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Firmeneigentümer zu vier Jahren Haft verurteilt, im Gefängnis gefoltert

21. Dezember 2021 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Hubei, China

(Minghui.org) Ein Inhaber eines Internetunternehmens in der Stadt Jingmen, Provinz Hubei wurde wegen seines Glaubens an Falun Dafa zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Kürzlich bestätigte Minghui, dass er im Gefängnis Folter ausgesetzt war: Er wurde geschlagen, mit Handschellen gefesselt, ihm wurde der Schlaf entzogen und er musste Zwangsarbeit verrichten.

Meng Xianglong, war früher bei der örtlichen Steuerbehörde angestellt. Er war bereits 1999 wegen seines Glaubens zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Nach seiner Freilassung im Jahr 2004 entließ ihn sein Arbeitgeber. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, gründete er sein eigenes Internetunternehmen, das bald sehr erfolgreich lief. Nach seiner letzten Verhaftung im Jahr 2015 war er gezwungen, das Unternehmen zu schließen, was zu erheblichen finanziellen Verlusten führte.

Letzte Festnahme und Verurteilung

Meng wurde am 19. März 2015 auf dem Weg zur Arbeit festgenommen und im Untersuchungsgefängnis Huyaguan inhaftiert. Er wurde am 3. November 2015 vor Gericht gestellt und später zu viereinhalb Jahren Haft im Gefängnis Fanjiatai verurteilt, wo er während seiner ersten Haft eingesperrt war.

Von mehr als zehn Insassen verprügelt

An dem Tag, an dem Meng ins Gefängnis kam, wurde er in einem Verhörraum festgehalten und gezwungen, die Gefängnisregeln auswendig zu lernen, was er jedoch ablehnte. Mehr als 10 Häftlinge umringten ihn und schlugen auf ihn ein. Bei jedem Schlag fragten sie ihn, ob er kooperieren würde, aber er weigerte sich. Während der Schläge flog ein Zahn auf der rechten Seite seines Mundes heraus und er spuckte Blut. Auch all seine anderen Zähne lockerten sich.

Folterillustration: Schläge

Die Insassen zerrten Meng in den Hof hinter die Toilette, wo die Überwachungskamera blockiert war, und schlugen weiter auf ihn ein. Mengs Hemd und seine Hose waren mit Blut getränkt. Die Häftlinge brachten ihn dann zurück in die Toilette und wuschen die Blutflecken von seinem Körper ab, bevor sie ihn zurück in seine Zelle stießen.

Zum stundenlangen Stehen gezwungen

Meng musste jeden Tag stundenlang stehen, weil er Falun Dafa nicht abschwor. Seine Beine schwollen an und er konnte seine Schuhe nicht mehr tragen. Er fühlte sich schwach und hatte keine Energie. Fünfzehn Tage später, da er an Falun Dafa festhielt, erlaubten ihm die Häftlinge nicht, vor Mitternacht ins Bett zu gehen und weckten ihn jeden Tag um 6 Uhr früh auf.

Eines Tages war er sehr müde und ging früher als erlaubt zu Bett. Die Häftlinge schlugen auf ihn ein. Ein Häftling würgte ihn mit einem Handtuch und andere schlugen ihm in den Bauch. Meng schrie, dass er geschlagen werde, aber der diensthabende Wärter kam erst eine Viertelstunde später.

Die Wärter versuchten auch, Meng zu zwingen, beim Appell das Wort „Verbrecher“ vor seinen Namen zu setzen. Meng weigerte sich, dem nachzukommen. Schließlich gaben die Wärter nach.

Zwangsarbeit

Meng wurde 18 Tage nach seiner Ankunft im Gefängnis zu schwerer Arbeit in der Küche gezwungen. Die Wärter entzogen ihm außerdem eine Woche lang den Schlaf, um sein Leiden zu verstärken.

Als sie sahen, dass die Foltermethode bei ihm keine Wirkung zeigte, fesselten sie ihn im Hof mit weit ausgestreckten Armen und hängte ihn so auf, dass seine Zehenspitzen kaum den Boden berühren konnten. Da es an diesem Tag regnete, war Mengs Kleidung durchnässt.

Folterabbildung: Mit Handschellen in der Höhe gefesselt

Von Verfolgung zerrüttetes Leben

Um seine Familie nicht zu belasten, ließ sich Meng während der Haft von seiner Frau scheiden. Nach Ablauf seiner Haftstrafe am 16. Februar 2019 brachten ihn Beamte des Büros 610 in ein Hotel und unterzogen ihn zwei Tage lang einer Gehirnwäsche, bevor sie ihn nach Hause entließen.

Die Folter im Gefängnis führte dazu, dass Meng vier Zähne verlor und sich der Rest seiner Zähne lockerte. Auch sein Unternehmen musste geschlossen werden, was zu einem unermesslichen finanziellen Verlust führte. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ließen ihn die Behörden weiterhin überwachen. Jedes Mal, wenn er die Sicherheitskontrolle am örtlichen Bahnhof passierte, brachten die Beamten ihn in einen separaten Raum. Dort durchsuchten sie seine Tasche, weil sein Ausweis als Falun-Dafa-Praktizierender gekennzeichnet war.

Frühere Berichte:

Regierungsangestellter erneut in Haft

Hubei Man Sent to Prison Without Family's Knowledge