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Versuche, die Dinge selbst zu schaffen, anstatt dich auf andere zu verlassen

19. November 2021 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Mich berührte ein Artikel, den ich auf der Minghui-Website las mit dem Titel „Meine Erfahrungen beim Editieren von Minghui-Artikeln“. Als ich las, dass die Mutter der Verfasserin ruhig gemeint habe, sie würde in diesem Jahr nicht an der Online-Fa-Konferenz teilnehmen, fragte ich mich: „Warum wartete sie noch? Wollte sie diese Gelegenheit etwa verlieren?“

Als ich den Artikel oberflächlich durchgelesen hatte, dachte ich, dass die Mutter die Chance, an der Online-Fa-Konferenz teilzunehmen, anderen Praktizierenden gelassen hatte. Als ich den Artikel noch einmal genauer durchlas, verstand ich, dass die verpasste Gelegenheit der Mutter, selbst daran teilzunehmen, den Grund hatte, dass sie eine abwartende Haltung einnahm und sich auf andere verließ. Jede Fa-Konferenz gibt den Praktizierenden die Gelegenheit, in sich zu gehen und Erfahrungsberichte einzureichen.

Die Verfasserin schrieb, ihre Mutter habe ihre Xinxing dadurch erhöht, dass sie anderen beim Schreiben der Erfahrungsberichte half. Sie berichtete, die Mutter habe das acht Jahre lang gemacht. Ich fragte mich, ob die Mitpraktizierenden es nicht selbst hätten schaffen können, die Artikel zu schreiben.

Ich beziehe mich auf diesen Minghui-Artikel, weil ich den Mitpraktizierenden ebenfalls geholfen habe, Erfahrungsberichte zu schreiben. Das war vor sieben Jahren. Ich war gerade in eine neue Umgebung umgezogen und bemerkte, dass fast niemand dort Berichte für die Online-Fa-Konferenz auf Minghui einreichte. Es wunderte mich sehr, dass einige Praktizierende nicht an der Fa-Konferenz teilnahmen. Das war doch nicht möglich! Ich konnte es gar nicht glauben.

Ich tauschte mich dann mit einem Mitpraktizierenden darüber aus, der mich zu einer örtlichen Fa-Lerngruppe mitnahm. Die Praktizierenden, auf die ich dort stieß, fragten mich, wie man einen Erfahrungsbericht schreibt. Während des Fa-Lernens las ich einen Minghui-Artikel. Danach blieben einige Praktizierende länger, um Berichte zu schreiben. Als sie fertig waren, nahm ich die Berichte mit, da der Einsendeschluss schon nahte. Im nächsten Jahr wurden mehr Praktizierende aktiv und schrieben Artikel. Sie reichten sie dann selbst ein. Es gab jedoch immer noch Praktizierende, die einfach keinen Erfahrungsbericht schreiben wollten, egal wie sehr ich sie davon überzeugen wollte.

Ich bemerkte, dass diejenigen, die keinen Bericht schrieben, die Minghui-Website nicht öffnen konnten. Also ermutigte ich sie zu lernen, wie man auf die Website zugreift. Ein älterer Praktizierender, der immer das Gefühl hatte, nichts tun zu können, kaufte sich einen Computer und lernte, wie man die Minghui-Website öffnet. Als andere Praktizierende das sahen, folgten sie seinem Beispiel. Seitdem sprechen die Praktizierenden auf der Grundlage des Fa und geben ihre Erkenntnisse und Kultivierungserfahrungen über die Minghui-Website weiter.

In diesem Jahr sah ich am Tag des Einsendeschlusses für die Erfahrungsberichte eine Praktizierende und fragte sie, ob sie ihren Bericht schon eingereicht habe. Sie sagte, sie habe erst wenige Tage, bevor ich davon erzählt hätte, davon erfahren. „Minghui berichtet schon 18 Tage lang darüber“, antwortete ich. Du hörst doch jeden Tag Minghui-Radio, es kann doch nicht sein, dass du es nicht mitbekommen hast.“ Dann verstand ich, warum sie es nicht gehört hatte. Ihr Sohn half ihr jeden Tag, die Radiobeiträge mitzuschneiden. Sie hörte sich also nur die Beiträge an, die heruntergeladen waren. Ihr Sohn verwaltete auch ihr Email-Postfach. Der Grund, warum sie nicht eigenständig die Minghui-Website aufrufen konnte, war derselbe wie vor sieben Jahren. Wie mühsam es doch für sie war!

Diese Mütter, wie auch die in diesem Minghui-Artikel, warteten darauf, dass ihre Kinder ihnen halfen, und verließen sich auf sie. Sie nutzten nicht die Gelegenheit, sich zu erhöhen. In der Folge hat dies Bedauern auf ihrem Kultivierungsweg hinterlassen. Die Praktizierenden helfen einander, was auch nötig ist. Bei der Kultivierung läuft es aber anders. Zu Beginn der Kultivierung hilft man den Anfängern, da sie alle Abläufe kennenlernen müssen. Das ist kein Problem. Wenn dies später jedoch dazu führt, dass man sich auf andere verlässt, ist es überhaupt nicht mehr gut. Es handelt sich dabei um denselben Fehler, den technisch versierte Praktizierende begehen, die ihre technische Unterstützung anbieten, was aber andere am Vorankommen auf ihrem Kultivierungsweg hindert.

Einige Praktizierende schauten nach innen und obwohl sie keine Anhaftungen fanden, lösten sich ihre Konflikte auf, da der Meister bei uns ist. Das lässt sich auf die Erfahrungsberichte übertragen. Solange wir die Berichte von ganzem Herzen schreiben wollen, werden wir dazu in der Lage sein, denn der Meister ist an unserer Seite. Diejenigen, die nicht schreiben können, sollten Mitpraktizierende um Hilfe bitten. Sie können ihre Gedanken auch aufnehmen und andere Praktizierende transkribieren dann die Aufnahme. Auf diese Weise müssen die anderen Praktizierenden nicht alle Arbeitsschritte übernehmen.

Letztendlich sollten wir die Mitpraktizierenden dazu ermutigen, das selbst zu tun, wozu sie in der Lage sind. Wenn etwas korrigiert werden muss, können wir es ohne Aufhebens in Ordnung bringen. Ich möchte den Mitpraktizierenden gerne das technische Knowhow für Kultivierungsaktivitäten weitergeben, da dies Teil unserer Kultivierung ist. 

Bei der Kultivierung gibt es keine Abkürzungen. Durch alles, was wir erleben, sollen wir uns erhöhen. Nur wenn wir aktiv versuchen, uns zu erhöhen, werden wir nichts bereuen.