dem Land. In den umliegenden Dörfern gibt es keine Praktizierenden. Daher habe ich nur wenige Möglichkeiten, mit anderen Praktizierenden in Kontakt zu treten. Vermutlich kann ich nur ein- oder zweimal im Jahr mit auswärtigen Praktizierenden sprechen. Glücklicherweise habe ich Zugang zur Minghui-Website, die mir in diesen Jahren geholfen hat, auf dem richtigen Weg zu bleiben.

Als Praktizierender weiß ich, dass ich anderen von Falun Dafa erzählen und die von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verbreiteten diffamierenden Lügen widerlegen muss. Von Januar bis August dieses Jahres traten 71 Menschen aus der KPCh und den zugehörigen Jugendorganisationen aus, nachdem ich ihnen von den Verbrechen der Partei erzählt hatte. Für fleißige Praktizierende mag das verhältnismäßig trivial klingen. Aber für mich war es viel Arbeit, diese 71 Menschen davon zu überzeugen, aus der Partei auszutreten. Ich möchte einige Begebenheiten schildern.

Ende letzten Jahres las ich einen Artikel auf Minghui. Darin wurde prognostiziert, wie viele Menschen die Praktizierenden noch vor dem Ende der Fa-Berichtigung retten könnten, wenn man die tägliche Zahl der Menschen betrachtet, die aus der KPCh und ihren Organisationen ausgetreten sind. Ich war über die niedrige Anzahl besorgt und dachte, dass sich die Situation nicht verbessern würde, sollte ich mich weiterhin so unzulänglich verhalten. Ich wusste, dass ich mehr tun sollte, um über die Fakten aufzuklären und noch mehr Menschen zu erretten.

Ich bin sehr zurückhaltend und nicht besonders redegewandt. Meine Frau hat sich zu Hause oft darüber beklagt. Auch an meinem Arbeitsplatz rede ich nicht viel. Das ist ein Hindernis für mich. Mir war aber auch klar, dass dies keine Ausrede dafür sein dürfte,  nicht über die Fakten aufzuklären. Zumindest sollte ich an meiner Schüchternheit arbeiten und weiter lernen, wie man mit Menschen spricht. Außerdem gibt es auf Minghui so viele gute Beispiele.

Während dieses Prozesses habe ich mich sehr angestrengt und viele Anhaftungen überwunden.

Meine Frau sagte: „Bitte, blamiere mich nicht. Lass es ruhig angehen und bleib zu Hause anstatt herumzulaufen“ und „Wenn du deine Arbeit verlierst [weil du den Leuten die Wahrheit über Falun Dafa erklärst], werde ich die Scheidung einreichen.“

Mehrere Kollegen, mit denen ich gut auskomme, meinten auch: „Die Manager wissen vielleicht, dass du hier über Falun Dafa sprichst. Bitte sei vorsichtig und geh Ärger aus dem Weg.“

Einmal gab es ein Treffen auf Gemeindeebene mit Vertretern der wichtigsten Behörden und Organisationen. Ein Gemeindevorsteher wies darauf hin, dass einige Vorgesetzte (darunter auch meiner) immer noch Menschen beschäftigen würden, die Falun Dafa praktizieren würden. „Siehst du, die ganze Gemeinde weiß jetzt, was du machst“, sagte ein Freund zu mir. „Sei bitte vorsichtig, denn die KPCh könnte dich leicht ausschalten.“

Angesichts dieser Herausforderungen wusste ich, dass ich mich von diesen oberflächlichen Erscheinungen nicht einschüchtern lassen durfte. Schließlich sollte ich mich als Praktizierender nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht richten. Als Praktizierender muss ich meine Mission erfüllen, den Menschen die Fakten erklären und sie erretten.

Oft habe ich Gespräche unter vier Augen geführt. Auf diese Weise konnte ich die Dinge klar erklären, was wiederum mein Selbstvertrauen stärkte. Nach jedem Gespräch notierte ich in einem Notizbuch den Namen der Person, die aus der KPCh ausgetreten war. Bis April dieses Jahres hatten sich 30 Personen dazu entschlossen. Bis August wuchs die Liste auf 71 Personen an. Ich weiß, dass dies eine Ermutigung des Meisters war. Durch diese Erfahrungen und das ständige Lernen von anderen Praktizierenden verbesserte ich auch meine Fähigkeit, den Menschen die Wahrheit persönlich zu erklären.

Ein Praktizierender aus der Stadt sagte einmal zu mir: „Ihr Dorfbewohner seid bescheidene Leute. Es ist relativ einfach, sie davon zu überzeugen, aus der Partei auszutreten.“ – „Da bin ich mir nicht so sicher“, erwiderte ich. „Die KPCh hat überall Hasspropaganda verbreitet, indem sie Falun Dafa verleumdete. Viele Menschen wurden getäuscht und hören nicht zu.“

Als ich im Dorf über Falun Dafa sprach, sagten einige Leute zwar nichts, aber ich konnte an ihrem Gesichtsausdruck erkennen, dass sie eine negative Einstellung gegenüber Falun Dafa hatten. Einige widersprachen mir und ich konnte ihre Argumente nicht widerlegen, da ich nicht schlagfertig war. Ich fühlte mich gedemütigt und hatte mein Gesicht verloren, aber ich war nicht verärgert noch wollte ich aufgeben. Ich weiß, dass ich mit Hilfe des Meisters und Falun Dafa die Weisheit erlangen werde, um meine Mission zu erfüllen.

Ein starrköpfiger Nachbar

Früher lehnte mein Nachbar Lei Falun Dafa ab. Ich versuchte, mit ihm darüber zu reden, aber er war entweder still oder stritt mit mir. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, aber er hörte immer noch nicht zu.

„Komm, lass uns über etwas anderes reden“, sagte er dann.

Aber ich wusste, dass es das Wichtigste für sein Leben war. Ich musste einen Durchbruch erzielen. Ich dachte: „Wenn ich meinem Nachbarn nicht helfen kann, wem kann ich dann noch helfen?“

Als ich eines Tages die Lehre von Falun Dafa studierte, dachte ich über Lei nach. Warum war er nicht bereit, aus der KPC auszutreten? Hatte ich etwas falsch gemacht? Dann erkannte ich, dass ich zu Lei nur nett gewesen war, damit er aus der KPCh austrat, um ihn auf meine Liste setzen zu können. Dabei handelte es sich um ein egoistisches Streben, das tief verborgen lag. Wegen meiner Anhaftung konnten die alten Mächte all meine Bemühungen zunichtemachen. Die Tatsache, dass Lei sich nicht geändert hatte, lag daran, dass er darauf wartete, dass ich mich änderte.

Der Meister sagt:

„Du musst mich erretten, alle sagen, du musst mich erretten, du musst mich erretten. Aber die Erscheinungsform ist nicht, wie man es von den ethischen Grundsätzen der Menschenwelt her kennt, bei einer Bitte hat man höflich und bescheiden zu sein: Wenn du mich errettest, muss ich mich zuerst bei dir bedanken, dir eine Gunst erweisen. So ist das aber nicht. Aus der Sicht dieser Lebewesen ist es so: Um mich erretten zu können, musst du meine Ebene erreichen und diese mächtige Tugend haben, erst dann kannst du mich erretten. Wie kannst du mich erretten, wenn du jene mächtige Tugend nicht hast und meine Höhe nicht erreichst? Also lassen sie dich hinfallen, Leiden ertragen, sodass deine Eigensinne beseitigt werden und deine mächtige Tugend aufgebaut wird. Erst wenn du eine bestimmte Ebene erreicht hast, kannst du sie erretten. Das machen alle.“ (Dafa-Jünger müssen das Fa lernen, Fa-Erklärung in Washington, D.C., 16.08.2011)

Ich beschloss, mich zu bessern und ihn mit Güte zu behandeln. Beispielsweise ist Lei gesundheitlich angeschlagen und kann keine schwere Arbeit verrichten. Wenn er meine Hilfe brauchte, half ich ihm und erledigte die Arbeit gut. Wenn ich an seinem Haus vorbeikam und ihn arbeiten sah, half ich oft. Ich pflanzte Gemüse, versprühte Pflanzenschutzmittel und bewegte schwere Gegenstände. Selbst wenn es regnete oder der Boden aufgeweicht war, half ich ihm. Ich half ihm einfach, ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen oder etwas von ihm anzunehmen. So wurden wir immer engere Freunde.

In diesem Frühjahr bat er mich, ihm beim Sammeln von Brennholz zu helfen. Also ging ich mit. Diese Arbeit fordert viel Kraft. Wegen seines schlechten Zustands erledigte ich im Grunde genommen alles allein. Zuerst brachte ich die Stämme zur Tischsäge, wo ich sie schnitt und anschließend stapelte. Es waren über zwei Tonnen Holz. Ich war den ganzen Tag damit beschäftigt. Als er mich so hart arbeiten sah – ganz verschwitzt und mit Sägemehl eingestaubt – war er sehr gerührt. Immer wieder sagte er, dass ich ein guter Mensch sei. Bei dieser Gelegenheit erklärte ich ihm, dass die KPCh für ihre begangenen Sünden dem Untergang geweiht sei. Da wir alle beim Parteieintritt einen Eid geschworen und unser Leben dem Regime geopfert hätten, müssten wir unsere Mitgliedschaft aufgeben, um Konsequenzen zu vermeiden. Ich dachte mir: „Ob er austritt oder nicht, ist seine Entscheidung. Aber ich muss ihm dabei helfen, sich dessen bewusst zu werden.“

Zu meiner Überraschung widersprach mir Lei diesmal nicht. „Sicher! Ich werde austreten“, sagte er. Ich freute mich sehr für ihn. Als seine Frau bemerkte, wie sehr er sich verändert hatte, trat auch sie aus dem Kommunistischen Jugendverband und den Jungen Pionieren aus. Oft lobte mich Lei vor den anderen. „Der Typ ist echt super!“ Auch die anderen Leute im Dorf respektierten mich.

Nachdem Leis Familie aus den Organisationen der KPCh ausgetreten war, hörte ich nicht auf, ihm zu helfen. Wann immer ich gebraucht wurde, half ich ihm. Später hörte ich bei einem Besuch in der Kreisstadt, wie jemand sagte: „Diese Falun-Dafa-Praktizierenden sind ein bisschen seltsam. Wenn sie mit dir über den Austritt der KPCh sprechen, sind sie nett zu dir. Danach tun sie so, als ob sie dich nicht kennen würden. Was hat das zu bedeuten?“ Ich wusste, dass so eine Situation selten ist. Ein derart arrogantes Verhalten stammt von der Parteikultur. Wir Praktizierende sind wirklich selbstlos und begegnen anderen mit Nachsicht. Das ist eine Verkörperung unserer Ebene.

Verbindungen knüpfen

Die meisten der 71 Personen auf meiner Liste haben bei unterschiedlichen Gelegenheiten durch mich von Falun Dafa erfahren. Auf dem Land gibt es viele Anlässe – Hochzeiten, Beerdigungen, Hausbau, Umzug, Eintritt in den Militärdienst, Studium, große Geburtstage und so weiter. Im Dorf ist das Geld knapp und durch die Ausrichtung solcher Veranstaltungen können die Bewohner Einnahmen erzielen.

Mir war klar, dass es eine großartige Gelegenheit war, Menschen zu treffen. Daher versuchte ich, so viele Veranstaltungen wie möglich zu besuchen. Gelegentlich spreche ich auch mit jemandem, den ich auf der Straße treffe, und frage, wie es ihm geht: „Wir sind alle Nachbarn oder Verwandte – also sollten wir uns alle gegenseitig helfen. Stimmt´s?“ Das sage ich oft. Wenn ich etwas Geld spenden muss, um Menschen zu erretten, ist es mir das wert. Viele Dorfbewohner sind bescheiden. Nachdem sie mir zugehört haben, melden sie sich später bei mir, wenn sich etwas anbahnt. Häufig sind bei den Veranstaltungen Dutzende Menschen. Es gibt immer jemanden, mit dem ich sprechen und den ich erretten kann.

Einmal erfuhr ich, dass ein ferner Verwandter heiraten wollte, zu dem mein Vater nur selten Kontakt hatte. Trotzdem reiste ich zu der Hochzeit in die Berge. Als Geschenk hatte ich Geld dabei. Der Verwandte sagte: „Wow! Ich habe nicht erwartet, dass du kommst. Vielen Dank!“ Auf dem Fest sprach ich mit meinem Tischnachbarn. Am Ende erklärte er sich bereit, aus den Organisationen der KPCh auszutreten.

Bei solchen Gelegenheiten treffen sich Verwandte, die sich jahrzehntelang nicht gesehen haben, und reden miteinander. Man fragt, wie es dem anderen geht, und unterhält sich über aktuelle Themen. Da liegt es nahe, darüber zu sprechen, wie korrupt die KPCh ist und dass es sinnvoll ist, aus der Partei auszutreten. Auf dieser Hochzeit verhalf ich acht Personen zum Austritt.

Ein anderes Mal besuchte ich einen Angehörigen kurz nach dem chinesischen Neujahrsfest. Aufgrund einer Fehde zwischen ihm und meinem Vater hatten wir uns seit über zehn Jahren nicht gesehen. Da mein Vater gestorben war und ich Falun Dafa praktizierte, wollte ich diese zerrüttete Beziehung wiederherstellen. Mein Verwandter und seine Familie sollten den Segen von Falun Dafa erfahren. Ich brachte zwei Kisten mit Geschenken, um ihnen ein frohes Neujahr zu wünschen. Seine ganze Familie war gerührt. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass du kommst“, sagte er. Sie bereiteten ein köstliches Mittagessen für mich vor und ich sprach mit ihnen über Falun Dafa. Danach trat die komplette fünfköpfige Familie aus der KPCh aus.

Nur wenige Angehörige haben nicht von mir über Falun Dafa erfahren. Die Dinge erkläre ich systematisch – einem nach dem anderen. Diejenigen, die nicht aus den Parteiorganisationen austreten wollen, schreibe ich mir auf. Diejenigen, die austreten, erinnere ich von Zeit zu Zeit daran, dass sie sich die Worte „Falun Dafa ist gut – Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht ist gut“ einprägen sollten.

Mit einem Direktor, für den ich gearbeitet hatte, sprach ich viele Male über Falun Dafa. Er wusste von der Verfolgung, wollte aber nicht aus der Partei austreten. Ich dachte, er habe Angst vor möglichen Konsequenzen, weil wir am selben Ort arbeiteten. In Anbetracht seiner Situation war ich mir bewusst, dass ich die Situation im Auge behalten sollte. Einmal erfuhr ich, dass er krank war. Ich besuchte ihn zu Hause und nahm einige Geschenke mit. Er war sehr gerührt. „Vielen Dank, dass Sie gekommen sind!“, sagte er. Bei dieser Gelegenheit sprach ich wieder über die Vorteile von Falun Dafa und die brutale Verfolgung von unschuldigen Menschen durch die KPCh. Da wir bei ihm zu Hause waren, war er gelassen und froh darüber, aus der Partei auszutreten.

Aufgrund meiner Erfahrung weiß ich nur zu gut, dass es nicht leicht ist, einer Person zum Parteiaustritt zu verhelfen. Jede Unterlassung oder jeder Mangel an Vertrauen kann die Chance zunichtemachen. Deshalb tue ich immer mein Bestes und erkläre die Dinge gut. Es ist ähnlich wie bei der Bewirtschaftung des Feldes. Manche Leute haben es eilig und lassen viel Unkraut zurück. Ich versuche, das zu vermeiden, und gebe mir Mühe. Außerdem erinnere ich die Leute oft daran, auch ihren Angehörigen zu erzählen, was ich gesagt habe, damit auch sie davon profitieren können.

Pseudonyme

Angesichts der derzeitigen Lage in China sind Austritte auch unter der Angabe von Pseudonymen erlaubt, weil dies eine Herzensangelegenheit ist. Es folgen einige Beispiele.

Einmal sprach ich mit einem Straßenverkäufer. Er hatte in der Vergangenheit einen Schlaganfall erlitten und keine feste Arbeit. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, verkaufte er Gemüse.

Als wir uns eine Weile unterhalten hatten, berichtete ich ihm, wie die KPCh die traditionelle chinesische Kultur zerstört hat. „Die moralischen Werte sind rapide gesunken. Überall gibt es gefälschte Produkte. Auch die Beamten sind korrupter als je zuvor“, sagte ich. Er nickte zustimmend. Weiter erklärte ich, dass ein solches Regime mit Sicherheit seinem Untergang geweiht ist. „Zur KPCh gehören die Partei, der Jugendverband und die Jungen Pioniere. Jeder, der dazugehört, muss mit Konsequenzen rechnen. Warum distanzieren wir uns nicht von dem Regime?“, schlug ich vor.

Der Gemüsehändler bejahte und wollte aus dem Jugendverband austreten. Da sein Nachname Wang war, riet ich ihm, unter dem Pseudonym Wang Kang auszutreten (was auf Chinesisch „Gesundheit und Sicherheit“ bedeutet). „Das ist ein großartiger Name. Er gefällt mir!“, sagte er. „Wissen Sie was? Mein WeChat-Benutzername war Wang Qi (was auf Chinesisch „Gas“ oder „Wut“ bedeutet), weil ich früher die Erdgastanks der Leute befüllt habe. Ich wünschte, ich hätte den Namen Wang Kang gewählt.“

Er habe ein sehr schwieriges Leben geführt, berichtete mir der Mann weiter. Nach seinem Schlaganfall dachte er mehrfach über Selbstmord nach. Glücklicherweise habe ihn jedes Mal jemand gefunden und gerettet. Ich schilderte dem Mann, dass wir nicht umsonst auf diese Welt gekommen seien. Wenn wir die KPCh ablehnen und wissen, „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht ist gut“, würden wir gesegnet, erklärte ich. Er nickte und bedankte sich bei mir.

Ein anderes Mal fuhr ich im Winter an einer Fabrik vorbei und bemerkte eine junge Frau, die auf den Bus wartete. Es war sehr kalt, sodass ich anhielt und ihr anbot, sie mitzunehmen. Sie dachte, ich sei ein Taxifahrer, und fragte: „Was kostet das?“

Ich hatte nie vor, ihr etwas zu berechnen. Aber wenn ich ihr gesagt hätte, dass es umsonst sei, wäre sie möglicherweise misstrauisch geworden. Also antwortete ich: „Was immer Sie bezahlen wollen.“

Als ich während der Fahrt über den Austritt aus der KPCh sprach, war sie still und wirkte ein wenig nervös. Da ich wusste, dass sie durch die Lügen der KPCh vergiftet war, widerlegte ich die typische Hasspropaganda, wie die inszenierte Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Nach einiger Zeit verstand sie und entspannte sich.

Ich erklärte ihr weiter, dass die Partei die traditionelle chinesische Kultur fast komplett vernichtet habe und zur Rechenschaft gezogen würde. Daher sollten wir uns von dem Regime abwenden, um eine bessere Zukunft zu wählen. Falls sie mir nicht glaube, könne sie alles für eine Geschichte halten, sagte ich zum Schluss. „Aber wenn es wahr ist, warum sollten Sie diesen Rat dann nicht kostenlos erhalten?“ Ich schlug ihr vor, unter dem Pseudonym Qianqiang (was auf Chinesisch „wunderschön“ bedeutet) auszutreten. Sie lächelte und willigte ein.

Als wir ihr Ziel erreicht hatten, fragte sie: „Wie viel schulde ich Ihnen?“ Ich sagte, sie solle sich darüber keine Sorgen machen: „Solange Sie daran denken ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht ist gut‘, werden Sie sicher und zufrieden sein. Richtig?“ Sie lächelte und dankte mir.

Einmal traf ich die Mutter eines Unternehmers. Sie bezeichnete die Gesellschaft als „hoffnungslos“. „Mein Sohn ist Bauunternehmer. Aber jemand, der ihm Geld schuldet, ist einfach abgehauen. Wie sollen wir so überleben?“, sagte sie.

Als ich sie fragte, ob sie von Falun Dafa habe und aus den Parteiorganisationen ausgetreten sei, berichtete sie mir, dass ihr Neffe ein Praktizierender sei. Sie glaube aber nicht daran.

Ich erklärte ihr, wie die KPCh dem chinesischen Volk und der Gesellschaft geschadet habe – angefangen von der traditionellen Kultur bis hin zu der Brutalität und den Lügen der KPCh, über die alten Prophezeiungen bis hin zur verleumderischen Propaganda des Regimes. Allmählich akzeptierte sie meine Ausführungen und erklärte, aus dem Jugendverband und den Jungen Pionieren austreten zu wollen. Als Pseudonym schlug ich ihr Anshun (was auf Chinesisch „ein sicheres und leichtes Leben“ bedeutet) vor, was sie gerne annahm. Sie willigte auch ein, ihrem Mann und ihrem Sohn von den Sätzen „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht ist gut“ zu erzählen.

Dies sind meine Erfahrungen. Ich glaube, dass wir bei allem, was wir tun, Rücksicht auf andere nehmen müssen, um die besten Ergebnisse zu erzielen, wenn es darum geht, den Menschen zu helfen – auch die Pseudonyme gehören dazu. Noch immer gibt es einen Abstand zwischen mir und anderen Praktizierenden, die es wirklich gut gemacht haben. Ich werde mein Bestes tun, um aufzuholen.

Vielen Dank, Meister! Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende!